Gottvergessenheit gleich Klimavergessenheit?

Klimawandel Die Lücke díe der Monotheismus der Gottesvergessenheit ließ, bürgt für Glaubensfreiheit, bürgt für die Tücke in der Lücke, aus der die Klimavergessenheit hervorkroch.
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Die Lücke díe der Monotheismus der Gottesvergessenheit ließ, bürgt für Glaubensfreiheit, aber auch für die Tücke in der Lücke, aus der über die Arbeitskultur und -unkultur der Menschheit die Klimavergessenheit hervorkroch.

In Zeiten der Vielgötterei war das Klima vor Ort verläßlicher Quell, neue Götter zu kreieren, fremde Götter, kopierend, zu adatpieren, über diese, unter Huldigungen, Anbetungen, Anrufungen, Lobpreisungen, gute Ernte, fette Jagd Beute, Glück und gemeindschaftliche Lebensfreude einzuholen.

Dann kam der Monotherismus als Hochtechnologie im Glauben an den Einen Gott, schuf Priester Eliten für die Profession im Glauben, im Glauben unkundige Laienscharen als Inbegriff des Jedermann, unterwegs mit wenigen Glaubensutensensilien im Handgepäck, lokal und global, der Arbeitsteilung im Glauben wie im Alltag eine Bresche zu schlagen, auf dass, von nunan, nicht mehr die bösen Geister des Klimas der Wolf an sich des Menschen gefährlicher Wolf, sondern der Mensch des Menschen Wolf als ständige Bedrohung sei.

Bei diesen weltweiten Arbeitsteiliungs Turbulenzen im Namen der Gottvergessenheit als Insignium trügerischer Glaubensfreiheit ward das Klima als bis dahin herkömliche Gefahrenquelle den Menschen seltsamerweise alltäglich Einerlei, nur ein weiteres

"Tand Tand von Menschen Hand"

von reichen Menschen Regionene, Zonen den armen Menschen Regionen, Zonen als ernte- und restvermögensvernichtende Großwetterlage gemacht

Deshalb! Oh Menschen, habet täglich Acht!,

Gottesvergessenheit ist euer gutes Recht, Klimavergessenheit dagegen nicht!

Uns Menschen auf Erden droht kein Klimawandel, wir sind mitten drinnen im Klimawandel und das seit abertausenden von Jahren.

Warum wohl berichtet die Überlieferung, berichten Papyrus- Schriftrollen, die Schriften, die Bibel, der Koran, Bücher von Völkerwanderungen vor Jahrtausenden, vor Jahrhunderten, aus Asien nach Europa und zurück, von Asien, Polynesien, Ozenaien nach Nord- und Südamerika und zurück, von Afrika nach Kleinasien und zurück, hinüber mnach Australien, Neuseeland und zurück ?

Schon heute verschlechtert der Klimawandel die Lage der Bedürftigsten, meint John Nduna.


Für die Leiden der Menschen im Süden sollen die Verursacher aufkommen - die Industrieländer im globalen Norden, fordert der Generalsekretär der ACT Alliance. Die Kirchen müssten dabei ihren Einfluss stärker geltend machen.


Der Klimawandel gehört für John Nduna zum täglichen Geschäft. Seit sechs Jahren koordiniert der Sambier die globale Not- und Katastrophenhilfe von mehr als 160 christlichen Hilfsorganisationen, vor zwei Jahren kam mit der Neugründung der ACT Alliance auch die Entwicklungshilfe dazu. Wie sehr der Klimawandel schon heute die Lage der Bedürftigsten verschlechtert, zeige sich in all diesen Bereichen immer wieder.


"Gerade Länder im globalen Süden müssen sich mit ungekannten Katastrophen auseinandersetzen. Nehmen wir Afrika: wir beobachten Dürren, wo es vorher keine gab. Flüsse sind ausgetrocknet. Und das Wetter ist so unberechenbar geworden, dass die Nahrungsmittelversorgung zum Riesenproblem geworden ist. Viele Menschen können sich wegen der Preisexplosion schlicht kein Essen mehr leisten. Sie sind auf Hilfe und auf Anpassungsmaßnahmen angewiesen, die die Folgen des Klimawandels auffangen und so ihr Leben verbessern."


Solche Anpassungsmaßnahmen sind, relativ gesehen, teuer, in der Perpektive der Menschheit aber mehr als angemessen. Wer sie bezahlen soll, ist eine der Streitfragen auf dem seit einer Woche tagenden UN-Klimagipfel in Doha. Für den Generalsekretär der ACT Alliance steht fest: für das Leiden der Menschen im Süden sollen die Verursacher aufkommen - die Industrieländer im globalen Norden.


