Ein Franz- Josef.Strauß zum Heulen

F.J.S. 1915- 2015 ARD- Doku "Der Primus" über den "Wahlkampf der Giganten""Schmidt vs Strauß" 1980 im Vorfeld des 100. Geburtstages von Franz Josef Strauß am 6. September 2015
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Franz weine nicht, bitte keine Tränen wg Uli

"Die 68er", Hüben und Drüben, das Land, zu dem sich die Deutschen im Wege des Wiederaufbaus, des Wirtschaftswunders, von "guten" Mächten im Osten und Westen geborgen, durch die Nachkriegs- Wüste hingeführt, dass sie schauen, aber niemals selber, wie Moses das Land Kanaan betreten durften.

Bonner wie Ostberliner Republik, mit politisch klar unterscheidbaren Farben, jeweils ein Schweizer Idyll, unter dem Radarschirm der NATO, der Warschauer Vertragsaaten, der EWG, des Comecon, Not- Taufen nach braunen Weihen, hinein in die christlich- abendländische Gemeinschaft, hüben, fern jeden Unternehmerstrafrechts bis heute, die SED- Nomenklatur drüben, permanent parteiübergreifender Geschwisterzwist statt Regulativ des Volksentscheids und entsprechender Gesetzeslagen gegen Abgeordnetenbestechung, Korruption

Ein fabelhafter Strauß zum Heulen

Franzl weine nicht, bitte keine Tränen wg Uli

Über Franz Josef Strauß ist nicht nur eine Unmenge zu erzählen, Franz Josef Strauß gehört zur deutsch- deutschen Polltik- und Kulturgeschichte, ist er uns doch bis in die Gegenwart, wie sonst Niemand eine Projektionsfläche für all das, was der wilde Osten, wilde Westen den Nachkriegsdeutschen an Optionen im Guten wie im Schlechten, an scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten verhieß und gleichermaßen verschließ

Franz Josef Strauß (FJS) wurde am 6. September 1915 im Münchener Stadtteil Maxvorstadt nebenbi Schwabinger noch als reiner Franz geboren, am 12. Oktober getauft, was in etlichen FJS- Biografien u. a. bei Wolfram Bickerich 1996 nachzulesen ist.

Erst als sein Vater, der Metzgermeister Franz Josef Strauß im Jahr 1947 starb, übernahm der 32- jährige Franz junior den väterlichen Namenspart Josef dazu, als hätte er den kanibalisch animalisch gefressen

Aber hier beginnt schon das Dilemma des ARD- Doku- Films

"Der Primus".

Der Film ist hinsichtlich biografischem Datenmaterial, Beschreibung von zeithistorischen Zusammenhängen, der Nöte und Ängste des Kalten Krieges, der Teilung Deutschlands, Europas, der langen Liste an Skandalen, Affären, die sich mit der Person von FJS verbinden, so anspruchslos und fern von Ehrgeiz, wie ein laues Lüftchen, das zum Segeln nicht recht taugen will.


Wolfram Bickerich, Jahrgang 1942, einst Spegel- Redakteur, FJS Biograf 1996, kommt in der ARD- Doku

"Der Primus"

auch zu Wort, hat er doch Franz Josef Strauß 1968 zum ersten Mal in Bonn- Bad Godesberg getroffen, als der, neben dem smarten Professor Karl Schiller als Wirtschaftsminister, Bundesfinanzminister

"Pllisch & Plum"

vom Ganzen in der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD, als wehrhaft aufrechter Demokrat der Ersten Stunde, Gewehr bei Fuss stand, als "Schelmenstreich" endlich die lange auf Eis gelegten Notstandgesetze zur Herstellung der Teilsouveränität der Bonner Repubik mit 2/3 Mehrheit gegen die Außerparlamentarische Oppsositon (APO) durch den Deutschen Bundestag zu jagen

Aber davon ist in der ARD- Version "Der Primus" nichts zu hören, noch zu sehen.

