Haie und kleine Fische auf Wohnungssuche

Mietpreisbremse floppt Lotto- King lockt als Marktschreier bei reißendem Absatz ganz banal mit einem "LOS" nach dem anderen für bezahlbare Wohnungen für Jedermann, ohne Ansehen der Person.
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Teuer, knapp und hart umkämpft: Wer will noch einmal, wer hat noch nicht, wer kann sich Wohnen auf Grund und Boden, außer auf vier Rädern, überhaupt noch leisten?

Lotto- King Charlie lockt als Marktschreier bei reißendem Absatz ganz banal mit einem "LOS" nach dem anderen für bezahlbare Wohnungen für Jedermann, ohne Ansehen der Person.

"Nutzen Sie Ihre Chance, Sie haben keine!" Greifen Sie beim LOS zu, solange es noch welche gibt, die Nieten sind ihren schon einmal sicher!"

Die Mietpreisbremse als Prestigeprojekt der Großen Koalition CDU/CSU auf Kile gelegt, feierlich vom Stapel gelassen, erweist sich als "Rohrkrepierer", der nur heiße Luft verbreitet. Von Bremwirkung keine Spur

Dass horrend steigende Mieten mit der Mietpreisbremse Vergangenheit ist, hat sich nicht bewahrheitet. Ganz im Gegenteil.

Wohnungsunternehmen "zerbomben" jetzt lieber ihre Althaus- Wohnungsbestände, um an der Mietpreisbremse vorbei, ihren Mietern in Neubauten astronomisch gestiegene Mieten aufzwingen zu können.

In Berlin, Hamburg oder München liegen die Mieten höher als das von der Mietpreisbremse vorgegebenen Mietpreisniveau. Wohnraum bleibt weiterhin ein künstlich verknappte Gut, insbesondere in bevorzugten lagen bestimmter Ballungsräumen mit hohem Beschäftigungsgrad

Weit mehr als 400.000 Wohnungen pro Jahr müssten laut Deutschem Mieterbund mindestens gebaut werden, um den Bedarf in Deutschland an Wohnraum zu decken. Der Zustrom von Flüchtlingen, für die Wohnungen benötigt werden, verschärft nicht das Problem, sondern verdeutlicht die Unterlassungen, Fehlanrieze der Wohnungspolitik in Deutschland. Die Bundesregierung operier nun sogar mit Ideen, Flüchtlinge auf ländliche Regionen zu verteilen. Doch dort fehlen, wie nicht anders zu erwarten, Arbeitsplätze und f grasssiert die Arbeitslosuígkeit, Unterbeschäftigung

Stehen wir vor einem Verteilungskampf von Wohnraum? Der Verdrängngskampf ist in bevorzugten Wohnlagen ist seit Jahrzehten gentrifiziert mit Händen zu greifen

Wie kann Wohnraum, orientiert am wirklichen Einkommen der Menschen hierzulande, endich wieder bezahlbar werden? Wie kann ausreichend Wohnraum geschaffen werden? Was müssen die Entscheider in Bund, Ländern, Kommunen stadtteilorientiert wohungspolitisch veranlassen?

Gegenwärtig ist die Situation am Wohnungsmarkt so, dass Wohnungsbaugenossenschaften, die mit amortisiertem Wohnungsbestand finanziell robust aufgestellt sind, anders als neu gegründete Wohnungsbaugenossenschaften, über die Maßen Cash als Erträge erwirtschften, die sie auf Druck von Akteuren am Wohnungsmarkt bis hin zu Regierungen in Bund und Ländern hin nicht als Mietsenkungen an Mieter zurückgeben, weil das für das Investitionsklima, samt Kreditmarkt, der blasenhaft wie auf Sand auf Mieterhöhungen gebaut ist, angeblich das falsche Signal sei, sondern als Dividenden bis über 4 % und mehr an Genossenschaftler auszahlen, Stiftungen gründen, um das angehäufte Kapital dem Wohnungsmarkt zu entziehen und damit den freien Kräften am Markt den Atem nehmen

Die Idee der Mietpreisbremse ist im Grunde der Nullzinspolitik der EZB geschuldet, was bisher von Akteuren im Wohnungs- und Immobilienarkt mit Renditeerwartungen von 15%/anno so wenig realisiert scheint, wie bei überzogenen Zinsen für Dispositionskredite der Banken, Sparkassen über 7 bis 16 %. Die Wohnungsunternehmen können sich durch die Nullzinspolitik quasi unter der Inflationsrate "steuerlich arm gerechnet" refinanzieren, im In- und Ausland steuerlich gefördert investieren.

