Jay

Gesundheitswissenschaftler, Sozialromantiker
Schreiber 0 Leser 3
Avatar
RE: Ein Aufschrei – und die Welt? | 15.03.2017 | 23:23

Es braucht schon eine gehörige Portion Naivität zu glauben, diese Aktion der Jugendlichen - falls sie jemals so stattgefunden hat - den Krieg in Syrien ausgelöst hat. Dieser Krieg hat vermutlich viel früher angefangen und aus ganz anderen Gründen. So wurde ja schon aus den geleakten amerikanischen Emails bekannt, dass Syrien schon längst auf der Agenda zum Regimechange stand. Aber wenn man ausschließliche die Zeit, das ZDF oder den Deutschlandfunk als Quellen heranzieht - was soll dabei schon rauskommen als die bequeme westliche Version der Geschichte.

RE: Wir sagen leise „servus“ | 26.02.2016 | 18:06

Ich bin kein Psychologe, aber ich hätte gedacht, dass Narzissmus und Psychopathie unterschiedliche Schuhe seien. Ich halte auch nichts von psychoanalytischen Herangehensweisen, dieser ganze Freud-Kram ist für eher zeimlich schräg - im Übrigen die ganze Psycholgie. Aber das ist persönliches Ding. Und ich gebe dir recht ein zutiefst verstörter Mensch wird mich "Warmduscher" nennen - dazu muss er noch nicht mal so verstört sein - es stimmt ja :-). Wenn Menschen erst einmal - durch was auch immer resigniert haben und anerkennung und Liebe für unerreichbar halten, dann ist es natürlich enorm schwer sie zu ereichen. Gekommen sind wir ja über Deine Vorstellung von guten und bösen Menschen. Es gibt verstörte Menschen, aber keine bösen Menschen. Nehmen wir wichtige Begriffe für Osychopathen (ich muss da auf wikipedia zurückgreifen), dann finden sich mangelnde Empathie und mangelndes Gewissen. Das Gewissen ist für mich der Alarm, der ringt, wenn wir befürchten durch Handlungen unsere Zugehörigkeit zu anderen zu verlieren. Wenn eine solche Zugehörigkeit außer Reichweite scheint, dann gibt es keinen Grund mehr für ein Gewissen, ebenso für Empathie. Ob solche Menschen durch Bestrafung erreochbar sind, weiß ich nicht. In ihnen müsste der Wunsch nach Zugehörigkeit, Liebe etc. erst wieder ausgegraben werden. Wie das pasieren kann, weiß ich nicht, aber sicher nicht durch Bestrafung und Ablehnung.
Zum Rest später...

RE: Wir sagen leise „servus“ | 26.02.2016 | 10:55

Verstehe ich nicht. Du meinst, wir seien Opfer des Kapitalismus, unterlägen seinen Zwängen, die letztlich als Folge die Reichen reicher machen?

Ich sehe uns nicht als Opfer, sondern als Täter. Als Täter in einer verqueren Logik, einem verqueren Sytem, ja. Aber auch die SS-Leute im Dritten Reich waren Täter, auch wenn sie in einem verqueren System gelebt haben. Was ist das für eine seltsame Logik, die glaubt, die Reichen könnten auch nur einen Tag reich bleiben, wenn die Armen sich anders entscheiden, aufhören sich als Opfer zu sehen und sich verweigerten, die Produkte zu kaufen, die die Reichen reich machen. Wir - jeder einzelne von uns kann diese Welt ändern. Kaufe ich kein iphone, sinkt der Umsatz von apple. Die apple Kunden könnten apple innerhalb kürzester Zeit in den Ruin treiben, wenn sie aufhören diesen Kram zu kaufen. Kaufe ich keinen Jeep, sinkt dessen Umsatz, fliege ich nicht, sinkt der Umsatz von Ryan Air, kaufe ich nicht bei Aldi wird der reichste Mann Deutschlands etwas weniger schnell reicher, kaufen sehr viele dort nicht mehr, ist er schnell pleite. Wir haben es in der Hand, wir sind viele, die Reichen nur sehr wenige.

