RE: Nieder mit dem Wachstum | 01.12.2016 | 13:40

Ich gebe zu bedenken: Hätte man den Wachstumsstop im Jahr 1945 beschlossen, müssten wir noch heute in den Ruinen hausen.

Hätte man den Wachstumsstop im Jahr 2000 beschlossen, wäre die Energiewende unmöglich - jedes Windrad und PV-Anlage erfordert zusätzliche Produktion aka "Wachstum".

Jeder neue Krebspatient müsste warten, bis ein anderer stirbt, damit er dessen Medikamente-Kontingent erhalten kann, denn zusätzliche Medikamente dürften wegen des Verbots von Wachstum nicht produziert werden.

Diese Beispiele liessen sich beliebig fortsetzen.

Mein Fazit: das Wachstumsverbot ist eine weltfremde Idee von gutversorgten Wohlstandsmenschen, die aus dem komfortablen Elfenbeinturm heraus sich Probleme und deren Lösungen für den Rest der Welt ausdenken.

RE: Packen wir’s an | 24.11.2016 | 23:23

Man hört ja oft, daß der Gesetzgeber den Kohleausstieg beschließen soll.

Das ist aber gar nicht nötig, denn die Erneuerbaren haben bekanntlich Einspeisevorrang. Das bedeutet, solange sie Strom liefern, müssen andere Erzeuger zurückstehen.

Für den Kohleausstieg müssten die Erneurbaren lediglich Strom so liefern, daß der Bedarf rund um die Uhr gedeckt werden kann. Dann kämen die Kohlekraftwerke nicht mehr zum Zug und könnten stillgelegt werden.

Dieser Aspekt wird m.M.n. in der Diskussion viel zu wenig beachtet.