AfD, Alfreds Rache "Alles für Dregger"

Alfred Dregger1920-2002 späte Rache am Multikulti, dank ethnischer Überrollung auf Samtpfoten von Flüchtlingen im deutschen Vaterland, wie Peter Sloterdijk jüngst im Cicero meint.
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Wer kennt ihn noch, den militaristisch im vollen Wichs zivil umfrisierten Tausendsasser, Haudegen, Wehrmachtsoffizier von der Sohle bis zum Scheitel im Unruhestand mit Ritterkreuz am Bande, den Verbalberserker der CDU im Hessenland gegen die Entspannungs- und Ostpolitik der sozialliberalen Koalition im Kalten Krieg, den Relativierer des Holocaust, den CDU- Schwarze Kontenbauer im Switzerland, Ziehvater von Manfred Kanther, Roland Koch, der alle von Hans Leyendecker im Spiegel investigativ aufgedeckten CDU- Flick- Spenden Konten Machenschaften ultrabrutalst aufklären wollte, den langjährigen CDU- Fraktionsvorsitzenden im Bonner Wasserturm. Alfred Dregger (1920- 2002)?

Kaum noch jemand, denke ich, kennt ihn, außer in CDU- nahen Kreisen wie der AfD und genau deshalb ereilt uns nun mit der AfD "Alles für Dregger" dessen späte Rache am Multikulti, dank angeblich ethnischer Überrollung auf Samtpfoten von Flüchtlingen, Migranten, Asylsuchenden im deutschen Vaterland, wie Peter Sloterdijk jüngst im Wochenmagazin Cicero meint.

AfD "Alles für Dregger", die Hessen Connection Altherrenriege, Alexander Gauland, Jörg Meuthen, Uwe Junge, samt völkischem Jungspund Andrè Poggenburg am Damengehege Frauke Petry, Beatrix von Storch treten an, der Willkommens- und Ankommenskultur hierzulande den militaristisch unverhohlen gestiefelt und gespornt aufgezäumten Marsch in den Arsch der Geschichte zu blasen.

Interessant, wie schrill die AfD öffentlich auftritt, ihren Ton als Verbalberserker auf Marktplätzen vor Rathäusern, Domen, Kathedralen, Münstern; Mosscheen, Pagoden, b ald auch vor Synagogen? anschwellen lässt, den politischen Grotesk statt Protest Karneval von Rechts auf sich vereint und doch gleichzeitig ganz still, round about, sozusagen alles an Haupt und Gliedern unserer Gesellschaft grundlegend verändern will und das mit den Worten von Frauke Petry in der Bundespressekonferenz am 14. März 2016 gesprochen, ein gesamtdeutsches Partei- Projekt nennt, das es so bisher nicht gab.

Außer in den USA. Die Amerikanisierung unserer Arbeitswelt hinter Gefängnis- , Lagermauern zu Lohndumping Preisen für Minderjährige, Erwachsene gleichermaßen, hochorganisiert prekär entlohnt privaten Sicherheitsdiensten bis in unsere Wohnsiedlungen hinein als "Apartheidsmodell 2.0 bei kulturell sozialer Unterversorgung vom Grunde her mit eingebautem Zusatz- Risiko für Niedriglöhner im Erlebnisfall der Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit, im Krankheitsfall ohne Lohnfortzahlung, noch Anspruch auf Bildungs- , Jahresurlaub, Ulraubs- und Weihnachtsgeld, in prekären Arbeitsverhältnissen bei den Bösen Globalplayern Zehn plus X, Google, Microsoft, Yahoo, Facebook, Twitter, Amazon, Ebay, IKEA, AOL, Skype als "Working Poor Living at its Best" propagiert, will die AfD zu nie dagewesenen Dimensionen in Deutschland, Europa als Exportschlager vorantreiben. Und das alles unter dem billigen Schein angeblichen Anti- Amerikanismus?, wenn ja, dann aber richtig" Petry Heil!"

Gut, dass der Führer Adolf Hitler und nicht Kräuter heißt, meinte einst Karl Valentin, sonst müsste man ja "Heil Kräuter!" rufen. Das klingt nicht schön. das klingt so gesundbeterisch. Da die Münchner Nazis mit ihren Amigo Seilschaften keinen Spaß verstanden, schon gar nicht auf Kosten des Führers, verlor der Promi Kabarettstar Karl Valentin mit seiner Gattin Liesl all seine Engagements von Sofort auf Gestern.

Jakob Augstein regt eine interessante Debatte an, wenn er in seinem Beitrag schreibt.

https://www.freitag.de/autoren/jaugstein/ist-das-unser-weimar
JAKOB AUGSTEIN 16.03.2016 | 17:12 8
Ist das unser Weimar?

"„Die soziale Marktwirtschaft existiert nicht mehr.“ Wohlgemerkt, KfW und DIW sind nicht als Sprachrohre der Linkspartei bekannt."

Mein Kommentar:

Einen Befund zu benennen kann auch bedeuten, diesen als Schlussakkord zu begrüssen, die Ernte jahrzehntelangen Bemühens, der Soziale Marktwirtschaft das Wasser abzugraben. Denn das ist ja das Szenario, zu dem die programmatische Wirtschaftspolitik der AfD passt, wie die Faust aufs Auge des Betrachters.

