Alles "Gurlitt", oder was?

NS- Raubkunst Hier handelt es sich zumindest um den staatlich organisierten Anfangsverdacht eines Gewahrsamsbruch millionenfach herumliegender NS- Raubkunst Fundsachen
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Gewahrsamsbruch von NS- Raubkunst Fundsachen durch die Bundesrepublik Deutschland?

Die Nazis waren als Söhne des Ersten Weltkrieges (1914- 1918) nicht allein eiskalte Mörder, sie waren auch gierige Vermögensvergewaltiger, Plünderer, Erpresser und kunstbeflissen sammelwütig, fachkundig versierte, Räuber, Beutelabschneider und gemeine Diebe.

Bei diesen im deutsch besetzten Europa aufwendig betriebenen Raubzugkampagnen in polnischen, russischen, ukrainischen, französischen, norwegischen, dänischen, niederländischen, belgischen, griechischen, jugoslawischen, libyschen, ab 1943 sogar in itailienischen Museen, samt Transportkapazitäten, waren die Deutsche Reichsbahn, die Lufthansa, das reichsdeutsche Beamtenwesen, der reichsdeutsche Zoll, die Deutsche Wehrmacht als Vollziehende Gewalt in eroberten und besetzten Gebieten, zum Schweigen verschworen und vergattert, involviert, war nicht nur nahezu die gesamte NS- Führungsriege. voran der Führer Adolf Hitler, Reichsmarschall Hermann Göring, Rüstungsminister Albert Speer, sondern gemeinhein alle Museen im damaligen Deutschen Reich und später in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR? als Adressat von erheblichen Beständen an Gemälden, Skulpturen, Wandteppichen, erlesenen Stil- Möbeln dieser Raubzüge beteiligt und sind es in ihren angeblich ungesichteten und ungeöffneten Depots, amtlich untätig, bis heute

Daneben wurden Teile der NS- Raubkunst Bestände womöglich bis 1945 und später auf Anforderung, hochstehender Persönlichkeiten in Ministerien, u. a. im Außenamt, in deutschen Botschaften, dem Bundesfinanzministerium, Schlossherrn, Bischofssitzen, systemrelevanten Banken, Versicherungen, Stiftungen, Unternehmen unbefristet als Leihgabe zum dienstlichen wie privaten Gebrauch herausgegeben?

Systemrelevante Banken, Versicherungen, Stiftungen, Unternehmen führen womöglich, kaltschnäuzig, NS- Raubkunstbestände in ihren Bilanzen als Eigenkapitalanteil?

Geraten diese systemrelevanten Unternehmen, Banken, Versicherungen, Stiftungen womöglich in bilanztechnische Schieflagen, wenn ihnen das NS- Raubkunstbestände ungeklärter Provenienz als Eigenkapitalanteil genommen wird?

Zusammengerafft wurde alles, was da prominent glänzte und museal glitzerte, was kostbar war oder studierten Kunstgeschichtsexperten im Auftrag des Deutschen Reiches, in "Geheimer Mission", wertvoll ins unersättliche Auge stach.

Darunter Stil- Möbeln, Teppiche, Schmuck, Gemälde, Briefmarkensammlungen, Skulpturen. Opfer dieses größten Kunstraubs des 20. Jahrhunderts waren in großen Teilen Juden, aber nicht nur Juden, sondern wohlhabende Bürger anderer Länder, Museen in den von der Deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten,

Was geschah mit dem räuberischen Nachlass der Nationalsozialisten und ihrer euopaweiten Helfershelfer?

Dieser Frage ist der SPIEGEL Reporter, Steffen Winter, über Jahre nachgegangen und hat sein Ergebnis im Januar 2013 in einer Titelgeschichte des SPIEGELs präsentiert.

"Hitlers Uhr, Deutschlands Geheimnis"

Auszug:

"Nach dem Krieg wurden rund zweieinhalb Millionen Stücke an die rechtmäßigen Eigentümer oder deren Erben zurückgegeben, durch oder auf Druck der Alliierten. Doch einige tausend Pretiosen, fand Winter heraus, liegen heute noch in den Depots deutscher Museen, und noch keine deutsche Regierung hat sich mit Konsequenz bemüht, die braune Beute loszuwerden. Ziemlich genau 80 Jahre nach der Machtergreifung ist das ein moralisches Desaster."

