RE: Rendezvous in Caracas: Erstmals wieder diplomatischer Austausch mit den USA | 25.04.2022 | 16:51

Es gibt da mindestens eine Raffinerie in Texas, die auf schweres Erdöl spezialisiert ist und wohl der Familie Koch gehört. Vor der Venezuelakrise kam das Erdöl für diese aus Venezuela, dann kaufte man es von Russland( zu Zeiten von Trump, der gleichzeitig gegen NS2 argumentierte) und nun geht man eben wieder zurück zum alten Lieferanten.

RE: „Wir hängen in der Schockstarre“ | 13.03.2022 | 12:35

Die Kommentare bisher erwecken den Eindruck, dass Ältere Semester den Studienanfängern vorwerfen noch keine guten Ergebnisse vorweisen zu können. Es fehlt mir da, ganz subjektiv, da etwas die Objektivität und Wille und Fähigkeit zur Selbstkritik der eigenen Generation. Was haben wir älteren erreicht? Vielleicht hat man schon gegen den Vietnamkrieg demonstriert und gegen die Pershings bei uns und den SS20 im Ostblock. Das war ein Aufbegehren gegen herrschende globale Missstände aber ohne konkrete alternativen Lösungsvorschläge für eine Weltordnung die nicht nur einige wenigen Kriege verhindern kann, sondern wirklichen Frieden für alle Staaten ermöglicht. Ein dritter Weltkriege wurden vielleicht bisher durch das Gleichgewicht des Schreckens verhindert, aber andererseits wurden unter dieser gegenseitigen Fesselung der Atommächte viele Stellvertreterkriege mit Millionen Toten geführt. Die Großmächte stellten fortwährend Drittstaaten vor die Wahl, Freund oder Feind zu sein und das zwang so manchen Drittstaat in den Krieg mit einem anderen Drittstaat. Und langsam kommen Ratten aus ihren Löchern und fordern durchaus ein Recht auf einen Atomerstschlag zu haben.

Es ist der gemeinsame Fehler der älteren Generation diesen Zustand als unabänderlich hinzunehmen. Die Menschheit verabschiedete sich von der Idee, dass die Erbe eine Scheibe sei, was uns lehrt, dass man die auch die Grundannahmen unseres Denken immer wieder in Frage stellen muss und nicht nur einzelne Aspekte der darauf basierenden Systemmodelle.

Muss es immer von Vorteil für einen Staat sein, mit viel Aufwand bis hin zu riskanten Kriegen die eigene Machtposition auszubauen? Könnte ein System supranationaler Kooperation gebildet werden, dass per se diesem Ansatz überlegen ist, weil kein Staat die Invasion oder wirtschaftliche Ausbeutung durch einen anderen Staat befürchten muss. Und weil auch innerhalb eines Staates alle Menschen am Wohlstand beteiligt werden und die systematische Benachteiligung von Regionen, Volks- und Sprachgruppen ausgeschlossen wird und somit auch innerstaatlich ein hohes Mass an sozialer Gerechtigkeit und Beteiligung erreicht wird.

Wir erleben gerade die Situation, dass in vielen Staaten neokonservative nationalistische und antidemokratische Bewegungen erstarken und sich paradoxerweise sogar international organisieren. Da in vielen Demokratien sozialer Ausgleich stark vernachlässigt wurde, wird es diesen Strömungen leicht gemacht mit falschen Versprechungen Menschen zu verführen. Jede diese nationalistischen Bewegungen reklamiert für sich aus historischen Ansprüchen heraus, Machtansprüche auf Kosten anderer. Panslawismus, Panislamismus, Exzeptionalismus von Seiten der USA und neuerdings China prallen vielerorts aufeinander. Das muss fast zwangsweise in eine epochale Katastrophe führen, der Krieg im Jemen und in der Ukraine sind dazu nur die Ouvertüre.

Für die Ukraine zu spenden und für die Beendigung des Krieges zu demonstrieren ist notwendig, aber gleicht auch einer panischen Löschaktion. Aber vielleicht sieht die Jugend der Welt auch ein Signal darin, dass sie ihre Zukunft nur sichern kann, wenn sie über alle nationalen Grenzen, Religionen und Weltanschauungen hinweg gemeinsam eine gerechtere Welt anstreben, dann ist Frieden erreicht und der Krieg für alle Menschen als letztes Mittel der Politik obsolet.

