Draghi puscht, dopt Euro zum "Super- Mario"

Dicke Berta EZB- Chef Mario Draghi schießt aus allen Rohren seiner "Dicken Berta". Heute Anleihen- , Morgen ABS- Ankauf, dazwischen 5000 € für jeden Bürger in der Eurozone?
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5000 € für jeden zu Weihnachten auf die Kralle?

Seltsam!, seltsam!, was EZB- Chef Mario Draghi, Woche für Woche, mit extravaganten Entscheidungen der EZB, Anleiheverkauf, binnen drei Monaten Beginn von ABS- Ankauf, den Finanzmärkten an Kreditnachfrage Zusatz verspricht, zerrinnt ihm noch zwischen seinen Redezeilen zur "Breaking News" einer Tagesfliegen Lebenszeit.

Merke Auf!:

"Was von der Eigendynamik, den Gesetzen der Geldwirtschaft im dreidimensionalen Wirtschaftsraum nicht sein kann, auch wenn Mario Draghi es umso nachdrücklicher verspricht, wird nicht mehr."

Denn, anders als Mario Draghis ungeschütztes Pfeifen im monetär finsteren Tann, behaupte ich einmal, gleichfalls ungeschützt:

"Bei erweiterter Geldbasis mit dem angeblichen Ziel, die Kreditnachfrage im Markt zu erhöhen, sinkt die Kreditnachfrage prozentual, auch wenn sie steigt"

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/anleihekaeufe-fuehren-nicht-zu-inflation-kolumne-von-wolfgang-muenchau-a-1003327.html
Europäische Zentralbank: Warum Anleihekäufe nicht zu Inflation führen
Montag, 17.11.2014 – 14:57 Uhr
Eine Kolumne von Wolfgang Münchau

"So, was passiert jetzt, wenn die EZB italienische Anleihen von einer italienischen Bank kauft? Die italienische Bank schickt der EZB die Anleihen und erhält dafür eine Überweisung auf ihr Konto bei der EZB. Die Geldbasis wächst. Die Geldmenge bleibt aber zunächst einmal unverändert." , schreibt Wolfgang Münchau.

Die EZB kauft Anleihen zum Nominalwert an, nicht zum Marktpreis, wie der in den Büchern der italienischen Bank bilanziert ist. D h. die italienische Bank hat wundersam einen Zuwachs an abrufbarer Geldmenge bei der EZB, um Kredite zu vergeben.

Tut sie aber nicht, denn gerade durch die Erweiterung der Geldbasis erklingen Alarmtöne am Markt, weil Kreditnachfrage am Markt prozentual sinkt.

Wolfgang Münchau:
"Die wirtschaftliche Gesamtnachfrage wächst und damit auch die Nachfrage nach Krediten. Und dann wächst auch die Geldmenge wieder."

Da bleibt für mich die Frage, sinkt denn nicht durch die Erweiterung der Geldbasis die Kreditnachfrage prozentual, auch wenn sie in absoluten Zahlen steigt?

Andererseit fordern namhafte Ökonomen aus den USA, US-Wirtschaftsprofessor Mark Blyth von der Brown University und der anerkannte Management-Berater Daniel Stelter, der zuvor bei Boston Consulting Group tätig war, 5000 Euro für jeden Bürger in der Eurozone zur Ankurbelung der Weltwirtschaft.

Blyth meint, die EZB solle zwei bis fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts an die Bürger verteilen - das wären 3600 Euro pro Kopf. "Ja, oder 5000 Euro, ganz egal. Es wäre immer noch effizienter als das, was die EZB jetzt macht", äußerte Blyth gegenüber Medien:

"Das ist nämlich der verdrehteste Weg, die Probleme zu lösen."


Ein Geldgeschenk der EZB wären die 5000 Euro/Person nicht, sondern ausschließlich eine geldpolitische Anpassung an die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzlage im Eigenkapital (EK) unterfinanzierter Banken, von Privathaushalten, Unternehmen in der Eurozone.

In den Ohren herkömmlich geprägter Banker mag das klingen, wie das anschwellende Rauschen hellen Wahns im nadelgestreiften Anzug.

Ist es aber nicht.

Zwei renommierte Ökonomen aus den USA fordern, dass die Europäische Zentralbank Geld an Bürger verschenkt oder Schulden erlassen soll. Sie hoffen, dass die Wirtschaft so angekurbelt wird.

5000 Euro, für jeden: Der Vorschlag der Ökonomen klingt verlockend. Sie gehen davon aus, dass sich durch diese Maßnahme die Wirtschaft in der Welt belebt.

