Das demokratische Möbel

MEDIENTAGEBUCH Gestern abend war der neue Ikea-Katalog im Briefkasten. Von den Schweden kann man ja immer was brauchen, auch wenn man gar nichts will und z. B. nur ...
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Gestern abend war der neue Ikea-Katalog im Briefkasten. Von den Schweden kann man ja immer was brauchen, auch wenn man gar nichts will und z. B. nur einen Bekannten begleitet, um das neue Hifi-Regal in den Wagen zu wuchten. Spätestens an der Kasse ist der Tausender-Sack Teelichte so unverschämt billig, der Ficus-Immergrün auf dem heimischen Fensterbrett schon im unaufhaltsamen Verholzungsstadium oder eine Tüte Sirupwaffeln aus Haparanda so exotisch verlockend, dass man einfach mal ein Auge zudrücken muss.

Das größte Schnäppchen aber, das man in den letzten Jahren machen konnte, war die Family-Card. Schon auf den ersten Seiten der Kataloge blitzte es einem knallrot entgegen: Das teflonbeschichtete Pfannen-Set, der Zwölfer-Pack Kleiderbügel, d