RE: Washingtons Umgang mit Russland war ein politischer Fehler epischen Ausmaßes | 09.03.2022 | 12:19

Wollte ihnen schon spontan zustimmen, bevor mich doch noch ein leiser Zweifel beschlich. Hat das Gefolge des Raja aus freien Stücken so gehandelt oder aus "blindem" Gehorsam? Wie wurden denn die Reiche der Rajas gegründet? Waren da keine Eroberungen im Spiel oder liefen die immer gewaltlos ab. Sowohl in Thailand als auch in Kambodscha wurde die Khmer-kultur durch Invasion von aussen verbreitet. Hierarchisches Denken ist in Asien stark verwurzelt. Aber in meiner Erfahrung legten viele Kollegen aus diesem Kulturkreis das hierarchischen Denken schnell ab. Dass Menschen von den Herrschenden missbraucht werden, ist ein globales Phänomen und zieht sich durch alle Religionen, Ideologien und Kulturen. In einem Killing Field in Kambodscha sah ich vor einigen Jahren eine "naive" Malerei , ein Mann stand vor einem Baum, ein Kleinkind in der ausholend erhobenen rechten Hand um das Neugeborene gegen den Baum zu schlagen und damit zu töten. Pol Pot rekrutierte wohl junge Männer aus abgelegenen Provinzen und ließ diese für solche Tötungen dressieren. Ich war erschüttert und fassungslos und der Anblick dieses Bildes hat sich für immer in mein Denken eingebrannt. Aber ich erinnerte später auch wieder an eine Dokumentation über die Militärdiktatur in Griechenland und wie dort junge Männer vom Militär rekrutiert und zuerst selbst gequält wurden bevor man sie als Folterknechte einsetzte.

Entspricht es unserem angeborenem Menschsein, von anderen Menschen zu verlangen oder zu erwarten, dass sie Menschen töten, oder sich selbst töten lassen? Ist es wirklich alternativlos, solche Kriegsentscheidungen in die Hände einiger weniger Menschen zu legen. Wenn wir als Menschheit uns selbst nicht zutrauen, Kriege durch intelligente Diplomatie und Schlichtungsverfahren gänzlich vermeiden zu können, sollten wir dann nicht wenigsten über alle religiösen und ideologischen Grenzen hinweg ein Völkerrecht verabschieden, dass verlangt, dass ein Krieg nur nach einer Volksabstimmung mit einer Mehrheit von 60% erklärt werden kann, nachdem aber ausländische Vertreter deren Standpunkt dem Volk öffentlich und frei darlegen können?

RE: Russland wird nicht verschwinden | 06.03.2022 | 22:34

Die Genese dieses Handelns ist eine Spirale gegenseitiger Provokationen von Seiten der Nato einerseits und Putin andererseits.

Könnten Sie mir bitte eine Begründung liefern, warum mein Hinweis auf die sakrosankte Wissenschaft bezüglich Altruismus naiv ist?

Kriege werden nicht nur von einzelnen Personen wie Putin entschieden. Die Gesellschaften, die einzelnen Machtmenschen diese Entscheidungen überlassen tragen dafür Mitverantwortung.

"Ich kann mich nicht erinnern, dass „unser politisches Personal“ in meinem Leben vom „Wähler“ schon einmal einen Kriegsauftrag erteilt bekommen hat." Mein Ausgangssatz bezog sich mehr auf Europa als auf Deutschland.

Nun, Wähler in Deutschland fordern nicht direkt von Politikern Krieg zu führen, aber Aufrüstung wird von vielen unterstützt und die "Interventionen" in Jugoslawien, Libyen, Afghanistan usw. wurden von vielen Wählern mitgetragen. Im Falle Libyens unterstützten erst vor kurzem Frankreich und Italien gegnerische Gruppen in Libyen. Es ging wohl um das Erdöl. Dem Westen geht es immer um das Öl, so sagte mir ein junger tunesischer Kollege ziemlich enttäuscht im Zusammenhang mit Libyen. Tunesier beneideten zu Zeiten Gaddafis die Libyer wegen der Sozialpolitik. Und was hat Libyen jetzt?

Und die Partei der Grünen, die ihre Wurzeln in der Friedensbewegung hat, ist mittlerweile alles andere als eine Friedenspartei.

Sollten Sie mir wieder einmal antworten wollen, dann bitte mit etwas mehr Contenance.

RE: Russland wird nicht verschwinden | 06.03.2022 | 13:47

Vielen Dank für ihre Rückmeldung.

