Bildungschip nimmt arme Kinder auf die Wippen Schippe

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Bildungschip nimmt arme Kinder auf die Schippe der monetären Wippe

Arbeitsministerin Ursula von der Leyden wurde von der schwarzgelben Bundesregierung das schöne Kleid ihres familienpolitischen Nimbus gekürzt, schon kam sie,angesichts der BVG- Urteil Klatsche für den Bund lang geschürzt überstürzt mit der Idee eines Bildungschips für Hartz IV- Kinder, um ihr verschlissenen Ansehen in Bildungshäppchen wie Bildungsschnittchen als Chip- Schnäppchen zu Markte zu tragen.

Dass über die Hintertür der Einführung des Bildungschips als „Hundemarke“ für Hartz IV-Empfänger/innen Kinder eine Ausweispflicht für diese praktiziert wird, ficht Ursula von der Leyen, trotz Datenschutz Einrede ihrer Familienminister Kollegin Schröder, nicht an.

Dass durch die faktisch eingeführte Ausweispflicht für Kinder, Heranwachsende bei alltäglichen Angelegenheiten, die Unbeschwertheit der Kindheit und Jugend Schaden nimmt, wird bisher noch nicht einmal ansatzweise bedacht.

Dabei ist jetzt schon klar, das der Bildungschip der kleine Bruder der Riesterrente ist, um nun, statt der Lobby der DeutschenVersicherungswirtschaft, den Nachhilfekonzernen, Fitness- Kettenzum Wohlgefallen von der Ganzheit der gemeindenahen Bildungspolitik beachtlich Schnittchen- und Häppchenweise ganze Teile abzuknapsen.

Für Nachhilfekonzerne, Fitness- Ketten ist der Bildungschip beworben nicht beworben ein gefundenes Fressen, die Armut Kinder auf die Schippe ihres Datenklau Adressenhandels, lokal und global, untereinander, für sich und weltweit aufgestellte Mikrokredithaiezu nehmen.

Die vorhandenen gemeinde- , schulnahen Netzwerke für Nachhilfe durch ältere Schüler/innen, Studenten/innen, werden zertrümmert und zerschlagen, weil sich von denen keiner die Investition für ein Bildungschip Lesegerät in Höhe von ca. 250.- € leisten kann.


Verkommt so unser Bildungsgut als immobil stadtteilnahe, gemeindenahe „Ganztagsschulen Referenz“ an unsere Kinder zum „Gefahrengut“ auf vielen wackeligen Rädern?


Sind die Riesterrente, das Betreuungsgeld, der Bildungschip gar die ersten „Leuchttürme“einer monetären Infrastruktur für die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE), indem sich der Staat mehr und mehr verantwortungslos aus hoheitlichen Aufgaben wie Erziehung, Bildung, Vollbeschäftigung, Wohlstand für alle, Altersversorgung stumm und stillschweigend verabschiedet?

Das schnuppert eben stinkig nach dergleichermaßen fatalen Prozedur bei der Einführung des Betreuungsgeldes im anvisierten Umfang von zwei Milliarden €, unter dem fadenscheinigen Vorwand der Wahlfreiheit ür die Erziehenden, einen Kita- Platz oder das Betreuungsgeld zu wählen, ein absehbares Organisationsverschulden beim Aufbau du der Vorhaltung von Kita- Plätzen in den Kommunen, scheinbaraus allen Koalitions Wolken fallend, vom Stapel laufen zu lassen:

“Das konnte die schwarzgelbe Bundesregierung nicht ahnen, dass so wenig das Betreuungsgeld an Stelle eines Kita- Platzes wählen“.

Viele Erziehende werden schon die Hinfahrt zu privaten Kultur- , Sport- , Bildungseinrichtungen in anderen Stadtteilen, Dörfern, Städten gar nicht leisten können, weil ihnen dazu die finanziellen Mittel durch die Abschaffung des Sozialticket genommen wurden.

Die Folge wird die Öffnung der Büchse der Pandora sein, dass der Bildungschip großartig verteilt, wenig von den berechtigten Empfängern/innen genutzt, einen unkontrolliert regen Handel auslösen wird.

Ganz abgesehen davon, dass neben Nachhilfekonzerne, Fitness- Ketten, „Erziehenden“, die Kinder, Heranwachsenden gierig auf diesen Bildungschip mehr und mehr die Hemmung verlieren, diesen anderen Kindern, Heranwachsenden druckvoll lockend abzuhandeln, gar erpresserisch „abziehend“zu klauen.

Irgendwie wirken Riesterrente, Betreuungsgeld, dieser Bildungschip auf mich wie die folgende kleine Geschichte:

„Es war einmal ein Land, dass hatte seinen Landeskindern versprochen, eine Infrastruktur samt Brücken einerEisenbahn im Lande u bauen.

Da die bereitgestellten, eingeworbenen Steuermittel zweckentfremdet anderweitig verbraten wurden, baute der Landesvater, statt fester Brücken über den Tälern des Entbehrungs- Jammers für die Bahnen, nur fragile Hängebrücken für einzelne Personen, sich über das gemeindenahe tal des Jammers in die Zukunft zu wagen und angeblich die wunderbare Bildungsaussicht individuell bei voller Wahlfreiheit zu genießen.

Damit der regierungsamtliche „Steuerbetrug“ nicht so direkt auffiele, wurden die Hängebrücken vom Landesvater, der Landesmutter als das Nonplusultra der Neuen Zeit für Bahnstrecken mit einem Millionen Werbeetat medienwirksam flächendeckend angepriesen.“

Nach dieser kleinen Geschichte wird wohl dem Letzten klar, der Zug der Kultur- und Bildungszeit fährt bildungschipfern woanders.

Nicht nur diese kleine Geschichte über den Bildungschip macht mich nachdenklich.

Sie auch?


JP

16:13 23.08.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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