Wir und nur wir selbst sind für unser Denken verantwortlich. Und wir sind zum Handeln aufgerufen - zuerst, in dem wir unser Denken überprüfen, unser Handeln ändern. Dann dadurch, dass wir so als andere Lebenmöglichkeiten Aufzeigende für andere, z.B. in unserem Bekanntenkreis werden. Dann dadurch, dass wir unsere Erfahrungen eines anderen und ich glaube - glücklicheren - Lebens breiter zugänglich machen. Dadurch, dass wir Fragen stellen, statt Antworten zu haben, wie, die da oben sind schuld. Wir sind der notwendige Gegenpart der da oben.

Aber ich gebe Dir Recht - ich habe das aber auch nie behauptet, dass wir auf Freiheit verzichten müssen. Verantwortung für unser Handeln übernehmen - das ist Freiheit. Die Freiheit anzuerkennen, dass wir eine Wahl haben und diese Wahl zu nutzen, indem wir unser Handeln ändern. Wer glaubt, er habe keine Wahl, hat keine Freiheit. Macht sich zum Opfer.

RE: Wir sagen leise „servus“ | 26.02.2016 | 10:05

kleiner Nachtrag zum Nebenthema: https://www.youtube.com/watch?v=SYyjel5VuHg

RE: Wir sagen leise „servus“ | 26.02.2016 | 10:04

Ich weiß nicht genau, was das sagen soll. Also die Menscheit geht nicht unter und wir können so weitermachen wie bisher? Oder die Menschheit geht doch unter, aber die NASA will daraus noch ein Geschäft machen?

Mich interessiert die NASA nicht. Für mich ist der Artikel eine Vision, die ich wahrlich nicht für unwahrscheinlich halte und könnte ein Weckruf sein. Rufst Du lieber zum weiterschlafen, zum weiter so auf? Das ist doch die typische Reaktion von Menschen, die weiterhin keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen wollen. Erst mal die Folgen in Frage stellen, Klimawandel als Ergebnis menschlichen Handelns leugnen etc. Das ist die normale Reaktion unsers Verstandes - unsere gelernte: "Das war ich nicht" Reaktion aus der Kindheit. Die hilft uns nicht weiter. Wenn die NASA irren sollte und wegen der Studie Menschen ihr Verhalten geändert haben sollten, verantwortungsvoll geworden sein sollten, was ist dann der Schaden. Der Schaden eines "weiter so" ist doch viel wahrscheinlicher.

Mich machen solche Beiträge wie Deiner traurig, Sie zeigen die Tendenz, auf Nebenschauplätze auszuweichen, sobald es an uns ist, was zu ändern.

RE: Wir sagen leise „servus“ | 25.02.2016 | 18:10

@Moorleiche Direkter Kommentar funktioniert nicht mehr.... der hierdrüber ist für Dich

RE: Wir sagen leise „servus“ | 25.02.2016 | 16:14

Hi,

sorry, hatte keine Zeit.

Vielleicht sind nun leider doch etwas auseinander.

Menschen haben zwei Seiten: eine gute und eine böse. Oder eben: Liebe und Aggression.

