"BALL PARADOX" in die Altersarmut?

RENTE63 Advantage? "Bei Rot hat der Arbeitgeber die Wahl, legal moralisch "Verbotenes" zu unternehmen, bei Grün der Arbeitnehmer die Qual der Wahl, Gleiches mit Gleichem zu vergelten?"
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

"Bei Rot hat der Arbeitgeber die Wahl, legal, illegal, scheißegal moralisch "Verbotenes" zu unternehmen, bei Grün der Arbeitnehmer die Qual der Wahl, Gleiches mit Gleichem zu vergelten?"

Mitnichten!

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Mit der vorliegenden Form einer abschlagsfreien Rente mit 63 haben alle Beteiligten, selbst denen diese zum Vorteil gereichen soll, das Nachsehen, solange die Absenkung der Rentenanwartschaften im Wege der Durchsetzung der Agenda201/Hartz IV Gesetze in Höhe von etwa 30 % nicht wenigstens in Teilen zurückgenommen wird.

Bis zur Durchsetzung der Agenda201/Hartz IV Gesetze 2003 wurden für Arbeitslose, gleich, ob sie Arbeitslosengeld, Arbeitlosenhilfe bei einem jährlichen Verarmungsabschlag ihrer Leistungsbezüge in Höhe von 3 % zumindest Beiträge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung durch die damalige Bundesanstalt für Arbeit abgeführt.

Wenn jetzt jenen, die zwischenzeitlich, unverschuldet, arbeitslos waren, trotz Rentenbeitragszahlungen durch die damalige Bundesanstalt für Arbeit an die Rentenkassen, die abschlagsfreie Rente mit 63 vorenthalten werden soll, sind die erst einmal schon zweimal gekniffen und jene, für die ab 2003 keinerlei Beiträge im Status als Arbeitslose durch den Agentur für Arbeit an die Rentenkassen abgeführt wurden, ohnehin.

Ganz abgesehen davon, dass diese abschlagsfreie Rente mit 63, statt über Steuern, versicherungsfremd über die gesetzliche Sozialversicherung finanziert werden soll.

Fazit:

Das ganze Projekt abschlagsfreie Rente mit 63 im Verbund mit der Mütterrente von einem Rentenpunkt in Höhe von 28.80 €/Person/Rentenlebenszeit entfaltet den umwerfend übelriechenden Ekel Alfred Charme einer Verdeckungskampagne, um die Unterlassungen, das Organisationsverschulden der GROßEN KOALITION aus CDU/CSU/SPD in Fragen einer Rentenreform, die den Namen verdient, Erwerbsminderungsrenten anhebt, mit dem Mantel des Vergessens zu bedecken.

Was uns droht, trotz gesetzlichen bzw, wg, dieses wie ein Käse durchlöcherten Mindestlohnes in Höhe von 8.50 €/Stunde ab 2017, der direkt in die Altersarmut führen wird und führt, ist folgendes:

Unternehmen, gewerkschaftliche, kirchliche, kommunale Arbeitgeber, drängen, mobben 61- jährige Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit mit dem Hinweis, ihr kriegt ja zwei Jahre lang Arbeitslosengeld I, werdet bei uns weiter in Minijobs auf demselben Arbeitsplatz wie zuvor beschäftigt, Alle sparen wir gemeinsam Sozialabgaben und ihr geht dann in die abschlagsfreie Rente mit 63.

Gerade hat ein Cottbusser Arbeitsgericht die Klage einer dortigen Arbeitsagentur abgeschmettert, die von einer Anwaltskanzlei, die zwei Anwaltsgehilfinnen mit einem Stundenohn von 1.54 bzw. 1.64 € beschäftigte, Tausende von Euros an unberechtuigtem Leistungsbezug aus den Hartz IV- Gesetzen für Aufstocker, nicht entrichteten Sozialabgaben auf dem Klagewege zurückverlangen wollte.

Das Gericht zog das Einverständnis der zwei als anwaltliche Hilfskräfte Beschäftigten für den obigen Niedriglohn zu arbeiten, weil sie sich für den Ersten Arbeitmarkt qualifizieren wollen, als schlagendes Argument für das vorliegende Urteil heran.