"Die einzige gerechte Lösung ist, dass die Menschen in den Industrieländern ihren Lebensstandard senken. Sie müssen klimafreundlicher leben und den Ausstoß von Treibhausgasen verringern. Diese Reduktion ist entscheidend für unser Überleben, und es liegt in der Verantwortung des Nordens, seine bisherige Lebensweise aufzugeben. Ich weiß, das ist keine einfache Botschaft. Aber den Kirchen kommt gerade deshalb bei ihrer Übermittlung eine wichtige Rolle zu."


Doch die Dringlichkeit, die er verspürt, sei noch nicht bei allen Kirchen angekommen, sagt Nduna.


Auch wenn die kirchlichen Hilfswerke beim Gipfel der ACT Alliance vor zwei Jahren den Klimawandel zur Herausforderung Nummer 1 bestimmt hätten.


"Die Kirchen im globalen Norden rufe ich dazu auf, mit ihren Regierungen noch deutlichere Worte zu sprechen als bisher. Gleichzeitig können die Kirchen ihren großen Einfluss nutzen, um die Forderung nach Hilfen für die Klimaopfer im globalen Süden in die Gemeinden, in die Haushalte zu tragen. Eine Möglichkeit wäre, verstärkt Klimazeugen aus dem Süden in den Norden zu holen, damit das existenzielle Ausmaß des Problems klar wird. Ich habe das einmal in Berlin erlebt. Dort hat bei einer Veranstaltung eine alte Kenianerin mit eigenen Worten beschrieben, wie sich ihr Leben durch den Klimawandel verändert hat."


Nduna fordert von den Kirchen, die Debatte um den Klimaschutz auf die nächste Ebene zu heben. Der Klimawandel beeinträchtige das Leben der Ärmsten bereits so stark, dass der Norden Verantwortung übernehmen müsse - in ganz praktischen Angelegenheiten. Zum Nulltarif sei das nicht möglich.


"Es gibt Industrieländer, die halten schon eine Milliarde US-Dollar für die Bewältigung der Klimafolgen für zu viel. Aber denen muss klar sein, dass die Kosten in, sagen wir, zehn Jahren deutlich höher sein werden als heute. Aus meiner Erfahrung halte ich eine Summe von jährlich 100 Milliarden US-Dollar bis 2020 für eine realistische Größe, um ein Adaptionsprogramm im globalen Süden durchzuführen."


100 Milliarden Dollar, das klingt gigantisch. Doch zur Rettung Griechenlands wurde binnen kurzer Zeit mehr als das Dreifache mobilisiert. Nduna ist kein Diplomat, er ist Pragmatiker und weiß, welche Summen der Bau von Deichen, die Renaturierung von Küstenstreifen und die Umsiedlung ganzer Stadtteile verschlingen. Und er ist sich im Klaren darüber, was das Nichtstun kostet. Alleine der Staat New York muss derzeit mehr als 42 Milliarden Dollar für die Folgen des Sturms Sandy aufbringen.


"Sandy hat etwas gezeigt, was mich sehr wütend gemacht hat. Natürlich ist es tragisch, was in New York passiert ist: die Zerstörungen, die Toten. Aber der gleiche Sturm hat vorher weite Teile Kubas und Haitis verwüstet, auch dort kamen viele Menschen ums Leben - und davon war in den Medien kaum die Rede. Da wird mit zweierlei Maß gemessen, obwohl die Folgen des Klimawandels vor allem Länder im globalen Süden treffen."


Doch der Sambier Nduna kehrt auch vor der eigenen Tür. Nicht nur im Norden, auch im Süden engagierten sich die Kirchen bislang zu wenig für den Klimaschutz.


"Im globalen Süden ist es so, wie wir in Afrika sagen: am Ende jedes Weges steht eine Kirche. Die Kirchen befinden sich mitten in der Gesellschaft, und diese Rolle müssen sie dazu nutzen, um selbst Programme zur Anpassung an den Klimawandel anzuführen und das Leben der Menschen zu verbessern. Es reicht nicht aus, Gottes Wort zu predigen. Unsere Aufgabe ist es auch, dafür zu sorgen, dass die Lebensgrundlagen auf Gottes Erde erhalten bleiben."


Seit Jahren stagnieren die Klimaverhandlungen. Jahre, in denen die Folgen des Klimawandels immer spürbarer geworden sind. An die Unterhändler beim Klimagipfel in Durban richtet Nduna deshalb einen schlichten Wunsch: es müsse endlich wieder voran gehen.

JP

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http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1937278/

03.12.2012 · 09:35 Uhr
Dürre in Afrika
"Noch deutlichere Worte sprechen"

Marc Engelhardt

18:43 04.12.2012
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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