Boatspeople nach Italien aber EU hat Brexit

Frontex Fabrice Leggeri Gebe es legale Wege nach Europa, Sonderflüge aus Flüchtlingscamps Libanon, Türkei, Jordanien, hätten wir diese massiven Probleme an den EU-Außengrenze nicht
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"Gebe es legale Wege nach Europa, Sonderflüge aus Flüchtlingscamps in Libanon, der Türkei, Jordanien, hätten wir diese massiven Probleme an den EU-Außengrenze nicht", betont Frontex- Chef Fabrice Leggeri im Hamburger Abendblatt gegenüber Christian Unger.

Die Flucht vieler Menschen aus Nordafrika, Libyen, Ägypten nach Italien wird zur humanitären Katastrophe, aber die Europäische Union (EU) ist durch Dauermigräne wechselnder Verursacher, aktuell der Brexit, indisponiert

"Die Zahl hat Wucht: 11.000 in vier Tagen. So viele Menschen retteten Helfer, Küstenwache und Grenzbeamte zuletzt aus Seenot im Mittelmeer. Sie flohen in Booten vor allem von Libyen in Richtung Italien, das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Der Sommer ist da, und damit treten wie jedes Jahr Tausende Menschen die gefährliche Überfahrt an. 2500 Menschen starben bis Ende Mai – noch nie waren es mehr. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex sieht einen Wandel in der Fluchtkrise – weg von der griechischen Küste, hin zum Meer zwischen Libyen und Italien. "Die zentrale Mittelmeerroute ist so stark frequentiert wie noch nie", sagt Direktor der EU-Behörde Frontex, Fabrice Leggeri.

"Mittlerweile kommen aus Libyen 13- bis 14-mal mehr Flüchtlinge nach Italien als Migranten aus der Türkei nach Griechenland." ist im Hamburger Abendblatt v. 28.6. zu lesen.

"Die Dynamik nimmt zu. Von April zu Mai verdoppelte sich die Zahl der Menschen, die nach Italien flohen, laut Frontex waren es 19.000. Noch im vergangenen Jahr waren die meisten Syrer, die über das Mittelmeer reisten. Das hat sich gewandelt. Der große Teil der Schutzsuchenden kommt aus Ländern wie Eritrea am Horn von Afrika, wo ein brutales Militärregime an der Macht ist."

Viele Geflüchtete kommen aus Nigeria, Guinea, Niger, Gambia und der Elfenbeinküste. instabile Staaten voller Gewalt durch Milizen, Islamisten oder Polizei, Militär. Folter wie in Gambia, Korruption allerorten ist an der Tagesordnung,

Selbst in Ländern, in denen kein Krieg den Alltag beherrscht und Regierungen durchaus Fortschritte erzielen, leben viele Menschen in Armut, Arbeitslosigkeit, meist reicht nicht einmal der Lohn zum Leben, falls einzelne Personen gelegentlich Arbeit finden.

"Aus Senegal, Gambia, Elfenbeinküste und Niger fliehen viele aus wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit", sagt Fabrice Leggeri.

"Wenn die Migrationsströme aus Westafrika in Richtung Libyen anhalten, müssen wir mit etwa 300.000 Menschen rechnen, die dieses Jahr aus Westafrika in die nördlichen Maghreb-Staaten fliehen, um weiter nach Europa zu reisen".

Wie viele tatsächlich die Überfahrt antreten würden, sei eine Zahl mit mehreren Unbekannten, ist von Amtspersonen in Libyen zu hören.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR zählte bisher 60.000 Menschen, die nach Italien flohen, fast drei Viertel von ihnen sind Männer.

Was Frontex besondere Sorge bereitet, ist eine neue Fluchtroute – von Ägypten Richtung Europa.

"In diesem Jahr liegt die Zahl bei etwa 1000 Überfahrten per Schlepperboot aus Ägypten nach Italien. Und die Route wächst", sagt der Franzose Leggeri.

"Die Fluchtkrise ist nicht überwunden. Die Menschen fliehen noch immer. Es gibt sogar mehr Flüchtlinge auf der Welt als je zuvor."

Wie auch schon mit der Türkei plant die EU-Kommission daher "Migrationspartnerschaften" mit mehreren Staaten Afrikas. Die EU will Migranten schneller dorthin zurückschicken, sobald ihr Asylgesuch abgelehnt wurde. Auch Schleusergruppen sollen durch den Pakt bekämpft und Grenzen verstärkt werden. Langfristig setzt Brüssel mit dem Programm auf den Kampf gegen Korruption und Hunger. Die EU strebt an, Investoren aus Europa Anreize zu bieten, um nach Afrika zu gehen

Leggeri fordert und fördert Migrationspartnerschaften wie das EU- Türkei- Abkommen, Vereinbarungen mit den Maghreb-Staaten..

