"Die Inflation ist da", nur woanders?

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"Die Inflation ist da", nur woanders, als wir erwartet haben?

die Aderlass- , Blutegel- Weltwirtschaft feiert Urständ, Inflation hier, Deflation da


Das hat es so noch nie gegeben.
Mitten in Volswirtschaften, Währungsräumen wie der Euro, Dollar, Yen, Yuan entstehen. die Volkswirtschaften spaltend, zwei sich gegenseitig herunterregelnd bzw. verstärkend monetäre Einfluss- und Kraftfelder.
Auf der einen Seite die Geldmengen Weitungspolitik der G 20 Staaten, um die Zinsen für private wie staatliche Schuldenaufnahmen,die Bedienung von bereits bestehenden Schulden, im Konsum- , Immobilen- wie Investitionsbereich in der Real- wie in der Finanzwirtschaft, samt Spekulationsvolumen an den Weltbörsen, durch die Bereitstellung von billigem Geld niedrig bzw. flüssig zu halten.

Gleichzeitig werden im Lohn- und Preisbereich volkswirtschaftliche Anreize ganz entgegengesetzter Art mit Slogans durchregiert, wie
"Besser subventionierte Arbeitsplätze denn Arbetslosigkeit!".

Was in der Realtät der Menschen in Deutschland bedeutet, mehr und mehr Arbeitnehmer/innen werden über Leiharbeitsfirmen auf unterbezahlte Teilzeit- , Niedriglohn- Arbeitsplätze vermittelt, die über die Hartz IV Gesetze nach dem Verbrauch des Restvermögens vor dem Schonvermögen durch Lohn- Aufstockerei staatlich gefordert und gefördert werden, ohne dass Unternehmen einen Bedarf für Lohnsubvention belegen müßten.

Diese arbeitsmarktpolitisch heillose Praxis an den Arbeitsmärkten, zeitigt, abgesehen von Welttberwerbsverzerrungen am Weltarbeitsmarkt, gemäß WTO Regeln, eine von Amtswegen der G 20 Staaten gewünschte finanzwirtschaftspolitische Wirkung, nämlich den Gefahrenlagen der Inflationstendenzen, aufgrund der ausgeweiteten Geldmengenpolitik der G 20 Staaten im Bereich der Finanzproduktindustrie und Versicherungswirtschaft mit einer Gefahrenlage der Deflation in der Realwirtschaft entgegen wirken zu wollen, die auf Sicht, nicht nur einen Lohn- und Preisstopp, wie einst in den Ländern des real- existierenden Sozilalismus der Planwirtschaft bewirkt, sondern eine Lohn- , Preis Senkungsspirale in Gang setzt und bereits, seit der Deregulierung der Finanzmärkte in Deutschland durch die rotgrüne Bundesregierung im Jahre 2002, in Gang gesetzt hat.

So eine congeniale Finanzwirtschaft eines FED- Bosses, Bern Bernanke, mit seinen Prägungen als Chaos- Experte und Forscher, aktiviert unselige Rückgriffe auf die Medizin im Mittelalter, wo aus Not und Ratlosigkeit, zu guter Letzt nur ein Hausmittel, der Aderlass durch das Setzen von Blutegeln an den ohnehin geschwächt lebenden Organismus helfen sollte und soll, wie weiland in der gegenwärtigen Realwirschaft, damit die Finanzprodukt- und Versicherungswirtschaft, lokal und global, weiter ihre Schleußen und Tore für den Strom des billigen Geldes, das von den Zentral- und Notenbanken der G 20 Staaten wöchentlich in größeren Mengen neu gedruckt auf die Finanzmärkte geschwemmt wird, ungehemmt flüssig aufzunehmen, ohne sichtbare Gefahrenlagen der Inflation in der Realwirtschaft zu gegenwärtigen.

Trotz allerlei demoskopischer Trickserei bei der Datenaufnahme von monatlichen Lohn- und Preis Bewertungen. ist es aber jetz doch soweit, dass im Euro- Raum eine durchschnittlich ansteigende Teuerungsrate von etwa 1.7 % gegenüber dem Vormonat zu verzeichnen ist.

Mit anderen, mit klaren Worten:

"Die Inflation ist da", nur anders, als wir vemutet und erwartet haben!"

Die Indices der Börsen der Weltmärkte für Aktien, Devisen, Rohstoffe haben diese Inflation lange dokumentiert aufgedeckt, jetzt hat die Inflation die Realwirtschaft im Euroraum erreicht.

Angesichts dieser monetären Gemengelage, macht es ökonomisch keinen Sinn, den Arbeitnehmern/innen über volkswirtschaftliche Mahnungen der Lohn- und Preisdizsiplin, Wasser zu predigen, wenn sich dadurch nur die asymmetrisch wirkenden Anreize in der Finanz- und Versicherungswirtschaft, Wein saufend, noch mehr Wagniskapital über Quellen billigen Geldes der Zentralbanken zum Nulltarif aufzunehmen, dereguliert verstärken.

JP

www.teleboerse.de/kolumnen/kolumnen_brichta/Die-Inflation-ist-da-article2107571.html

Donnerstag, 09. Dezember 2010
Raimund Brichta
Die Inflation ist da!
Kommt die Inflation? Darüber wird an der Börse nach wie vor heiß diskutiert. Telebörse-Moderator Raimund Brichta hält dagegen: Die Inflation sei längst da, sagt er, zumindest für diejenigen, die in der Schule aufgepasst haben.
Raimund Brichta

01:31 10.12.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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