Fassungslosigkeit allein reicht nicht

Todesflug 4U9525 Der Sinkflug des abgestürzten Germanwing- Airbus 320 Flugs 4U9525 kann nur mit Vorsatz eingeleitet worden sein. so der Staatsanwalt Brice Robin heute Nachmittag

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Öffentliche Trauer, bekennende Fassungslosigkeit allein reicht nicht, Frau Bundeskanzlerin Merkel!

Copilot leitete angeblich mit Vorsatz Absturz von Flug 4U9525 ein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Marsailles war der Copilot beim Absturz des Germanwings-Flugs alleine im Cockpit. Er leitete vorsätzlich ein Bruch- Landemanöver ein. Das ergab die Auswertung des Stimmenrekorders.

Der französische Staatsanwalt Brice Robin aus Marsailles spricht auf der anberaumten Pressekonferenz zum Flugzeugabsturz über die dramatisch tragisch letzten Minuten im Cockpit des Airbus 320 des Germanwingflugs 4U9525 . Der Copilot sei alleine gewesen, habe den Flugkapitän nicht mehr ins Cockpit herein gelassen und habe den Sinkflug wie bei einer normalen Landung eingeleitet.

Der Sinkflug des abgestürzten Germanwings- Airbus 320 Flugs 4U9525 kann nur mit Vorsatz eingeleitet worden sein. Der allein im Cockpit zurückgebliebene Copilot habe den Hebel für den Sinkflug zur verhängnisvollen Unzeit selbst betätigt, erläuterte der Marseiller Staatsanwalt Brice Robin am heutigen Donnerstag.

Der 28-jährige Andreas L. sei die einzige Person im Cockpit gewesen, der Flug- Kapitän sei ausgesperrt gewesen. "Es sieht so aus, als habe der Copilot das Flugzeug vorsätzlich zum Absturz gebracht", erklärte Robin weiter.

Es habe wohl einen "Willen" gegeben, das Flugzeug zu "zerstören". Die Motive des 28-Jährigen sind zur zeit noch unergründet. Einen Hinweis auf einen terroristischen Anschlag gebe es nicht, versicherte Bundesinnenminister Thomas de Maiziere. Lufthansa-Chef Carsten Spohr geht ebenfalls davon aus:

"dass das Flugzeug willentlich in den Boden geflogen wurde. Wir stehen vor einem riesigen Rätsel."

Der Staatsanwalt verwies bei seinen Angaben auf die Auswertung des Stimmenrekorders, der nach dem Absturz der Germanwings-Maschine geborgen worden sei.

"Das ist kein kurzfristiger Sinkflug, das ist wie ein Landeanflug. Aber in der Nähe gibt es gar keinen Flughafen auf dem ein Airbus landen könnte", betonte Robin.

"In den ersten 20 Minuten nach dem Start haben sich Pilot und Copilot demnach ganz normal auf Deutsch zwischenzeitlich sogar in heiterer Stimmung unterhalten. Der Chef- Pilot hatte nach Erreichen der reise Flughöhe das Cockpit verlassen, um auf die Toilette zu gehen. Seinem Kollegen hatte er zuvor das Kommando über den Airbus 320 übergeben. Als er zurück ins Cockbit strebte, habe er die automatisch verriegelte Tür zum Cockpit, trotz Eingabe des Erkennungscodes, nicht mehr öffnen können, schilderte der Staatsanwalt. Die plausibelste Deutung dafür sei, dass der Copilot die Öffnung der Tür vorsätzlich verhindert habe.

In den letzten acht Minuten vor dem Zerschellen der Maschine gab es laut den Ermittlern zahlreiche Kontaktversuche des Towers in Marseille – aber diese seien nicht beantwortet worden. Ein Notruf sei nicht abgesetzt worden." (Quelle N24)

An der Cockpit-Tür gebe es einen Code. Dieser dient nicht zur Öffnung der Tür, sondern zur Identifizierung von Zugangsberechtigten. Die Tür in der Unglücksmaschine verriegelt automatisch, konnte nur von innen geöffnet werden.

Daneben gebe es einen zweiten Code, dessen Eingabe zur Öffnung der Tür führen soll und den jeder Pilot auswendig kenne, berichtete ein Lufthansa-Sprecher.

Selbst dieser Mechanismus könne durch das Umlegen eines Schalters im Cockpit "out of order" gesetzt werden.

