Atomic Africa "We want power, no arms"

50 AKWs in Africa Die dafür benötigten Uranreserven der Sahara sind vor Ort vorhanden und doch hart umkämpft, stellen sie doch die wichtigste Quelle für Frankreichs 50 Atommeiler dar.
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Atomic Africa

Dokumentarfilm von Marcel Kolvenbach

Wirtschaften, die, laut IWF Berichten, wenn sie nicht schon boomen, boomen werden, brauchen Energie, brauche Stromkraft aus der Steckdose.

Laut der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA sollen deshalb bis 2050 in Afrika 40 Atomkraftwerke mit ausländischem Know How gebaut werden.
Die dafür benötigten Uranreserven der Sahara sind vor Ort vorhanden und doch hart umkämpft, stellen sie doch die wichtigste Quelle für Frankreichs 50 Atommeiler dar.
Der Filmemacher Marcel Kolvenbach zeigt eindrucksvoll, wie der Uranabbau die Lebensbedingungen der Bevölkerung vor Ort verschlechtert und die wenigen Atomkraftgegner in Afrika als "Staatsfeinde" um ihr Leben fürchten.
Seit Jahren schon sind es afrikanische Staaten, die weltweit die Riege der Länder mit dem stärksten Wirtschaftswachstum anführen.

Doch der neue Boom braucht Energie Technologien, die auf bialteral staatlicher Ebene schnell am Weltmarkt zu ordern sind.
Wer hätte es gedacht, das sind immer noch Atomenergie Technologien, für die die bundesdeutsche Regierung jüngst einfach einmal, trotz des dreifachem GAU in Japan/Fukushima im Jahre 2011 einige Milliarden € an Hermeskreditbürgschaften für den Bau von Atom- Meilern durch den Siemens Konzern, finanziert durch die KfW- Bank, in Brasilien übernommen hat

Stromausfälle sind in afrikanischen Staaten an der Tagesordnung. Immer mehr afrikanische Regierungen wollen deshalb auf Atomkraft setzen.

Schon stehen entsprechende Prognose der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA zu Diensten, die besagen, dass bis 2050 in Afrika 40 neue Atomkraftwerke gebaut werden, ganz nach dem Motto:
"We want power, no arms" ("Strom statt Waffen").
Wer wollte daran Arges entdecken, wenn nur nicht jetzt schon 45 Millionen Tonnen an radioaktiv verstrahltem Abraum unkontrolliert unter Freiem Himmel die Umweld, den Boden, die Luf, das Wasser, Seen, Flüsse verseucht.
Diesen Abraum hat der französische AKW- Betreiber und Atomtechnolgie System Anbieter Ariva, allein in Niger, als radioaktiv verseucht strahlenden Giftmüll für den Abbau und Abtransport von, sage und schreibe, 100 000 Tonnen Uranerz binnen 50 Jahren der Bevölkerung, den Tieren, Pflanzen, Elementen vor Ort hinterlassen.

Dass die Atomindustrie als global verantwortetes, dicht kontrolliert aufgestelltes Projekt weltweit unterwegs sei, wei es die Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA den Menschen gerne vermitteln möchte, , erweist sich vor Ort in Niger, Tschernobyl, Fokushima, Three Islands, in den Zwischenlagern von AKWs, ohne Aussicht auf atomare Endlager, und andernsorts immer wieder nicht nur durch einen GAU als tragisch tödlicher Irrtum und ständig laurnde Gefahrenlage für Leib und Leben der Menschen, Tiere, Pflanzen, Elemente.
Zwei Jahre lang reiste der Filmemacher Marcel Kolvenbach durch Afrika und recherchierte im Zeichen dieser neuen afrikanischen Atompolitik zu Gunsten von ausländischen Atomtechnologie System Anbietern- vom Osten des Kontinents nach Südafrika, weiter in den Kongo und von dort bis Niger in die Sahara.

Nah bei den betroffenen Menschen zeigt der Filmemacher, Marcel Kolvenbach, insbesonder am Beispiel illegalen Uranabbaus und -handels im Gebiet Katanga im Kongo, wie sich der Konflikt um die Uranvorkommen des Kontinents z. B. durch bilateral außerpalamentarisch priviligierte Verträge des französischen Staatspräsidenten Sarkozy mit dem Präsidenten des demokratischen Kongo Kabila, verschärft.

