jayne

beobachterin des (medien-) alltags
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jayne
RE: Jetzt die Kür | 10.03.2018 | 14:58

Schöner reflektierender Text, mir gefällt auch die mitschwingende Empathie.

RE: „Keine Billigtour mehr“ | 01.03.2018 | 19:45

Ja, es braucht nicht nur ein radikales Umdenken, sondern auch Handeln in Sachen Mobilität, Ernährung, Wirtschaft, Geburtenregelung ... Wir sehen es ja gerade an der Debatte um einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr, den es als funktionierendes Projekt übrigens schon in einigen Städten gibt, im europäischen Maßstab, wie sehr wir uns lieber am Bestehenden orientieren, statt darüber hinaus zu denken. Wir müssen umsteuern, das wird uns nicht erspart bleiben, und daraus können wieder andere Lebensqualitäten entstehen, die sich nicht allein quantitativ bemessen lassen.

Das einzige, was mich an dieser Fiktion stört, und zwar nachhaltig, ist das "Lebensaustrittsalter" - so etwas zu praktizieren, bedeutete für den einzelnen eine anhaltende seelische Grausamkeit, und ich frage Sie, soll dann Mensch sich selbst die Spritze geben oder erledigt das wer verschwiegen im Hintergrund? Menschen, wie andere Lebewesen auch, leben unterschiedlich lang, niemand weiß, wann Schluß ist, es sei denn, es ist ein terminiertes Todesurteil verhangen worden, doch das gibt es bei uns glücklicherweise nicht.

RE: Zurück zu den außenpolitischen Wurzeln? | 25.06.2017 | 19:58

heute ist mir klar geworden, warum sich neue Ideen, Herangehensweisen oder Perspektiven, oder die sogen. Parteilinke in der SPD nie recht durchzusetzen vermögen - ich habe mir den Parteitag angeschaut, und im Vorhinein empfand ich als fraglich, wie in weniger als fünf Stunden (realiter waren es dann nur 2,5) ein Wahlprogramm, die Änderungsanträge dazu debattieren und das Ganze dann noch verabschieden kann. Grüne und Linke brauchten dazu jeweils zwei Tage, nahmen sich die Zeit. Bei der SPD läuft es so: Es gibt zu jedem Kapitel einen Vorschlag der Antragskommission, beinhaltend auch teilweise oder ganz übernommene Änderungsanträge, sowie jene, die von der Antragskommission zur Ablehnung empfohlen werden - insoweit geht es noch ähnlich zu wie in den anderen beiden Parteien. Aber dann kommts: die Kapitel in der Fassung der Antragskommission werden sofort zur Abstimmung gestellt, wenn es bei Aufruf keine Wortmeldung gibt, d.h., sich nicht Initiator*innen oder Unterstützer*innen abgelehnter Anträge zu Wort melden und so die Behandlung dieser ermöglichen. Und nun könnte man fragen, warum sich trotz etlicher abgelehnter Änderungsanträge, die z.T. wesentlich waren, es nur insgesamt zwei oder drei solcher Wortmeldungen gab? Liegt das an der Diskussionsunfreudigkeit der Leute, am fehlenden Willen, für ihre Anträge auf dem Parteitag auch zu kämpfen? Oder vertraut man vollends der Antragskommission, dessen Vorsitzender heuer kein geringerer als Olaf Scholz? Ich empfinde, so läuft das nicht unbedingt gut in Sachen innerparteilicher Demokratie, da sind Grüne und Linke wesentlich weiter.

RE: Merkel tritt wieder an | 25.11.2016 | 12:53

"Ich habe auch noch nie irgendwas Sozialkritisches bei denen gelesen."

ich schaue gelegentlich auf Seiten von Pegida & Co., Magda, was wahrlich kein Vergnügen ist - was ich da lese, ist ein Gemisch von Kritik an der Sozialpolitik (Hartz IV, Niedriglohn, marode Infrastruktur usw.) und eben diesen Vorurteilen und der Hetze gegen Flüchtlinge, das alles kann man oft in einem einzigen Post lesen ...

RE: Merkel tritt wieder an | 25.11.2016 | 11:07

Magda schreibt: "Die wirklich auch politisch schlimme Botschaft ist die Behauptung, die Augstein beflissen aufgreift, Angela Merkel habe mit ihrer Politik generell die AfD gefördert. Wer sich die Entwicklung dieser Partei ansieht, muss erkennen, dass es Merkels Flüchtlingspolitik war, die die AfD so gestärkt hat, nicht Merkels Politik der Mitte, wie es Augstein meint." Das sehe ich ein wenig anders, die Flüchtlingspolitik war die Initialzündung für Pegida und andere Bewegungen dieser Art, und sie hat der AfD ein neues Thema beschert. Doch was Augstein mit "Politik der Mitte" meint, so findet diese doch Ausdruck in ungesicherten Lebens- und Arbeitsverhältnissen vieler, in Niedriglohnjobs, befristeten Arbeitsverhältnissen, in Steuervergünstigungen für die, die eh schon reichlich mit Vermögen ausgestattet sind, in hohem Sanierungsbedarf für Schulen, Infrastruktur (wichtiger waren der Regierung "schwarze Null" und Schuldenbremse), alles Entwicklungen, die seit Ende 90er resp. mit Einzug der Agenda 2010-Politik zu beobachten sind. Die sogen. "gefühlte Ungerechtigkeit" wird von rechten Bewegungen und Parteien instrumentalisiert, die dann die einen Unterstützungsbedürftigen gegen die anderen ebenso Bedürftigen (Flüchtlinge, Migranten) ausspielen. Und sicher, Ressentiments gegen Andere und Anders-seiende haben Tradition, das konnte ich gut auch schon in der DDR beobachten, wo die Menschen in relativer sozialer Sicherheit lebten. Merkel repräsentiert nun mal die Agenda-Politik, wie auch Steinmeier und und und ...

RE: Konzert der Koalitionsaussagen | 02.08.2016 | 22:11

man findet immer Gründe, eine Partei nicht wählen zu können, wahrscheinlich so zur Selbstberuhigung, man hätte ja gern, aber ... Die Arroganz (oder Ignoranz) hier in Ihrem Kommentar ist jedenfalls kaum zu überbieten, ich wette, Sie haben sich noch nie wirklich ein Bild davon gemacht, was Die Linke als Ganzes oder einzelne Landesverbände, ost wie west, auf die Beine stellen, "reell und echt".

RE: Austerity schadet nicht nur ökonomisch | 19.07.2016 | 08:01

fürs Abnehmen helfen am besten regelmäßige Bewegung jeden Tag und weniger Zucker, Kaloriensparen allein bringt nichts ...

RE: Ein großes Kaffeehaus | 19.07.2016 | 07:56

ja, es gibt etliche anspruchsvolle Blogs und online-Magazine, wie z.B. dieses und jenes

RE: LINKE erkennt nicht die Zeichen der Zeit? | 09.03.2016 | 15:07

Vielleicht ist es nicht so bekannt, aber linke Abgeordnete auf Bundes- wie Landesebene unterstützen mit ihren finanziellen Mitteln viele ehrenamtlich arbeitende Projekte, und die Beträge aus der letzten Diätenerhöhung werden komplett sozialen Initiativen gespendet. So hält es das Gros der Abgeordneten ...