Wolfram Bickerich sagt in der ARD. Doku nur brav und mickerig, wie er soll, das sei ja alles übertrieben, erfunden, erlogen und erstunken, was da insbsondere Rudof Augstein der SPIEGEL- Gründer und Herausgeber in einer persönlich gefärbten Fehde dem FJS lebenslang vorwarf,

"Der nicht!"

wiederholt vor den Schranken bundesdeutscher Gerichte gescheitert sei. Peter Merseburger der große alte Mann,

- neben Joachim Fest, Rüdiger Proske, Gerd von Paczensky, der großartigen Journlistin Luc Jochimsen von Panorama - ,

der Willy Brandt und Rudolf Augstein Biograf, pflichtet Wolfram Bickerich dabei geschichtsvergessen, eilfertig unpolitisch, altersmilde gestimmt, immerzu geradezu als selbstanzeigender "Mittäter" geständig, freimütig bei.

Rudolf Augstein selber kommt in einer Rückblende Jahre nach FJS Tod am 3. Oktober 1988 als Folge eines alkoholgeschwängerten Jagdausflugs mit dem eitlen Fürsten von Thurn & Taxis, in einer dürren Sequenz auf folgende Frage zu Wort:

"Ob er FJS gegenüber objektiv gewesen sei?"

"Objektiv, wie bitte? bei einem so potenten Gegner?, gewiss nicht!".

Selbst Rudolf Augstein vergisst, neben Wolfram Bickerich, Peter Merseburger, darauf hinzuweisen, dass DER SPIEGEL von seinem Selbstverständnis als

"Sturmgeschütz der Demokratie"

durchaus ein politisch

"Im Zweifel links"

engagiertes Nachrichtenmagazin sein wollte.

Und wenn auch bundeddeutsche Gerichte nicht in jedem Klagefall "Augstein versus Strauß" zu dem Urteil kamen, dass FJS wg. Amigo- Seilschaften, Machenschaften im Millionenbereich wg. Beschaffungskriminalität, Verstosses gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Verbot von Waffenexport in Krisengebiete, z. B. 1957 aus Bundeswehrbeständen leise nach Israel entlehnt, als Leasing Deal getarnt, zu schweigen von ersten Nachkriegszeiten des Schwarzmarktes und danach ab 1956 beim Aufbau der Bundeswehr nicht als "Gangster" zu belangen sei, so war das weniger der Reinheit des Herzens FJS geschuldet, sondern dessen robuste Bereitschaft und Fähigkeit, aufgrund fehlender Gesetzeslagen, juristisch ungestört. weltweit den Durchmarsch legaler, illegaler, scheißegaler Schurkereien zu erproben.

"Durchstehend und durchstechend, zielstrebig und zaudernd, machtgeil und zurückhaltend-realistisch, korrupt und liebenswürdig, polternd laut und sentimental - ein Mann voller Widersprüche, der den Frieden mit sich selber liebte und unbedingt, statt eines stehenden Heeres von 500 000 Soldaten als Bürger in Uniform unter demokratischer Knute

"Innerer Führung"

eines Bundeswehr Generals Graf Baudissin, die Verfügungsgewalt über Atomwaffen für die Bonner Republik anstrebte.

Dabei stets ein Mannsnild, immer auf der Lauer, auf der Jagd nach Freiwild, dabei selber ganz der Fasanengockel im Hühnerstall als lockende Beute für die Yello Press Meute.

Unbändige Gier nach Geld.

- ich werde Millionär auf die Frage eines US- Offiziers, was er werden wolle - ,

Drang zu Frauen, Bier, Wein, Spirituosen, Pretiosen, Gesang, im Kameradenglied "Ein Lied", nach unangefochtenem Ansehen, Glanz & Gloria von Erfolg und doch mit dem umwerfenden Charme eines unverbesserlichen Hallotrie, familiär persönlichem Glück mit einem Vatertag/Woche, wo ihm, laut FJS Tochter Monika, die Kinder, gemäß fuchtelnden Geboten Mutter Mariannes, alles abverangen durften, was sie sich wünschten,

FJS nicht nur ein Gerissener, ein frohgemuter Sängerknabe "Schwarzbraun ist die Haselnuss" sondern gleichermaßen ein Zerrissener, ein schillernder Reaktionär, verhinderter Widerständler gegen die NS- Diktatur, eine Radrennfahrer Figur, die vor lauter Faszination über ihre persönlichen Anlagen, Talente, Möglichkeiten gelebter, ungelebter Leidenschaften, die sich in einer Dauerfehde, gegenseitig niederringend, ungestüm widerstreiten, die unter höchsten Anstrengungen nicht ein noch aus weiss, außer sofort und überall gleicheraßen hin und weg.


