Echo taz Salon Bettina Gaus, Bernd Pickert

White House Astrologie Der monatliche taz Salon im Kulturhaus 73, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg, im Januar 2017 unter der Überschrift "Die Welt nach Trump" hat Kult Rang erlangt
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Der monatliche taz Salon im Kulturhaus 73, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg, im Januar 2017 unter der Überschrift

"Die Welt nach Trump"

ist ein niedrigschwelliges Kultereignis mit freiem Eintritt und meist stark frequentiert. Dieses Mal mit Bettine Gaus, Bernd Pickert, beide taz Autoren, als Gäste besonders stark besucht.

Neben mir in der dritten Reihe links vor dem Podium holt eine Frau Zeitungsauschnitte mit taz Beiträgen von Bettina Gaus aus einer Mappe, weist mit glänzenden Augen bedeutungsvoll auf diesen, auf jenen Gaus Artikel, wie auf eine bleischwere Ikone mit Papierflügeln, dass es mich anrührt..Ich frage mich innerlich stumm und still tadelnd, was ist an dieser Bettina Gaus, das ich so nicht wahrnehme.

Bettina Gaus rückt sich gleich an die Spitze der Debatte auf dem Podium mit einem spitzem Zungenschlag "Na!, die Überschrift ist ja ziemlich irgendwie daneben, wir wollen doch hier nicht über die Zeit nach Trump sondern nachdem Trump US-Präsident geworden ist, reden. Raunendes Gelächter im Publikum.

Bettina Gaus hatte mit Bernd Pickert eine Wette laufen, wer wohl am 8. November 2016 US-Präsident wird Donald Trump vs Hillary Clinton? Ein wenig sündenstolz proklamiert Bettina Gaus sich als Siegerin und betont zugleich, dass sie natürlich absolut gegen Trump als US-Präsident sei.

- Bettina Gaus hatte 2008 ein Buch über ihre US-Reise in 47 Flyover-States geschrieben, 2016 sich in den USA letzter Eindrücke versichert und scharfsinnig geschlussfolgerl, ob es uns in Europa, Deutschland passt oder nicht, , Trump gewinnt die US-Präsidentschaftswahl - .

Der Gewinn ein spendiertes Essen von Bernd Pickert für Bettina Gaus stehe noch aus, sagt Bettina Gaus, weil da immer der taz Chefredakteur dabei sein muss, der sei terminlich schwer zu buchen.

Hinter mir spekuliert investigativ ein namenloser Jemand:

"Mehr Selbstanzeige war nie!" Plaudert Bettina Gaus aus dem Nähkästchen, wie Gewinne solcher internen Wettern über Betriebskosten steuerlich abgesetzt werden?"

Meine Frage aus dem Publikum an Bettina Gaus, beim Schreiben ihres letzten taz Beitrages

"Der Lügenbefehlshaber"

habe sie ja in populistischer Untiefe der Trumpologie Kiste gegriffen und im Schlussakkord bekundet

"......dann Gnade uns Gott"

ob sie jetzt gläubig geworden sei?

pariert Bettina Gaus bei großäugigem Blick der Schlange K mit einem Degenhieb in meine Richtung

"Wo bitte schön, habe ich in meinen taz Beiträgen je bekundet, ob ich gläubig oder nicht gläubig bin?"

Eben drum kann ich da nur sagen, ist meine Antwort. Wenn Sie wirklich gottgläubig sind, würden Sie wohl eher wenig vom Namen Gottes Gebrauch machen!, oder?

Damit blieb in aller Unschärfe ungeklärt, ob Bettina Gaus gottgläubig ist oder nicht. Die Frage des "UNS", des WIR" in ihrem Artikel blieb ohnehin im Dunkeln

Bettina Gaus raunt, wie andere twittern, Trump sei gefährlich, was ist, wenn Trump durch Putin gekränkt wird?

Ein Zwischenrufer: Mein Gott, dann geht Trump auf sein Zimmer und sucht seine Muschi!