Darüberhinaus erleben wir. lt. NZZ vom 21.5.2016 unter der Überschrift "Demontage der Kostenmietee" über eine andauernde Nullzinspoltik der EZB nicht nur in der Schweiz sondern auch in Deutschland u. a. Euroländern eine schleichende Demontage der Kostenmiete. Die Kostenmeite vesagt, der Vermieter darf nur solche Mieten veranschlagen, die sich nach seinen Kosten inklusive Hypothekenzins und der Notwendigkeit von Rücklagenbildung für Sanierungen, Instansetzungen richten und nicht darüber hinaus.

D.h. im Klartext, Wohnungsbauunternehmen, Baugenossenschaften, die ihre hohen Hypothekenzinsdarlehn auf Niedrigzinsdarlehen umschulden, bewegen sich in enier Grauzone des Rechts, mit der Gefahr der Illegalitä ihrer Mietforderungent, weil sie geringerere Zinslasten nicht an ihre Mieter nach Maßgabe der Kostenmiete in Form einer Mietsenkung weitergeben

Marktkonform müssten die Wohnungsunternehmen, vom Bundesfinanzminister über die Mietpreisbremse hinaus spätestens durch Betriebsprüfungen dazu angehalten sein, Teile ihrer Erträge als Mietsenkungen an ihre Mieter zurückzugeben, damit die, volkswirtschaftlich gewünscht, über mehr Kaufkraft verfügen, das seit 1962 bestehend exorbitant anschwellend staatliche Wohngeldaufkommen schrittweise zurückgeführt werden kann.

Da sie aber, anstatt, angesichts ihrer geringeren Zinslasten pro Hypothekendarlehn und Wohnobjekt, sich auf ihr bisheriges Kreditvolumen zu beschränken, greifen viele Wohungsunternehmen in die Vollen und verschulden sich Nominale, bei Gefahr einer Kreditvolumenblasenbildung am Wohnungs- und Immobilienmarkt, höher als zuvor. Das bedeutet im ungünstigen Fall. dass sie nun, trotz Niedrigzinsphase, mehr Zinslasten zu tragen haben, ohne Ansehen einzelner längst amoritisierter Wohnobjekte, vom Staat ungehindert, insgesamt auf alle ihre Mieter abwälzen.

In der Frage bezahlbaren Wohnungsangebots in Bund, Ländern, Kommunen sind nun alle gesellschaften Gruppierungen und Institutionen mit Immobilien- , Wohnungsbestand gefragt, die da sind der Bund, Kommunen, Kirchen als größte Immobilieneigner hierzulande allein in Ballungsräumen, von Wiesen, Feldern, Wäldern, Seen, Gewässern ganz zu schweigen, Gewerkschaften, Parteien, Unternehmen, Genosenschaften, Verbände, Stiftungen, Klostergesellschaften last but not least die Krankenkassn Ärztiche Vereinigung mit ihrer illegitimen Immobiliengesellschaft, wie gerade in den Medien zu hören und zu lesen ist.
JP

http://www1.wdr.de/daserste/presseclub/sendungen/mieten_wohnen_kaufen100.html
Sendung vom 22.05.2016
Roter Buntstift auf Wohnungsannoncen der Zeitung Teuer, knapp und hart umkämpft:

http://www.nzz.ch/wirtschaft/oekonomische-literatur/urs-hausmann-vertragsfreiheit-im-schweizer-mietrecht-demontage-der-kostenmiete-ld.83683
Urs Hausmann: «Vertragsfreiheit im Schweizer Mietrecht»
Demontage der Kostenmiete
von Andrea Martel 20.5.2016, 09:54 Uhr

14:54 23.05.2016
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Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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