Beschrieben wird von Le Monde, dass der Co-Pilot "normal" geatmet habe, was zum einen als Lebenszeichen gewertet wird, zum anderen als Indiz dafür gilt, dass er keinerlei physische Beschwerden zu haben schien. Von einem Schwächeanfall des Co- Piloten könne keine Rede sein.

Andererseits ist in einem Live-Ticker zur Pressekonferenz zu lesen, der Co-Pilot habe während des Sinkflugs "schwer geatmet".

"Das ist ein kompliziertes Katastrophen-Szenario", sagte Robin. Den 144 Passagieren sei wahrscheinlich erst ganz am Schluss klar geworden, dass der Absturz bevorgestanden habe. Zumindest habe der Stimmenrekorder erst unmittelbar vor dem Aufprall Schreie aus dem Hintergrund aufgezeichnet.

Der Copilot Andreas L., ein Deutscher aus Montabaur in Rheinland-Pfalz, hatte 630 Flugstunden absolviert und war erst seit September 2013 für die Fluggesellschaft tätig.

Vor der Anstellung sei der Mann an der Verkehrsfliegerschule der Lufthansa, der Muttergesellschaft von Germanwings, in Bremen zum Piloten ausgebildet worden.

Lufthansa-Chef Spohr äußerte, dass es während seiner Ausbildung eine sechsmonatige Pause gegeben habe. Zu den Gründen wollte sich Spohr nicht äußern. Danach sei aber wieder die Eignung des Mannes für den Beruf des Piloten festgestellt worden. Er habe alle Checks bestanden und sei "hundert Prozent flugtauglich" gewesen.

Dass Lufthansa-Chef Spohr, ungefragt, bereits diese datengeschützte Andeutung über den Mitarbeiter der Germanwing Andreas L. macht, wirft Fragen auf, statt Antworten zu geben

Was mich stutzig und zugleich betroffen macht, ist die n. m. E. kaum belastbar

- Die Blackbox wurde noch nicht gefunden, geborgen -

rückhaltlose Übereinstimmung mit den Vor- Ermittlungsbetrachtungen des französischen Staatsanwalts Robin durch die Hohen Vertreter von Airbus, der Airlines Germanwing, Lufthansa.

Bei aller Tragik des Geschehens ist hier geradezu sprichwörtlich der Fall der Steine vom Herzen der Vertreter von Airbus, der Airlines Germanwing, Lufthansa. zu hören, weil nun alle Fragen nach eventuellen technischen Mängeld des Airbus Modells 320 aus dem Blickfeld öffentlichen Interesses verdrängt scheinen.

Dazu sei angemerkt, hier geht es um relevante Fragen der Haftung, Entschädigungsforderungen von Angehörigen außerhalb des Kulanzweges.

Ein terroristischer Angriff auf den Flug 4U9525 wird erstaunlich früh von vornherein kategorisch ausgeschlossen.

Wurden die Gefahrenlagen, die von eingedrungenem Kohlenmonoxid Einträgen ins Cockpit bei Schub- u. a. Umschaltungen für das Personal ausgehen können?, z. B. schnelles Eintreten von Tunnelblick bis zur Bewusstlosigkeit, bisher offiziell aus dunklem Grunde gar nicht erwogen?

Ökonomisch erscheint die sogenannte

"Mitnahme- Suizid Variante"

wohl auch deshalb den Unternehmensvertretern von Airbus, Lufthansa, Germanwings besonders plausibel, weil diese Variante die kostengünstigste ist, angesichts zu erwartender Entschädigungsforderungen der Angehörigen von 150 Opfern, den Co- Piloten Andreas L. als Opfer mit eingeschlossen, bei anderen Ermittlungsergebnissen.

Was ist, wenn es sich in Wirklichkeit um eine geziellte Cyber- War Attacke auf den Flug 4U9525 handelt, die der Co- Pilot Andreas L. als "Azubi" nicht als solche erkennt, stattdessen denkt, er habe was verkehrt gemacht?, sich darauf als "Greenhorn" schämt, das soll Niemand und sei es ums Verrecken aller jemals merken?

Unweigerlich sollten nun die Flugverkehr- Sicherheitsmaßnahmen nach den Nine Eleven 2001- Anschlägen in den Mittelpunkt kritischer Betrachtungen rücken.

Bisher allerdings geschieht das nur, soweit diese die Absicherung des Cockpits betreffen. Z. B. Sicherungsmechanismen der Cockpit-Türen.

