Fürchtet Ferdinand Piëch VW-Erpressbarkeit?

VW-Abgasbetrug Solange es kein deutsches Unternehmensstrafrecht gibt, bleiben deutsche Unternehmen wie VW, Bosch über den Lieferanteneingang von unbekannt dritter Seite erpressbar
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Wer den freischwebenden Wirtschaftsradikalen Ferdinand Piëch eilfertig nacheilend tönen hört, er habe früh über einem israelischen Diplomaten von dem Abgas-Betrug erfahren. Mit dabei seien israelische Geheimdienstmitarbeiter gewesen. Er habe Martin Winterkorn (damals noch VW-Vorstandschef) unterrichtet, gerät, spektakulär hinter die Fichte geführt, schnell auf das falsche Gleis.

- Wenn der israelische Geheimdienst Mossad vom VW-Abgasbetrug weiß, wissen es weltweit auch andere Geheimdienste bis zum BND -

Denn damals im frühen Märzen 2015 wollte Piëch nicht wirklich auf den VW-Abgasbetrug verweisen, der ihm mutmaßlich, wie allen maßgeblich befasssten Personen bei VW in Wolfsburg, Hannover, im Bundeswirtschaftsministerium Berlin, der EU- Kommission in Brüssel hinreichend bekannt war, sondern Piëch wollte auf die Gefahr der Erpressbarkeit VWs aufmerksam machen, was er nun, Rätsel aufgebend, beschweigt.

Dieser Aspekt des VW-Abgasskandals wurde bisher auf sträfliche Weise noch gar nicht beleuchtet. Warum?. konnte, wurde, wenn ja wielange schon wird VW von dritter bekannter, unbelkannter Seite in aller Welt erpresst?, wenn ja, wieviele VW-Gelder sind inzwischen verdeckt, mit und ohne Wissen der Politik in Hannover, Berlin, Brüssel an Unbekannt geflossen?

Iin diesem Zusammenhang des VW-Abgasskandals blitzt ein Kapitel Dunkeldeutschland nach 1945 auf, wo sich deutsche Politik, Ost wie West, Gewerkschaften, Wohlfahrts- , Wirtschafts- , Industrie- Landwirtschaft- , Wasserwirtschaft- , Forsten- , Wald- und Wiesenverbände, selbst Kirchenvertreter, Unternehmen, Kommunen beharrlich ins Ungefähre herausredeten und verweigerten,frühzeitige Entschädigungsansprüche von Millionen Zwangsarbeitern_innen 1939- 1945 in ihren Unternehmen, Einrichtungen offiziell anzuerkennen.

Das war die Zeit, wo sich. von Fall zu Fall. deutsche Clans, Dynastien, Politik, Untenehmen, Kommunen, mit ihrer Geschichte insgeheim von Unbekannt konfrontiert, erpressbar gemacht hatten, haben und weiter sind. Da fließen von Fall zu Fall verdeckt womöglich nachwievor abgeschöpfte Gelder, die noch bis 1997, entgegen UNO-Konvention gegen Korruption und Abgeordnetenbestechung, in Deutschland als Betriebskosten steuermindernd veranlagt werden konnten, nur um präjuizierende Urteile zu verhindern.

Dass die Braunschweiger Staatsanwaltschaft wieselflink mit der Bekanntmachung herauskommt, wie Jürgen Busche in seiner aktuellen Freitag Kolumne "Unter der Woche" mit dem Titel schreibt "Ein Drama wie von Richard Wagner", sie ermittle nicht gegen Aufsichtsratsmitglieder, noch gegen den SPD-Ministerpräsidenten Stephan Weil als VW-Aufsichtsratsmitglied, kann nicht wirklich überraschen, angesichts der Tatsache, dass es in Deutschland, anders als z. B. in den USA, United Kingdom, nicht einmal ansatzweise ein Unternehmens- und Verbandsrafrecht gibt, wie es der Grüne Sven Giegold seit 2013 im Europaparlament fordert

- Auf Anraten des Deutschen Juristentages 1953 veranlasste die Bundesregierung unter Führung Bundeskanzler Konrad Adenauers den Deutschen Bundestag, mehrheitlich das von den Besatzungsmächten nach 1945 eingeführte Unternehmens- und Verbandsrafrecht außer Kraft zu setzen..-
JP

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/ein-drama-wie-von-richard-wagner
JÜRGEN BUSCHE AUSGABE 0717 | 17.02.2017 | 06:00
Ein Drama wie von Richard Wagner
Piëch und VW Was einst im „Ring des Nibelungen“ einen Höhepunkt erreichte – Lug und Trug –, steht jetzt im VW-Abgas-Skandal noch am Anfang

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/sven-giegold-fordert-unternehmensstrafrecht
JOACHIM PETRICK 04.12.2013 | 19:28 11
Sven Giegold fordert Unternehmensstrafrecht

https://joachimpetrick.wordpress.com/2016/08/30/warum-wir-ein-unternehmensstrafrecht-brauchen-why-do-we-need-a-corporate-crime/

https://www.openpetition.de/petition/online/unternehmens-und-verbandsstrafrecht

13:48 21.02.2017
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Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick