Europäer lasst Ägypter mit dem Wort Demokratie nicht allein.

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Europäer, Israelis, lasst Ägypter mit dem Wort Demokratie nicht allein.

Das alte Lied "Im Westen nichts Neues!",
" der Westen überrascht!"

Heute im Jahre 2011 ist es wie Im Jahre 1989 nach dem Berliner Mauerfall vom 09. November 1989.
Damals nach monatelangen Montagsdemonstrationen von 1988- 89 in vielen Städten der DDR, darunter Plauen, Leipzig, Dresden, Rostock u u., wieder und wieder ist der Westen überrascht vom Verlauf der Ereignisse und deren historische Folgen.

Dieses Mal geht es um den Aufbruch der ägyptischen Bevölkerung, die an
"öffentlichen Dienst- Tagen des Zorn"
nicht nur in Kairo, Alexandria, Suez ihre Forderungen nach dem Wort Demokratie in seinem ursprünglichen Sinne, gegen Folter, Armut, Verwfolgung, allägliche Rechtsbeugung, Verbechen in Amt & Würden, Korruption artikuliert.

Während Israel jahrzehntelang, historisch eingenebelt, ideologisch wie politisch umwölkt von transatlantisch kruden Sinnen & Trachten, trotz eigener Demokratien, Rechtsstaatlichkeit im Lande, im Kern Despotien der globalen Sicherheits- und Ressourcen- Bewirtschaftung zu sein, seine guten Jahre nach dem Sechs- Tage- Krieg von 1967 aus einer zivilisatorisch, wie miltärisch präsenten Lage und Ambition auf Frieden im Nahen Osten, auf Unterstützung der Palästinenser/innen bei der Gründung und des Erhalts eines eigenen selbständigen Staates, ungenutzt verstreichen ließ, werden nun die Karten der Topographie der Entwicklung, Sicherheit, des Wohlstandes in Afrika, Arabien, der EU, im Nahen Osten neu gemischt?

Statt, dass die westlichen Länder, darunter die EU, die USA, Israel gestaltend die Enwicklungen in Arabien, Naher Osten, Ägypten, Tunesien, Afrika in Richtung Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, ohne das Wort (D)emokratie auszusparen, sichtbar beeinflussen, versteigen sich nun israelische Regierungsstellen darin, bei westlichen Regierungen vorstellig zu werden, um die robuste Unterstützung des Mubarak Regimes in Ägypten als Garanten für die Sicherheit Israels und westlicher Interessen einzufordern.

Bisher hat die US- Adminstration die Miltärhilfe für das Mubarak Regime in Ägypten in Jöhe von 1.3 Milliarden US- $/anno nicht wirklich in Frage gestellt, geschweige denn vernehmlich und wirksam gegen die Kappung des Internet Netzes, der Social Networks, wie Facebook, in Ägypten durch das Mubarak Regime zu protestieren, dem Despoten Clan aus Tunesien, abgestimmt mit der EU, die Einreise zu verweigern.

Warum sparen sowohl US- Präsident Barack Hussein Obama als auch die EU- Regierungen in ihren mahnenden Worten und Reden Richtung Ägypten, Tunesien das Wort
"Demokratie"
aus?

Das Wort vom "Im Westen nichts Neues",
"Der Westen überrascht"
wirft einmal mehr ein wahres Licht auf die Machtverhältnisse in den westlichen Demokratien, in deren Kern immer noch unangetastet die alten Despotien klerikaler wie säkularer Prägung fortlebend, ihr Großes Geschäft der Sicherheits- und Ressourcen Kommandowirtschaft in der Welt betreiben.

Beginnend in Tunesien, nun in Ägypten fällt und schrumpft durch die Bürgerbewegungen nicht an ihren
"Dienst- Tagen des Zorn"
das Gespenst der so genannten
"Islamismus Gefahr" des
"Clash of Zivilisation"
in der Welt, seit Nine Eleven 01, in sich zusammen, wird diesem unseligen Wahn des
"unerklärten und doch realen Krieges gegen den Islamismus"
die heillos verwüstende Macht genommen.

Nicht unbegründet, drängt sich der Eindruck auf, dass etlichen Regierungen westlicher Länder die Demokratie als Alleinstellungsmerkmal, samt Alleinvertretungsanspruch so kostbar ist, dass sie sogar bereit zu Heissen und Kalten Kriegen, bereit zu human- militärischen Interventionen sind, damit anderen Ländern, Regionen die Demokratie unerschwinglich teuer wird.

Dem Gespenst der
"Islamismus Gefahr"
wird es nun so ergehen, wie einst dem Gespenst der
"Gefahr des Kommunismus",
nämlich nur noch als Karikatur für die Unverbesserlichen, Unbelehrbaren in Kommentarleisten, sein Medien präsentes Rest- Dasein fristend, irgendwann ganz auszuhauchen.

A u f r u f:

"Europäer, Israelis!,
lasst die Demokratiebewegten in Ägypten, Tunesien, Marokko, Saudi Arabien, Oman, Jirdanien, Algerien, Lybien, Jemen, Kuwait, Libanon, Syrien, Irak, Iran nicht im Kugel Regen der Interessen alter transatlantischen Despotien der Ressourcen- und Sicherheits- Kommandowirtschaften, samt deren Garantenkriegen im Irak, Afghanistan, Naher Osten, alleine stehen.

JP

siehe:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/nofretetes-bueste-bleibt-hier-und-wenn-ganz-aegyptenland-in-zorn-geraet

26.01.2011 | 02:53
Nofretetes Büste bleibt hier und wenn ganz Ägytenland in Zorn gerät
tage des zorns ägypten tunesien nofrete büste

Nofretetes Büste bleibt hier und wenn ganz Ägytenland in Zorn entflammt.
Nofretetes Büste bleibt hier und wenn ganz Ägytenland in Zorn gegen Deutschland, Europa gerät

21:25 31.01.2011
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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