Gaus setzt demagogisch postfaktisch noch Eins drauf: Sie habe einen langjährigen Kollegen in den USA sagen hören, Trump sei dement.

Im Verlauf des taz Salons 24.1.2017 ist die Rede von den USA, die sich mit Donald Trump erstmalig seit 1917, dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg,

- damals starben über 100 000 GIs , Kriegsversehrte, Traumatisierte nicht gezählt - ,

wieder als Opfer fremder Mächte erleben, für die sie den Karren aus dem Dreck ziehen sollen.

Bernd Pickert, taz Auslandsredakteur, weist darauf hin, dass er die USA in Verhandlungen mit mittel- und südamerikanischen Staaten nie als Opfer, sondern als Hegemon erlebt habe, der z. B. Nicarague die Vertragsbedingungen diktiert hat.

Aus dem Publikum wird die Frage laut, Trump habe gesagt, Atomwaffen sind zu teuer, was sollen teure Waffen, die man nicht einsetzen kann. Was ist, wenn Trump Deutschland die US-Atomwaffen in Ramstein zum Schnäppchenpreis anbietet, um sie los zu werden?

Taz Salon Moderator Jan Kahlcke, Redaktionleiter der taz.nord, wirft aus der Hüfte geschossen ein, das ist doch gut, wenn Deutschland und nicht die USA bei uns über die Atomwaffen verfügen

Meine Gegenfrage aus dem Publikum bleibt unbeantwortet, weil sich keiner auf dem Podium traut:

Wie?, was? etwa unter Missachtung des Atomsperrvertrages 1957/1968, weil der für Trump ebensso obsolet ist, wie die NATO?

Bettina Gaus betont die Gefahr, die von Trump als US- Präsident ausgeht, wenn so ein Unberechenbarer den Zugriff auf taktische und strategische US- Atomwaffen hat.

Ein Impeachment - Amtsenthebungsverfahren - gegen Trump wird bereits diskutiert.

Eine Verfassungsklage gegen Trump wg. ungeklärter Vermögensverhältnisse und möglichen Interessenskollusionen im Amt ist anhängig, weil er als US-Präsident, anders als bis dato Praxis, sein Milliarden Dollar Vermögen nicht treuhänderisch durch einen unabhängigen Blind Fond verwalten lassen will.

Seine Steuererklärung will Trunp, anders als während des Wahlkampfes vesprochen, auch nicht öffentlich machen

"Wir haben gesiegt, meine Steuererklärung intersssiert doch nur ein paar Journalisten, sonst Niemanden, meinte Trump vor Tagen in seiner ersten Pressekonferenz als US-Präsident.

Bernd Pickert hob hevor, von seinen Republikanern, bis hin zu den ganz Rechten der Tea Party, dazu auch jenen, die zuvor gegen ihn votiert hatten, hat Trump nichts zu fürchten, genau deren Agenda folgt Trump jetzt mit seinen Executiv Orders

Erlebt dann nicht die Idee atomarer Bewaffnung Deutschlands aus Zeiten des Bundesverteidigungsministers Franz Josef Strauß im Gefolge die sogenannte Spiegel- Affäre "bedingt abwehrbereit" Fallex62 NATO-Manöver ihre Auferstehung?

Was mir zum Schluss der Veranstaltung ziemlich übel auftösst, ist Bettina Gaus spöttisch hingeworfene Bemerkung zum Woman`s March in Washington D. C. am 21.1.2017, der werde die Steelworker in Michigan auch nicht umstimmen. Bernd Pickert relativiert zumindest diese muffelige Einseitigkeit Bettina Gaus durch sein sinngemäßes Wort "Der Woman?s March galt wohl deren Selbstvergewiiserung.
JP

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/bettina-gaus-jakob-augstein-unsolidarisch
JOACHIM PETRICK 26.01.2017 | 18:36 1
Bettina Gaus, Jakob Augstein unsolidarisch?

https://www.taz.de/tazsalon-Hamburg-am-2401-Di/!163502/
taz.salon Hamburg am 24.01. (Di)
Die Welt nach Trump

13:46 28.01.2017
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Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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