RE: Nach der Schicht | 23.01.2022 | 09:46

Lass die Menschen Menschen sein.Sentimentalität und Erinnerungen gehören dazu. Und es ist ein natürliches Phänomen, dass dabei die schlimmen Dinge mit der Zeit verblassen und die schönen Dinge meist nicht. Ruhrgebiet - kann man nennen. Und wenn ich böse WÄRE, die Zeit in der DDR, nicht wenige hier werden sich auch verklärt an schöne Dinge erinnern und die bösen ausblenden.

NORMALES Phänomen menschlicher Erinnerung.

Vielleicht kann man Sentimentalität aber auch für die Zukunft nutzen. Was war früher im Ruhrgebiet alles möglich, riesige Landstriche wurden der Kohle geopfert - und die heutige Diskussion dreht sich darum, wie hässlich Windräder wären und diese die Landschaft verschandeln.

Früher war eben nicht alles besser!

Warum sind Windmühlen "romantisch", Windräder aber verschandeln das Bild?

Warum war es früher "OK", riesige Regionen der Kohle zu opfern für die Energie, heute wird aber jedes Windrad als nicht hinnehmbares Opfer empfunden?

Rhetorische Fragen an uns alle - wenn ich böse WÄRE.

RE: Lebe völlig ungeniert | 17.01.2022 | 08:12

Interessanter Artikel.

Meine zwei Anmerkungen:

A)

Ich oute mich als konservativ. Die Drogenaffinität, im Zusammenhang mit dem "anschaffen gehen in Strapsen auf der Kurfürstenstrasse", die Crystel Meth-Geschichten lassen mich daran zweifeln, ob ich Umgang mit der Person wünsche oder ihr größeres Vertrauen schenken würde.

B)

All die Möglichkeiten gibt es, die im Artikel aufgezählt wurden.

Und doch haben wir alle erlebt, dass die Gesundheitsämter in Deutschland überwiegend noch in der FAX-Zeit leben, dass wir nicht wissen, wer geimpft ist, wie hoch Quote X oder Y ist...

C)

Auch erlebe ich, dass die Facebook- und andere Algos längst nicht so gut sind, wie man ihnen es unterstellt. Oder erhalten Sie nicht auch ständig Anfragen von jungen Damen, die sich in ihr Bild verliebt haben und unbedingt zu einem Abenteuer zu ihnen vorbeikommen möchten...Ich garantiere: ich bin nicht die Zielgruppe. VERSCHENKTES Werbegeld.

***

Alles nur Anmerkungen.

Datenschutz ist ein sehr wichtiges Thema. Und muss noch wichtiger werden künftig.

RE: Reich des Bösen | 16.01.2022 | 18:43

Sie dürfen erinnern - Sie dürfen abschweifen.

Hilfreich wäre nur der Hinweis auf einen Zusammenhang zu den bisherigen Themen. Die haben sich mir leider nicht erschlossen.

RE: Reich des Bösen | 16.01.2022 | 18:40

Alles nichts neues. Mein Punkt ist ein anderer:

Russland scheint offenbar ebenfalls "imperialistisch" den Machtbereich ausdehnen zu wollen.

Weil A etwas tut, kann es B auch tun.

Meine Bemerkung war nur, "lustig", ähnlich dem, was man im kalten Krieg nur der anderen Seite vorgeworfen hat...

Nicht mehr, nicht weniger.

RE: Reich des Bösen | 16.01.2022 | 18:37

Danke für die Quellen.

Eine nie ausgesprochene Regel...

Liege ich also mit meinen ersten Worten so falsch nicht, oder?

***

War es also eine "zwingende, unumgängliche Voraussetzung"? - Dazu finde ich nichts...

War es eine "Erleichterung": Bestimmt. Aber dann nennen wir es doch auch nur so.

RE: Reich des Bösen | 16.01.2022 | 13:27

Nein, dies ist mir nicht bekannt, niemand ist allwissend.

Aber ich kann Aussagen überprüfen, wie jedes Kind heute, Google-Suche. Auch nicht immer zu 100% präzise, aber was ich finde ist:

a)

Sechs europäische EU-Staaten (Finnland, Irland, Malta, Österreich, Schweden, Zypern) sind nicht Mitglied der Allianz, fünf europäische NATO-Staaten (Bulgarien, Island, Norwegen, Rumänien, Türkei) sind nicht in der EU.

https://www.kas.de/c/document_library/get_file?uuid=73e4e0f3-196e-40d1-ab6a-241e0f2ac681&groupId=252038

b)

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/europa/bedingungen-fuer-den-beitritt-zur-europaeischen-union-434536#:~:text=Diese%20so%20genannten%20%22Kopenhagener%20Kriterien,Achtung%20und%20Schutz%20von%20Minderheiten.

War es also eine "zwingende, unumgängliche Voraussetzung"? - Dazu finde ich nichts...

War es eine "Erleichterung": Bestimmt. Aber dann nennen wir es doch auch nur so.

Und was ist mit Schweden, Österreich und Co?

RE: Reich des Bösen | 16.01.2022 | 13:21

a)

Ja, WIRKLICH.

b)

Ja, auch wirklich, aber als kompletten Gedanken bitte, für das ganze Bild:

Was jahrzehntelang der anderen Seite vorgeworfen wurde, Imperialismus, muss wohl nun jetzt als Beschreibung für Russland gelten. So ändern sich die Zeiten. Russlands Machtbereich möge sich immer mehr ausdehnen, über andere Länder und Gebiete.