Dabei hatte Steffen Winter noch nicht einmal den Fall des Reichsdeutschen jüdischer Herkunft, Dr. Hildebrandt Gurlitt (1893- 1956, Kunstsachverständiger, Kunsthändler des NS- Regimes in "Geheimer" Mission in Fragen der internationalen Handelbarkeit von sogenannt entarteter Kunst) und Sohn Cornelius (Jahrgang 1932) erwähnt, dessen Kunstsammlung, bestehend aus annähernd 1500 Exponaten, im April 2012 insgeheim vom bundesdeutschen Zoll, wg. angeblichen Steuervergehens, aus einer Schwabinger Wohnung des Cornelius Gurlitt durch ein "Überfallkommando" beschlagnahmt und abtransportiert wurde.

Das war ein unabdinglicher Vorgang von Amtswegen, als handle es sich ohnehin nur um eine Leihgabe bayrischer Staatsstellen an den verstorbenen Bürger Dr. Hildebrandt und Nachfolger Cornelius Gurlitt, der unkontrolliert anfing, aus dieser bayrischen Leihgabe, Gemälde um Gemälde, in der Schweiz ertragreich zu veräußern.

Weshalb der bundesdeutsche Zoll alarmiert ward, einzuschreiten, da bayrische Dienststellen nun um den Bestand ihrer Leihgabe von einst an den Vater des Cornelius, Dr. Hildebrandt Gurlitt fürchteten?

Hatten bundesdeutsche, bayrische Dienststellen sich nicht geweigert, durch die US- Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg konfiszierte NS- Raubkunstbestände, u. a. aus dem Depot des Kunsthändlers Dr. Hildebrandt Gurlitt im Reichsauftrag, zwecks Prüfung ungeklärter Provenienz (Herkunft), Anfang der Fünfziger Jahre im Wege des Kalten Krieges entgegen zu nehmen?

Worauf diese NS- Raubkunstbestände wiederum, angeblich unbesehen, nahezu in vollem Umfang unversehrt bei der Familie Gurlitt, wie in anderen Familien, Museen, Unternehmen, Burgen, Schlössern, Bischofssitzen, Klöstern, Stiftungen, Villen, systemrelevanten Banken, Versicherungen landeten?

In ganz Europa haben die Nazis Kunstwerke geraubt.

Abertausende liegen bis heute, angelich ungeprüft, in deutschen Museen. Ein Unding, fand der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler bereits Anfang 2013 und fordert seitdem, in dem deutschen Museen und Beständen des Bundesfinanzministeriums, des Außenamtes mehr Aufwand an den Tag zu legen, um Rückgabeansprüche Berechtigter, angesichts von drohenden Verjährungsfristen, zügig zu klären.

Hier besteht der begründete Anfangsverdacht der Untätigkeit, eines absichtsvollen Organisationsverschuldens der Bundesrepublik Deutschland mit der Folgewirkung einer Unterbrechung bestehender Verjährungsfristen.

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler mahnt seit Januar 2013 von der Bundesregierung einen Bericht zum Stand der Provenienzforschung an deutschen Museen an. Hintergrund sei ein Bericht des SPIEGEL, wonach die Suche nach NS- Beute- und Raubkunst in den Kunsthäusern der Bundesrepublik nach wie vor nur schleppend vorangeht. So fördert der Bund zwar Provenienzrecherchen in Museen, bisher wurden aber nur 84 derartige Projekte bewilligt - bei 6300 Museen in Deutschland.

