Jörn Kabisch

Food-Journalist, Blattmacher, Stellvertretender Chefredakteur des Freitag von 2008 - 2012
Jörn Kabisch
RE: Nie wieder pampt der Reis an den Fingern | 04.08.2017 | 11:04

doch, doch, lieber oranier, pampig habe ich absichtlich geschrieben. ich nehme es persönlich, wenn reis, teig oder irgendeine andere pampe an den fingern klebt.

schöne grüße, jk

RE: Höhere Steuern für weniger Fleisch! | 11.03.2017 | 23:02

Das Ausgrenzungs-Argument kenne ich inzwischen zur Genüge. Ich finde es langweilig. Es geht davon aus, dass es ein Grundrecht auf Fleisch gibt, es keine echten Alternativen gibt. Unser heutiger Fleischkonsum ist gerade mal drei Generationen alt. Wo bitte ist der Avantgarde-Gedanke, der einst mal die unteren, "ausgegrenzten" Kassen beseelte?

RE: Höhere Steuern für weniger Fleisch! | 11.03.2017 | 22:55

Lieber ed2murrow,

vielen dank, sie legen finger in die wunde meiner argumentation. Trotzdem: Ohne die heimische Billigpolitik wäre die deutsche Fleischindustrie international, in Afrika und Asien, gar nicht so "wettbewerbsfähig" geworden. Deshalb auch der Zusatzgedanke, den Emissionshandel auch auf die Landwirtschaft zu übertragen.

Grüsse, JK

RE: Vergessen Sie Ihre Rezepte für Tomatensauce | 28.02.2017 | 11:49

lieber weinsztein,

das Außergewöhnliche an dem Rezept ist erst einmal nicht die Wahl des Fetts, sondern die Menge. Aber bei 75 Gramm pro große Dose Tomaten ist die Entscheidung für das beste Fett natürlich ein Muss. Erinnert maich an den Kartoffelbrei von Joel Robuchon. Bei Olivenöl würde ich aber nur etwa 60 Gramm nehmen, denn Butter enthält im Unterschied dazu noch Wasser.

Grüße, JK

RE: Ich träumte von Erbsen und erntete Mangold | 24.07.2016 | 09:26

Danke für die Rezepte. Ich habe schon wieder einen Sack geerntet. Und wenn ich mir das Gurkenbeet ansehe: Das ist die nächste Herausforderung.

RE: Wer hat Angst vorm Kalten Hund? | 25.10.2015 | 13:10

Lieber Achtermann,

Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Die Haftungsfrage ist die entscheidende. Weil sie ständig, und ich finde, falsch angeführt wird. Richtig, das Produkthaftungsgesetz macht jeden zum Hersteller, der ein Produkt/Lebensmittel weitergibt und damit ein wie immer geartetes wirtschaftliches Interesse verbindet. Beim Schulessen, erst recht bei der Verpflegung in Kitas und bei Tagesmüttern kann man schon darüber streiten. Aber nehmen wir einfach mal an, weil dafür von den Eltern Geld verlangt wird, könnte es zutreffen.

Aber gilt das dann auch für den selbst gemachten Kuchen in der Kita, das ein Kind für andere mitbringt. Das hat doch nicht einmal ansatzweise etwas mit dem Wirtschaftsleben zu tun. Die Kita ist nur der Ort gemeinschaftlichen Verzehrs. Warum soll da die Institution haften?

Mit ihrem Argument könnte auch der Biergartenbetreiber, bei dem man seine Brotzeit noch selbst mitbringen darf, verlangen, dass es nur eingeschweißter Obazda aus dem Supermarkt und Brot aus der Tüte sein darf. Das widerspricht doch wirklich dem gesunden Menschenverstand, oder finden Sie nicht?

Grüße, Jörn Kabisch

RE: Neues aus Kastanien | 30.09.2015 | 13:41

Lieber Herr Leusch,

Sie können die Kastanien auch im Ofen rösten, dann werden sie nicht so rauchig. Oder - das macht man so auch im Limousin - sie verwenden einen Marmite oder Dutch Oven, den Sie mit geschlossenen Deckel ins Feuer stellen. Es handelt sich um gusseiserne Töpfe, oft mit Dreibein, aber ein eiserner Schmortopf, den man auf den Grillrost stellt, tut es auch, wenn einem Feuerspuren nichts ausmachen.

Ihr zweites Problem ist verzwickter. Ich habe dafür keine einfache Lösung. Vakuumieren, Einwecken oder Einfrieren sind die halbwegs sicheren Methoden, dass gegarte Kastanien nicht zu sehr austrocknen. Am besten ist es immer so viel zu kochen wie gebraucht.

Schöne Grüße

Ihr Jörn Kabisch

RE: Gut eingewickelt | 30.08.2015 | 10:03

@ Lee Berthine

das geht auch in einem ganz normalen Ofen. 180 Grad vorheizen, die Päckchen zwischen 20 und 30 Minuten hineinlegen, je nach Obst und je nachdem, wie weich sie das Obst mögen.

Wenn Sie eine Grillpfanne haben: Pfirsiche, Ananas, Aprikosen lassen sich auch vorzüglich kurz anbraten. Die Kräuter geben Siebeinfach dazu. Wenn sie einen Lavendel auf dem Balkon stehen haben, verwenden Sie ein paar von den verwelkten Blütenständen. Da steckt noch einiges Aroma drin.

RE: „Einmal ohne alles, bitte!“ | 02.08.2015 | 11:40

Lieber Richard Zietz,

jeder Gegentrend ist denkkbar, mit mir aber nicht jeder machbar. Lesen sie diesen Text.

Grüße, JK

RE: Viel Antibiotika, aber ohne Chlor | 07.06.2015 | 09:40

Lieber Columbus,

Sie haben natürlich vollkommen recht. Und vieles wusste ich darüber nicht. Die irische Hungersnot hatte natürliche viele Ursachen, allen voran die einseitige Ernährung der Bevölkerung, was heute eine Warnung sein sollte. Ihre Richtigstellung, trotz der Einwände von @TLACUACHE, dient aber nur der Argumentation meines Textes. Denn auch, wenn wir über so genannte invasive Arten sprechen, ist viel Hysterie im Spiel, nicht wahr?

Schöne Grüße, Jörn Kabisch