Alphabets Hochmut vor dem Google Fall?

Miriam Meckel Chefredakteurin der Wirtschaftswoche zitiert die Bibel in der aktuellen Ausgabe. "Am Anfang war das Wort, und das Wort war der Gott der Internet Zukunft" Googles Ende?
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Endet Google als Alphabet Inc. im Glanz&Glorai Koma der Weltfinanzmärkte?

Am Anfang war das Wort, und das Wort war der Gott der Internet Zukunft, zitiert Miriam Meckel, Chefredakteurin der Wirtschaftswoche ziemlich kühn und frei übersetzt die Bibel in ihrem Geleitwort der aktuellen Ausgabe.

G steht als siebter Buchstabe im Alphabet aber auch für das Wort Google, ein Globalplayer der sich anschickt, die digitale Welt des Internets profan analog Reset auf Anfang zu setzen, sich mit einer Holding, namens Alphabet Inc. zu schmücken, damit neue Finanzquellen an den Weltbörsen unergründlich sprudeln, sich das Alphabet demnächst womöglich räuberisch als eigene Erfindung patentieren zu lassen.

Der Berg "Internet" brüllt, hervortritt eine Maus, eine Art ökonomisch aufgeblasen analoges DDR/USSR VEB- Kombinat voller guten Start Up Willens voller blauen Dunstes in eine lichte Zukunft der Menschheit.

Google unter dem Holding Dach Alphabet Inc. entspricht so armselig unterbliebenen Optionen, Möglichkeiten für das World Wide Web, Internet, wie kommerzielle Prostitution, Pornografie im angemaßten Namen der Sexualität, Achtsamkeit, gegenseitigen Respekt auf Augenhöhe.

Miriam Meckel,

- Jahrgang 1967, wie Jakob Augstein, Herausgeber des Freitag - ,

Professorin für Journalistik, studierte Kommunikations- und Politikwissenschaftlerin, Sinologin,

- Lebensgefährtin von Anne Will, Jahrgang 1966, Moderatorin der gleichnamigen ARD- Sendung, -

- Pressesprecherin der Landesregierung NRW, zwischenzeitlich Professorin für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen, Schweiz, Autorin zahlreicher Wissenschafts- und Sachbücher - ,

jubelt und prahlt die Entscheidung Googles hin zu einer Holding Alphabet Inc, juristischer Status und Stand einer Berkshire Hathaway Warren Buffet Holding Beteiligungsgesellschaft mit dem unumstritten unüberisichtlichen Nimbus eines Konglomerats, zu Gunsten von in den Startlöchern hockenden Investoren, ins Glanz und Gloria Koma.

Das ist umso verwunderlicher, weil Miriam Meckel ja nicht Chefredakteuerin einer Finanzwoche, sondern der Wirtschaftsoche ist, die Vor- und Nachteil mit Hintergrundinformationen des Für und Wider von Investments fundiert, klar abgegrenzt, abzwägen und zu kommunizieren hat.

Miriam Meckels fehlende Aufklärung in der Wirtschaftswoche und im Presseclub darüber, was es wirtschaftlich bedeutet, anders als die Berkshire Hathaway Warren Buffet Beteiligungsgesellschaft Holding, wie Google ein Innovationsunternehmen im Internet zu sein, finde ich betrüblich.

Dazu gehörte der Hinweis, dass die Berkshire Hathaway Warren Buffet Holding ihren Beteiligungsgesellschaft sehr wohl im Interesse ihres Investments in die Geschäftspolitik hineinredet.

Das Gleiche wird eine Alphabet. Inc. Holding bei ihren vielen Tochtergesellschaften, darunter wie zuvor die ertragsreiche Suchmaschine Google Corp. mit Rücksicht auf Investoren veranstalten, nämlich unmittelbar zu Lasten allgemeinen Elans wie bisher ganz vorne bei Innovationszyklen mitzuspielen, Trends im Markt zu setzen, den Charme von Start- Up Kreativität zu entfalten, versuchen, auf die Geschäftspoltik der einzelnen Tochtergesellschaften im Streben nach schnellem Geld, hohen Renditen, Kursgewinne durch steuerbegünstigte Aktienrückkaufsprogramme, steuermindernd explodierende Boni der Manager und deren Gehälter, Einfluss zu nehmen.

Google Gründer Larry Page und Partner Sergey Brin, die von Anfang an von einem Berkshire Hathaway Warren Buffet Holding Modell für ihre Start Up Google Corp. träumten. führen kein normales Unternehmen, schreibt Miriam Meckel. Google sei das wichtigste Internet Unternehmen in der Welt und will es bleiben. Der Schritt von Gogle zu Alphabet hat eine neue Qualität. Mit ihm legt das Unternehmen die Blaupause für strategische Erneuerung im digitalen Kapitalismus vor.

Was für enthusiastisch weit hergeholte Worte einer Professorin Miriam Meckel im Duktus hochtrabender Gedanken n. m. E. ohne konkreten Bezug zur weltwirtschatftlichen Wirklichkeit.

Google, jetzt Alphabet ist zwar digital das erste seiner Art im World Wide Web, Internet, wird aber nicht das letzte sein und an analogen Wirklichkeiten zu messen sein.

Miriam Meckel war Gast im Presseclub am gestrigen Sonntag, 16.8.2015, mit dem Thema: "Innovations-Fabrik und Datenkrake – wie gefährlich ist Googles Weg zur Weltmacht?"