Das Ergebnis, die Agentur für Arbeit in Cottbus ist von Gerichtswegen verdonnert, gemäß Grundsicherung durch die Hartz IV Gesetze, bis zu dieser den Niedrigstlohn der zwei Anwaltsgehilfinnen aufzustocken, allerdings ohne Arbeitslosen- und Rentenversicherungsbeiträge abzuführen.

Nichts ist im Umfeld der abschlagsfreien Rente mit 63, der Mütterente mit einem Rentenpunkt von 28,80 €/Monat Lebensendzeit da so sicher, neben dem Amen in der Kirche, wie der Weg in die Altersarmut, zu schweigen davon, dass so, weder Familien gegründet, noch private Altersvorsorge geleistet, Vermögen gebildet werden kann.


http://daserste.ndr.de/annewill/

09.04.14 | 22:45 Uhr

Koalitions-Zoff um Rente mit 63 - Kippt jetzt das ganze Projekt?

Das Rentenpaket der Bundesregierung trifft auf breiten Widerstand in der Union. Im Zentrum der Kritik stehen die Pläne von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), auch Zeiten der Kurzzeitarbeitslosigkeit auf die für die abschlagsfreie Rente mit 63 erforderlichen 45 Beitragsjahre anzurechnen. CDU-Vize Julia Klöckner droht der SPD nun mit einem Scheitern des Rentenpakets. Ist es gerecht, dass Kurzzeitarbeitslosigkeit für die Rente mit 63 angerechnet wird? Geht die Rente mit 63 zu Lasten der jungen Generation und muss sie deshalb rückgängig gemacht werden? Oder liegt die Lösung in mehr Flexibilität statt starrer Altersgrenzen? | mehr

__________________________________________________

Die Gäste im Studio


Karl Lauterbach

Stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender

Karl Lauterbach (Archivbild vom 29.02.2012) © Will Media Fotograf: Wolfgang BorrsKarl Lauterbach
Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Karl Lauterbach sagt, die Die Rente mit 63 helfe insbesondere Menschen mit geringer Lebenserwartung. Kurzbiografie: Geboren am 21. Februar 1963 in Düren, Studium der Medizin in Aachen, Düsseldorf und in Texas (USA), weiteres Studium der Epidemiologie und der Gesundheitsökonomie an der Harvard University in Boston (USA). Von 1998 bis 2005 leitet Lauterbach das Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Universität Köln. Ab 1999 ist er sechs Jahre lang Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. In die SPD tritt Lauterbach im Jahr 2001 ein, seit 2005 sitzt er im Deutschen Bundestag. Er war gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion und ist derzeit stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Christian von Stetten

Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Christian von Stetten © privat Christian von Stetten
Der mittelstandspolitische Sprecher der Unionsfraktion Christian von Stetten sagt: "Wir sollten in der Koalition vertragstreu sein. Der Generationenvertrag steht bei mir über dem Koalitionsvertrag." Kurzbiografie: Geboren am 24. Juli 1970 in Stuttgart. Studium der Betriebswirtschaft, noch während des Studium gründet er sein erstes Unternehmen. 1986 tritt er der Jungen Union bei und gehört später deren Landesvorstand in Baden-Württemberg an. 1988 wird er CDU-Mitglied, er engagiert sich als ehrenamtlicher Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Baden-Württemberg und wechselt später in deren Bundesvorstand. 2002 zieht er für seine Partei in den Bundestag ein. Dort ist er Mitglied im Vorstand der Unionsfraktion sowie Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand. Von Stetten ist geschäftsführender Gesellschafter der Stetten Bau GmbH sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Schloß Stetten Holding AG.

