DER SPIEGEL, Sturmgeschütz gegen Moskau

Ende der Feigheit Hat der SPIEGEL- Leitartikler noch alle Tassen im Schrank? Wahrscheinlich liegen die in den Redaktionsstuben zahllos herum, allein es mangelt ihm an einem Schrank,
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DER SPIEGEL zu feige für Deeskalation

Der Leitartikler DES SPIEGELs dieser Woche, Gevatter "Namenlos, entfaltet, unangekränkelt durch feierliches Gedenken an Hundert Jahre Erster Weltkrieg 1914, mit seinem Titel "Ende der Feigheit" die Wirkung eines Brandbeschleunigers, dem alle Sicherungen durchglühen.

Ist die eigene adreanlingesteuerte Rage erst einmal ungestüm auf Elan gebracht, braucht es auch keine Fragen mehr danach, wer hat denn nun wirklich die MH17 mi 298 zivilen Luftpassagieren abgeschossen, wenn ja, mit einem Buk- Luftabwehrsystem aus russischen oder ukrainischen Beständen, in wessen Händen, in den Händen der ostukrainischen Separatisten oder in Händen außer Kontrolle geraten regulärer ukrainischer Truppenverbände?

"Hier in der ostukrainischen Einöde hat sich Putins wahres Gesicht gezeigt. Der russische Präsident steht enttarnt da, nicht mehr als Staatsmann, sondern als Paria der Weltgemeinschaft. Die Toten von Flug MH17 sind auch seine Toten, er ist für den Abchuss mitverantwortlich und es ist ist nun der Moment gekommen, ihn zum Einlenken zu zwingen- und zwar mit harten wirtschaftlichen Sanktionen"

schreibt DER SPIEGEL- Leitartikler, das deutsche Nachrichtenmagazin, als gebe es kein zweites, im Stil der "Laube" des 19. Jahrhunderts, um seinen Lesern bei Kaffee und Kuchen das Gruseln zu lehren.

Da steht er nun der Putin, nicht als Staatsmann, sondern als "Persona Non Grata" nackt und bloß als reiner Wladimir und soll doch sogleich im nächsten Satz dieses unsäglichen Leitartikels DES SPIEGELs in der Lage sein, bzw. in diese als Staaatsmann gebracht sein, einzulenken.

Hat der SPIEGEL- Leitartikler, Gevatter "Namenlos", noch alle Tassen im Schrank? Wahrscheinlich liegen da in den Redaktionsstuben die SPIEGEL Tassen nur so wahl und zahllos herum, allein es mangelt DEM SPIEGEL an einem Schrank, diese "Inventura" geordnet vollzählig zu sehen.

"Die Trümmer der MH17 sind auch die Trümmer der Diplomatie"

heißt es zwei Absätze weiter.

Wer, wie DEM SPIEGEL- Leitartikler, dünnhäutig die Nerven durchgehen, darauf erpicht ist, überall Trümmer zu sehen, visualisiert sich diese eben zu Trümmerlandschaften, ohne dass Trümmerfrauen in Sicht wären, diese wegzuräumen.

Es gebe viel an Trümmern wegzuräumen. Das beginnt mit der zertrümmerten Frage an die Internationale Politik und Diplomatie, warum der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, gerade ins Amt gewählt, Krieg im eigenen Lande führen kann, ohne dass ihm das Parlament in Kiiew, die Internationale Politik, Diplomatie in Brüssel, Washington, Moskau, Berlin, Paris, London, Madrid, Rom, Stockholm, Warschau, Budapest, Wien, Bern, Oslo, Amsterdam, Kula Lumpur, die UNO; NATO ins Gewissen redet, zumindest eine Luftverbotszone über der Ostukraine einzurichten?

Die 298 Toten der MH17 sind die nicht auch Tote des Versagens, der Unterlassungen der Internationalen Diplomatie, Politik und zivilen Luffahrt?

Nach diesem entsetzlichen Ereignis hat sich der ukrainische Präsident Petro Poroschenkon durchgerungen, über der Ostukraine eine Flufgverbotszone für den Internationalen Flugpassagierverkehr auszurufen. Ob das Flugverbot auch für den internationalen Flugfrachtverkehr gilt, bleibt meine bange Frage

Wer mit soviel Schaum vom Mund, zwischen den Zeilen, wie DER SPIEGEL- Leitartikler vom "Ende der Feigheit" schwadroniert, befindet sich wohl selber auf der Flucht vor seiner eigenen Feigheit, der Journalistenpflicht zu genügen, deeskalierende Auswege aus dieser brandgefährlichen Gefahrenlage wenigstens im Ansatz zu kommunizieren?

Will der nicht von Anfang an der Eskalation Richtung Sanktionspolitik zu ganz andem Behufe das Wort reden, nämlich aus ungünstigen Altverträgen mit Russland in Fragen Gasversorgung für die EU, Deutschland, ohne Verhandlungen auszusteigen?

Unversehens, keiner hat es geahnt, ahnen können?, nicht einmal ich, wurde nun, eine Wochenausgabe zur nächsten, aus dem einstigen Sturmgeschütz der Demokratie "DER SPIEGEL" im Spiritus Rex & Sanktus seines Gründers und ersten Herausgebers Rudolf Augstein (1923- 2002), ein Sturmgeschütz der Sanktionspolitik gen Moskau.

Endlich scheint wenigstens die deutsche Pilotenvereinigung Cockpit nach dem Tod der 298 Flugpassagiere Flug MH17 in der Ostukraine im Fall Nahost aufgewacht zu sein. Deren Sprecher, Jörg Handwerg, fordert im Deutschlandfunkgespäch mit Mario Dobovisek am 26.7.2014, entgegen der Aufhebung der Flugverbotszone über israel, Palästina, unmissverständlich die Beibehaltung der Flugverbotszone, da sich an der Gefahrenlage für die zivile Luftfahrt dort mit ständigen Raketenbeschuss durch die palästinensische Hamas von Tel Aviv, den Flughafen Haifa, israelische Tag- und Nacht- Kampfbombereinsätze im Gazastreifen, nichts geändert habe. Alles andere wäre unveranbtwortlich, auch den Piloten gegenüber.


Steht der Rest der Welt wirklich so ohnmächtig und ratlos vor dem, was da erst in der Ostukraine, nun dazu in Nahost, zwischen Israelis und Palästinensern an Entsetzlichem geschieht?

Auf der Regierungsebene maßgeblicher Länder, den USA, Russland, England, Frankreich, Deutschland, der UNO, der EU scheint "Ohnmacht" seit Jahrzehnten das Programm zu sein. Wie ist es aber mit der Verbrauchermacht, kann die durch "Besucher Streik" Israels, Palästinas, koordiniert mit der Weigerung internationaler Fluggesellschaften den Airport HAIFA anzufliegen, binnen Wochen Frieden stiften?
JP

http://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2014-31.html
DER SPIEGEL- Leitartikel "Ende der Feigheit" Ausgabe 31- 10- 2014
http://www.deutschlandfunk.de/fluege-nach-tel-aviv-kein-verstaendnis-dafuer-dass-man.694.de.html?dram:article_id=292802
Beitrag vom 26.07.2014

FLÜGE NACH TEL AVIV
"Kein Verständnis dafür, dass man jetzt die Flüge wieder aufnimmt"

Jörg Handwerg im Gespräch mit Mario Dobovisek

22:54 28.07.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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