„Google zerschlagen“ – Das war zwar bereits für DIE ZEIT am 25. September 2014 kartellrechtlicher "Ernstfall". Für Miriam Meckel in ihrem Enthisasmus für Alphabet, anders als für den ZEIT- Redakteur Philip Faigle aber immer noch nicht, der 2014 schrieb:

„Sollte Google seine Macht missbrauchen, muss die Politik eingreifen. Doch statt einzelne Firmen zu bekämpfen, sollte sich die Politik endlich um den Datenschutz kümmern. Deutschland könnte zu einem Vorreiter einer internationalen Bewegung von Regulierern werden, die eine Antwort auf die Kernfrage unserer Zeit findet: Wer darf unsere Daten sammeln, und was darf er damit tun? Darum geht es – nicht um die vermeintlich gefährlichen Monopole von Facebook und Google.“

Mark Schieritz, ebenfalls von DER ZEIT, gibt sich 2014 überzeugt, dass Google eindeutig ein Fall für die Kartellbehörden ist:

„Wettbewerbspolitik muss immer zwischen kurzfristiger betriebswirtschaftlicher Effizienz und langfristiger gesamtwirtschaftlicher Wohlfahrt abwägen. Natürlich müssen sich die Kunden umstellen, wenn ein Unternehmen zerschlagen wird, aber langfristig ist es in ihrem Interesse.“

Von der Zusammenarbeit der "Bösen Acht"der USA, Yahoo, Microsoft, Twitter, Ebay, Amazon, Facebook, AOl darunter Google, mit der national security Agency (NSA) der USA ist bei all diesen Alpha- Journalisten keine Rede, auch nicht im gestrigen Presseclub zum Thema Datenkrake davon, dass sich Google mit der neuen Namensgebung, klammheimlich spurenverwischend, von den "Bösen Acht" in den USA im Bewusstsein der weniger kritischen Weltöffentlichkeit distanzieren will.

Mit der Ausweitung der Überwachung durch die global aufgestellten Datenkraken im Bunde mit staatlichen Geheim- und Nachrichtendiesnten nach Nine Eleven 2001 werden bürgerliche Freiheiten peu a peu real immer weiter eingeschränkt.

Nicht nur das Geschäftsmodell der "Bösen Acht" als Unternehmen im Internat scheint gleichermaßen Privatsphäre als solche zum Luxusgut machen zu wollen, das sich in Bälde nur noch wenige leisten werden können.

Aktuell berichtet die New York Times, AT & T, Dinosaurier, ein Urgestein unter den US- Telefongesellschaften, hat aus freien Stücken, patriotisch gesonnen, mit der NSA zusammengarbeitet, Milliarden an Emails, Telefonverknüpfungen, abgehörten Telefonaten von Kunden ungefiltert an die NSA weitergegeben

Die Tonlage bundesdeutscher Spitzenpolitiker zum Themenkomplex Big Data ist beliebig, einmal alarmierend, das andere mal beschwichtigend.

Angela Merkel 2003 CDU/CSU- Oppsositionsführerin im Deutschen Bundestag: „Es ist Aufgabe der Politik, das Bedrohungsgefühl in der Bevölkerung zu stärken."

Nach der Aufdeckung durch den US- Whistleblower Edward Snowden 2013, dass auch das Handy der Bundeskanzlerin Angela Merkel von der NSA ausgeforscht und abgehört wurde, antwortet Angela Merkel auf eine diesbzeüglich Frage zur gefahrenlage durch BIG DATA in den Tagesthemen, neckisch, als ginge sie das alles gar nichts wirklich an, dass sie abgehört wurde und wird, als ob sie gar kein Handy habe, wenn ja, nur selten benutze. Was soll da schon abgehört werden


1948, drei Jahre lag das Ende des zweiten Weltkrieges zurück, lauschte George Orwell,

- Spanienkämpfer bei den Internationalen Brigaden für die sache der Republik gegen die faschistische Franco Soldateska - ,

zufällig ein Gespräch zweier Geheimagenten mit und ließ sich dadurch zu seinem legendären Zukunftsroman

„1984“

inspirieren, in dem er einen absoluten Überwachungsstaat skizzierte und dicht beschrieb, der als wäre sein Buch eine Blaupause für die Errichtung einer neuen Weltordnung bereits wirklich – nahezu deckungsgleich und erweitert seit Jahrzehnten in konzertierten Aktionen von Geheim- und Nachrichtendiensten aller Staaten der Welt über sonstige Gegensätze, ideologische Gräben hinweg, Fordern und Aufgeben des Kalten Krieges, der Apartheid in Südafrika, neue und alte Gegnerschaften, wirtschaftliche Interessenslagen, Sanktionen gegen Südafrika, den Iran, Kuba, Russland und deren erfolgtes bzw. absehbares Ende "marktkonform" vorangetrieben wird.

Googeln Sie mal den „NWO-Plan zur Zerstörung der Staaten“ – oder nutzen Sie eine Suchmaschine, die Ihre Daten nicht speichert!

Zitat Angela Merkel als neu gewählte Bundeskanzlerin der Großen Koalition aus CDU/CSU/SPD zur Unterstreichung ihres vorherigen Einsatzes für eine "marktkonforme" Demokratie im Bundestagswahlkampf 2005:

„Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit."

JP

http://www1.wdr.de/daserste/presseclub/weltmacht_google100.html
Presseclub. Sendung vom 16.08.2015
Innovations-Fabrik und Datenkrake – wie gefährlich ist Googles Weg zur Weltmacht?

02:43 17.08.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

Kommentare 6

Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community
Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community