H. M. Broders ruchlose 68er- Stunkmasche

Jakob Augstein "So haben Antisemitismus und Körpergeruch etwas gemeinsam: Stinken tun immer die anderen". Auch wenn H. M. Broder damit über Jakob Augstein richten will, gerät ihm...
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Zur Erläuterung des Begriffs "68er":

Der Begriff "68er" wurde als Kampfbegriff von dem damaligen politischen Welt Kolumnisten Matthias Walden, alias Baron von Sass, ersonnen, um polemisch zugespitzt,, zu verdeutlichen, dass in politischen Gemengelagen, Konflikgedrängen, kalten ostwestlichen Krieggeheulgesängen, und wenn die eigenen Argumente noch so, unvernünftig, gen Himmel stinken, immer die anderen, nämlich die Studenten/innen, die Bürgerbwegten, krank an 68er Geist und Körper stinken.

Wem zur Gegenwart der Wirklichkeit in Israel, Palästina nichts mehr einfällt, dem fallen, neben Jahrtausend alten Feindschaften, ruchlos, neu erfundene ein, bis ihm ein derartig, realitätsentkernt, dickes Fell gewachsen ist, in dem er, wie, weiland, Henryk M. Broder, kein publizistisches Rückgrat mehr braucht, um standfest aufrecht wirkend, im bunten Welt- Blätterwald behaust, unterwegs zu sein?

Viel Feind, viel Ehr?

Henry M. Broder schreibt:

"So haben Antisemitismus und Körpergeruch etwas gemeinsam: Stinken tun immer die anderen".

Auch wenn H. M. Broder damit aktuell, geruchsmordend, über den Literatur Nobelpreisträger, Günter Grass, den Herausgeber des Freitag, Jakob Augstein, richten will, gerät ihm dieser Satz doch eher, erhellend, zur Selbstanzeige des Verlustes seines persönlich publizistischen Geruchssinns.


Die Folge seines publizistischen Geruchssinn- Verlust Gebrechens ist, dass er sich weder selbst, noch wirkliche Antisemiten, urteilsgefestigt, riechen kann, und deshalb, vorauseilend, demoskopisch, weit hergeholt, gebrieft, darauf angewiesen ist, überall und allerorten ruchlos die Witterung von Antisemiten aufzunehmen.

Gebrechen soll und darf, bekanntlich, Niemand Niemandem vorhalten.

Eigentlich wii Henry M. Broder wohl nur mahnend ansagen, dass Jakob Augstein als Herausgeber des Freitag und vielgelesener S.P.O.N. Kolumnen SPIEGEL Autor, ein, heillos, zu grosser Freigeist Meinungssinn im Lande der Dichter und Denker umwehe, weil es, anders als zu Zeiten da Jakob Augstein Redakteur "DER ZEIT", "Der Sueddeutschen" war, Niemanden mehr gebe, der, vorab, hegend und pflegend, zensierend, auf dessen Zeilen schaue.

Kampf für das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit hört sich anders an.

Henryk M. Broders ruchlose 68er "St. Pauli- Nachrichten" Mache

So waren Mehrheiten der 68er- Studentenbewegung in Westdeutschland, realitätsfern behaust, unterwegs, wie Hannah Arendt im Jahre 1968 gegenüber ihrem Freund, Doktorvater, dem Philosophen Karl Jaspers enttäuscht meinte, weil die 68er- Bewegung in Westdeutschland, statt sich, wie der Prager- Frühling, real für die Ankennung der Oder- Neiße als polnische West- Grenze einzusetzen, großmannssüchtig theorielastig, im Namen der globalen Anti- Vietnamkriegsbewegung, subversiv undercover, von den bildgebenden Medien ausgewildert, für den Marxismus- Leninismus, Maoismus hierzulande und in der III. Welt, voran in Südostasien, Kuba, Bolivien, Angola, Südafrika, Rhodesien, Nigeria/ Biafra, stark machte.

