Der Freitag im Netz der Interessen befangen?

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Der Freitag auf dem Weg zum steuerfinanzierten, bundesweit ausgelegten Wochenblatt mit Lokalnachrichtenteil?

Die Krux des Öffentlichen Rundfunks ist ja n. m. E. nicht, dass der Öffentliche Rundfunk die demokratischen Verhältnisse in unserem Lande über die ausgewogen präsente Einbindung von Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Verbände im Bund, den Bundesländern, in den Rundfunkräten, -gremien abbildet, wie er sollte, sondern dass diese demokratischen Verhältnisse nur unzureichend bis gar nicht mehr abgebildet werden, weil der gesamte zivilgesellschafltich unterfinanzierte Bereich der Bürgerinitiativen, Bürgerforen, Internet Foren, Runden Tische u. a. in Bund, Bundesländern, Kommunen, Gemeinden, Stadtteilen, völlig ausgespart, nicht abgebildet sind und bis dato niemals abgebildet waren.

Jakob Augstein schreint in seinem Freitag Artikel
"Im Netz der Interessen"

www.freitag.de/kultur/1123-im-netz-der-interessen

Rundfunk | 09.06.2011 08:00 | Jakob Augstein
Im Netz der Interessen
Die Zeitungsverlage und die Politik wollen ARD und ZDF schwächen. Diese unheilige Allianz gefährdet unsere Demokratie
u. a.:

"Seit die Printmedien durch das Internet unter Druck geraten sind, haben die großen Verlage den Öffentlich-Rechtlichen den Krieg erklärt. "

Meine Wahrnehmung ist eine andere, ist, dass die großen Verlage nicht gegen die Idee der Öffentlich- Rechtlichen Rundfunks in seiner Finanzstruktur "Gespenstisches Inkassosystem" kämpfen, gar einen Krieg führen, sondern diese sich, steuerfinanziert über Kultur Flaterates erweitert, zu eigen machen wollen.

Da wäre ja der Freitag als Meinungsmedium mit seiner integrativ ost-westlichen wie west- östlich bund- kommunalen, metropol- ländlichen, industriell- gärtnerisch u. a. Alltags- Aufgabenstellungen gar nicht schlecht positioniert.

Aber warum bekennen Sie sich mit dem Freitag nicht ohne Visier, offen, zu dieser Flaterate Positionierung eines qualifizierten Teils der Printmedien für die Zukunft?

Wird demnächst der Lokalteil des Freitags bundesweit als steuerfinanziertes Printprodukt, samt Anzeigenteil, Frei Haushalt geliefert?

Wie komme ich auf solche steile Mutmaßung?
Ich finde meine Mutmaßung nicht steil, sondern, angesichts der über Werbeieinnahmen steuerfinanzierten, nur scheinbar kostenlsos, verteilten Anzeigen Wochenblättchen des Springer Konzerns u. a. Verlagshäuser, erweitert um Aufgaben öffentlich rechtlicher Sorge für eine bundesweit, europaweit ausgerichtete Integration in Gesellschaft, Kultur, Politik, Sport, des Kommunizierens lokaler Alltags- Sorgen und Nöte mit Hinweisen und Berichten von und über Ergebnisse von Bürgerforen, Nachbarschaftshilfen, nur naheliegend.

Frage:
Wirkt der Freitag mit seinem gebremsten Charme in dieser Frage und Angelegenheit
"Der Freitag im Netz der Interessen befangen?"
nur deshalb so unscheinbar, weil der Freitag nicht wirklich mit seiner Redaktion, der Freitags Community kommuniziert, was er sein will?

JP

siehe:

www.freitag.de/kultur/1123-im-netz-der-interessen

Rundfunk | 09.06.2011 08:00 | Jakob Augstein
Im Netz der Interessen
Die Zeitungsverlage und die Politik wollen ARD und ZDF schwächen. Diese unheilige Allianz gefährdet unsere Demokratie

18:08 14.06.2011
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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