RE: Tot war Jesus nie | 06.06.2021 | 13:40

Amüsant, dass der Artikel als Hauptthema Mißverständnisse und "freie" Übersetzungen und unterschiedliche Auslegungen von Vokabeln hat - und dann selbst so "leichtfüßig" mit vielem umgeht.

Eine lose Sammlung:Ein DOGMA ist die Auferstehung nur in der katholischen Kirche, nicht in allen anderen christlichen Religionen.

Christenheit und die römisch-katholische Kirche sind nicht das Gleiche.

Evangelium heißt nicht nur "frohe Botschaft", sondern auch oder sogar eher "gute Nachricht".Und dies wäre mein Hauptkern meines Kommentars:Aufgeklärten Personen DARF es schnuppe sein, ob Jesus "aufgestanden" oder "auferstanden" ist - die gute Nachricht, die er verbreitete, ist essentiell.Wenn wir wollen, müsste es kein Traum sein. Ein gutes Leben untereinander ist möglich, wenn wir das Gute erkennen, wenn wir helfen, wenn wir Mitgefühl haben, wenn wir nicht nur strafen sondern auch vergeben, wenn wir teilen...

Um auch amüsant zu schließen: mich erinnert das an das Phänomen an NachrichtensprecherInnen im TV, bei der zu viele sich versteifen auf die Kleidung oder die Frisur... - und das gesagte und die Themen eher nur am Rande wahrnehmen...

Die BOTSCHAFT ist das essentielle - nicht das drumherum.

RE: Gruner + Jahr – das bittere Ende der Story | 02.06.2021 | 18:03

Gruner & Jahr hat nicht alles richtig gemacht. KERN der Misere ist aber in der Print-Branche zu finden. Es ist die Ausnahme und nicht die Regel, wenn ein Printhaus in letzter Zeit prosperiert. Eine Ausnahme kann einem einfallen, aber prägt die Ausnahme nicht die Branche.

Früher, ohne Internet, konnte man auch Fehler machen und dennoch floss das Geld rein. Es gab halt keine Alternativen wie Internet und Co.

Print war früher FAST Geld-Drucken...

Zeiten ändern sich.

RE: Ein Einspruch | 08.05.2021 | 09:43

Tja... Die AUSBILDUNG und die REALITÄT sind nunmal zwei unterschiedliche Dinge.Vieles wird und wurde, egal ob in Westdeutschland oder Ostdeutschland damals oder heute, in der theoretischen, verschulten Ausbildung anders gelehrt als die Realität es dann "zulässt". Ich kann mir gut vorstellen, dass die journalistische Ausbildung in der DDR gut war - aber die tatsächliche Umsetzung, dass was man dann in den Zeitungen und Medien lesen und sehen konnte - entsprach etwas ganz anderem.

Wenn sich der Autor allein auf die AUSBILDUNG konzentriert und nicht den Sprung in die tatsächlich - um nicht zu sagen real existierenden - verfügbaren Medien wagt - darf ich das als Elfenbeinturmperspektive einordnen.

Spitzer formuliert: was hilft es, dass die DDR vom Namen her schon demokratisch war, "von der Theorie und dem Anspruch her" - wenn die Realität eine andere war.

RE: Das Gegenmodell | 18.04.2021 | 09:09

@ Achtermann @ JR's China BlogDie Frage war nicht von mir gestellt, was ist ein Mindestalter - sondern was ist "angemessen" oder was finde ich persönlich richtig.Es gibt auch ein Mindestalter zum Heiraten von 18 - und ich darf empfinden und meinen, dass "niemand" mit 18 schon heiraten sollte - bisserl mehr Reife und AUCH "austoben" empfehle ich stark...Der Herr Kurz mag ihr gutes Beispiel sein - ich empfinde auch ihn für zu jung - aber mangels Alternativen in einem kleineren Land ist es wohl so gekommen. Ob es für seine Erfahrung spricht oder für die mangelnden Alternativen...Und die erste Regierungskoaltion... vor welcher Partei ist der da nochmal keinesfalls zurückgerschreckt... "Ibiza" und Vizekanzler lassen grüßen.Zumindest fällt mir auch viel Schatten ein, nicht nur Licht.

