George Soros warnt vor 'Black Friday' 23.6.

"Britain First" Brexit Dieses Mal meint George Soros: dass der Absturz des britischen Pfund Sterling nach dem Brexit, anders als 1992, nur Verlierer kennt und alle ärmer machen wird.
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Exklusiv: Währungsspekulant George Soros warnt davor, dass nach einem Brexit zu erwartende Abwertung des Pfund Sterling mehr Störungen am Devisenmarkt verursachen würde, als damals 1992, alls Großbritannien nach massiven Spekulationen gegen das Sterling Pfund aus der Europäischen Währungsschleife, dem Wechselkursmechanismus (ERM) katapultiert wurde.

Er muss es wissen, denn Soros war es, der mit vollem Risko, unterstützt durch unlimitierte Investment- Bankenkreditlinien für seinen Hedge-Fond, gegen das britische Pfund Sterling mit Milliarden US- Dollar gewettet und mindestens 1 Milliarde US- Dollar Spekulationsgewinne 1992 eingefahren hatte

Dieses Mal meint George Soros: dass der Absturz des britischen Pfund Sterling nach dem Brexit, anders als 1992, nur Verlierer kennt und alle ärmer machen wird.

George Soros sagt, es gibt wenig, was die Bank of England gegen die Folgen eines Brexit über Rezession Richtung ökonomischer Depression tun könnte. Das klingt als würde Great britain nach einem Brexit, wie Irland Anfang des 20. Jahrhunderts, das Armenhaus Westeuropas im 21. Jahhundert werden


George Soros schreibt im Guardian, dass eine Brexit Abstimmung einen "schwarzen Freitag" für das Vereinigte Königreich auslösen würde, denn die Abwertung des Pfund Sterling würde keinerlei Vorteile für die britische Wirtschaft bringen, die England nutzen konnte, nachdem es dem ERM am Schwarzer Mittwoch, den 16 September 1992, den Rücken gekehrt hatte

Soros meint, wie im Jahr 1992, würde es große finanzielle Gewinne für Spekulanten geben, die darauf wetten, dass Great Britain die EU verlassen wird, aber, dass der Brexit im Ergebnis "die meisten Wähler deutlich schlechter stellen wird".

Der Brexit Absturz wird euch alle ärmer machen - seien Sie gewarnt, betont George Soros

Soros betont weiter, dass es im Gegensatz zu dem Schwarzen Mittwoch 1992, wenig Spielraum für eine Senkung der Zinssätze gibt, wodurch das Vereinigte Königreich ein viel größeres Leistungsbilanzdefizit zu verzeichnen hätte und Exporteure wären außerstande, die Vorteile eines billigeren Pfundes aufgrund der Verunsicherung der Märkte, die durch den Brexit verursacht wird, auszunutzen

"Das Sterling Pfund wird sicher steil und schnell nach unten fallen, wenn es durch das Referendum zum Brexit kommt", meint Soros.

"Ich erwarte, dass diese Abwertung größer und auch mehr störender sein wird als die 15% Abwertung, die im September 1992 stattgefunden hatte, als ich im Glück war, einen erheblichen Gewinn für meine Hedge-Fonds-Investoren auf Kosten der Bank of England und der britischen Regierung zu machen."

In den Monaten nach der Abschied des UK aus dem ERM, waren die Zinsen 1992 von 10% auf 5,5% gesunken - die finanziellen Belastungen sanken bei gleichzeitiger Lockerung und Kauf- und Investitons- Anreize für die Verbraucher und Unternehmen.

Doch mit gegenwärtig offiziellen Kreditkosten, die derzeit bei 0,5% liegen, sagt Soros. liegen die Raten bereits auf der untersten Ebene. Das bedeute im Einklang mit der Stabilität der britischen Banken, dass die Bank of England im Falle eines Brexit wenig tun könnte, durch Mittel der Geld- und Zinspolitik bisheriger Art einer Rezession entgegen zu wirken

Nach einem Brexit würde der Wert des britischen Pfundes in Richtung Parität mit dem Euro sinken - "ein Verfahren zur "Einführung des Euro" , das sich niemand in Großbritannien gewünscht hat" - das sei ein tieferer Sturz des Pfundes als im September 1992 , als seine $ 10 Milliarden (£ 6,9 Milliarden) Wette gegen das Pfund die Bank von England brach

"Zu viele glauben, dass ein Brexit keine Auswirkungen auf ihre persönliche finanzielle Lage haben wird. Das ist Wunschdenken. Wenn Großbritannien die EU verlässt, wird es zumindest eine sehr klare und unmittelbare Wirkung haben, die jeden Haushalt berühren wird: Der Wert des Pfundes würde im Nu sinken. Eine Abstimmung Great Britains, die EU zu verlassen, wird auch eine sofortige und dramatische Auswirkung auf die Finanzmärkte auslösen, Investitionen, Preise und Gefahren für den Erhalt von Arbeitsplätzen auslösen", fügt Soros hinzu

"Eine Brexit Abstimmung könnte Ende dieser Woche mit einem schwarzen Freitag schwerwiegende Folgen für die einfachen Menschen bewirken", sagt Soros.

Michael Gove, dem britischen Justizminister und führenden "Britain First" Brexit Aktivist in Downingstreet 10, hatte Soros zuvor vergeblich empfohlen, dass Großbritannien besser dran wäre, der Eurozone betzutreten. Eine Prognose, die die Währungs Spekulanten nun im Wege des Brexit widerlegen wollen?

"George Soros sieht sich als Verfechter der Einheitswährung € und Verfechter der europäischen Integration", sagte er BBC Radio 4 Today-Programm. "Wenn die wirtschaftlichen Meteorologen so zuverlässig, wie Ärzte oder Piloten wären dann würden wir alle Milliardäre sein.

Wenn wir darüber nachdenken, was George Soros sagt, müssen wir auch daran denken, Soros hat in der Vergangenheit Sitiationen auch schon einmal nachweislich falsch eingeschätzt "

Gove, sagte das EU-Modell sei ein "sinkendes Schiff" von dem Großbritannien sich lösen müsse, um "Europa in eine bessere, progressive Richtung zu lenken".

Zwei Tage vor dem Referendum subsummieren sich eine Reihe von brisanten Daten über die Risiken eines Brexit. Enda Kenny, der Taoiseach von Irland, appelliert an Großbritannien, innerhalb der EU zu bleiben und warnt , dass die Rückkehr zu einer stärkeren Grenze zwischen Irland und Nordirland durch einen Brexit in einer alten Erzählung münden würde - "eine der Teilung, Trennung und Differenz".

https://www.theguardian.com/business/2016/jun/20/brexit-would-trigger-sterling-fall-worse-than-black-wednesday?utm_source=esp&utm_medium=Email&utm_campaign=GU+Today+main+NEW+H+categories&utm_term=178333&subid=18325472&CMP=EMCNEWEML6619I2
Sterling
21.6.2016
George Soros: EU Ausgang Risiken 'Black Friday'

15:00 21.06.2016
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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