Asymmetrische Demobilsierung, was ist das?

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Asymmetrische Demobilsierung, was ist das?

Der Begriff "Asymmetrische Demobilsierung", dessen Wirken und Folgen wir nicht nur in unserer Medienwelt zunehmend registireren werden, ist plastisch gut am Beispiel des Lohn- Abstandsgebotes zu demonstrieren:

Das Lohn- Abstandsgebot macht auf natürlich verstandene Weise Sinn, den Abstand von der Grundsicherung, gemäß den Hartz IV Gesetzen, vorher Arbeitslosenhilfe, Sozialhilfe durch höhere Löhne, Einkommen zu identifizieren.

Durch die Asymmetrische Demobilsierung eines Begriffs, wie das Lohn- Abstandsgebot, passiert nun auf völlig widernatürliche Weise folgendes:

Plötzlich gilt das Lohn- Abtsandsgebot nicht, den Abstand von der Grundsicherung, gemäß den Hartz IV Gesetzen, vorher Arbeitslosenhilfe, Sozialhilfe durch höhere Löhne, Einkommen zu identifizieren, sondern die Grundsicherung, gemäß den Hartz IV Gesetzen, vorher Arbeitslosenhilfe, Sozialhilfe bei fallenden Löhnen, Einkommen abzusenken, um ein existentiell, wie volkswirtschaftlich unsinniges Lohn- Abstandsgebot, nicht nach oben, sondern nach unten in einer Spirale des allgemein deflationären Preisverfalls von Arbeit, Werten, Gütern, Mieten, Dienstleistungen, von oben nach unten, Kaufkraft mindernd, durchzusetzen.

Das genau beinhaltet, insbesondere nach Einführung der Agenda 2010/Hartz IV im Jahre 2003, der in hoher Konjunktur der Medien stehende Begriff "Asymmetrische Demobilsierung".

Wem fallen andere Beispiele für den medialen Einsatz des Begriffs "Asymmetrische Demobilsierung" ein?

JP


00:08 02.02.2010
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Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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