Elisabeth Niejahr

Journalistin

Elisabeth Niejahr (Archivbild vom 02.10.2013) © Will Media Fotograf: Wolfgang BorrsElisabeth Niejahr
Die Korrespondentin im Hauptstadtbüro der ZEIT Elisabeth Niejahr sagt: "Die Rente ab 63 ist falsch: Die Unternehmen werden sich weniger Mühe mit älteren Beschäftigten geben, ohne die es aber auf Dauer nicht geht, weil die Jungen fehlen." Außerdem sei die Reform "extrem teuer, und weil sie vor allem durch Sozialbeiträge und nicht durch Steuern bezahlt wird, ist sie falsch finanziert." Kurzbiografie: Geboren im Jahr 1965, Studium der Volkswirtschaft in Köln und Washington, Ausbildung zur Wirtschaftsjournalistin. Ab 1993 arbeitet Niejahr als Korrespondentin für den "Spiegel" in Bonn, seit Ende 1999 ist sie für "Die Zeit" im Berliner Hauptstadtbüro. Niejahr schreibt Bücher über Machttechnik und den demographischen Wandel. 2009 unterbreitet sie Vorschläge zur Sozialpolitik in Zeiten leerer Kassen.

Christian Lindner

Vorsitzender der FDP

Christian Lindner (Archivbild vom 10.04.2013) © Will Media Fotograf: Wolfgang BorrsChristian Lindner
FDP-Chef Christian Lindner warnt: "Das schwarz-rote Rentenpaket verschärft die drohenden Verteilungskonflikte, denn die Reserven werden jetzt verbraucht, so dass ab 2017 Beiträge, Steuern oder Schulden erhöht werden müssen. Dieses Wahlgeschenk wird wie ein Bumerang zurückkommen." Kurzbiografie: Geboren am 7. Januar 1979 in Wuppertal, Studium der Politikwissenschaft, des Öffentlichen Rechts und der Philosophie in Bonn. Von 1997 bis 2004 Inhaber einer Werbeagentur. 2000 wird Lindner in den Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt, dem er bis zu seiner Wahl in den Deutschen Bundestag 2009 angehört. Dem FDP-Bundesvorstand gehört er seit 2007 an, zwei Jahre amtiert er als Generalsekretär seiner Partei. 2012 geht Lindner zurück nach Nordrhein-Westfalen, wird dort Landesparteichef und Fraktionsvorsitzender im Düsseldorfer Landtag. 2013 avanciert Lindner zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der FDP, noch im selben Jahr wird er deren Parteichef.

Heinz-Josef Bontrup

Wirtschaftswissenschaftler

Heinz-Josef Bontrup (Archivbild vom 20.06.2014) © Will Media Fotograf: Wolfgang BorrsHeinz-Josef Bontrup
Der Wirtschaftswissenschaftler Heinz-Josef Bontrup sagt: "Die Rente mit 63 ist richtig. Die Einführung der Rente mit 67 war kontraproduktiv und muss zurückgenommen werden." Kurzbiografie: Geboren am 8. Februar 1953 in Haltern, Studium der Wirtschaftswissenschaften in Bremen mit abschließender Promotion. Anschließend arbeitet Bontrup an einem Wirtschaftsforschungsinstitut und in der Stahlindustrie. Seit 1996 lehrt er als Wirtschaftsprofessor an der Westfälischen Hochschule in Recklinghausen. Bontrup ist Mitglied der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik. 2011 ergänzte er ein französisches Manifest, das in Deutschland unter dem Titel "Empörte Ökonomen" erschien.

__________________________________________________

Kommentarauszug:
Harry-B:
10. April 2014 um 00:18 Uhr
@ 505 Joachim Petrick:

Lt Auskunft der Deutschen Rentenversicherung werden 60 % aller Renten unter 1000 € ausgezahlt.

505
Joachim Petrick:
10. April 2014 um 00:11 Uhr
Die Durchschnittsrente liegt gegenwärtig bei 750 €, die Höchstrente bei 2.100 €, das Einstiegsniveau für Pensionen liegt bei 1.452 €/Monat/Person und geht bis in die Höhen von über 20.000 € und mehr
489
Joachim Petrick:
10. April 2014 um 00:03 Uhr
Die Durchschnittsrente liegt gegenwärtig bei 750 €, das Einstiegsniveau für Pensionen liegt bei 1.452 €/Monat/Person und geht bis in die Höhen von über 20.000 € und mehr
447
Joachim Petrick:
9. April 2014 um 23:56 Uhr
Riester- , Rörup- Rente eine Goldene Ader für die deutsche Versicherungswirtschaft, die durch die Absenkung des allgemeinen Rentenniveaus im Wege der Einführung der Agenda2010/Hartz IV Gesetze 2003 allein durch die Arbeitnehmer selber inanziert

