All Unglück der Christenheit von altersher

Verzicht der Tiara Erst 2006 verzichtete Papst Benedikt XVI. auf den Titel „Erster Patriarch des Abendlandes“ und auf die Tiara, das Zeichen weltlicher Macht, im päpstlichen Wappen.
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Unterm Dach aller Christenheit ein eingefroren klerikaler Krach von altersher aus dem Jahre 317, dem Jahr der angeblichen Konstantinischen Schenkung als Dauerwunde, urbi et orbi, christlicher Allerseelenheil Kränkung

Der Freitag- Autor Jürgen Busche schreibt in seinem folgenden Artikel im luftigen Atemhauch unserer Zeit:

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/eine-pracht-von-alters-her
JÜRGEN BUSCHE 16.07.2014 | 06:00
Eine Pracht von alters her

"Es war, als hätte es all die Auseinandersetzungen über eine Rückkehr der Kirche zur Bescheidenheit nie gegeben. Was zu sehen war, in Freiburg und auf den Fernsehschirmen, war die alte Ecclesia triumphans. Passend dazu sang die Festgemeinde: „Ein Haus voll Glorie schauet / weit über alle Land.“ In der Grußbotschaft rühmte Papst Franziskus das Erzbistum und seine Gläubigen. Alles war wie von alters her."

Meine Einlassung zum wohlgesonnen Geleit Jürgen Busches Artikel:

Das Unglück der Christenheit von altershar, die Konstantinische Schenkung Anno Domino 317, die bereits im 15. Jahrhundert, die Reformation Martin Luthers mit seinen 95 Thesen am Tor der Schlosskirche zu Wittenberge im Jahre des Herrn 1517 unter säkularen, klerikalen Fürsten in Mittel- und Nordeuropa befeuernd, der Fälschung verdächtigt, scheint ausgemacht und wirkt doch insbesondere im Nah- Ost Konflikt als alltäglich aufflackernder Brandherd ungelöscht weiter.

Im 17. Jahrhundert räumte die katholische Kirche endgültig ein, dass es sich bei der Konstantinischen Schenkung wohl tatsächlich um eine Fälschung handele, für die man aber nichts könne. Weshalb man auf der Schenkung beharrte.

Die Mühlen der katholischen Kirche mahlen, wenn überhaupt, langsam. Erst im 19. Jahrhundert war die katholische Kirche bereit, zu akzeptieren, dass es wohl keine Schenkung gegeben habe.

Erst im Jahre des Herrn 2006 verzichtete Papst Benedikt XVI. auf den Titel „Erster Patriarch des Abendlandes“ und auf die Tiara, das Zeichen weltlicher Macht, im päpstlichen Wappen.

Neben dem Patriarch in Rom hatte es ja bis zur Konstantinischen Schenkung auf Augenhöhe die Patriarchen in Antiochia, Alexandria, Konstantinopel und Jerusalem, später dazu in Kiew, Moskau gegeben und gibt es sie noch.

Allein die orthodoxen Ostkirchen wiesen den Führungsanspruch des römischen Papstes als "Erstem Patriarchen des Abendlandes" von Anfang an, als nicht legitim erworben, unakzeptabel zurück.

Genau diesem Zweifel an der Konstantinischen Schenkung im 15. Jahrhundert zum Trotz, schickt sich der Vatikan im Jahre 1495 scheinbar unbeeindruckt an, das grandios heillos überdimensionierte Projekt des Bau des Petersdom zu Rom, fremdfinanziert durch einb neues Finanzprodukt den "Ablassbrief" anzuschieben.

Das innovative Finanzprodukt "Ablassbrief" war für die Fugger, Welsers in Nürnberg als Vorfinanzierer des Bau des Petersdom zu Rom mehr als die Lizenz von päpstlichen Gnaden zum Gelddrucken, war, war die transatlantische Lizenz zum Foltern, Töten, Raub von Leben, Hab & Gut, Plünderung ganzer Landschaften des angeblichen "Unglaubens" als unmenschlich "kreative" Art für den Vatikan, seinen Schulden- und Zinsdienst den Fuggers, Welsers gegenüber, urbi et orbi, zu Lasten der christlichen Gemeinschaft der Gläubigen zu leisten.

