Bürger/innen Bank für Quickborn ohne Zins- Zank!

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Bürger/innen Bank für Quickborn ohne Zins- Zank!


Leihen Bürger der Stadt Quickborn gefahrlos Geld gegen Zins?

Quickborn“. Du „Erhabene“,
Du Bürger/innen gewogene Stadt in Norddeutschland vor den Toren Hamburgs“!
Du warst die erste Kommune, die eine Form von Kredit hat, den andere Kommunen bisher in Deutschland nicht haben:

“Vertrauensvorschuss durch Kreditwürdigkeit bei seinen Bürgern/innen!“


Welche monetäre Blume ist in Quickborn, mitten in der Weltfinanzkrise, als kommunales Wunder seiner Bürger/innen erblüht?

Solvente Bürger helfen mit privatem Vermögen der klammen Stadt aus der Finanznot, indem sie der Kommune Geld zu einem festen Zinssatz für ein Jahr leihen. 200 000 Euro hat bereits eine Handvoll Quickborner Bürger/innen auf das Konto der Stadtkasse eingezahlt, sagt Stadtkämmerin Meike Wölfel. In einem Jahr erhalten sie ihr Geld zurück - plus drei Prozent Zinsen.

Solvente Einwohner haben, wie gesagt, bereits 200 000 Euro überwiesen. Der Schleswigholsteinische Innenminister prüft die Rechtmäßigkeit dieser neuen Form kommunaler Kreditschöpfung.


Der Bürgermeister von Quickborn, Thomas Köppl, ist begeistert vom Engagement und Vertrauen seiner Bürger/innen. Unerwartete Steuerausfälle in Millionenhöhe und ein finanzieller Kraftakt für die Schulbausanierung haben die einst gesunden Stadtfinanzen ins Trudeln gebracht. Bis 2012 wird sich der Schuldenberg von zurzeit 7,9 auf 41 Millionen Euro auftürmen. Das ist fast das 15-fache jener Kreditsumme, mit der Quickborn noch vor Jahresfrist bei den Banken in der Kreide stand. Bei einem gegenwärtig ermittelten Grundvermögen von 65 Millionen Euro wäre das zwar noch keine Überschuldung, sagt Köppl. Aber Vorsicht sei geboten. Und so hat die Verwaltung einen bislang einmaligen Diskussionsprozess mit ihren Bürgern um die finanzielle Zukunft der Stadt eingeleitet, der nun zu dieser unverhofften Finanzspritze geführt hat.


Die Bürgerin Cornelia Dommel griff vor 200 Zuhörern/innen bei einer öffentlichen Veranstaltung Anfang Juli die Idee auf,

Bürger sollten der Stadt Schuldverschreibungen gewähren.
Zwei Wochen darauf war bereits eine sechsstellige Summe auf dem Konto der Stadt gutgeschrieben.

Bürgermeister Köppl meint dazu:
"Ideal wäre es, wenn die Stadt auf diese Weise davor bewahrt bliebe, in diesem Jahr weitere Kredite aufzunehmen."

Wo ist dabei der Haken?,
wo das Ach unter dem kommunalen Dach?


Klasse Idee!, ja!, aber mit einem Ach unter dem kommunalen Dach, weil die eingesammelten Geld Mittel nicht Aufgaben bzw. Zweck gebunden sind!, oder?


Wie wäre es mit der Gründung einer kommunalen Aufgaben- bzw. Zweckgenossenschaft, deren Anteil freiwillig Bürger/innen als Genossenschaftsmitglieder)innen mit der Aussicht auf eine jährliche Auszahlung einer festgelegten Dividende zeichnen. Diese Genossenschaft wäre gemeinnützig steuerbefreit der Aufsicht eines Genossenschaftsverbandes sowie dem Vereinsregister unterworfen.

Ehrenamtliche Mitwirkungen bei kommunalen Aufgaben dieser Zweckgenossenschaft könnten von allen, insbesondere für weniger begüterten Mitbürger/innen, geldwert in Genossenschaftsanteile vermögensbildend gewandelt werden, um den Zusammenhalt in den Gemeinden, Kommunen zu fordern und zu fördern!`


Der Vorteil der Gründung dieser gemeinnützigen Zweck- bzw. kommunalen Aufgabengenossenschaft wäre, dass zu erwartender Banken Zank, Widerstände aus Kreisen öffentlich- rechtlicher Sparkassen, Versicherungen, deren Verbänden, anders als bei der direkten kommunalen Kreditschöpfung, bei den Bürgern/innen, juristisch unanfechtbar eingebettet, vermieden würden.

Darüber hinaus böte diese kommunale Aufgabengenossenschaft als Lösung für Kommunen in Finanznot bei Kreditklemmen verbriefte Sicherheiten vor dem Zugriff, gar Durchgriff nehmender öffentlicher Hände aus den Finanzverwaltungen in Land und Bund, wie es de jure womöglich in erklärten wie unerklärten Notständen das Finanzregime der Bundesrepublik Deutschland für viele Beteiligte überraschender Weise vorsieht.

JP

PS;
Wer sich für die Geldanlage "Quickborn" interessiert, kann sich an die Kämmerin wenden, Telefon: 04106/611 220, E-Mail: meike.woelfel@quickborn.de . Ein Darlehensvertrag regelt die Modalitäten. Der Mindestbetrag liegt bei 5000 Euro.

s. a.:

www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article1137125/Buerger-leihen-ihrer-Stadt-Geld.html
21:31 13.08.2009
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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