Brauchen Psychologie, Wahrheit den unsichtbaren wie sichtbaren Plan?

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Brauchen Psychologie und Wahrheit den unsichtbaren wie sichtbaren Plan?

Brauchen Psychologie und Wahrheit die Freiheit des unsichtbaren Plans so gut wie den transparenten Rahmen des sichtbaren Plans?

gibt es nicht, neben der unsichtbaren Hand(Adam Smith) als Community aller Akteure/innen am Markt. die sichtbare Hand der staatlichen Interventionen in den Markt, wie Konjunkturprogramme, Rettungsschirme für Eigenkapital von Banken, Versicherungen, auch, neben dem unsichtbaren Plan (John Maynard Keynes
) als Community aller zugelassenen wie ausgeschlossenen Akteure/innen mit ihren offenbarten wie beschwiegenen Bedürfnissen am Markt, den sichtbaren Plan (Karl Marx) von Staaten wie den G 8 bis G 20, der Erweiterung der Zahl von Marktteilnehmern/innen, von definiert abgegrenzten wie erweiterten Märkten in bestimmten Regionen für Wachstum, eine Bresche zu schlagen oder eine Blockade zu errichten?

Warum gibt es immer noch die Verhinderung, Unternehmen und Privathaushalte als gleichberechtigte Akteure am Markt, Wirkungsräume zu zuzuweisen bzw. deregulierend zu eröffnen?

Kann eine Wirtschaft, die immer mehr Akteure/innen am Markt, als Unternehmer, Arbeitgeber wie Arbeitnehmer, Freiberufler, Handwerker, Gewerbetreibender in asymmetrisch prekäre Verhältnisse drängend aussteuert, überhaupt noch im allgemeine Sinne Wirtschaft genannt werden?
Michael Jäger zitiert in seinem Blog Beitrag:
www.freitag.de/community/blogs/michael-jaeger/20-psychologie-und-wahrheit
16.10.2009 um 18:55
(20) Psychologie und Wahrheit

"Ein Investor, der beabsichtigt, kurzfristige Marktschwankungen unberücksichtigt zu lassen, benötigt überdies größere Geldmittel als sichernden Rückhalt und kann nicht in so hohem Maße, falls überhaupt, mit geborgtem Geld operieren". Außerdem hat er "am meisten Kritik auszuhalten". "Denn es liegt im Wesen seines Verhaltens, dass er in den Augen der durchschnittlichen Meinung als überspannt, unkonventionell und waghalsig erscheint." "Weltliche Weisheit lehrt, dass es besser für den Ruf ist, konventionell zu versagen, als unkonventionell erfolgreich zu sein." (Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes, 10. Aufl. Berlin 2006, S. 133 f./157 f.).

Was ist mit den mittelständischen Unternehmen, die gerade in der Krise, von Banken, Versicherungen gedrängt, mit scheinbar billig aufgenommenem Geld in Risiken am Weltmarkt der Finanzen „ go publik“ zu gehen, die sie gar nicht bedienen wollten, aber sollten, nämlich nicht als Unternehmer, Kredit zu erhalten, sondern als Investor am Finanzmarkt zu agieren "Als Investor, der beabsichtigt, kurzfristige Marktschwankungen auf Deubel komme heraus, ohne Netz und doppelten Boden, auszuprobieren?“

Michael Jäger schreiben weiter:
„Es muss ein Subjekt der langfristigen Investition geben! Das kann nur die Gesellschaft sein, die in einer allgemeinen Wahl beschließt, welche Welt, das heißt ökonomische Außenseite der Welt sie in fünf, zehn, zwanzig Jahren vorfinden will; sie wird sich an den Beschluss auch halten, es ist ja ihr eigener. Und nun hat man eine Basis, auf der das "Vertrauen wachsen" kann; auch werden die Erwartungen realistisch sein, die den Handlungen zugrunde liegen; es wird eine Freude sein, zu handeln“.

Könnte nicht dieses Subjekt, eine Erweiterung der Definition von zugelassenen Marktteilnehmern/innen nach deren konkreten Bedürfnissen, wie Nahrung, Gesundheit, Bildung, Rechtstaatlichkeit als Konjunkturprogramm in ganzen Weltregionen sein, die unter der besonderen Obacht der WTO, Weltbank, IWF, UNO zum Wohle aller ihre Wirkung entfalten?
JP

22:23 16.10.2009
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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