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Jürgen Fenn
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RE: Mein Logbuch - Freitag & Flattr | 30.05.2010 | 20:22

Die Einführung eines Bezahlsystems wie Flattr verändert den Rahmen, in dem die Blobgeiträge erscheinen in nicht nur unerheblicher Weise. Ich wäre deshalb der Auffassung, daß jeder einzelne Blogger hierzu gefragt werden müßte und zustimmen muß. Ich würde die Zustimmung hierzu nicht erteilen, weil ich an der Freitag Community aus rein ideellen Gründen heraus teilgenommen habe. Mit einer Kommerzialisierung wäre ich deshalb nicht einverstanden. In diesem Fall würde ich meine Texte zurückziehen. Über den Teilsatz „obwohl ich unsere AGB auf unserer Seite weiß, laut der ein Urheber, der bei freitag.de bloggt, alle Rechte an dem Text verliert, wenn er ihn auf freitag.de veröffentlicht hat“ sollte man meines Erachtens seitens des Freitag noch einmal etwas gründlicher nachdenken, als es bisher offenbar geschehen ist.

RE: Mein Logbuch - Zweierlei Maß | 06.05.2010 | 01:06

Lieber Jörn Kabisch, wenn Sie schreiben: „Ehrlich gesagt habe ich persönlich schon darüber nachgedacht, ob sich der Freitag nicht von einer ganzen Reihe von Usern trennen sollte.“, fällt mir Brecht ein: „… Wäre es da| Nicht doch einfacher, die Regierung| Löste das Volk auf und| Wählte ein anderes?“

RE: Out of FC: Rainer Kühn | 02.05.2010 | 20:30

@ruhrrot: Das ist freilich das Problem: Wer stur irgendwelchen Regeln folgt, die ja für alle gleichermaßen gelten, ohne dabei eine bestimmte Haltung zu haben, produziert eben am Ende so eine Community, in der sich dann gar einige tummeln, unter anderem auch Linke und „irgendwie Linke“.

RE: Out of FC: Rainer Kühn | 02.05.2010 | 20:13

@ruhrrot: Du kennst also keine Parteien mehr, sondern nur noch Blogger. Ehrlich gesagt: Hier frierts mich vor Gemütlichkeit. Und es sind schon so viele gegangen. Und andere, ganz andere sind dafür gekommen. Schau bitte genau hin. Wenn mehr genau hinschauen würden, sähe die Welt anders aus. Daß ich hier überhaupt noch kommentiere ...

RE: Out of FC: Rainer Kühn | 02.05.2010 | 18:28

Man hört das ja bisweilen, es ist mir aber bis heute ein Rätsel geblieben, wie jemand auf die Idee kommen kann, sich „aus etwas heraushalten“ zu können, an dem er beteiligt ist, was man ja an diesem Blogbeitrag sehr deutlich sieht. Den Niedergang der Freitag Community bedauere ich sehr. Meinen Account lasse ich vorläufig weiter bestehen, weil ich die Links erhalten möchte.

RE: Happy Birthday Ernie and Bert! | 11.11.2009 | 00:46

Zur Entwicklung des Kinderprogramms seit "Sesamstraße" und "Maus" lesenswert ist dieses Interview mit Arnim Maiwald, dem Macher der "Sendung mit der Maus":

a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/?em_cnt=2069818" target="_blank">www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/?em_cnt=2069818

RE: Die Kanzlerin setzt künftig "auf den Erfindungsgeist von Menschen" | 10.11.2009 | 20:23

Wenn ich es richtig sehe, kann die Rede Merkels derzeit immer noch nicht in der Mediathek des Deutschen Bundestags abgerufen werden ...

RE: Deutschland zu Gast bei Springer | 09.11.2009 | 01:07

Merkel spricht eiskalt, und das ist kein Zufall. Ehemalige Politiker kann man ebenso als Redner engagieren wie noch amtierende Vorsitzende Richter beim Bundesgerichtshof, wenn der Rahmen stimmt. Das Salär dürfte zwar bei ersteren ein bißchen höher sein, wenn auch nicht viel. War schon vor ca. 20 Jahren bei so einen Ronald-McDonald-Auftritt eines CDU-Politikers dabei, der sich später leider an mehrere Millionen nicht mehr erinnern konnte. Kann im übrigen Ihre Übelkeit nach dieser Show gut nachvollziehen. Aber ist doch auch nett, daß der Verleger des "Freitag" auch eingeladen wird. Man hat Sie nicht übergangen. Ich wäre übrigens auch hingegangen -- und hätte mir ebenfalls hinterher das alles von der Seele gebloggt. ;-)

RE: Gut, dass wir drüber geredet haben | 07.11.2009 | 02:59

@Spiegelfechter: Der Preis spielt überhaupt keine Rolle. Der einzige Vorteil der Wikipedia gegenüber dem Brockhaus ist ihre Aktualität und ihre Verfügbarkeit bis ins letzte Kaff hinein. Es ist letztlich ein Reflex der miserablen Ausstattung unserer Bibliotheken. Es gibt an vielen Orten schon gar keine Konkurrenz mehr zur Wikipedia. In diese Lücke ist das Projekt hineingestoßen.

Das Google-Ranking hat mit der Qualität der Wikipedia überhaupt nichts zu tun, sonst wäre Google hier sehr viel wählerischer. Tatsächlich ranken sie die WP immer unter den ersten Positionen, wenn es einen Artikel zum Suchbegriff gibt. Der Grund hierfür ist die Nachfrage der User. Wikipedia und Google spielen sich gegenseitig die Bälle zu, und linken sich nach oben. Und wenn die Leute dessen überdrüssig geworden sein sollten, weil sie die WP dort nicht mehr haben möchten, wird Google das ändern. So einfach ist das. Dann schauen die sich nach einem anderen Content-Provider um, auf den sie verlinken können. Dann wird der anstelle der WP gepusht und mit value aufgeladen, würde Jarvis sagen.

Wer eine "geringe Online-Kompetenz" hat, ist mit den neuen Medien genauso schlecht dran wie mit den alten: er wird immer nehmen müssen, was ihm einer gerade reicht, sei es der Springer-Konzern oder eben Google.

Wenn die Haltung "Crisis? What crisis?" in der Kerngruppe der Wikipedianer anhält (man lese mal still den deutschen WP-Chat mit ...), kann sich das Projekt sehr schnell ins Abseits manövrieren. Und das hat einfach etwas mit den Abläufen und den Strukturen zu tun, wie Anne Roth ausgeführt hatte. Wenn ein neuer Artikel direkt und gnadenlos zur Schnellöschung vorgeschlagen wird -- was ja meist auch nur Lösch-Freaks mitbekommen, denn wer liest sonst diese Seiten? -- wird auf Dauer durch Frustration der Bearbeiter soviel Kreativität aus dem Projekt herausgehalten, daß es von selbst eingehen wird. Daran wird auch keine noch so tolle neue GUI etwas ändern, die bei der Veranstaltung ja auch gefordert worden war.

Es ist so viel Bewegung im Web. Ich habe schon so viele Listen, Newsgroups, Blogs, Websites, you name it sterben sehen. Für die Platzhirsche gelten die gleichen Regeln. Es dauert nur länger als bei den kleinen.