Rudi Dutschkes Titel seiner späteren Doktorarbeit lautete dann auch, nachdem er sich, unter großen Mühen und Anteilnahme, einigermaßen von dem Attentat auf ihn am Gründonnerstag, den 10. April 1968, erholt hatte, im Jahre 1973

"Lenin auf die Füsse stellen"

H. M. Broder startete damals im Jahre 1968 mit Stephan Aust, dem späteren Chefredakteur DES SPIEGEL, als Konkret- Autoren durch die subversive Gründung der "St. Pauli- Nachrichten" den Kiez- Versuch, es zu wagen, der theorielastig gewordenen 68er- Bewegung einen Dauer- Lex- Sexpuppenpartner als Geleit im

"Make Love not War"

Kommune I Gruppen Lümmel Bettlager anzutragen.

Wo es zuvor in der 68er- Bewegung mehrheitlich, ausgehungert theorieversessen, im Gedankenflug lichterloh gen Himmel hier, in die Hölle da, loderterte, brodert und austert es seitdem bis heute sexversessen dunkel im bunten Blätterwald, vor- urteilsstrebend, schwebend, wie Karl Jaspers sagen würde, verschhwörungsbrenzlig in alle Richtungen, ab durch die Mitten, auflagen- und quotengeil, Funken Marie munkelnd.

Wer seine publizistische Mitte, wie H. M. Broder verloren hat, braucht seinen Rand auch nicht mehr zu halten.

So in etwa wusste sich schon Opa Henry Vahl als Schauspieler seiner Schauspieler Gattin zu erwehren, die ihm doch tatsächlich auf offener Ohnsorg Theater Bühnen Szene in Hamburg, wiederholt ins Parade Wort fallend, angeblafft hatte:

"Halt Deinen Rand"

. Manche halten das, wie H. M. Broder für den theoriefern ruchlosen Fortschritt in der Sache der Wahrnehmung der Wirklichkeit, wenn ja, welcher?

H. M. Broder braucht da keinen historisch, philosophisch fundiert ausgearbeiteten, Theorie Balast des Antisemitismus mehr, um allerorten anschaulich, plastisch elastisch, unverbesserlich lästerlich launig, pragmatisch halluzinierend, am Horizont flimmernd, gedankenerhitzt, Antisemiten auszumachen.

Da kann es im Übereifer des Gefechts schon passieren, dass 68er- Kriegs- und Rüstungsgegner, wie einst H. M. Broder, per publizistisch fliegendem Wildwechsel in der angeblasenen Jagdsaison, statt des entrüsteten Welt- Friedensfreundes kantscher Prägung, unverhohlen, den Waffen- Lobbyisten herauskehren.

Da kann es, wie das falsche im richtigen Leben so, lodernd brodernd, spielt, passieren als publizistischer Geisterfahrer die falsche Auffahrt zur Autobahn der Wirklichkeit zu nehmen, alle entgegenkommenden Menschen- Freunde Isreals, der weltweiten Judenheit, wie den Literatur- Nobelpreisträger Günter Grass, den Herausgeber des Freitag, Jakob Augstein, für einen heranrasenden Feind des Volkes Israel, gar für einen Antisemiten zu halten, ohne zu merken, dass er, unheilschwanger, als Draisine- Geisterfahrer selber auf dem rhetorisch- historischen Gleis und Fahrwasser des Antisemitismus gelandelt ist.

Was kümmer einen hochtrabend daher gallopierend ruchlosen H. M. Broder als Rüstungslobbyisten des militärisch- psychiatrisch-pharmazeutischen Industriekomplexes der USA, als Fahnenträger der George W. Bush Ära, die Wirklichkeit der Menschen in Isreal, in Palästina, im Gaza- Streifen, den Günter Grass, Jakob Augstein, noch milde gestimmt, Gefängnis nennen.