"Der Politiker Strauß hat sich manche Verdienste erworben, so um den Aufbau der Bundeswehr, um die Finanzreform, den Airbus oder bayrische Regionalfragen."

schreibt Wolfram Bickerich in seiner FJS- Biografie 1996

Von den Witwen und Waisen zahlreich abgesürzter Starfigther Lookheed F- 104 infolge einer korrumpierend gescheiterten Beschaffungsamtspolitik für die Luftwaffe der Bundeswehr ist da keine Rede, auch in der ARD- Doku "Der Primus" nicht.

- Auch der Sohn des Nachfolgers FJS als Verteidigungsminister, Kai- Uwe von Hassel, stürzt als Bundeswehr Pilot mit heillos überbordender Ausrüstung

- Erfüllten sich FJS und Generals- Kameraden in nicht verantwortbarer Weise einen feuchten NS- Pimpfen- und Hitlerjungen Traum, aus einem einfach düsengetriebenen en Jagdflugzeug einen hochkomlex schweren Sturzkampfbomber "STUKA" zu Lasten der Sicherheit der Piloten zu machen? -

schwer überfrachteten Starfigther F- 104 tödlich ab -

Die Gründung, den Aufbau der Bundeswehr und im Zusammenhang mit Strauß die Gründung der Airbusindustirie 1972 im Bunde mit dem damaligen sozialliberalen Bundesforschungsminister Klaus von Dohnanyi, in München, Hamburg, Toulouse, als Ausfluss eines angeblich durchweg erfolgreichen Politikerlebens zu konstruieren, hat was von persönlichem Wagniskapital des FJS- Biografen Bickerich Richtung frappenter Auflagesteigerung gegen den Mainstream.

Für einen Spiegel-Redakteur Wolfram Bickerich als gescheiterter FJS- Biograf scheint das eine leichtere Übung, als ob er mit seinem einstigen Mentor Rudolf Augstein posthum noch ein Hühnchen zu rupfen hat, es aber nicht kenntlich macht.

Immerhin hatte Franz Josef Strauß 1962 dafür bis nach Spanien in die Franco- Diktaur auf dem kleinen Dienstweg, sprich Geheime Leitungen, gewuchtet und gefuchtelt, daß die SPIEGEL Redaktion wegen angeblichen "Vaterlandsverrates" nach dem SPIEGEL Titel

"bedngt abwehrbereit" FALLEX62

aus der Feder des Militärspezialisten und vormaligen BND- ;Mannes Conrad Ahlers, reihenweise in den Knast einfuhr, während der eigentliche Regisseur Helmut Schmidt. SPD- Wehrexpetrte im Deutschen Bundestag, inzwischen im MI eines Hamburger Innensenators und Medienheld der Hamburger Flutkatastrophe im Februar 1962 unter dem Schutzschild der NATO und in deren Namen gerichtlich unbehelligt blieb und auch im ARD- Doku "Der Primus" mit keinem Wortes in diesem Kontext gewürdigt wird.