"Es geht vor allem um die Entwicklung von Wirtschaft und Rechtsstaat. Das ist die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen Fluchtursachen." Nur koste diese Politik Zeit und Geld, hebt er hervor. "Das müssen wir investieren."

Menschenrechtsorganisationen kritisieren die geplanten Abkommen n. m. E. dagegen zu recht Vor dem EU-Gipfel in Brüssel appellierten sie an die EU-Staatschefs, den Plänen zur "Migrationsabwehr" nicht zuzustimmen.

"Verantwortlichkeit zur Wahrung der Menschenrechte enden nicht an Europas Grenzen", heißt es in einer Erklärung von 104 Gruppen, darunter Amnesty International und Human Rights Watch. Besonders kritisiert werden laut Medienberichten Anbahnungen von Gesprächen mit Diktaturen wie in Eritrea oder Sudan.

Für mich überraschend ist, dass Frontex-Chef Leggeri so klar hervorhebt, dass es bei der Bewältigung der Fluchtkrise auch legale Wege nach Europa geben muss.

Einmal zum Schutz der Migranten, aber auch im Kampf gegen Waffen- und Drogenschmuggler, weil die illegalen Fluchtrouten, für deren dunkle Zwecke ausbaldowert, für diesen schwunghaft kriminellen Handel genutzt werden

2015 flohen Zehntausende Menschen, angesichts erweiterter Kampfzonen im Syrienkrieg, u. a. durch den Eintritt Deutschlands, Russlands als Kriegspartei, neben anderen, von der Türkei nach Griechenland.

Damals flohen in den Schlepperbooten an die 80 Prozent Syrer.

Dazu erklärt Frontex- Chef Leggeri:

"Hätte es für diese schutzbedürftigen Menschen legale Wege nach Europa gegeben, wie etwa humanitäre Sonderflüge aus den Flüchtlingscamps im Libanon, Türkei oder Jordanien, dann hätten wir nicht diese großen Probleme an der EU-Außengrenze bekommen",

Was unternimmt die EU- Kommission? Das sind gegenwärtig, trotz angekündigtem Brexit, 28 Regierungschefs der EU. Nichts, außer, dass von einem Ansinnen der EU die Rede sei, legale Wege für Flüchtende schaffen zu wollen.

Was ist los in Europa, die Länder außerhalb der EU wirken namenlos unterwegs in der Weltgeschichte, die EU selber wurde seit dem Berliner Mauerfall 1989 peu a peu zur ökonomischen Festung zu Lasten des Restes der Welt ausgebaut und will wie die "Heilige Familie" wetlweit hofiert sein.

Lässt aber Tausende von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer von Nordafrika nach italien ungerührt im Mittelmeer ertrinken wg ihrer Dauermigräne mit wechselnden Verursachen, zuletzt war es wieder der angeblich drohende wie unvermeidbare Grexit, aktuell gilt der Brexit, wie bestellt und abgeholt, als Verursacher.

In der europäischen Zivilbevölkerung verbreitet sich eine düstere Gemengelage von Fassungslosigkeit und Ratlosigkeit, angesichts dieses Organisatinsverschuldens europäischer Regierungen, vertreten in der EU- Kommission, die die notwendigen Instrumente zur Bewältigung der Flüchtlingskatastrophe seit der Jahrtausendwende mit der Massenzustromrichtlinie2001 aus den Lehren des Jugoslawienkrieges 1992- 1999 in der Schublade hat, diese aber mit Vorsatz nicht nutzt und sich und uns damit dem begründeten Anfangsverdachts eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit aussetzt.

In all diesem Auf und Ab von unbewältigter Krisen, die nur vorübergehend vergessen, aber nie bewältigt scheinen, zwischenzeitlich in irgendwelchen regierungsnahen Besenkammern landen, bei Gelegenheit wieder hervorgekramt werden, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem Händchen für das systemisch Besondere, innerhalb der EU ein Beitrittsgebiet namens

"Asymmetrische Demobilsierung"

auf allen Ebenen gesellschaftich relevanten Kräfte im Für und Wider als Elysium wg. der Freud bei alem Leide aus der Taufe gehoben, um die Ratlosigkeit, wo sie kann, eigendynamisch zu mehren.

Ich trete Angelas Merkels Ratlosigkeit als "Beitrittsgebiet", gemäß Artikel 23 GG, bei und bekenne mich als Opfer des Politik Modells asymmetrischer Demobilsierung Merkiavellias Prägung seit spätestens 2009 und rufe

"Stoppt den Horrorfilm! Holt mich hier heraus!".

