1962 CIA- Agenten Verrat an Nelson Mandela

Apartheidsregime am Kap Die Enthüllung lässt an Klarheit nichts zu wünschen. Ein CIA- Agent will Nelson Mandela 1962 an die südafrikanische Polizei verraten haben:
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Die Enthüllung lässt an Klarheit und Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig. Ein CIA- Agent aus den USA will Nelson Mandela (1918- 2013) im August 1962, im letzten Jahr der US- Präsidentschaft John F. Kennedys vor seiner Ermordung am 22. November 1963 in Dallas/Texas/USA, an die südafrikanische Polizei verraten haben:

- Das passt: Der kurdische PKK- Führer Abdullah Öcalan (Jahrgang 1949) wurde seit 1990 durch einen in Rüsselsheim/Deutschland ausgstellten Internationalen Haftbefehl gesucht und mithilfe amerikanischer Dienste unter der US- Präsidentschaft Bill Clintons 1999 in Kenia beim Verlassen der griechischen Botschaft in eine Falle gelockt, mit einem gefälschten Pass, in Zypern ausgestellt, angetroffen, verhaftet, an die Türkei mutmaßlich mit der Maßgabe ausgeliefert, dass gegen ihn kein Todesurteil verhängt wird.

1961 begann in Afrika, nachdem viele Länder formal aus kolonialer Zwangsherrschaft durch Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Belgien offiziell feierlich entlassen wurden, eine Serie von Ermordungen hochstehender Persönlichkeiten in Regierungen, Ministerien, Ämtern afrikanischer Staaten. Die Bilder der demütigenden Gefangennahme des kongolesischen Premierministers Patrice Lumumba (Jahrgang 1925) durch private Söldnertruppen in der Provinz Katanga, während eine vom UNO- Sicherheitsrat entsandte UNO- Friedenstruppe im Kongo die Sicherheit für die Zivilbevölkerung garantieren sollte, gingen um die Welt. Lumumba wurde mutmaßlich am 17. Januar 1961 ermordet, seine Leiche nie gefunden, die Täter bis heute nicht ermittelt.

Der schwedische UNO- Generalsekretär Dag Hammarskjöld stürzte auf seiner Friedensmission im Luftraum über dem Kongo mit einer DC- 06 am 15. September 1961 ab. Bis heute wollen Stimmen aus Gründen berechtigten Anfangsverdachts nicht verstummen, dass diese DC- 06 von "Unbekannt" womöglich in Verbindung mit der CIA gezielt abgeschossen wurde -

Warum berichte ich das hier an dieser Stelle, wo es doch um die Haftnahme Nelson Mandelas im Jahr 1962 mithilfe eines CIA- Agenten geht? ich tue das, um den Stimmen zu widerprechen, die sich aus aktuellem Anlaß einmal mehr fassungslos geben und nicht begreifen wollen, was im angeblichen Namen der Freien Welt bis heute geschieht. Manchmal womöglich, anders als bei Patrice Lumumba, zum verdeckten Schutz einer Zielperson wie Abdullah Öcalan, Nelson Mandela, die mutmaßlich ohne die CIA im Hintergrund von türkischen bzw,. südafrikanischen Gerichten zum Tode verurteilt, hingerichtet worden wären

Das Eingeständnis des Verrats an Nelson Mandela 1962 geht aus einem Gespräch hervor, das der britische Filmemacher John Irvin mit dem inzwischen verstorbenen CIA-Agenten Donald Rickard Anfang 2016 aufzeichnete: Irvins Film "Mandela's Gun" ("Mandelas Pistole") wird in dieser Woche während der Filmfestspielen in Cannes dem Publikum präsentiert.

In dem Interview äußert sich Rickard über die Vorgänge, die im August 1962 zur Verhaftung des im Untergrund lebenden Nelson Mandela in der Nähe des zwischen Durban und Johannesburg gelegenen Städtchens Howick führten, so eindeutig, dass sich Zweifel zu erübrigen scheinen

. "Ich hatte herausgefunden, wann und wie er nach Johannesburg fahren würde", sagte der damalige US-Vizekonsul in Durban: "Auf diese Weise wurde Mandela verhaftet."

Gemeinsam mit zwölf weiteren ebenfalls enttarnten und gestellten Führern des verbotenen Afrikanischen Nationalkongresses (ANC), wurde Mandela mit 42 Jahren in seinem Kampf gegen das mörderisch brutale Apartheidsregime in Südafrika wegen Sabotage, feindlicher Verbindungaufnahme in Pretoria vor Gericht gestellt:

Mandela entging, aufgrund internationaler Proteste, möglicherweise durch Einrede der CIA im Hintergrund, der Todesstrafe und begann danach sein 27- jähriges Martyrium hinter Gittern, die meiste Zeit in der Justizvollzugsanstalt auf Robbin Island..

Mit seinem Hinweis an die südafrikanische Polizei musste Rickard damit rechnen, dass Mandela hingerichtet werden würde, heißt es im Hamburger Abendbaltt:

"Trotzdem zeigte der 1978 pensionierte CIA-Agent bis zu seinem Tod im März 2016 keine Reue. Mandela sei "der gefährlichste Kommunist außerhalb der Sowjetunion" gewesen, sagte Rickard in dem Interview: Und Südafrika habe sich am "Abgrund zu einem Rassenkrieg" befunden. "Mandela hätte einen Krieg willkommen geheißen", so der CIA-Agent weiter: "Und wenn die Sowjets mit Macht gekommen wären, hätten sich auch die Vereinten Staaten einschalten müssen: Dann wäre hier die Hölle ausgebrochen."