Solcher Art innovatives Finanzprodukt "Ablassbrief" entfaltete nur seine angestrebte Wirkung, wenn europaweit alle Kaiser, Könige, Fürsten, Herzoge in ihren säkularen, klerikalen Staaten von Gottes Gnaden ihre regionalen Ambitionen auf die Gründung, den Bau von Universitäten, Schulen, Kulturstätten, Armenasyle zurückfahren.

Hier setzten punktgenau die 95 Thesen Martin Luthers mit dem anschwellenden Verlangen nach Reformation mit dem Ergebnis eines weiteren Schismas der katholischen Kirche an.

Rückfälle der katholischen Kirche in Glanz & Gloria, Prunk, Zepter, Pomp und Protz in die Zeit vor dem Verzicht Papst Benedikt XVI auf den selbsterhaben angemaßten Titel des

"Ersten Patriarchen des Abendlandes"

Anno Domino 2006, samt Tragen der Tiara, als gelte es im Fall der Einweihung des neuen Erzbischofs Stephan Burger im Freiburger Münster, römische Cäsaren, slawische Kosaken Zaren, ägyptische Pharaonen erblassen zu lassen, sind wohl mehr der Furcht der Furien der Kurie vor der durch Papst Franziskus seit 2012 verordnet eigenen Courage auf dem Weg in den "Spiritus Sanktus" klerikaler Demokratie, im Segen "urbi et orbi" der Kirche von unten, als "demütiges" Rückzugsgefecht geschuldet.

Da macht es Sinn, dass Papst Benedikt XVI Anno Domino 2011 nach Sachsen- Anhalt in das Augustiner Kloster kam, den Reformator und Augustiner Mönch Dr. Martin Luther ohne ökumenische Geschenke zu ehren und zu gedenken und sich ein wenig ungehalten verbat, dass die Gastgeber, die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD), sich ein solches von ihm insgeheim erwarteten.

Denn was nutzten alle ökumenischen Gaben, Geschenke Richtung Evangelische Kirchen, wenn der Schaden, der im Jahr 317 der Gesamtheit christlicher Kirchen im Erdkreis "urbi et orbi" mit der Fälschung der Konstantinischen Schenkung angetan ward, die womöglich dazu der wahre Treibsatz für die Reformation ab 1517 selber war, nicht wenigstens formaljuristisch durch Papst Bendikts XVI Verzicht auf den Titel des "Ersten Patriarchen im Abendlandes" und des Tragens der Tiara in hoffnungschimmernden Anfängen von Heilsprozessen zumindst gezähmt erscheint.

Jürgen Busche weiter:

"Die Kirche hingegen ist die Kirche, die sichtbare Kirche. Menschen werden, wenn es hoch kommt, 100 Jahre alt. Die Kirche ist 2.000 Jahre alt. Braucht sie deshalb den Pomp? Was die Kirche braucht, ist die Demonstration der Tatsache, dass nicht der einzelne Mensch spricht, wenn sie als Kirche spricht, sondern die Institution".

Meine Einlassung zum wohlgesonnes Geleit:
"All das an Prunk, Pomp, Glanz & Gloria, Zepter der Macht braucht die Kirche wahrlich nicht. Was sie dagegen braucht, wie alles,. was da kreucht und fleucht, die Luft zum Atmen, ist ein "Schluss- Stein" beim Bau ihrer Kirche "urbi et orbi" der Individuen mit Ansprüchen auf millardenfaches Erblühen ganz eigener Evangelien als persönliches Ach unterm Dach der Christenheit."
AMEN!

JP

http://www2.hs-augsburg.de/~harsch/germanica/Chronologie/14Jh/GoldeneBulle/Kaisertum.htm#Constitutum_Constantinl
Constitutum Constantini (weitere Textausgabe)

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/vatikan-geheimarchiv-des-vatikans-zeigt-spektakulaere-dokumente/6276628.html
Vatikan
Geheimarchiv des Vatikans zeigt spektakuläre Dokumente

02.03.2012 00:00 Uhr
von Paul Kreiner

http://www.sueddeutsche.de/wissen/frage-der-woche-was-war-die-groesste-faelschung-aller-zeiten-1.888156
19. Mai 2010 19:51
Frage der Woche
Was war die größte Fälschung aller Zeiten?

http://www.tagesspiegel.de/politik/geschichte/konstantinische-schenkung-317/1214968.html
Geschichte
Konstantinische Schenkung (317)

20.04.2008 00:00 Uhr

14:25 16.07.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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