Selbst den Briten, voran Premierminister David Cameron fiel angesichts der ökonomischen Unwuchten in der EU,

- Deutschland hat allein Großbritannien gegenüber seit Jahren einen Handelsbilanzüberschuss von 30 Milliarden €/anno -,

asymmetrisch demobilisiert. aus Feigheit vor den Freunden in Brüssel, Berlin, Paris, Ansterdam, daheim in London Downingstreet 10 nichts anderes ein, als den Briten 2015 ein Referendum des Pro und Contra Brexit für den 23. Jui 2016 anzubieten, um seine Hausmacht ve bei den Tories zu sichern, anstatt diese Unwuchten in der Ökonomie der EU öffentlich zur Debatte zu stellen, die unseren Zivilgesellschaften, gleich in welchem EU- Land, auf der Zeitschiene nichts nützen sondern schaden.

Ist es nicht verräterisch wie jetzt alle Spitzenpolitiker im Verbund mit den Medien auf die Brexit- Debatte als fahrenden Zug aufspringen, sich zutiefst gekränkt geben, als ob der missratene Sohn, dieser Stubenhocker und Hallotrie bei Mutti nun doch, wider Ewarten, holterdipolter mit Ach und Krach unterm EU- Dach von dannen ziehen will?, und erst dadurch zur Krise machen, als ob es ein Sakrileg sei, die EU, das Methadon zur Entwöhnung von der Droge "Heilige Familie" des christlichen Abendlandes, zu verlassen.

Wie damals als King Henry VIII dieser vernaledeite Sohn Britanniens dem Vatikan den Stinkefinger zeigte und einen eigenen klerikalen Verein, die Anglikanische Church of Kingdom, gründete

Worauf Bruder Martin Luther als Zeitgenosse auf dem Weg zum Reformator an der Fürstentafel zu Eisenach auf der Wartburg rülpsend kundtat, der Henry VIII sei dumm im Kopf. Was an der Fürstentafel, Erzherzog Heinrich der Weise war dabei, brüllendes Gelächter ausgelöst haben soll.

So ist es halt geblieben mit der Sicht der Kontinentaleuropäer auf die Insulaner Britanniens.

Komisch, die Briten leben auf einer Insel, aber es sind die Kontinentaleuropäer die seit dem Berliner Mauerfall 1989 nur eines im Sinn haben, aus der EU eine ökonomische Festung zu machen und der als Insel der Glückseligen zu hofieren.

Ja wo leben wird denn hier auf Erden?

Was ist denn mit den Ländern außerhalb der EU in Europa, den Ländern des Commonwealth of Nation, Afrikas, Arabiens, Kaukasiens und vielen anderen?

Ob Bundeskanzlerin Angela Merkel wohl, angesichs der EU- Hängepartie um den Brexit, darüber nachdenkt, ob ihr halbherziges

"Wir schaffen das"

am 5. September 2015 als singuläres Ereignis Richtung Budapest, ohne die Bereitstellung von Transportkapazitäten zu Lande, zu Wasser, durch die Luft über Monate für die geordnete Aufnahme von Flüchtlingen nach Deutschland u. a. EU- Länder, die in Vorleistung treten, einmal die großen Probleme an den EU- Außengrenzen verhindert hätte, die wir jetzt haben, wie der Frontex- Chef Leggeri meint und zum anderen die Brexit- Befürworter in England durch diese Dauer- Hängepartie zu Lasten der Flüchtlinge erst richtig befeuert hat.

Die Menschen hierzulande und in England ertragen Krisen, Notlagen,.Was sie nicht ertragen, ist das amtliche Verschleppen und Hinziehen von Krisen, Notlagen zu Dauersituationen des Regierungsversagens von Staaten, wie Deutschland, England, Frankreich, Russland, USA, Saudiarabien, Iran, Katar, Omar, Bahrain, Irak, die in Syrien Krieg führen mit der Aussicht wg. Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Nationalen, Internationalen Gerichtshöfen angeklagt zu werden, wenn sich denn ein Kläger findet,

JP

http://www.abendblatt.de/politik/article207740523/Die-grosse-Flucht-nach-Italien.html

Politik – Die große Flucht nach Italien
28.06.16
Von Christian Unger

http://www.thepetitionsite.com/de-de/536/777/682/luftbr%C3%BCcke-f%C3%BCr-fl%C3%BCchtlinge-in-not/

Menschen auf der Flucht aus einem Leben in Elendsquartieren, in Sorge, Not um täglich sauberes Wasser, Brot, fehlende mediizinische Versorgung, Beschäftigung, durch die weltweit sichtbare Aktion einer Luftbrücke herauszuhelfen, ist das Anliegen dieser Petiton

Luftbrücke für Flüchtlinge in Not
55 UNTERSTÜTZER/INNEN
VON: Joachim Petrick
ZIEL: Mitglieder des Deutschen Bundestages

01:37 29.06.2016
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Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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