Die Sowjetunion verstand sich damals im Kalten Krieg als Speerspitze und Garantiemacht aller Befreiungsbwegungen in der Welt gegen Kolonialismus. Da liegt es nahe, dass die UdSSR, der KGB auch den ANC unterstützte, der eng mit der Südafrikanischen Kommunistischen Partei (SACP) zusammen arbeitete, die bis heute in einem ungebrochenen Bündnis mit dem ANC in Pretoria mit regiert

Der damalige Generalsekretär des ANC Nelson Mandela stritt sich immer wieder öffentlich mit Kommunisten und gehörte, seinen eigenen Angaben nach, niemals der SACP an.

Der Afrikanist Stephen Ellis will zwar, lt. Presseberichten, herausgefunden haben, dass Mandela Anfang der 60er-Jahre sehr wohl dem Zentralkomitee der Kommunistischen Partei angehörte.

Pragmatische Erwägungen mögen dabei damals wie später der Maßstab Mandelas Handeln gewesen sein

Anders als bisweilen immer wieder kolportiert wird, hat Nelson Mandela zu keinem Zeitpunkt seines Kanpfes gegen die Apartheid in Südafrika sich einen "Rassenkrieg" auf die Fahnen geschrieben. Den ab 1961 von ihm forcierten Aufbau des militärischen Arms der Befreiungsbewegung begründet Nelson Mandela lebenslang überzeugend mit dem Hinweis, dass das Rassistenregime in Südafrika der schwarzen Bevölkerung, fern jeder Dialogbereitschaft, geschweige denn Zugeständnissen, diesen Krieg aufgezwungen habe

Nelson Mandela 27 Jahre Haftzeit haben ihn entschlossener gemacht, nach seiner Freilassung 1990 für Versöhnung, für die landesweite Organisation von Wahrheitskommissionen zu stehen, die Tätern, die wahrhaftig Reue zeigten, sich zu ihren Verbrechen, zu einem Täter- Opfer- Ausgleich von Angesicht zu Angesicht bekannten, freies Geleit sichert, Inhaftnahme, Gerichtsprozesse, Aburteilungen, Gefangenschaft erspart. Dass diese Entscheidungen Mandelas bis heute viele Bürger/innen Südafrikas nur schwer nachvollziehen können, zumal sich viele Hoffnungen und Erwartungen für sie seit dem Ende der Apartheid in Südafrika nicht erfüllt haben, ist gegenwärtig mit den Händen zu greifen.

. Mandela traf sich mit dem Staatsanwalt, der im Sabotageprozess 1962 die Todesstrafe für ihn gefordert hatte, und machte sich für eine Verfassung stark, die allen Südafrikanern gleiche Rechte einräumt.

Als erster schwarzer Staatspräsident erteilte Mandel mit Beginn seiner Amtszeit 1992 der Verstaatlichung der Schlüsselindustrie eine Absage, die von der Befreiungsbewegung überhaupt und sonders vom ANC gefordert wurde.Auch das haben viele seiner Kampfgefährten nicht verstanden.

Nelson Mandela ist frühzeitig selbst, wo ihm das in Gefangescschaft möglich war, dem Verdacht nachgegangen, dass die CIA bei seiner Verhaftung 1962 eine Rolle gespielt haben könnte. Anstrengungen hier nationale und internationale Ermittlungen anzustreben, hat Mandela nicht unternommen, so weit die bisherige Einsicht in geöffnete Archive diese Aussage nahelegt

Nun erheben sich allerdings in Südafrika aus aktuellem Anlaß Stimmen, die eine schonungslose Aufarbeitung der engen Beziehungen zwischen der US-Regierung und dem Rassistenregime in Pretoria, Kapstadt fordern. Wie nicht anders zu erwarten, hat sich Washington D. C. der Öffnung seiner Archive, trotz Amtszeit eines schwarzen US- Präsidenten Barack Hussein Obame, bislang verweigert.

Das Verhältnis des ANC zu der US- Administration ist bis heute angespannt. Hochrangige ANC-Vertreter halten der US-Regierung, heute aus ganz anderen Gründen als 1962. aktuell vor, am Kap einem Umsturz Mittel an die Hand zu geben. Anfang 2016 bekundete ANC-Generalsekretär Gwede Mantashe seine Überzeugung, die US-Botschaft in Pretoria finanziere südafrikanische Organisationen, damit diese die frei gewählte Regierung stürzen. Die Korruptionsgegnerin Thuli Madonsela sah sich mit öffentlichen Vorhaltungen eines Minister konfrontiert, sie sei eine CIA-Agentin. "Wir haben uns das nicht aus den Fingern gesaugt", so ein ANC-Sprecher, der den historischen Bogen bis ins Jahr 1962, dem Jahr der Verhaftung Nelson Mandelas mithilfe der CIA zu schlagen suchte.

JP

"Hier ist die Bestätigung, dass es nicht erst heute begann. Es ist ein geschichtliches Muster."

http://www.abendblatt.de/politik/article207571539/Ex-Spion-CIA-verriet-Mandela.html
17.05.16
JOHANNESBURG
Ex-Spion: CIA verriet Mandela
Von Johannes Dieterich

http://www.deutschlandfunk.de/suedafrika-mandelas-erbe-der-versoehnung.886.de.html?dram:article_id=272112
Beitrag vom 16.12.2013
SÜDAFRIKA
Mandelas Erbe der Versöhnung

http://www.freitag.de/autoren/the-guardian/der-veraenderer
JESSE JACKSON 06.12.2013 | 13:37 4
Der Veränderer

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/god-bless-nelson-mandela
JOACHIM PETRICK 06.12.2013 | 03:33 2
"GOD BLESS NELSON MANDELA!"

00:18 18.05.2016
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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