Indem der Staat Israel sich, Generation um Generation, seit über 60 Jahren militaristisch wütend, als endlose Geschichte neue Gegner ausbrütet.

Was bei Lichte betrachtet reiner Euphemismus ist, denn die Gegnerschaft der israelisch heillosen Regierungspolitik radikalisiert und wächst, Wut brütend, nicht nur unter der Judenheit im eigenen Lande,die ist, urteilskräftig aus eigener Erfahrung und Anschauung, in Jerusalem, Tel Aviv, Bethlehem, demonstrierend, in anschwellender Friedenssehnsucht, auf den Strassen, in den Internet Foren, Blogs anzutreffen.

Inzwischen ist Gaza nicht nur Gefängnis, sondern längst zum unerklärten Kriegsmanöver- , Truppenübungsplatz für neu ausgetüfftelte Raketen- , Cruisse Missels- , Drohnen- Waffensysteme der israelischen Rüstungsindustrie im Bunde mit Rüstungskonzernen der NATO, voran den USA, Frankreich, England, Deutschland am lebendigen Alltags- Leibe und Vermögen des palästinensischen Volkes geworden.

Das Volk Israel hat die Signale der Perestroika, Glasnost Michail Gorbatschows der Jahre 1985- 1991, den Berliner Mauerfall vom 9. November 1989, hat die Trommeln des Arabischen Frühlings ab dem Jahre 2010 als Hoffnungsträger wohl erhört.

Die offizielle Politik der israelischen Regierungen haben diese Signale, trotz des Osloer Vertrags- Prozesses 1992, des Mordes am israelischen Ministerpräsidenten, Jitzchak Rabin, im Jahre 1995 durch einen jüdisch- orthodoxen Extremisten, umso lärmender, demonstrativ einfallslos, waffenstarrend, überhört.

Jetzt ist der Staat Israel, von Freunden des Arabischen Frühlings umzingelt, monetär dermaßen hochverschuldet, dass scheinbar, kurz vor den Neuwahlen zur Knesset im Februar 2013, wie das Pfeifen im finsteren Walde, nur noch ein und dasselbe Devisen- Lied gilt, nämlich die Schulden und deren Politik nach außen offensiv durch militärisches Gehabe gegenüber Iran, Säbelgerassel bei der Siedlungspolitik, legitimierend, zu verteidigen, weil sonst womöglich Investoren von der, längst fremdfinanzierten, Fahne des Staates Israel gehen könnten?

Ich habe auch länger gezögert zu Augstein/Broder etwas zu schreiben, weil beide Gefahr laufen, jeder auf seine Art, ein Karussel System medialer Ignoranz gegenüber der eigentlichen Weltdramatik im Nahen Osten seit 60 Jahren zu nähren.

Das Ergebnis solcher medialen Broder/Augstein Fights sind n. m. E. "Erschöpfungszustände", sich gegenseitig, unter großen Anstrengungen der eigenen Ohnmacht versichernd, die Hände in Unschuld waschend, untätig in der Sache, zu nächsten Punkten der Tagesordnung überzugehen?

Was mir sowohl bei Jakob Augsteins Argumentation, als auch bei Henryk M. Broders Argumentation fehlt, sind Hinweise, dass der ganze Schlamassel im Nahen Osten historisch eine transatlantisch europäische Komponente und Verantwortung hat.

Was tun?

Israel, trotz immenser Staatsverschuldung, nicht nur für den Fall eines irgendwann heraufdämmernden Friedens, samt fogender Konversion der israelischen Kriegs- Kommandowirtschaft in eine zivil aufgestellte Martkwirtschaft, Investitionsgarantien, verbunden mit einer Option des Beitritts von Israel und Palästina zur EU, geben?

JP

http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article111546855/Was-Antisemitismus-und-Koerpergeruch-verbindet.html

Henryk M. Broder
Meinung 27.11.12
Grass, Augstein & Co
Was Antisemitismus und Körpergeruch verbindet

18:45 03.01.2013
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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