Adam & Eva und die Batzen Goldes am Leibe

Paradies Wie Adam und Eva im Paradies von Gott den Schlüssel für den Erdkreis erhielten, die Schuldengemeinschaft aller Wesen, Elemente auf Erden aus der Taufe zu heben.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Adam & Eva und die Batzen Goldes an ihrem Leibe

Adam und Eva hatten sieben ganze Ewigkeiten bei Gott im Paradies gelebt und fanden die Idee mit dem Apfel am Baum der Erkenntnis zu umständlich, um mit Gott auf "Augenhöhe" ins Gespräch zu kommen.

,Also sprachen Adam und Eva gemeinsam zu Gott im Duett, als sie seiner im Garten Eden gewahr wurden:

Unsere gottesnah himmlische Lehrzeit im Paradies ist herum, nun wollen wir beide gerne einmal wirklich gewahr werden, was es heißt, wie Du gesagt hast, der ganze Erdkreis und noch mehr sei uns Menschen zum Lob und um den Preis Deiner Güte für alle Zeiten untertan.

Gott schien gar nicht überrascht und antwortete ohne weiteres Federlesen heiter:

'Ihr beide, Eva und Adam, habt eure Lehrzeit im Paradies im besten aller Sinne gut bestanden.

Ihr ward mir treu und ehrlich nah, wißbegierig seid ihr all meinen Unterweisungen gelehrsam gefolgt-

"Wie euer Gottes Dienst im Paradies war, so soll euer Lohn und Unterhalt für eure Zukunft sein,'

sprach Gott;

"Macht euch die Erde nach eurem und allem, was, da wettert, fließt, wogt, bebt, ebbt und flutet, wächst, gedeiht, kreucht und flleucht Wohlgefallen untertan, wie ich gesagt habe"

und übergab beiden den Schlüssel zum Erdkreis, außerhalb des Paradieses.

Da machten sich beide, Eva und Adam, auf, den Erdkreis für sich zu erschließen.

Nach einer ersten Ewigkeit ihres neuen Lebens im Erdkreis kehrten beide zum Tor des Paradieses zurück, um mit Gott als Coach alles weitere ihres neuen Erdendaseins zu besprechen.
Adam und Eva meinten beide, bei Gott, dass es ja schön sei, dass die Erde ihnen untertan sei.

Sie würden aber an Leib und Seele gar keine Gewichte spüren, die ihnen Gewißheit geben, dass alles so sei, wie Gott gesagt habe.

Gott dachte in der Kürze der Lichtgeschwindigkeit von 300.000 km/sec nach und sagte:

"Also, wenn es euch darum geht, das Gewicht der Erde zu spüren, so weiß ich Rat:

"Ihr werdet euch von nunan erst als Nomaden, Hirten, Sammler, dann als Ackersleute im Schweiße eures Angesichts ernähren, unterhalten, hegen, pflegen, Kinder über Kinder zeugen und gebären.

Das soll euch alltäglich genug irdisches Gewicht in eurem Gemüte sein.

So soll es sein, so soll es geschehen!

Amen!"

So geschah es dann auch.

Adam und Eva wurden erst Nomaden, Sammler, Hirten ihrer Schafe und Lämmer auf dem Felde und gebaren, erst ihren erstgeborenen Sohn Kain, nachdem Adam sein Weib Eva erkannt hatte, dann den zweitgebornen Sohn Abel.

Von der etlichen Zahl ihrer gezeugten und geborenen Töchter war seltsamer Weise nirgendwo und -wann in ihren Überlieferungen die Rede.

Aber das ist eine andere Geschichte.

Irgendwann reichten Adam und Eva die alltägliche Mühsal, der alltägliche Schweiß in ihrem Angesicht nicht, um die Gewichte des Erdkeises alle Stunde ihres Lebtages zu spüren und sie gingen wieder vor das Tor des Garten Eden und schellten mit der Eingangstorglocke, um Gottes Rat zu erkunden.

Gott wußte fraglos sofort, worum es Adam und Eva ging.

Also sprach Gott:

"Von nunan werdet ihr, an eurem Leibe hangend, mit einem erdenschwer seltenen Batzen- Klumpen Goldes gesegnet sein, der dem Gewicht des Erdkreises pro Kubikmillimeter entsprechen mag, wenn ihr es denn so wollt!"

Adam und Eva spürten sofort, jeder für sich, einer für alle, das Gewicht des Batzen Goldes an ihrem Leibe, waren es zufrieden und zogen, Gott grüßend, von dannen.

Nun trug es sich aber zu, dass, sowohl bei Eva als auch Adam auf dem Felde der Schweiß noch mehr floß, als zuvor, denn die Gewichte des Batzen Goldes waren allzu schwer für die alltägliche Arbeit mit dem Vieh im Stall, den Schafen, Lämmern auf dem Felde, dem Säen und Ernten der Früchte auf dem Acker.

Also baten Adam und Eva Gott ernneut um Heil und Rat.

Dieses Mal wußte Gott zunächst gar nicht worum es ging.

Gott ließ auf Erden einen ganzen Berg kreisen, auf dass dieser seinen Rat gebar, der Adam und Eva, fürwahr, fürderhin all deren Lebtag, ein Heiliger Schreckren war, dem unabdinglich zu folgen sei..

Gott dachte, obgleich er seines hohen Rates längst gewiss war, sehr, sehr lange nach und sprach dann zu Eva und Adam:

Hinterlegt eure Batzen Goldes als Erdengewicht an einen sicheren Ort und ich werde euch auf Papyrrus, jeweils eine Bundeslade, eine göttliche Bulle ausstellen, die für alle Zeiten und Jedermann euer Egentum an den Batzen Goldes belegt.

Jeder von euch wird von nunan dieses Papyrrus an des Batzen Goldes Statt an seinem Leibe tragen.

So soll es sein, so soll es geschehen.

Euer naturgegebenes Recht auf Erden wird niemals von Dauer sein, Eigentum an sich zu erwerben.

Euer unveräußerliches Recht wird sein, Schulden unter den nachwachsenden und bereits mit euch lebenden Menschen, Tieren, Pflanzen, Elementen für euer Leben, euer Dasein ohne Sorge, in Geborgenheit, aufzunehmen. auf dass euch eure Schulden vergeben werden, wie ihr euren Schuldigern vergebern werdet.

Der Erwerb von Eigentum als hinterlegte Sicherheit mag euch bei der Schuldenaufnahme vorübergehend, wenn überhaupt, nur befristet helfen."

Adam und Eva bewegten den Rat Gottes in ihren Herzen, waren Gottes Wort zufrieden und machten sich auf auf den Weg zurück zu ihrem Heim, um fortan, unermüdlich, die Idee Gottes von der gemeinsamen Schuldenhaftungsgemeinschaft im ganzen Erkreis unter die Menschen, Tiere, Pflanzen, Elemente zu bringen.

Manche haben das später in nachbiblischen Zeiten, eher abwertend bis abfällig
"Papier- Geldwirtschaft"

genannt und kommunizieren es noch heute so als
"Papier- Geldwirtschaft" ,

ohne den abrahamitisch biblischen Fussabdruck Gottes von der gemeinsamen Schuldenhaftung aller im Erdkreis zu erwähnen-

JP


http://www.maerchen.com/grimm/hans-im-glueck.php´

Kinder- und Hausmärchen. Große Ausgabe. Band 1 ( 1850 )

Hans im Glück

18:48 14.09.2012
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

Kommentare 8