Dummheit, ein nachwachsender Rohstoff

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Dummheit, ein nachwachsender Rohstoff

Ist Dummheit, mehr recht als schlecht gepflegt, ein gedeihlich nachwachsend nachhaltiger Rohstoff, eine schier unerschöpfliche Quelle als nachwachsende Ressource?

Dummheit lässt sich sogar ansatzlos, von einem Tag auf den anderen, durch Unterlassungen, wie dem Abwürgen vonflächendeckender Bildung in Kitas, Vorschulen, Schulen, Hochschulen, Öffentlichen Räumen, wie Kultur, Sport, der Bundeswehr, Polizei, Bundesgrenzschutz durch beiläufige Unterfinanzierung in zeiten des „Gürtel enger Schnallens der Anderen“ bestens verbreiten.

Vorläufiges Fazit.

Vor der zügellos ungehemmten Ausbeutung des Rohstoffes Dummheit hat der liebe Gott, oder war es der gefallene Engel, der Teufel, die aufs Äußerste engagierte Verbreitung der Dummheit allerorten gestellt

Wille und Anstrengung sind ja Begriffe, die sich eigentlich, demokratisch umfassend wie eingehend gedacht, ausschließen.

Warum?,

weil der Wille und hier, hervorgehoben der Freie Wille, die Orchestrierung der Vielstimmigkeit des Reichtums der Vielfalt aller Möglichkeiten Menschlicher Kommunikation ist.

War einst die Dummheit, getarnt als Angst, vor dem und angeblich in dem Sozialismus der jahrzehntelange Themenkiller, wenn es darum ging,sich den wirklichen Alltagsproblemen der Menschen, lokal und global,auf Erden zeitnah mit Lösungen zu nähern, so ist es heute die diffuse Angst vor dem Klimawandel, die uns daran hindert, hewissenhat zeithan ordentlich über CO2 Emissionen nachzudenken und diess weltweitzu vermindern und dabei auch noch daran zu denken, dass bereits durch die normalen Klimaverhältnisse und sonstige Handicaps Millionen Menschen unverschuldet wie verschuldetauf der Flucht und vergeblicher Suche nach Nahrung, Unterkunft, Bildung, Beschäftigung, Zugehörigkeit, Existenzgründungen, Kultur sind

Bedarf es da einer Solidarhitäsoffensive auf der Basis des Freien Willens der Menschenim Sinne des kantschen Kategorischen Imperativs oder einer organisierten Willensanstrengung der Staaten und Länder der Welt, die Grenzen, Mauern ihrer Geltungsbereiche herunter zu reißen?

Was aber ist ein Freier Wille, was eine Willensanstrengung?

Der Freie Wille klingt gleich einem Konzert/Ensemble, zeitlich durch Kompositionen bestens nachhaltig vertont, im Auf und Ab, Hoch und Nieder, Vor und Zurück,des Intervalls von Spannung, Anspannung, befreit von jeder Anstrengung, beflügeltvonder Leichtigkeit Selbsttragender Kräfte einer wirkenden Motivation, überaus begründet an.

Das Begriffspaar Willensanstrengung kündet n. m. E.von dem angreifenden Versuch derOkkupation, von dem klammheimlichen Versuch des Austauschs

„Trojaner Prinzip“ des Begriffs „Freier Wille“ durch die Begriffe Drill, Dressur in Zeiten der Aufklärung.

Wichtig ist als messbarer Erfolg dieser Okkupation, des Austausch der Begrifflichkeit dabei, dass die Begriffe Drill, Dressur als Ausdruck von Fremdbestimmung gar nicht in Erscheinung treten.

Das schleichend psychisch- seelischeElends- Ergebnis ist dabei, dass sich aktive Parteimitglieder/innen, die ihrer freien Willensbildung gesellschaftliche Räume erschließen,selbst in unseren demokratischen Parteiennicht mehr als solche genannt erleben, sondern sich zunehmend im Morgentau der Ereignisse, des Weltgeschehens als Parteisoldaten/innen, medial mobilisiert, berufen fühlen.

Auf diesem „berufenen Hintergrund“ wird deutlich, dass die Rede

"ich will nicht mehr“

das letzte Aufbäumen einer eingeschlichenen Koketterie mit dem Willen als solchemin das Selbstwertgefühl des Ichs eines Süchtigenist, der da meint, er brauche nur seinen Willen zu stoppen und alles wird wieder gut.

Anstatt vor sich selber und vor anderenmit den erhellenden Worten bedingungslos zu kapitulieren

“ich kann nicht mehr!“

JP

22:09 11.11.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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