Präsidenten-Duo

RAU UND THIERSE Wo der eine das Echo vermisst, übt der andere die erste Geige
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Muss Wolfgang Thierse wirklich noch in Berufung gehen? Oder soll der Bundestagspräsident auf die 41 Millionen Mark verzichten, die er als Strafgeld vor einem Jahr gegen die CDU verhängte? Unzählige Sekundanten sprangen Thierse zur Seite, um das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichtes sogleich in der Öffentlichkeit zu kassieren. Nur Thierse schwieg sich aus. Er steht vor einem Dilemma. Dass das Parteiengesetz nur bei selbstbewusster Auslegung die Millionenstrafe hergebe, weil es die formale, nicht aber die inhaltliche Korrektheit der Rechenschaftsberichte verlange, hatten ihm schon im Vorjahr seine Rechtsanwälte erzählt, darunter der ehemalige Verfassungsrichter Hans-Hugo Klein.

Thierse wagte sich trotzdem auf das dünne Eis und gab der Gerechtigkeit den Vo