Es würde schon reichen wenn die Europäer damit anfangen würden, damit bis zu den Vereinten Nationen vorzudringen erscheint mir sehr schwierig. Ich habe einige Politiker verschiedener Parteien angeschrieben, die Resonanz war nahezu Null. Es müsste eine Graswurzelbewegung entstehen und das politische Establishment sozusagen überrollen.

RE: Russland wird nicht verschwinden | 06.03.2022 | 13:11

@Flegel

Ein gemeinsames Haus Europa hört sich ja sehr gut an. Aber was ist mit der Welt darum herum, wenn es da ausserhalb Europas einen Staat A und einen Staat B gibt, die um die Vorherrschaft in der Welt ringen und dieses Ringen in Drittländern zu Kriegen um Rohstoffe und wirtschaftliche und strategische Vorteile führt? Kann sich das Haus da heraushalten? Wohl kaum, bestenfalls kann man vermitteln. Aber dieser Zustand wäre auf Dauer nicht stabil, denn man gewänne nur Zeit aber keinen Frieden. Man befände sich weiter im Vorkriegszustand. statt im Frieden. A und B würden ausserdem versuchen das Haus Europa zu spalten.

Wie oft sprachen Politiker von der langen Friedensphase in Europa nach dem 2.Weltkrieg. Schon länger ist das in meinen Augen eine beschönigende, ja falsche Aussage. Nur weil momentan kein Krieg mit Waffen gegen einen anderen Staat geführt wird, hat man noch lange keinen Frieden. Solange man kein System zur Schlichtung von Interessenkonflikten zwischen Staaten hat und jeder Staat Unsummen für Kriegsgerät und Militärpersonal ausgibt, befindet man sich in einer mehr oder weniger labilen Vorkriegsphase. In der Geschichte endeten diese Vorkriegsphasen noch fast jedesmal mit einem Krieg.

Wenn wir ein Haus Europa denken, dann müssen viele andere Häuser mitgedacht werden.

Wie gewinnen wir die Menschen in Europa für die Idee eines Hauses Europa? Wenn wir diese Frage beantwortet haben, dann könnte das doch auch die Antwort für die Häuser Afrika, Nahost, Fernost, Nordamerika, Südamerika usw. sein. Und weiter gedacht, könnte das auch die Antwort auf die Frage sein wie gewinnen wir die Menschen für die Idee einer Dorfgemeinschaft Erde.

Nun die Antwort ist eigentlich recht einfach und findet sich an vielen Stellen, die nur leider in der Diskussion nicht beachtet werden.

- Die enorme Vielfalt in der belebten Natur ist nur durch Symbiosen möglich. Wenn unsere Anleihen von der Biologie mehr auf dem Prinzip der Symbiosen beruhen würde, statt dem Darwinismus, dann könnte die Menschheit eine symbiotische Ökonomie zum Gedeihen bringen.( Bäume und die Mikroorganismen im Boden können nur miteinander gedeihen)

- Dass Primaten sowohl egoistisches als auch altruistisches Verhalten haben ist wissenschaftlich belegt und der Altruismus bei Kindern ist noch stark ausgeprägt und wohl höher als bei Primaten. Das Übergewicht egoistischen Verhaltens ist also sehr wahrscheinlich anerzogen und nicht angeboren. Das moderne, auf Egoismus fussende Ökonomieverständnis ist also eigentlich eine Entfremdung.

- In allen Religionen wird gefordert, dass die Reichen mit den Armen teilen und für die Gerechtigkeit eintreten.

Kurz gefasst: Die Menschen müssen bereit sein untereinander zu teilen.

Aber nicht nur im engsten Umkreis, sondern innerhalb eines Staates und über die Staaten hinaus.

Übertragen wir diese Grundprinzipien auf das Haus Europa könnte daraus z.B. folgendes Modell entstehen:

- Jeder Staat führt 1% des BIP in ein Gemeinwohlvermögen ab. ( implementiert Kompensation auf zwischenstaatlicher Ebene)

- Von jedem Erbe werden bis zu 30% ( gestaffelt nach vielfachen des Pro-Kopf-BIP abgeführt. Diese Komponente implementiert Kompensation zwischen Arm und Reich generationenübergreifend

( Für Deutschland wären beide Komponenten in Summe rund 2% des BIP , also etwa der angestrebte Wehretat).

Jeder Bürger dieses Hauses Europa hätte einen kalkulatorischen Kopfanteil an dem Gemeinwohlvermögen und würde im Alter monatliche Auszahlungen erhalten. Junge Menschen könnten zinslose Kredite für Unternehmensgründungen erhalten oder das Gemeinwohlvermögen würde Unternehmensanteile erwerben.