Dss sehe ich anders. Menschen handeln sicher oft unverständlich, inakzeptabel, aber nicht weil sie böse sind. M.E. versuchen wir alle glücklich zu sein, geliebt zu werden, wie wir sind, irgendwie so etwas wie die Trennung zu überwnden. Dafür wählen wir alle andere Wege. Wir leben alle in unseren Kostruktionen der Wirklichkeit und manche leben in solchen, die unsereins vermutlich als Horrorflm bezeichnen würde, manche leben in Vorstellungen, dass materielle Güter sie glücklich machen und helfen, dass sie geliebt werden oder vielleicht sogar nur diesen Wunsch nach Liebe betäuben. Wer ist böse? Waren z.B. Kz-Aufseher böse? Ist es nicht vorstellbat, dass sie sehr gute Ehemänner, liebevolle Väter waren? Juden waren für sie Ratten, die ausgerottet werden müssen. Pervers, aber nur eine solche Zuschreibung, eine solche Verblendung ermöglichte vermutlich ihr handeln. Ein Kammerjäger ist auch nicht böse. Und es ist immer wahnsinnig gefährlich, wenn Menschen hinter Attributen verschwinden, wenn sie als Menschen verschwinden, denn nur dann können wir sie töten, misshandeln etc. Die schlimmsten Taten werden oft aus "heeren" Motiven getan - wie Deutschland vor den Feínden zu retten. Selbst die schlimmsten Verbrecher handeln in ihrer Logik, um Glück und Liebe zu finden. Manchmal haben sie resigniert, haben Angst ereut zurückgewisen zu werden und handeln aus dieser Verletztheit - werden zu Psychopathen, Säufern, Selbstmördern. Menschen, die sich so abgelehnt fühlen oder gar resigniert haben, erreicht man nie durch Ablehnung, sondern durch Liebe und Zuneigung, mit sehr viel Geduld.

Für mich gibt es keine Gegenteil von Liebe. Liebe liegt hnter der Dualität.

Denn über die offensichtlichen Problematiken hinaus, wäre zu zeigen, dass Autos, Heizungen und Industrie nur schlecht sind. Das wird – ohne hart ideologische Grundhaltung – m.E. schwer. Und übergeht Menschen, die das anders empfinden. Die Geschichte der Industrialisierung ist u.a. eine Geschichte der Befreiung aus dem kirchlichen Weltbild. Alles hat seine zwei Seiten.

Natürlich sind Autos und Heizungen nicht persé schlcht, wie könnten sie. Man kann es auch dogmatisch nennen, aber ich denke wir bracuhen Haltelinien für unser handeln. eine wichtige Frage ist doch bei jeder Handlung, wer trägt die positiven (solche die zu mehr,wenn auch oft nur vermeintlich, Glück und Handlungsfreiheiit führen) und wer die negativen Konsequenzen (die zu mehr Leid und einschränkung führen) einer Handlung. Die Autofahrer begehen die Handlung des autofahrens zu ihrem Vorteil, die Nachteile tragen aber auch diejenige, die kein autofahren und zwar vor allem diejenigen, z.B. Menschen in Afrika, die als erstes vom Klimawandel betroffen sind. In meiner Ethik finde ich es ziemlich problematisch die negativen Folgen meiner Handlungen anderen zuzumuten. Und ich glabe prsönlich, wenn die Folgen unserer Handlungen, dann ja geballt, nur bei uns landeten, würden wir diese Handlungen sehr schnell einstellen.

Die Industirlisierung war es wohl weniger als die Aufklärung. Allerdings stellt sich shon die Frage, ob die Kirche jemals zu solchen Zerstörungen fähg gewesen wäre. Außerdem haben wir doch nur eine Religion gegen eine andere eingetauscht.

Veganer können bekanntermaßen sehr anstrengende Zeitgenossen sein...

...wie alle anderen Menschen auch. Veganer sind in der Regel deshalb anstrengend, weil sie an die Verdrängungen erinnern. Das meiste Fleisch wird selbstverständlich unter Bedingungen der Tierquälerei hergestellt (nur gilt der Tierschutz in der Landwirtschaft nicht wirklich). Und es ist schon ziemlich schizophren, sich von Tierquälerein zu distanzieren und dieses Fleisch zu essen. Und die Erinnerung an diese Schizophrenie ist unagenehm., vor allem deshalb, weil es Fleischessern nicht unbewusst genug ist, dass sie Tierquälerei unterstützen. Jeder Hunde- oder Katzenbesitzer braucht nur eine Minute darüber nachdenken, ob er sein Haustier unter den Bedingungen unsers Mastviehs leben lassen würde. Jedem Haustierbeitzer würde das Herz zerbrechen. Und hätten wir Schweine als Haustiere, würden vermutlich keine Schweine mehr gegessen oder zumindest gäbe es keine solche Tierhaltung mehr. Wir müssen uns auch die Tiere entfremden, damit wir so mit mit ihnen umgehen können und nicht sofort auf die Barrikaden gehen.