- Rudolf Augstein, der sich selber in Begleitung seines Bruders und Rechtsanwaltes Joseph Augstein im Oktober 1962 dem damaligen Diensthabenden Oberstaatsanwalt Siegfried Buback in Hamburg gestellt hatte, verblieb bittere Hundert Tage, wenn auch mit täglich frisch von der SPIEGEL- Redaktion angeliefertem Obst, Säften versorgt, nicht nur bei Wasser und Brot darbte, in der Untersuchungshaftanstalt am Holstenglacis in Hamburg drei Monate vor Beginn der Internationalen Gartenbauaustellung (IGA) 1963 in den Hamburger Wallanlagen und Planten und Blomen bis in den Februar -

"Im Fasching 1957 lernt der 41-jährige, als venezianischer Troubador verkleidete Strauß beim Ball der Münchner Kammerspiele im Deutschen Theater die 26jährige Marianne Zwicknagel kennen. Daraus wird eine Romanze mit Höchstgeschwindigkeit; an Ostern, die Fastenzeit ist eben vorbei, feiert das Paar Verlobung." ist in Wolfram Bickerichs FJS Biografie nachzulesen

So als ob eben die Sitten und Gebräuche in Bayern, Schongau, Rott am Inn gewesen seien bzw von Franz und Marianne im eilig herbeigeführten Ehestand weder gefälscht noch verkürzt so gelebt worden seien

Einheimische aus Schongau, Rott am Inn/Bayern berichten in der ARD- Diku "Der Primus"

"Aber Nein!, die Brautleute Franz und Marinanne Strauß haben sich 1957 dem Brauch verweigert, dass die Braut vom Altar weg entführt, in einen Gasthof am Ort als Geisel verbracht, vom Bräutigam, unter Flehen, Heulen, jammern und Zähneklappern ausgelöst, wohlbehütet unberührt, freigekauft werden muss.

War die Strauß-Ehe immer glücklich?, vergelt's Gott "Mitnichten".

Franz Josef Strauß, als Lieblingsfeind aller Linken, aufrechten Demokraten und Liberalen hüben und drüben schlechthin eine verlässliche Angebotspalette unter dem Motto

"Alle Speere zu mir"

Von dem jeder, selbst Konrad Adenauer während der SPIEGEL- Affäre,

- die kein Abgrund an Landesverrat, sondern, angesichts der US- Präsident John F. Kennedy Südostasien Interventiospoitik, Forcierung des Vietnamkrieges mit seinem Verteidigungsminister Robert McNamara, eine grandiose Adenauer/Strauß- Affäre militärgeopolitischer Fehleinschätzungen war -

meinte, als Bonn- Intern im Herbst 1962 das Gerücht aufkam, Strauß könne dem Alten drohen, an seinem Kanzler- Stuhl sägen, wir kennen doch alle den Strauß, dem glaubt doch Niemand, selbst, wenn der die Wahheit sagt.

FJS, der als Person vorgestellt, durchaus Schwächen, Sentimentalitäten, Rührung und menschlichen Fehlern lebte, gar nicht so stark war, wie er stiernackig erschien.

Allein beim Beschreiben dieser Schwächen geht so manchem FJS Biografen, Fan, wie Gegner, so auch Wolfram Bickerich, unversehens der eigene gelebte, ungelebte "Strauß"" mit der Gefahr durch, preacox, als Hofberichterstatter der Münchner Staatskanzlei, die Schongauer FJS- Festspiele zu eröffnen

Franz Josef und Marianne Strauß werden Eltern von drei Kindern, Max, Georg- Friedrich, Monika.

"Er hat Ulli kennengelernt, eine 17jährige Primanerin aus bester Kölner Familie. Ihr hilft er in seiner Freizeit bei den Schularbeiten. Zum Abitur schenkt er ihr ein Auto, einen gebrauchten VW-Käfer; und er überlegt ernsthaft, ob er mit Ulli ein neues anderes Leben beginnen kann. Er ist bereit, den Skandal in Kauf zu nehmen, denn ihm und den wenigen, die von der Affäre wissen, ist die Dimension sogleich klar: Der Vorsitzende einer Partei, die das Wort 'christlich' im Vornamen führt, darf auch nicht auf dem Höhepunkt seiner Midlife-Krise die Familie schnöde verlassen - nicht in den sechziger Jahren, nicht als konservatives Aushängeschild. Ein Gefangener.", weiss Wolfram Bickerich 1996, die SPIEGEL- FJS- Dossiers endlich erst richtig ausbeutend, zu berichten.