Aber warum fordern sie diese Maßnahmen nur von der EZB, nicht der FED in den USA, geschweige denn von der Zentralbank in Tokio, signalisiert die japanische Wirtschaft doch gerade gestern über alle Ticker den Beginn einer Rezession, trotz aller geldpolitisch unkonventionellen Maßnahme des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe unter der Überschrift "Abenomics"

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/japan-rutscht-in-die-rezession-1.18426863?extcid=Newsletter_18112014_Top-News_am_Morgen
Japan in der Rezession
Shinzo Abe im Gegenwind
Werner Enz 18.11.2014, 05:30 Uhr

Eine schöne Bescherung?:
"Auf dem nächsten Kontoauszug würden Sie eine Überweisung von der Europäischen Zentralbank (EZB) über 5000 Euro entdecken. Jeder Haushalt in der Eurozone würde diesen Geldsegen erhalten. Damit könnten Sondertilgungen für Schulden veranlasst, wenn nicht gar ganz getilgt werden.

Was vielen, wie ein HAVALA- Traum aus

"Tausend und einer Nacht"

islamischen Finanzwesens klingen mag, ist geldpolitisch und volkswirtschaftlich keine so abwegige Idee, vor allem keine neue Idee.

Abgeshehen von der milliardenschweren Abwrackprämie 2009 in Deutschland zur Ankurbelung der Nachfrage nach Automobilen, hat die japanische Zentralbank das längst zuvor praktiziert. Allerdings nur mit dem mäßigen Erfolg eines gesamtwirtschaftlichen Strohfeuers, durch die Vergabe von Konsum- Gutscheinen an die Bevölkerung.
.

Gleichwohl, Versuch macht klug.

Mit dieser geldpolitischen Aktion könnte die EZB gleich zwei Probleme auf einen Schlag in Angriff nehmen:

Die Wirtschaft in Europa erlahmt, die Kaufkraft der Bürger sinkt verstetigt.

Statt Geld auszugeben, horten Menschen, soweit sie nicht verschuldet sind und das sind viele in wachsenden Maße bei asymmetrisch hohen Dispo- Zinssätzen, Geld als Restvermögen vor dem Schonvermögen in Lebensversicherungen, privater Altersvorsorge (Erwerb von Riester- . Röruprentenanwartschaften) ihr Geld auf dem Sparbuch.

Anschaffungen werden auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben.

Diese Standby- Wartehaltung setzt Europas Volkswirtschaften arg zu.

Ein Auto kaufen? Wie denn? und vor allem womit?

Endlich eine energiesparsam umweltverträglich neue Waschmaschine anschaffen? Lieber noch warten, die nächste Verbraucherkreditrate für vorherig fremdfinanzerte Anschaffungen steht noch an.

Bürgern über 65 werden Verbraucherkredite, Hypothekendalehn bereits mit indirektem Hinweis aufs Alter verweigert.

Mit dem "Geldgeschenk" der EZB wandelten sich solche Wünsche unmittelbar durch eine unsichtbare Mario Draghi Hand aus Frankfurt/Main in Kaufhandlungen. Das könnte die Wirtschaft ankurbeln, ist Presseberichten zu entnehmen

Zweiter angestrebter Effekt der EZB:

Die Deflationstendenzen würden abgebremst. Denn wenn die Menschen wieder mehr kaufen, steigen auch die Preise. Auch das hilft der Wirtschaft. Wirklich?

"Ausgetüftelt haben diese Idee der US-Wirtschaftsprofessor Mark Blyth von der Brown University und der anerkannte Management-Berater Daniel Stelter, der zuvor bei Boston Consulting Group tätig war. Blyth meint, die EZB solle zwei bis fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts an die Bürger verteilen - das wären 3600 Euro pro Kopf. "Ja, oder 5000 Euro, ganz egal. Es wäre immer noch effizienter als das, was die EZB jetzt macht", sagt Blyth dem Kurier. "Das ist nämlich der verdrehteste Weg, die Probleme zu lösen.", schreibt der Stern in seiner neuesten Online- Ausgabe

"Beide kritisieren die Geldpolitik der EZB scharf: Es würde nichts bringen, Geld als billige Kredite zu verteilen. Denn zum einen würden Banken das Geld eben nicht wie erhofft an Unternehmen weiterleiten. Außerdem würden sich Firmen derzeit scheuen, große Investitionen zu tätigen. Und zum anderen würden Menschen sich aktuell aus der Angst vor einem Jobverlust keinen Kredit ans Bein binden."

Durch die EZB wurde ein solcher Schritt bisher nicht kommuniziert.

Aber, was nicht ist, kann schon in der nächsten EZB- Sitzung passieren.

Geld direkt an die Bürger als neuer Partner der EZB, neben den Banken, Versicherungen zu vergeben, könnte sich als volkswirtschaftliches Strohfuer erweisen, das alle sonstigen Wachstumsimpulse wirkungslos verpuffen lässt, wenn nicht gleichzeitig die Kreditwirtschaft in der Eurozone mit nachhaltigem Wachstum aufwarten kann
.
Bisher landet das EZB- Geld, quasi zum Nullzinstarif bei Banken, die es dann als Kredit weitergeben sollen. Doch das Billiggeld hilft insofern nicht, weil es die Geldbasis der EZB zwar erweitert, damit aber gleichzeitig prozentual die Kreditnachfrage senkt, auch wenn diese in absoluten Zahlen steigt und ohnehin, wg. BASEL II, III Kriterien

"Kredite nur ganz nach ihrem persönlichen, unternehmerischen Profil"

bei Unternehmen; Privatahaushlten nicht ankommt. Statt mehr Kredite zu vergeben, bunkern Banken das Geld, selbst mit Negativzinsen bei der EZB.