RE: Das Gegenmodell | 17.04.2021 | 11:23

Ich mag die Frau Baerbock - wenn das "mögen" denn eine Rolle spielt. Doch zwei Argumente stehen der Kandidatenkür entgegen: zum einen der öfters schon angesprochene Mangel an Exekutiv-Erfahrung. Und zum anderen auch ihr Alter. Ob die Lebenserfahrung mit 40 schon ausreicht für das allerhöchste Regierungsamt... Mir wären da 45 oder eher 50 Jahre plus lieber. Ausnahmen kann es geben - aber auch eine Merkel oder ein Schröder oder ein Kohl oder Schmidt oder Brandt wären mit 40 noch zu jung gewesen - manches darf erst noch reifen.

Mache ich mich der Altersdiskriminierung der Jungen mit dieser Auffassung schuldig?!

RE: Blick auf die Statistik | 09.04.2021 | 09:26

Extrem interessanter Artikel, Danke dafür, für alle, die die kreativen Auslegungsmöglichkeiten von Statistiken lieben!

Die Todesrate und Übersterblichkeit ist ein möglicher Indikator.

Ein anderer ist die Belegung/Überlastung der Intensivstationen. Nicht nur der Tod ist ein Faktor, sondern auch mögliche Gesundheitseinschränkungen (dauerhaft). Dies aber statistisch zu erfassen, ist ungleich schwieriger. An einem Herzinfarkt muss ich auch nicht sterben - aber bin doch froh, wenn ich ihn nicht bekomme - platt gesagt.

Und noch unübersichtlicher wird es, wenn man die Schäden von verschobenen Operationen oder Vorsorge einbeziehen möchte, von Folgen der Isolation/Einsamkeit/Depression/Bewegungsarmut - wird alles nie sauber zu erfassen sein und gegenüber zu stellen sein...

Die Statistiken des Artikels beziehen sich auf Deutschland. Blicken wir aber auf andere Regionen und Länder, können wir sehen, dass es dort doch weitaus dramatischer werden kann - mit mehr Toten und mit mehr Schäden und mit Überlastung der Krankenhäuser.

Die eigentliche Frage ist: geht man das Risiko ein, dorthin zu kommen - oder ergreift man Maßnahmen vorher, vorbeugend.

Und diese Frage kann niemand mit abschliessender Sicherheit beantworten.

Ich bin froh, dass wir keine Zeiten wie in Bergamo hatten. Das wir keine Fälle wie in Brasilien und anderswo haben. Aber ist das übertragbar? Ich weiss es nicht. Weiss es irgendwer, mit abschliessender Sicherheit?

Stoppt man erst, wenn der Wagen gegen die Wand gefahren ist - oder vorher? Und wenn ja, zu welchem "Preis"?!

JEDE Lebenssituation ist anders - es gibt bei dieser Frage kein Patentrezept...

RE: „Elektro-SUVs lösen kein Problem“ | 09.04.2021 | 09:12

Der Knackpunkt ist "das passiert doch sowieso"...

Schön und platt gesagt, und keinerlei Nachfrage... Also die Fülle und Kraft der Argumente ist beeindruckend.

Ja, es kann und wird wohl so passieren - wenn aber das alte Modell des Verbrenners doch noch weiterlaufen würde - was man nicht wollen muss - dann wohl eher nicht. "Sowieso"...??!!

Ansonsten schönes Interview - muss nicht alle Sichtweisen teilen, aber ich höre sie mir gern an. Nur GERN gefüttert mit Argumenten, und nicht einfach "sowieso"...

RE: „Ohne Recht gibt es kein Eigentum“ | 09.04.2021 | 09:03

Sehr gutes Interview, sehr interessante Thesen und Gedanken!