Das FJS Familiendrama mit einer Minderjärhigen Ulrike im Auge des Orkans spielt 1968/69.

Da kommen Richtung FJS ganz andere Erinnerungen hoch, Richtung Notstandsgesetze, APO, Rudi Dutschke Attentat, Jane Fonda in beim Vietcong, TED- Offensive in Nordvietnam, Black Power bei den Olympischen Spilen in Mexico, auch wenn in bundesdeutschen Kinos Romanzen anzüglich unter der Überschrift liefen:

"Schulmädchenreport" 68er Brut verliebt sich heillos in väterlichen Freund"

Damals war es in Bonn- Bad- Godesberg, wie in Osdtberlin, Politbüro Bettenburg Wandllitz, ein ungeschriebenes Gesetz für die Medien, Prominenz, gleich welcher politischen Farbe, selbst in der Regenbogen Presse im Fall von Liebesaffären, Kartoffel- und Zweitfrauen- Verhältnissen, nur dunkel zu unken. namentlich Niemand zu nennen.

Beschwiegen

- Heli Ihlefeld, Jahrgang 1936, Willy Brandts (1913- 1992), langkjährige Geliebte in Bonn- Bad- Godesberg -

- Helmut Kohl als CDU/CSU Oppositionsführer im Deutschen Bundestag ab 1976 in einer libertären Wohngemeinschaft mit seiner Frau Hannelore als Gast und seiner Sekretärin Gabriele Weber, dass es den Arbeitgeberpräsidenten und Helmiút Kohl Freund Hanns- Martin Schleyer noch vor seiner Ermordung durch die RAF im Bleiernen Herbst 1977 stramm auf die Palme bringt, er Kohl drängt, dieses wuschige Kuschel- Gespusi Nest in Bonn unverzüglich aufzulösen -

Der rettungslos verliebte FJS rührt heute erst richtig an. Aber davon gibt es in der ARD- Doku "Der Primus" selbstredend nichts zu hören, noch zu sehen

Das ist doch einmal eine Adresse!

Ja hätte, hätte, Fahrradkette, die Ulrike ein wenig früher das Licht der Welt erblickt, wär's mit der Lösung dieses FJS- Dramas vielleicht einfacher gewesen, lässt Wolfram Bickerich mitfiebernd ahnen.

Franz Josef Strauß, ein Gefesselter seines katholischen Familenstandes bürgerlicher Ehe in alle Ewigkeit, als Zweiundfünfzigjähriger im damaligen Wahrnehmungsmilieu des "Schulmädchenreport" angesiedelt, wenn das nichts ist, was dann?

Muss die Geschichte der 68er neu und zwar als Geschichte der Väter, Mütter im Gender- , Geschwiserzwist erzählt werden, mit den kindesmissbräuchlich ausgewilderten Töchtern und Söhnen als Zuschauer am Rande an der Bande?

"So faßte der CSU-Vorsitzende und amtierende Finanzminister einen Entschluß, der ihm das alte Ungestüm zurückgibt: Franz Josef Strauß, ein Freund der Frauen, weinte bittere Tränen, als er sich von Ulli trennte." , Wofram Bickerich.

Mit Sicherheit hat die Ulli auch bittlerlich geweint, denn inzwischen hatte Marianne Strauß, die famiilenstramm eifersüchtige Gattin, es sich nicht nehmen lassen, bei Ullis Eltern, auf Krawall gebürstet, Alarm zu schlagen und Rabatz zu machen

Ulrike Pesch kriegt in ihrem Liebeskummer ohne verbotene Leibesfrucht dann doch Jahre später die Kurve und ehelichte 1974 den späteren spd- nahen Bundesbankpräsidenten Karl- Otto Pöhl, abgesehen von einer exellenten Partie, eine blendend gute Gattinnen- Figur auf dem Bonner Treibhaus- Parkett im Damen. Programm zu machen..