Welche Wirkungen würden dadurch entfaltet:

- Vermögenskompensation zwischen Reich und Arm innerhalb eines Staates und zwischen reicheren und ärmeren Staaten.( in Europa Ausgleich des Nord-Süd-Gefälles) .

- Jedem Menschen in Europa wäre bewusst, dass ein Krieg gegen einen anderen europäischen Staat einem selbst schaden würde. Vielmehr würden die Bürger es unterstützen dass auch andere Staaten in Europa eine gesunde Wirtschaft haben.

Dieses Haus Europa müsste nicht auf die EU-Mitgliedsstaaten beschränkt bleiben, es könnte auch für Russland und die Ukraine ein Zimmer vorsehen und damit konkret und aktuell ein Baustein für einen Friedensvertrag zwischen Russland und Ukraine werden und die Oligarchen könnten finanziell beteiligt werden, indem diese 20% ihres Vermögens als Vorauserbschaftsanteil abführen und von den Staatsbetrieben würden ebenfalls 20% der Anteile eingebracht werden.

Man stelle sich vor, dieser Vorschlag würde im russischen und ukrainischen Fernsehen ausgestrahlt, wie würden die Regierungen und Oligarchen wohl reagieren. Wenn sie ablehnen würden, würden sie offenbaren, dass sie keinerlei Interesse am Wohlergehen der Bevölkerung ihres Staates haben. Würden sie das wagen.

Damit habe ich kurz angerissen, wie man das Haus Europa auf ein stabiles Fundament stellt.

Aber was ist mit Afrika, Asien, Amerika?

Nun, das Haus Europa kann 20% seiner Gemeinwohlzuflüsse in ein globales Gemeinwohlvermögen überführen, an dem auch jeder Bürger einen Kopfanteil hat. Die Staaten Afrikas könnten ebenfalls eine Gemeinwohlvermögen nach dem Vorbild Europas bilden und von den Zuflüssen würden ebenfalls 20% in das globale Gemeinwohlvermögen fließen. Damit würde eine Vermögenskompensation innerhalb Afrikas, aber auch zwischen Europa und Afrika implementiert. Die Stellung der Frauen und Kinder in Afrika würden enorm verbessert, die Jugend hätte Zukunftsperspektiven in den Heimatländern, die Bevölkerung Afrika würde zumindest indirekt an den Erlösen für ihre Bodenschätze beteiligt u.v.m.

Und Asien: Falls der Herr Xi noch nach einer Lösung sucht wie er den sozialen Frieden in China langfristig garantiert, könnte doch ein Ostasien-Gemeinwohlvermögen ein Lösungsansatz sein um diese 3 Probleme zu lösen:

- Beteiligung der Wanderarbeiter an dem aufgebauten Vermögen der Volksrepublik China.

- Sicherung des regionalen und globalen Friedens und Bendigung des Wirtschaftskrieges mit den USA.

- Ausufernde Kosten für militärische Aufrüstung für den Wettstreit mit der USA um die Hegemonie.

Und in Amerika könnten die USA ebenfalls mit ihren Nachbarstaaten diesem Modell folgen und sich von der riskanten und teueren Vision einer Hegemonie nach dem Vorbild des römischen Imperiums verabschieden und gleichzeitig das Freiheitsversprechen auch nach Aussen hin gelten lassen.

Freiheit und Gerechtigkeit für alle Staaten und alle Menschen in gemeinsamer Verantwortung füreinander und für die Biosphäre wäre dann greifbar nahe.

Ich habe schon hier und in anderen Foren diese Vision vorgestellt. Den meisten Menschen erscheint sie zu visionär, die Idee wäre zwar gut aber die Menschen wären dafür nicht zu gewinnen, es gäbe immer welche die das zu ihrem Vorteil ausnutzen würden usw.

Aber helfen uns all die politischen Verrenkungen weiter. Putin hat Gründe so zu handeln wie er handelt, genauso wie Biden so handelt wie er handelt.

Und ihre eigentlichen Gründe, der überhöhte Machtanspruch des eigenen Staates gegenüber anderen Staaten und der Grundgedanke, dass dies der wichtigste Aspekt des eigenen Regierens sei, ist beiden gemein. Und ja wir Europäer kritisieren beide, aber seien wir ehrlich, unser politisches Personal würde nicht viel anders entscheiden, weil Wähler das erwarten. Wer verzichtet schon auf Macht, wenn er fürchtet jemand anderes hätte dann mehr Macht und würde diese einsetzen um einen selbst zu schaden?