Eine Option bleibt der EZB zumindest, sie kann, neben dem angekündigten Ankauf von Unternehmensanleihen zum Nominalwert, auch Schulden von Privathaushalten aufkaufen, bzw. zu günstigeren Konditionen als bei den Haus-, Hypothekendarlehnsbanken , Bausparkassen umschulden.

Nur das böse Wort "Eurobonds" darf nicht fallen?

Warum veranlasst der EZB- Chef Mario Draghi das alles, nur um als anstellliger Ausputzer der Politik in Brüssel und in den Hauptsädten der Eurozone und über diese hinaus zu dienen?

Mit dem Ökonomen, Unternehmer, CDU- Mitglied und Professor Max Otte in der heutigen ntv- Sendung DAS DUELL mit Heiner Bremer als Moderator gesprochen:
Das Duell bei n-tv
http://www.n-tv.de/mediathek/tvprogramm/formate/Das-Duell-bei-n-tv-article9505066.html
SENDETERMINE
Di, 18.11. 2014 - 17:10
Di, 18.11. 2014 - 23:10
+ Thema: 'Zwischen Spar-Wut und Sanktionen- rutschen wir in eine neue Krise?' + Gäste: Hartmut Möllring, CDU, Wirtschaftsminister in Sachsen- nhalt + Max Otte, Ökonom.

befinden wir uns in einer Art "Endspiel" eine unübersehbaren Kette von Einzelerignissen, Credit Events, die sich jetzt zu einem weltwirtschaftlichen Horror- Szenario als Folge des Politikstreiks der Regierungen in den USA, der EU, Japans, Russlands, Braslien, Indien, Südafrika, China, zusammenfügen könnten, wenn wir nicht aufpassen.

Die globalwirtschaftliche Lage ist da, auch wenn die, anhand von lokalen Krisen- , Kriegsherden regional gedeutet und kommuniziert wird.

Jetzt geht es nur noch darum, durch die Inszenierung und Anfettung von Optionen auf Krieg, Krisen, von Absichten auf Sanktiosnpolitik gegenüber Russland und andere Länder, sich gegenseitig die bis dato fehlenden Gründe für die Lage nachzuliefern.

Die "Schwarze Null" wird von der Großen Koalition wie eine Monstranz als das alternativlose Erfolgsmodell, anbetend, vor sich hergetragen, postuliert, um damit, unwillentlich, euroweit den Beleg ihrer Unterlassungen, ihres Gestaltungswillens und Politikstreiks auf ganzer Linie zu hinterlegen

Schulden sollen von Amtswegen nur für werbende Ausgaben, wie bereits nach 1919 in der Weimarer Verfasung verankert, aufgenommen werden, die sich als Investition refinanzieren. Gehört die Finanzierung der seit Jahrzehnten unterfinanzierten Erziehung, Bildung, Ausbildung, Studium, Gesundheit, Kranken- und Altenpflege, Jugend- , Altenhilfe, die flächendeckende Breitbandversorgung, das Verkehrswesen auf Strassen, Schienen, Wasserwegen nicht dazu?

Jean Claude Juncker, frisch und fromm zum EU- Kommissionspräsidenten gewählt, als Steuervermeidungsakrobat von seltenen Gnaden zum Nutzen seines EU- Landes Luxemburg entlarvt, wirft der EZB und deren Chef Mario Draghi gerade Nebelkerzen entgegen, wenn er ein 300 Milliarden € EU- Wachstumsprogramm propagiert, ohne zu vermitteln, aus welchen Töpfen er das finanzieren will?

`Etwa aus dem mit 760 Milliarden € europaweiten Anschub finanzierten Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), dem vormaligen ESF- Rettungsschirm, um dessen Existenznotwendigkeit Lügen zu strafen?

Eines ist im Verständnis von Professor Max Otte bereits jetzt schon einmal klar: Die gegenwärtige Wirtschaftskrise in der EU, die Sanktionspolitik gegen Russland entfaltet Richtung den USA die wundersame Wirkung eines konjunkturbefeuernden Marshall- Plans.

Übrigens ruft Max Otto seinen Parteifreund und Gesprächspartner : Hartmut Möllring i drntv- Sendung DAS DUELL zur Ordnung, als der den russischen Präsidenten als Despoten apostrophiert, das sei demagogisch, immerhin sei Putin durch eine Mehrheit des russischen Volkes gewählt
JP

http://www.stern.de/wirtschaft/geld/oekonomen-fordern-5000-euro-fuer-alle-2153608.html
EZB soll Geld verschenken 5000 Euro für alle!
18. November 2014, 13:06 Uhr
Katharina Grimm

17:00 18.11.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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