Mit Wolfram Bickerich beibt die investigative Frage, warum damals, obgleich etliche Alpha- Journalisten und Parteifreunde FJS von der Liebschaft mit einer Minderjährigen wußten, was auch in jenen Jahren als Missbrauch galt, alle bis auf den heutigen Tag geschwiegen haben und weiter, wie in der ARD- Doku "Der Primus" zu schweigen gedenken?

Wenn wir damals vielleicht auch keine gelenkte Demokratie gewesen sind in Westdeutschland, eine gelenkte Medienlandschaft waren wir auf jeden Eheknall und Fall im Prominentenstall beim "Bonn- Direkt- Komödiantenstadle" mit Friedrich Nowottny, Dieter Lueg, allemal mit Gewissheit.

"Mit Marianne hatte er, nachdem er von Ulli so tränenreich getrennt worden war, alt werden wollen; die vielen Frauen daneben und dazwischen dienten nur der Kurzweil."

Das ist Wolfram Bickerichs euphemistisch anmutende "Fussnote" m Nachruf zum Tode der Strauß-Ehefrau Marianne durch einen mutmaßlich selbstverschuldeten Auto- Unfall 1984.

Im Denver- und Dallas-Geschmack jener Jahre schreibt Wolfram Bickerich:

"Das waren überall zwischen New York und Windhoek wilde Sausen, wenn der ungemein großzügige Jahn auftischte".

- Friedrich Jahn, der Wienerwald-Eigentümer und Geschäftsführer,

"Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald"

gehörte zum engsten Amigokreis von Strauß und galt als ein unverbüchlicher Förderer der CSU.

Ein anderer Amigo- Genosse des FJS, Eduard Zwick, Bäderbaron, war noch spendabler mit Blick auf jurisitsch ausbaldowert, prekär gewagt, eigene Steuervergünstigungen durch den Freistaat Bayern, wie es dann auch, dank FJS und Nachfolger Edmund Stoiber? geschah und der Zwick, aus der Münchener Staatskanzlei gut gebrieft vor den Ermittlenden Behörden Bayerns in die Schweiz entrücken konnte. Von da ab wurde nahe NIzza/Frankreich groß gefeiert.

"Jeweils um Strauß' Geburtstag herum, schaffte er mit seinem Flieger schöne, wenn auch für leicht empfundene Frauen zu fröhlichen Festen nach Südfrankreich."

Dort - Strauß hatte Grundstücke in der Gegend - traf man sich, schreibt Bickerich

Was Wolfram Bickerich in seiner FJS- Biografie nicht erwähnt:

Der Nürnberger Rüstungsfabrikant Karl Diehl, ein bedeutsamer Akteur und Profiteur im Landminengeschäft, war ebenfalls ein FJS- Amigo Dukaten plätschernden Wassers.

Diehl leiht auch schon einmal seinen Jet an FJS aus, falls Strauß von Frankreich aus die Heimfahrt im BMW iX oder Mercedes-Geländewagen zu beschwerlich oder einfach ungelegen ist.

Zum 60. Geburtstag bekommt der Franz Josef vom großen Flick persönlich unversteuert? eine Antiquität geschenkt (Wert 66 000 Mark).

Bei so viel burschikosem "Komödiantenstadle im ARD- Doku

"Der Primus" ,

soviel in Szene gesetzter Mannsbildkraft, dass der Franz- Josef vor lauter bajuwarischer Urviech Tollerei und unlauterem Erfolg kaum zu gehen vermag, wen lockt es da noch vom Ofen, aus dem Fernsehsessel, mit Empörung hoch, daß dieser FJS Durchmarsch zum Erfolg 1945 mit einem gefälschten Entnazifizierungsgutachten begann?