Es ist wohl keine Einseitigkeit, wenn man auf eine pure Einseitigkeit erwidert und somit die PRO und CONTRA Argumente vorhanden sind...

Grundkurs Diskurs.

RE: Reich des Bösen | 16.01.2022 | 09:04

Oha. Und sind Sie in Ihrem Kommentar hier neutral, oder extrem einseitig auf einer Seite?

Man dürfte, man müsste schon erwähnen, dass ALLE osteuropäischen Länder, die jetzt in der EU oder Nato sind, dies selbst wollten. Sie haben alle die Zeit "unter der UDSSR" und im Warschauer Pakt erlebt und wollten unbedingt heraus.

Dies einzig und allein im Kommentar als "Bedrohung von Russlands Grenzen" abzutun kann alles sein - aber kein neutrales Bild.

Und um noch etwas mehr Salz in die Suppe zu streuen, der lieben Didaktik und dem schönen Aufregens wegen:

Was jahrzehntelang der anderen Seite vorgeworfen wurde, Imperialismus, muss wohl nun jetzt als Beschreibung für Russland gelten. So ändern sich die Zeiten. Russlands Machtbereich möge sich immer mehr ausdehnen, über andere Länder und Gebiete.

RE: Willkommen in der nullten Welt | 15.01.2022 | 12:36

Ich bin recht froh darüber, dass in Deutschland eher die "soziale Marktwirtschaft" herrscht und das System in den USA sehr viel härter ist.

Mein altes Thema, oft auch schon zwischen Ihnen und mir hier in den Kommentaren: Schwarz - Weiss, 0 oder 100. ENDE, nichts dazwischen.

a) dass Armut und Obdachlosigkeit IMMER ein subjektives und individuelles Problem ist.

IMMER ist falsch, nie ist bestimmt auch falsch, wie wäre es mit "in einigen Fällen"?

b) die strukturelle GEWALT des Marktes

Wie wäre es anstatt Gewalt mit "Kraft"?

Die Kraft des Marktes kann gewaltige Fortschritte und Gutes erzielen, aber auch Ungerechtigkeiten und Schlechtes.

Wenn ich nur auf "Gewalt" fokussiere und das andere ausblende, kann aber auch kaum das Positive entstehen...

***

Ich heiße weder Jauch noch Slomka, weder Will noch Klatten. Aber vielleicht - NUR vielleicht - wollen Sie ja meine Sicht dennoch lesen.

Selbstverständlich fallen Kriege nicht vom Himmel - und wer dies meint, den müssten Sie mit bitte benennen. Mir fällt niemand ein...

...wobei man auch fragen darf, ob dies ein zwingender Zusammenhang sein möge zum Artikel, oder ob da nicht eher die Rhetorik und Semantik und Didaktik die Feder geführt hat. Wäre ja alles OK.

***

Die Schere des "Kapitalismus" kann vom Manchester-Kapitalismus reichen, den Marx beschrieben hat, kann das System der USA oder das in Deutschland sein und es kann sogar noch besser werden. Man "darf" es sogar marktwirtschaftlichen Sozialismus oder soziale Marktwirtschaft nennen...

Kraft/Power anstatt "Gewalt" kann zu Gutem eingesetzt werden.

Womöglich, so meine Auffassung und Erfahrung, ist "der Mensch" zu komplex und ambivalent und unterschiedlich, um in Extrema gut zu prosperieren, sei es das Extrem Manchester oder Sozialismus.

Eine Form dazwischen! Maß und Mitte.

RE: Die Anstifterin | 11.01.2022 | 08:52

Ach Gott jaaaa....Wird oooch nie enden, "Die Jugend von heute", wird schon seit 3.000 Jahren beklagt, von JEDER Generation immer wieder, Circle of Life.

Nun in der Abwandlung von Generation 30 bis 50.

Dabei sollten wir alle heilfroh sein, dass es KEINEN Generationenstreit gibt. Die Solidarität und Integration ist viel größer, als sich einige Wissenschaftler (m/w/d) vorstellen/ausdenken mögen.

Wie viele Ältere unterstützen/helfen den Jüngeren, sei es durch Kinderbetreuung, Finanzen, etc.?

So gut wie alle Jüngere werden finanziert von der mittleren Generation, als Kinder, in der Schule, in der Ausbildung, etc.

Die mittlere Generation, ob 30 bis 50 oder ob 25 bis 60 eingeteilt sind Geschmacksfragen, erwirtschaftet und ermöglicht das alles, finanziell oder durch Infrastruktur und Leistung.

Es sollte sich auch niemand wundern, dass bei so gut wie jeder Bewegung eher die Jüngeren auf die Straße gehen. Die Bewegung ändert sich im laufe der Zeit - die Altersstruktur bleibt. Die Jugend ist immer rebellischer UND hat auch mehr Zeit. In der Regel ist man 30 bis 50, wenn man tief im Job eingespannt ist, Verantwortung für Familie und Kinder hat und "Dinge erledigen" muss, die keinen Aufschub dulden.

Und wie sich gezeigt hat, sind nicht nur die Alten FDP-Wähler... Aber Fakten und Zahlen, die dem Weltbild entgegenstehen, wurden auch schon zu allen Zeiten ausgeblendet. Asymetrische Informationswahrnehmung wurde das vor rund 20 Jahren einmal genannt, als es einen Nobelpreis für diese Beschreibung gab...

Mein Fazit: ich sehe keinen Sinn, die durchaus wichtigen Fragen auf Generationen runterzubrechen.

Es geht nur gemeinsam, jung, mittel und alt.