Seltsam, am Freitag hat Jakob Augstein noch Blome gegenüber, die Revolution von Rechts gepriesen, weil die ja von Links nicht kommt, nun will er es nicht gewesen sein?

Andererseits interessant zu lesen, was in der Weimarer Zeit geschah und Jakob Augstein beim Wort genommen, sich heute womöglich heillos wiederholt. Dazu fällt mir Karl Marxens Wort ein

"Die Geschichte gibt es immer zweimal, einmal als Tragödie, einmal als Farce"

In welcher Phase sind wir?

Damoklesschwerter, wie das des Versailler Vertrages 1919, der Wiedereinführung des Goldstandards für konvertierbare Währungen nach dem Ersten Weltkrieg durch Schuldenaufnahme, um Goldreserven als Sicherheit nutzlos in Depots der Reichsbank zu horten, drohen uns bisher. trotz Tendenzen der Deflation, noch nicht. Auch nicht die ökonomisch- sozial- ökologischen Beschwernisse des Kalten Krieges, der Teilung Europas. Deutschlands, nicht einmal die Erwartung im geteilten Deutschland nach 1945, bei einem Friedensvertrag mit den Siegermächten, zu denen 53 Staaten in der Welt zählten, auf Jahrzehnte hinaus horrende Entschädigungen für den Holocaust, Verbrechen der Deutschen Wehrmacht, Zwangsarbeit für die reichsdeutsche Gesellschaft, Wirtschaft, Kirchen, Arbeitsfront erbringen zu müssen.

Nicht teinmal eine internationale 68er Bewegung gegen den Vietnamkrieg droht eute den etablierten Verhältnissen und deren Parteien, ganz zu schweigen droht heute. anders als 1982 keine blockübergreifende Friedensbewegung "Schwerter zu Pflugscharen" gegen die Stationierung von SS20/SS22 Mittelstreckenraketen, Cruisse Misseles, Pershing II Rakets, selbst, angesichts vieler Kriegsschauplätze in der Welt, voran in Syrien, Jemen.

Geht es folglich, um das, was uns von Rechts droht, um eine Farce, in der Tonlage durchaus provokant Rechts, in der wirklichen gesellschaftlichen Lage aber Links?

Die Nazis wollten die Volksgemeinschaft unter dem Professor Ludwig Ehrhard Motto "Wohlstand für alle", aber eben nur für arisch reine Volksgenossen. Die AfD aber schlägt nur diese Tonlage an, um nach rechts zu punkten, in Wirklichkeit aber ist sie kein Prrojekt der Volksgemeinschaft, sondern ein Projekt, den Reichtum der Wenigen in der Welt und hierzulande zu Lasten der Vielen zu mehren, ohne dass es die Mehrheit sogleich merkt, bzw. am Besten, wenn es für diese zu spät ist.

Gleichzeitig meint der AfD Chefdenker, Vize- Vorsitzende in Baden- Württemberg und Philosoph Marc Jongen, dessen Ziehvater wiederum Peter Sloterdijk ist, eloquent

«Wir müssen wehrhafter werden».

Fragt sich wehrhaft gegen wen, mit welchen Mitteln, der konventionellen Aufrüstung der Bundeswehr um 100 000 Soldaten/innen, ohne die Modernisierung atomarer Waffen auf deutschem Boden im Rahmen der NATO zu lassen, der Beendigung der Aussetzung der Wehrpflicht 2011, ohne an die Aktivierung des Zivildienstes zu denken? bei gleichzeitiger Schulden- , Ausgaben- und Steueraufkommensbremse?

Das ist die Quadratur des Kreises der Vergeblichkeit aus dem Kreisverkehr heraus zu gelangen

In einem Interview mit Martin Helg von der NZZ am Sonntag tischt Jongen eine Melange auf, aus klarer Wahrnehmung gerührt von himmelschreienden Problemen, Ungerechtigkeiten, wie, dass die EU- Länder subventionierte Nahrungsmittel nach Afrika zu Dumpingpreisen exportieren, dort die Binnenmärkte kaputtmachen, den Menschen dort vor ihren Küsten alles, was da schwimmt, vor der Nase dunkel zertifiziert lizensiert wegfischen, um dann nicht etwa gegen die Verursacher zu wettern, sondern aus Opfern Täter macht, indem er beliebt, gar nicht gerührt, den Betroffenen iin Afrika, Naher, Mittlerer Osten, im Kaukasus ihre Flucht nach Europa vorzuhalten, der erst die ethnische Überrollung, dann unmittelbar den Untergang des Abendlandes vorantreibt.


JP

http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/marc-jongen-im-interview-wir-muessen-wehrhafter-werden-ld.7261?extcid=Newsletter_16032016_Top-News_am_Morgen
Marc Jongen im Interview
«Wir müssen wehrhafter werden»
NZZ am Sonntagvon Martin Helg13.3.2016, 01:00 Uhr

https://correctiv.org/blog/2016/03/14/das-afd-programm-entschluesselt/
Das AfD-Programm entschlüsselt
Eine subjektive Analyse des Programmentwurfs der Rechtspopulisten

15:16 16.03.2016
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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