Es gibt sehr viel Ungleichheit in der Welt. Das ist richtig. Die Weltanschauungsfrage darf sein: "Will" die Menschheit in der Mehrheit Unterschiede, ja oder nein. Was treibt ihn/sie an, innovativ(er) zu sein, Mehrwert zu schaffen... Was erweckt und erhält Verantwortung und "sich kümmern"?

Schön wäre es, wenn dies kollektiv genauso oder annähernd funktionieren würde wie bei privatem Eigentum. Die Historie hat bisher etwas anderes in aller Regel gezeigt. Der Artikel zeigt "natürlich" Einzelfälle auf wie Penicillin - die Frage darf sein, was ist prägend und was sind Einzelfälle...Was ist die Grundrichtung.

Ein anderes Wort für Ungleichheit - ist Diversity - nichts anderes Vielfalt im Unterschied sagt die Vokabel aus. Und Diversity finden doch "alle" super, oder?!

Wünschen würde ich mir etwas anderes, aber ob man die Menschheit in diesem Wesenszug verändern kann? Natürlich sind wir heute aufgeklärter und fortschrittlicher als vor 50, 100 oder 500 Jahren - Änderung ist möglich! Aber wie weit... DAS ist die Frage. Der Sozialismus hat früher oft genug vom "neuen Menschen" fabuliert, weil er sich eben genau dies gewünscht hat - geklappt hat es bisher nicht.

Ungleichheit muss nicht schlecht sein, sie macht vieles in unserem Leben aus. Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit, das wären eher meine Ziele.

Und natürlich kann Ungleichheit zu Exzessen und Extrema führen - was auch niemand wirklich will.

Also kein Schwarz oder Weiss - sondern eine Balance. Auch in den USA wurde enteignet und entflechtet, Standard Oil und Co. - DAS kann und muss vielleicht sogar demnächst mit Google, Amazon und Co. passieren.

RE: Die Arbeiterklasse lernt | 07.03.2021 | 09:47

@Christian BrechtMein "früher" hatte den Bezug zum vorher von mir genannten "vor 100 Jahren und mehr"...

Zitat 2: "Das war alles früher in der Arbeiterklasse so gut wie nicht gegeben. Einmal Arbeiter - immer Arbeiter war keine pauschale, falsche Betrachtung."

Dem muss ich widersprechen. Vor allem in den 70er Jahren der BRD

RE: Die Arbeiterklasse lernt | 06.03.2021 | 09:38

....Die Buchhalter und andere auch unterscheiden zwischen Arbeitern und Angestellten...

Sind Studenten der Arbeiterklasse zugehörig? Die Intellektuellen? Die Bauern? m/w/d stets eingeschlossen.

Vor 100 Jahren und mehr war der Begriff der Arbeiterklasse passend. Heute ist dies nach meiner Auffassung genauso veraltet wie der Begriff Fräulein.Arbeiter und Angestellte darf man bestimmt zusammenfassen. Es gibt nicht wenige Angestellte, die nicht schlecht verdienen und in der Gesellschaft "zu den Gewinnern" gezählt werden könnten.

Bestimmt ist es nur meine kleine Schwäche der Oberlehrerhaftem... Aber Begriffe prägen auch. Es geht nicht um Arbeiter und Angestellte, es geht um Menschen, die eine angemessene Teilhabe in der Gesellschaft haben können oder nicht. Die sich einbringen können, ein "anständiges" Leben sich leisten können (die Definition dazu wäre bereits lang und individuell) UND die auch in andere "Klassen" wandern können, z. B. durch Bildung oder Erfindungsreichtum und anderem mehr.

Das war alles früher in der Arbeiterklasse so gut wie nicht gegeben. Einmal Arbeiter - immer Arbeiter war keine pauschale, falsche Betrachtung.

Nicht die "Herrschaft der Arbeiterklasse" sollte das Ziel sein - sondern eine harmonische Gesellschaft, in der Klassenübergänge möglich sind, in der viele diverse Gruppen/Klassen sich "zuhause fühlen können" und eine Teilhabe möglich ist.