Vom Krieg in Mali bis hin zum Raubbau an der Natur in Tansania prägen die Interessen mächtiger Konzerne wie dem französischen Stromriesen Areva immer mehr durch die Verbreitung von Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit in den Städten, Dörfern, Sterben radioaktiv kontaminierter Menschen, Vieh, des Grundwassers, Wassers der Seen, Flüsse, dramatischer Anstieg der Zahl von Neugeborenen mit Fehlbildungen, darunter Frühgeburten ohne Bauchdecke, das Schicksal ganzer Völker und deren Regionen.
Die Fischer von Bahdi sind bedroht, weil die Tansanische Regierung auf Atomkraft setzen will, jetzt wird eine wichtige Kornkammer im Herzen des Landes dem Uranabbau preisgegeben.
Berechnungen der Universität Dodoma haben ergeben, dass der Uranabbau wirtschaftlich zu einem Netto-Verlust in der fruchtbaren Gegend. in Höhe von mindestens 160 Milliarden € führt, in der die Menschen bisher in alter Traditon Reis anbauen, Fischen und Vieh halten.

Das alles und noch viel mehr, nämlich engagierte Atomkraftgegner in Afrika, die in der heimat verfolgt, im Exil in Europa, in Köln leben müssen, zeigt der Film eindrucksvoll.

Ersdchütternd offenbart der Film, welche Folgen der Einstieg in die Atomkraft für die Umwelt und Sicherheit einer Region, eines ganzen Kontinents haben dürfte, auf dem die wenigen Atomkraftgegner um ihr Leben fürchten müssen.
"Atomic Africa"
wird so zum politischen Road-Movie und stummen Schrei der Ohnmacht durch das, sich anbahnend, nuklear aufstrebende Afrika.

Dabei gebe es in Africa, wie sonst nirgendwo, ungeahnte Möglichkeiten der Nutzung von dezentraler Sonnenernergie, Windkraft.
Erinnern wir uns:

Africas Probleme mit der angeblich friedlichen wie militärischen Nutzung der Atomkraft und deren Folgen und Wirkungen auf Menschen, Tiere, Pflanzen, Elemente, Wasser, Boden, Luft sind unsere.
Warum?
"Weil wir bisher das Glück hatten, dass es seit Hiroshima und Nagasaki 1945, Three Island 1978, Tschernobyl 1986, Fokushima 2011, zu keinem weiteren Einsatz oder einem Unfall, gar Beinah- GAU bei uns gekommen ist, verdrängen wir diese ständig gegenwärtig lauernden Gefahrenlagen."

Was wir dabei bisher überhaupt nicht auf unserem Bildschirm haben, ist, dass die so genannte friedliche Nutzung der Kernernergie eine entscheidende Vorraussetzung der Finanzierbarkeit der militärischen Atomwaffenarsenale der Atommächte, samt deren unkontrolliert atomar radioaktiv verstrahlter Hinterlassenschaften, zu Lasten von Abermillionen von Privathaushalte als AKW Stromverbraucher ist.

Wer die Atomwaffenarsenale weltweit wirklich abschaffen will, wie es der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle 2009 bei Antritt seines Amtes verkündet, in den schwarzgelben Koaltionsvertrag in Sachen von US- Atomwaffenarsenalen auf deutschem Boden (20 atomare Sprengköpfe gewaltigen Kailbers/SIPRI- Bericht) , aufgenommen hat, kommt nicht daran vorbei

"Atomkraft Nein Danke",
"Atomkraft Stopp! Jetzt!"
zu fordern.
JP
https://www.freitag.de/autoren/xhall/atomare-gefahr-auch-bei-uns-in-deutschland
xanth
04.06.2013 | 15:41 2
Atomare Gefahr auch bei uns in Deutschland

http://www.wdr.de/programmvorschau/object4Broadcast.jsp?broadcastId=4268449

WDR Fernsehen
Atomic Africa Sendung mit Untertiteln HD Film

03:24 07.06.2013
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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