Franz Josef Strauß, erst Minister ohne Amt für besondere Aufgaben, dann Minister für Atomfragen, Atomwaffen, dann Bundesfinanzminister der Bonner Republik zu Zeiten der Großen Kolation(1966- 1969), alle recherchierten, unaufgedeckten "Affären" , "Verfassungsbrüche", Rechtsbrüche, Rechtsverkürzung der Bundespolitik

- Dunkle Schwarzmarkt Geschäfte im großen Stil bis zur Einführung der DM 1948

- KPD- Verbot 1956

- HS 30 Schützenpanzer Skandal

- Starfighter/Lockheed Affäre,

- Pressezensur gegen den Spiegel u. a. Medien,

- Unterstützung des Apartheids- Regime Südafrika,

- Unterstützung des Apartheids Regime Rhodesien,

- Togo, Zaire,

- Chile, Augusto Pinochet Regime 1973- 1989

- Argentinien, General Jorge Rafael Videla Regime 1976- 1983

- Genralissimo Franco-Regime Spanien bis 1975,

- Salazar- Regime Portugal bis 1975

- Subventionierung der Atomwirtschaft zusammen mit dem SPD- "Atomkanzler" Helmut Schmidt,

- 1980 kommt es in der Endphase des Bundestagswahlkampfes am 26. September zum Terrosanschlag auf dem Münchener Oktoberfest mit 13 Toten, 211 Verletzten., 68 von ihnen schwerverletzt.

Franz- Josef Strauss behauptet, keine zwei Stunden später allen Ernstes, fern von belastbaren Erittlungsergebnissen, das sei der Rote Terror von Links. Der Anschlag ist bis heute nicht aufgeklärt. -

- Eine-Milliarden- DM- DDR-Kredit 1982 an den FJS- Duz- Freund, Alexander Schalk-Golodkowski (1927- 2014) , Offizier im besonderen Einsatz, Oberst des MfS und Chef Kommerzieller Koordination (KoKo) zur Versorgung der SED- Nomenklatur und DDR- Wirtschaft mit harter Valuta.

- NATO- Doppelbeschluß 1983 als Fanal zum Totrüsten der UdSSR durch die Reagonomics

- 1984 Flick- Partei- Spendenskandal wg. Strauß, wg. Kohl, wg. Graf Lambsdorff u. u. von Spiegel- Redakteuren Hans Leyendecker, Jürgen Leinemann recherchiert und aufgedeckt.

- Karlheinz Schreiber Waffenhändler Amigo- Komplex als FJS- Hinterlssenschaft, in die Sohn Max mit krimineller Energie tappt und nach jahrelang verschleppten Gerichstverhandlungen durch alle Instanzen zu einer Bewährungstrafe verurteilt wird

Waren das nun alles, bei historisch heruntergedimmtem Lichte in der Wolfram Bickerich FJS Biografie betrachtet, gar nicht böse gemeint vergnügliche Bubenstreiche?

Franz Josef Strauß war im Grunde lebenslang so nüchtern knochentrocken zumute, dass er, mit seinem ausgeprägten Geltungsdrang, die Wirklichkeit, sein bildungsnahes. wie -fern soziales Umfeld, die Amigo- Anbahnung und Kontaktpflege, nur noch von sich, seiner politischen Arbeit oder durch Alkohol besoffen. ertrug, was selbst Strauß Sohn Georg Friedrich in der ARD- Doku "Der Primus" expressis verbis deutend nahelegt

Wolfram Bickerichs Resümee 1996 über FJS Selbstdarstellungsdrang will ich dem geneigten Leser nicht vorenthalten:

"Für die Öffentlichkeit zelebrierte er Rituale wie im afrikanischen Busch."

Die ARD- Doku "Der Primus" hat solcher Art unkorrekt gewagter Blüten beileibe nicht zu bieten.

Der Wolfram Bickerich 2015 auch nicht mehr
JP

http://www.spiegel.de/kultur/tv/der-primus-in-der-ard-festspiele-fuer-franz-josef-strauss-a-1045398.html
SCHÖNER FERNSEHEN
Lasst die FJS-Festspiele beginnen

Doku über Franz Josef Strauß: Ein weiches "People"-StückFotos


http://www.abendblatt.de/kultur-live/article205509727/Franz-Josef-Strauss-Die-Reizfigur-der-alten-Bundesrepublik.html
Home – Kultur & Live
27.07.15ARD
Franz Josef Strauß: Die Reizfigur der alten Bundesrepublik
Von Stefan Reckziegel

17:12 28.07.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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