Peter Gauweiler, gerade zum Vizevorsitzenden der CSU gekürt, stand bis Herbst diesen Jahres im Deutschen Bundestag dem Unterausschuss für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik vor, will eine Debatte zu dem peinvollen Thema anstoßen:

"Der Umgang mit diesen Kunstwerken beeinflusst auch das Ansehen der Bundesrepublik im Ausland." Deutschland dürfe sich bei dem Thema nicht verstecken. "Wir müssen uns befreit vom Schatten der Vergangenheit damit beschäftigen",

so Gauweiler. Der CSU-Politiker will unter anderem klären lassen, in welchen Museen noch Bedarf an Stellen für die Provenienzforschung besteht.

Der einstige SPD-Kulturstaatsminister Michael Naumann hat inzwischen nicht nur vor Peter Gauweiler im SPIEGEL, sondern auch in der sonntäglichen Sendung "Günter Jauch" am 24. November 2013 gefordert, der Bund müsse die Rückgabeansprüche ehemaliger Besitzer von Beutekunst gesetzlich neu regeln.

Michael Naumann machte deutlich, dass unter den Opfern dieser NS- Raubzüge in Europa, nicht nur Juden waren, sondern ab 1943 - Italien kündigt das Achsen- Bündnis mit dem Deutschen reich auf- auch italienische Museen und Bürger und forderte unter einer folgend alten sozialdemokratischen Devise vor allem mehr Geld für die Forschung.

"Wenn ich nicht mehr weiter weiss, gründe ich einen Arbeitskreis"

Scheinbar beiläufig schlug Michael Naumann vor, zehn Millionen Euro aus dem Etat für ein neues Sudetendeutsches Museum dafür zu verwenden.

4400 Gemälde - und nur eine Kunsthistorikerin

Die Nationalsozialisten hatten zu Kriegsende fast fünf Millionen Kunstwerke gehortet. Sie waren in fast ganz Europa zusammengerafft und bis zur Kapitulation im Mai 1945 in 1500 Depots im gesamten Reich eingelagert worden. Etliche Kunstwerke gingen in den letzten Kriegstagen Flammen auf, andere wurden von Soldaten mitgenommen oder von der Zivilbevölkerung geraubt. Bis 1950 gingen vor allem auf Betreiben der Alliierten schätzungsweise 2,5 Millionen Kunstwerke an ihre ursprünglichen Besitzer zurück.

Noch heute lagern Teile des NS- Raub- Kunstschatzes in deutschen Museen. Hunderten von Privatwohnungen, Burgen, Schlössern, Villen, Klöstern, Bischofssitzen, Kirchen, Botschaften.

Der Bund hat gut 20.000 derartige Erbstücke aus der NS-Zeit in seinem Besitz, darunter 2300 Gemälde. Hinzu kommen Hunderte Werke in deutschen Museen. Die Kunsthäuser wurden, gemäß Washingtoner Abkommen von 1998, das die rotgrüne Bundesregierung unterzeichnet, der Deutsche Bundestag aber sowenig wie die UNO- Konvention gegen Korruption und Abgeordnetenbestechung ratifiziert hat, nur zur Freiwilligkeit aufgefordert, ihre gesamten Sammlungsbestände seit Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 auf ihre Provenienz (Herkunft) hin zu überprüfen.

Das setzt einen enormen kunstsachverständigen Personalaufwand voraus, der nirgendwo in Museen, Privatwohnungen, Burgen, Schlössern, Villen, Klöstern, Bischofssitzen, Kirchen, Stiftungen, Botschaften hierzulande und im Ausland stattgefunden hat. So gibt es bei den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen eine einzige festangestellte Kunsthistorikerin, die allein 4400 Gemälde und 770 Skulpturen überprüfen muss. Wenn sie keine personelle Unterstützung bekommt, ist das eine Lebensaufgabe.

Bis heute fordern Erben, darunter viele jüdischer Kunstsammler Kunstwerke aus deutschen Museen und Privatwohnungen bekannten (Cornelius Gurlitts Wohnung), unbekannten Ortes zurück. Die Hinterbliebenen der Opfer von einst beklagen, dass die Beweisanforderungen viel zu hoch seien und die Museen nicht selbst auf die Erben zukämen, weil diese dem juristischen Irrglauben unterliegen, auch in diesen NS- Raubzug Fällen ginge es nicht um Bringschuld, wie bei Geld, sondern um Holschuld einer unglücklicherweise abhanden gekommenen Fundsache im Gewahrsam des Deutschen Staates und seiner treuhänderischen Helfershelfer?