Die Frage nach der Anzahl der Personen, deren Anwesenheit im Cockpit für Fluggesellschaften erpflichtend sein sollte, um erhöhten Sicherheitstandards zu genügen, lässt von authorisierter Seite bis dato auf sich warten

Dabei sei daran erinnert, dass es ausgerechnet Fluggesellschaften seit Jahren selber sind, voran die Ludthansa, Airberlin, die, trotz des Credit Events Nine Eleven 2001, die Anzahl verpflichteter Personen im Cockpit auf Kurz- und Langstrecken von drei Berechtigten, gegen den Piloten Willen, unverantwortlich auf zwei reduziert haben.

Das "Vier Augen Prinzip" im Cockpit gilt, anders als bei den meisten Airlines in den USA, für deutsche, europäische Airline schon seit Jahren nicht mehr.

Dass ein Pilot im Cockpit alleine über das Schicksal von Fluggästen, Kollegen mit der gegenwärtig global eingeführten Praxis im Internationalen Flugverkehr bestimmen kann, erscheint, insbesondere auf dem Hintergrund ansonsten schriller Sicherheitsrethorik in Politik, Gesellschaft im erschreckenden Maße unvernatwortlich.

Gab es da nicht bereits im Zusammnehang mit den Sicherheitschecks auf dem Airport Frankfurt/Main, dank Report- Mainz, im Jahre 2014, einen ungewollten Offenbarungseid der Politik, wie vorne kostenintensiv schrille Forderungen nach noch mehr Schein- Sicherheit, Datenerfassung tönen und hinten über den Lieferanteneingang jedermann unkontrolliert Richtung parkenden, startenden Flugzeugen durch Schwingtüren marschieren kann, wer will?

Da bleibt es gleichermaßen unverantwortlich, ob im Fall des Flug 4U9525 eines Airbus 320 der Germanwing Fluggesellschaft, wie jetzt in Berichten zu vernehmen, eine Zerstörungsabsicht aus dunklem Grunde vorliegt, oder der Co- Pliot Andreas L. aus Montabaur durch einen Herzinfarkt vor Aufregung orientierungslos in Ohnmacht verfiel.

Öffentliche Trauer, bekennende Fassungslosigkeit, angesichts dieser Tragödie, allein reicht nicht, Frau Merkel.

Gleichwohl will ich anerkennen, Frau Bundeskanzlerin Merkel, dass Sie dieses Mal, anders als bei der Tragödie des Abschuss von Flug MH17 der Malaysia Airline über der Ukraine im Juli 2014 mit 298 Opfern, Holland, Malaysia, uns Deutsche alleine beim Trauern gelassen haben, nun, wenn auch nicht nach Haltern zu trauernden Familen, einer trauernden Schule, so doch wenigstens den Weg zur Trauergemeinde nach Frankreich, demonstrativ zeitnah, selbstredend in einer Lufthansa Maschine gefunden haben.

Sorgen Sie gesetzgebend dafür, dass wieder drei Personen in Cockpits anwesend sein müssen, auch wenn die Fluggesellschaften, voran Lufthansa, Airberlin über die Personalkosten lamentieren.

Frau Merkel, der Deutsche Bundestag möge durch Ihren federführenden Antrag gesetzgebend beschließen:

“Zurück zum Dreiercockpit.!”*****

Neben zwei Piloten gibt es dann, wie früher, noch einen Bordingenieur, der sich um alles Technische kümmert, daneben auch eine fliegerische Grundausbildung vorweisen kann. Das Dreiercockpit wurde aus Kostengründen für europäische Airlines abgeschafft,

JP

http://www.huffingtonpost.de/2015/03/26/germanwings-absturz-offene-fragen_n_6945740.html?utm_hp_ref=germany&ir=Germanv
Germanwings-Absturz: Was ist im Cockpit wirklich passiert?
The Huffington Post | von Dr. Gunda Windmüller
Veröffentlicht: 26/03/2015 12:12 CET

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/mh17-tagoedie-warum-trauert-holland-allein

JOACHIM PETRICK 24.07.2014 | 22:00 1
MH17 Tragödie/Warum trauert Holland allein?
Flugverbotszone Warum wurde in Deutschland, anders als in den Niederlanden, kein Tag der Trauer gefunden?, wurden die Flaggen hierzulande nicht landesweit auf Halbmast gesetzt?

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Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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