Naja und der Mensch erklärt sich ja zur Krone derSschöpfung, wegen seines Bewusstseins. Er hat Handlungsoptionen, die der Fuchs nicht hat. Daher kann der Mensch zur Verantwortung ermahnt werden, der Fuchs nicht. Das hat nichts mit Menschsein zu tun, sondern mit dem Bewusstsein - und sogar in menschlichen Rechtsprechung ist die Minderung des Bewusstsein - als Unzurechnungsfähigkeit - strafmildernd. Zudem kann sich der Fuchs nicht vegan ernähren, der Mensch sehr wohl.wir erklären den menschen zur Krone wegen seine Bewusstseins.

allerdings stellen wir den Menschen nicht deshalb auf eine stufe mit dem Tier, wenn sein Bewusstsein so weit abgemindert ist, dass das Bewusstsein z.B. bestimmter Tiere klarer ist, z.B.als erstes bei Menschenaffen, Delphine etc. Wenn wir unsere Herrschaft über unser Bewusstsen erklären, dann gibt es keinen Grund, neugeborene Kinder oder manche Menschen mit geistigen Behinderungen oder auch alten Menschen, die Menschenwürde und -rechte abzusprechen. Das tun wir selbstverständlich nicht, auch wenn das Bewusstsei einen Level von Quallen erreicht. Der Bewusstseinsunterschied rechtfertigt also eine Abstufung nicht. außer dem Bewusstsein stehen uns aber keine oder nur willkürliche Merkmale zur Verfügung mit denen wir unsere Vorherrschaft begründen könnten. Also ist diese Vorherrschaft willkürlich und natürlich anzweifelbar.

So weit zu diesem Nebenschauplatz.

Welches Recht habe ich, für und über andere zu entscheiden?

Klar das iat ene interessante Frage. Nur welches Recht hat ein Autofahrer über mein Leben zu bestimmen? Wir haben es nicht mit einseitiger Einschränkung von Freiheiten zu tun, sondern mit beidseitigen. Der Autofahrer will fahren und ich möchte gesund bleiben, in einer intakten Umwelt leben etc. Diese Konkurrenz von Rechten oder Einschränkungen haben wir ja häufiger. Und wir haben auch international abgestufte Rechte. Ganz oben das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Interessanterweise fehlt z.B. das Recht auf Autofahren in den Menschenrechten. Die Frage ist, warum kann ich mein Recht auf körperliche Unversehrtheit nicht einklagen? Weil wir gesellschaftliche Konventionen haben und Autofahren einen hohen Rang genießt, der nicht rechtlich, sondern poliitisch, wirtschaftlich begründet ist. Während es in den USA möglich war, Tabakkonzerne wegen Krebs zu verklagen, werden wir vermutlich lange auf gewonnene Klagen wegen krebs durch feinstaub warten können. Das Gesetz versteckt sich dabei hinter der klaren Zurodnenbarkeit eines Schuldigen: welche Automarke war schuld, welcher Fahrer. Ich finde die Rechtssituation ist klar, aber sie ist nicht einklagbar, deshalb bleibt es meines Erachtens dennoch nicht nur dogmatismus, sondern Unrecht. Und zwar eines das auf eine abstufung von Interessen beruht, die vermutlich auch alle Autofahrer unterschreiben würden.

RE: Wir sagen leise „servus“ | 22.02.2016 | 16:05

Sorry, wegen des Schreibfehlers in Deinem Namen - Michaela.... die Tastatur und ich stehen auf Kriegsfuß

RE: Wir sagen leise „servus“ | 22.02.2016 | 16:03

Nee, email kann ich nicht einsehen, falls es relevant werden sollte, kannst Du ja ein fake-konto eröffnen, wir tauschen Daten aus und du kannst wieder aus fb verschwinden... Ja, wenn ich was höre, schreibe ich Dir gerne dazu.