Vonwegen!, was für ein Irrsal (Sünde)

Hier handelt es sich zumindest um den nach dem Zweiten Weltkrieg staatlich organisierten Anfangsverdacht eines Gewahrsamsbruch millionenfach herumliegender NS- Raubkunst Fundsachen zum Schaden und der Vermögensverkürzung der rechtlichen Eigentümer und ihrer Hinterbliebenen.

Liegt hier gar der wahre Hund der Verweigerung der Wiedereinführung einer Vermögenssteuer, gemäß Bundesverfassungsgericht (BVG) Urteil von 1997, druch den Deutschen Bundestag zugrunde, weil der Steuerstaat Bundesrepublik Deutschland, sprich der Bundesfinanzminister, nicht nur ahnt, sondern gewiss ist, dass in Tausenden von Villen

"Wo ein sammelwütiger Wille zur Kunst ist, ist auch eine Villa",

Burgen, Schlössern, Klöstern, Bischofssitzen, Kirchen, Stifts, Stiftungen, Wohnungen, systemrelevanten Banken, Versicherungen Vermögenswerte ungeklärter Provenienz (Herkunft) schlummern?

Weshalb diese systemrelevanten Banken, Versicherungen während der Weltfinanzkrise 2008 von Staatswegen nicht in Insolvenz gehen durften, weil sonst der gesamte NS- Raubkunstschwindel von Anfang an, seit spätestens 1949, dem Jahr der Gründung der Bundesrepublik Deutschland auffliegt und tiefe Krater ins fragile Eigenkapital (EK) der Bilanzen schlägt?

Drohen bei dieser Gemengelage, bei verfassungsrechtlich konformer Wiedereinführung der Vermögens- Substanzsteuer, unrechtmäßig steuerliche Veranlagungen von Vermögenswerten, vökerrechtswidirge Gefahrenlagen, die den Staat Bundesrepublik Deutschland, tausendfach belegbar, endgültig zum Hehler von NS- Raubkunst machen?

JP

Kulturgebet

Kultur Unser

du bist für uns alle da,
gib uns unser täglich Kultur Brot
vergib uns unsere Kultur Schuld.
unsere kunstbeflissene Leidenschaft zu Lasten Dritter
mit List und Tücke überfallartig
nach der Kultur der Anderen zu trachten und zu greifen

wie wir vergeben unseren Kulturschuldigern
erlöse uns von unserem Kulturselbstsucht Übel
denn Du bist das Reich unserer öffentlichen Sinne
das Maß unser bildungsmächtigen Kraft
unserer denkend strebenden Herrlichkeit

im Frieden auf Erden

OHM

http://www.deutschlandradiokultur.de/kunstfund-und-nsa-affaere-kaum-eine-einzige-geklaerte-frage.1059.de.html?dram:article_id=270042
KUNSTFUND UND NSA-AFFÄRE
"Kaum eine einzige geklärte Frage" im Fall Gurlitt

Von Burkhard Müller-Ullrich

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kalenderblatt/1952102/
24.12.2012

Porträt des Publizisten, Politikwissenschaftlers und Schriftstellers Eugen Kogon vom 25. Januar 1978 in seinem Haus in Falkenstein bei Frankfurt am Main

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/bundesdeutsche-bruederle-raubkunstidylle
JOACHIM PETRICK 31.01.2013 | 19:21 6
Bundesdeutsche "Brüderle" Raubkunstidylle?
NS- Raubkunst Trotz der aktuellen SPIEGEL- Titelgeschichte kein Aufschrei jahrzehntelang behindert investigativen Journalismus in der NS- Raubkunstsache. Warum?, wegen Brüderle?

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/ns-staat-eine-mordplundernde-raubmaschine
Joachim Petrick
17.08.2011 | 02:33 6

NS- Staat, eine mordplündernde Raubmaschine

23:31 27.11.2013
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

Kommentare 14

Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community