403
Joachim Petrick:
9. April 2014 um 23:48 Uhr
6.5- 9 Milliarden €/anno für Mütterrente (entspricht 6.5 Milliarden € Entwicklungshilfeetat) über die gesetzliche Sozialversicherung, in die Beamtinnen, Freiberuflerinnen, Unternehmerinnen nicht einzahlen, statt über Steuern finanziert ein Schlag ins Kontor der Kommunizierung der Entwicklungspolitik und Europapolitik aus einem Guss kurz vor den Wahlen zum Europaparlament am 25. Mai 2014
342
Joachim Petrick: Der Kommentar wartet auf Freischaltung.
9. April 2014 um 23:40 Uhr
Auch wenn Heinz-Josef Bontrup als gestrenger Professoren Gevatter, Anne Will “sündenstolz” den erhobenen Professoren Finger zeigend, mehr um seinen kampfeslustigen Erregungspegel bemüht scheint, baut er doch keinen Popanz auf, wie Herr Lindner launig zum Besten gibt, weil ihm dem Freidemokraten die Zerschlagung unserer bisherigen Arbeitsmarktkultur seit der Einführung der Agenda2010 kein diskussionwürdiges Herzensanliegen zu sein scheint?

244
Joachim Petrick:
9. April 2014 um 23:24 Uhr
1,9 Milliarden € für abschlagsfreie Rente mit 63
2,5 % Rentner heute in Hartz IV Leistungsbezug für Grundsicherung, 15.8 % der unter 26- jährigen lt. Anne Will 9.4.2014

Herr Lindner vergisst, dass gegenwärtig allein die Arbeitnehmer, Rentner über die gesetzliche Sozialversicherung die Kosten bisheriger mit versicherungsfremden Finanzmittel für den Arbeitsmarktpolitik, samt Mütterente für Spitzenbeamtinnen, Zahnärztinnen. Apothekerinnen schultern, weil die Arbeitgeberseite sich hier seit Jahrzehnten ihrer Verantworung entzieht

212
Joachim Petrick:
9. April 2014 um 23:16 Uhr
Karl Lauterbach meint, Lösungen kann man öffentlich nicht dikutieren?,
z. B. das Problem, dass sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei einer abschlagsfreien Rente mit 63 zusammentun, um eine Welle der Früh- Verrentung auszulösen, damit Rentner durch die Hintertür ohne Zahlungen von Sozialabgaben wieder eingestellt werden?

Anne Will hat recht mit ihrer Frage:

“Was sollen diese soziademokratischen Anwandlungen von Geheimpolitik in Fragen der Arbeitsmarkt-, Rentenpolitik?”
151
Joachim Petrick:
9. April 2014 um 22:18 Uhr
Wozu lädt die abschlagsfreie Rente mit 63 Arbeitnehmer, Arbeitgeber gleichermaßen ein? Na sicher!, dass die verrenteten Arbeitnehmer auf ihre vorherigen Arbeitsplätze über den “Lieferanteneingang” wiederkehren, ohne dass weder Arbeitnehmer noch Arbeitgeber anteilig Sozialabgaben leisten müssen.

Das ist in der Perspektive auch eine Art, das Fundament der gesetzlichen Sozialversicherung zu Lasten der gesamten Arbeitnehmerschaft, der Rentner zu vordergründigen Gunsten der Unternehmerschaft zu untergraben

http://www.spiegel.de/wirtschaft/lohndumping-urteil-1-54-euro-stundenlohn-sind-keine-ausbeutung-a-963466.html
Lohndumping-Urteil: 1,54 Euro Stundenlohn sind keine Ausbeutung
Mittwoch, 09.04.2014 – 15:24 Uhr

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/mindestlohngesetz-phantom-der-lohn-oper
JOACHIM PETRICK 02.04.2014 | 21:44
Mindestlohngesetz "Phantom der Lohn- Oper"

14:36 10.04.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

Kommentare 5

Der Kommentar wurde versteckt
Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community
Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community