Wenn wir Dystopien verhindern wollen, müssen wir Visionen entwickeln. Wenn man nur da oder dort den Zustand kritisiert, verhindert man keine Dystopien, sondern fördert diese sogar noch. Nur konstruktive Kritik die in einer gangbaren Alternative mündet, hilft weiter und das führt uns bestenfalls zu Visionen, die uns eine Zukunft, die weit über die lineare Fortschreibung der Geschichte hinausgeht. Wer wünscht den Folgegenerationen dass in 50 Jahren ein oder zwei Staaten für hundert Jahre und mehr die Welt dominieren? Wohl niemand. Gegenwärtig läuft aber alles in diese Richtung und die Wahrscheinlichkeit, dass das in eine globale Katastrophe führt ist relativ hoch, denn das entspricht der linearen Fortschreibung der Geschichte, dass Imperien kommen, bleiben und gehen. Und das geschieht immer mit viel Gewalt.

-

RE: Grüne Lügen | 09.07.2021 | 21:07

Nein. Ich schrieb: " größte nichtnukleare Explosion." So war das meiner Erinnerung nach in dem Film formuliert.

Es gibt auch Presse-Quellen dazu, z.B: https://www.derstandard.at/story/1583660/cia-verursachte-mittels-software-pipeline-explosion-in-sowjetunion-1982

RE: Grüne Lügen | 09.07.2021 | 19:28

Wie man eine Pipeline in die Luft jagt, hat der CIA schon zu Ronald Reagens Zeiten vorgemacht. Es gab in der damaligen Sowjetunion die bis dahin größte nichtnukleare Explosion. Diese Geschichte wird in dem Film "Täuschung, die Methode Reagen" von Geheimdienstlern erzählt, die sichtlich stolz darauf waren, wie über einen umgedrehten Sowjetagenten manipulierte Computerchips an die Sowjetunion geliefert wurden und wie man diese benutzte um die Explosion auszulösen.

Das waren also schon die ersten Anfänge des Cyber-Wars und wie schon so oft, wird man nun die Geister, die man rief, nicht wieder los.

RE: Grüne Lügen | 09.07.2021 | 18:24

Vielen Dank für den Link.

Sehr interessante Ansätze, die allerdings wohl erst nach und nach, Staat für Staat in nationales Recht umgesetzt werden müssten( z.B. Punkt 3) . Das erscheint mir eine große Hürde für die Einführung eines solchen Systems zu sein, besonders in Staaten wie den USA u.a., deren Altersversorgung stark von Aktienmärkten abhängig sind.

Der Schwerpunkt liegt auf Industrie-Unternehmen, aber wie werden in diesem Modell all die kleinen Betriebe und Selbständigen berücksichtigt, oder auch Lehrer, Künstler, Landwirte und Saisonarbeiter in Landwirtschhaft, Touristik usw.

Aber was passiert, wenn ein Unternehmen insolvent wird oder wenn ein Unternehmen von einem anderen übernommen wird. Auch bei dem Paradebeispiel Mondragon lief das wohl nicht immer ganz gerecht ab.

In meinem Modell werden ausnahmslos alle Menschen eingebunden, unabhängig von Beruf, Herkunft und Lebensführung.

Ein sehr genügsamer Mensch kann u.U. mit sehr geringem oder auch gänzlich ohne Arbeitseinkommen leben.

In meinem Modell wird durch den globalen Fond eine Vermögens-Kompensation von den reichen Industrieländern zu den Billiglohn- und Rohstofflieferländern geleistet, die direkt bei den Menschen ankommt und nicht in dubiosen Kanälen verschwindet.

RE: Grüne Lügen | 09.07.2021 | 16:53

Was sollte man denn sonst damit machen? Wäre es Ihnen lieber, alles wird zu Staatseigentum und irgendwelche Politiker entscheiden nach deren Gusto wem das zugute kommen soll?

In meiner Lösung bestimmen die Menschen demokratisch mit, wie das Geld angelegt wird. Sicher wird am Anfang auch in Aktien der Giganten wie Apple, Amazon, Alibababa, Huawei, Samsung usw. investiert werden und damit kann man auf diese Einwirken ökologisch und sozial verantwortlicher zu handeln. Es wird aber auch in Unternehmen investiert werden die nachhaltiger produzieren und dazu beitragen den Klimawandel zu begrenzen. Damit fördert man die umfassende Transformation hin zu einem gemeinwohlorientierten Wirtschaftssystem. Wenn Sie ein besseres Modell haben, so würde ich das gerne kennenlernen.