Hans Scheibners „Geiselnahme-Lästermusical“

Wagnistheater Den Hamburger Kammerspielen gratuliere ich, dass sie den Mut zu diesem zeitgenössischen "Wagnistheater" der Lästerlyrik, Marke Hans Scheibner. aufgebracht hat.
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„Die Ballade vom "schönen" Leben, auf der schiefen Bahn zwischen und in Katastrophen“

Wagniskapital und Wagnistheater, ein dialektisches Dreamteam?, oder wie Feuer & Wasser?

"Wer hat uns verraten?, selbsternannte Finanzaristokraten!"

Hans Scheibner spielt Bankstern „Das Klein- Ganovenlied der burlesken Groteske ihrer Geiselnahme“

Hans Scheibner, Lästerlyriker, burlesker Songschreiber

"Schmidtchen Schleicher mit seinem elastischen Bein",

der politische Liedermachen mit seiner Brokdorf- Ballade auf

„Atomkraft Nein Danke“ Anti- AKW Demos, anno 1976

"Was an Achterndiek in der Nacht geschieht".

Der Mann aus der Trabantenstadt Hamburg- Lohbrügge in kleinkarierten Verhältnisse piefig frech, mit Frau, Kind und Kegel zuhause, wie Wolf Biermann mit seiner Trine kurz vor der Elbchaussee, früher Ostberliner Chaussestraße 22, gegenüber der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland, die morgens eine grüne Knospe, mittags eine pralle Traubenfrucht, abends vergorene Rosinen Wucht, nächtens hochprozentig reiner Wein.

Anders als bei Biermann soll es bei Scheibner schon ein Bier der Marke "Holsten, das knallt am dollsten" sein.

Hans Scheibner ist einer, der sich was traut, z. B. seinen skurrilen Kriminaltango Schwank "Die Geiselnahme" auf die Bühne des Theaters Hamburger Kammerspiele zu bringen

Hans Scheibner wagt sich mit seinem heikel Zeitkritik „Wagnistheater“ Stück

"Die Geiselnahme"

auf die Bretter der Bühne der Hamburger Kammerspiele in der Hartungstraße, die uns seit den Tagen, Jahren Ida Ehres an der Elbe, Alster, Bille, fern der flotten Flottbek, hin zur Barmbek Basch Osterbek, ganz die piekfeine Harvesterhuder Isebek, allerorten zum Heulen der Wasserkante nah, die Welt deuten.

Alfred, Manfred und Bernie, drei eigentlich ausgeschlafene Rentner in, schlicht ergreifend, kleinen Verhältnissen lebend, haben ihr sauer Erspartes durch die unseriös, gerissen ausgebuffte, Beratung ihres Anlageberaters, Christian Münchmeier, im Verlauf der Weltfinanzkrise 2008 wie viele andere auch verloren.

Sie wollen sich an ihrem Berater von einst nicht wirklich rächen, aber doch, in einer Art Selbstjustiz, mangels Unternehmensstrafrecht, Beraterstrafrecht, an dessen Restvermögen gütlich halten, sich ihr durch die Bank verzocktes Geld auf Heller und Pfennig zurückholen.

Alfred ist schier verzweifelt, fehlt ihm doch, nun nach seinem Vermögensverlust in Höhe von 40.000.- € das Geld für eine dringend notwendige Nierentransplantation seiner geliebten Frau.

Manfred hat sich aus heiterem Himmel auf Wolke Neun in eine junge Frau verliebt, der er vor Rührung über das unerwartete Aufflammen seines Liebeslebens, das unbändige Aufsteigen seiner Lebenssäfte, anbetend auf den Knien, von Angesicht zu Angesicht versprochen hat, mit ihr, möbliert, auf die mondäne Insel Ibiza zu ziehen.

Bernie wollte sich ein großes Segelschiff bauen. Auch er hat mindestens 30. 000.- € an den Bankster Münchmeier verloren

Zuerst sind Manfred und Alfred in dessen Waldhütte, mitten im Naturschutzgebiet, zusammengekommen, weil sich Manfred verzweifelt an der Brust seines alten Kumpan Alfred, unbeobachtet, an diesem stillen Örtchen. ausweinen will.

Alfred wusste Rat, wie Alfred überhaupt ziemlich patent unterwegs ist, auch wenn ihn

"Alles Scheiße, meine Hüfte. lieber Manfred"

dieselbe in Sekundenschnelle auf einen Minutenschlag ins Schwanken Richtung Boden zu bringen droht.

Aua!, schon wieder mein Hüftgelenk.

Ein Ruck geht durch den Alfred „Mannomann“ mit Gemüsehändlerhut und schon steht er mit seinem morbiden Hüftgelenk. bestens vertraut auf

"Du & Du",

arrangiert, aufrecht, wie Hans Dampf in allen Gassen als die Nummer Eins zum Kampf, Crime, Sex, Drugs and Rock`n Roll,

So ein Mist aber auch, wenn einen die Ideen für kriminelle Aktivitäten erst im vorgerückten Alter anfallen, wo die Knochen nicht mehr so schnell wollen, wie sie sollen

Manfred wiederum muss, wg, seiner sensiblen Primaner Blase

"Kleine Freiheit"

mitten bei der geplanten Geiselnahme womöglich einmal mehr

"Gassi gehen",

als dem Erfolg des ambitionierten Unternehmen guttut.

Das alles hat Alfred zu bedenken und noch mehr.

Manfred ahnt nicht einmal, worum es hier Alfred wirklich in der Waldhütte geht und fällt zuerst aus allen Wolken, als er Alfreds Plan

"Die Geiselnahme" erfährt

"Das ist ja ein richtiges Verbrechen, ist Dir das klar, dafür werden wir in den Knast gehen"

Alfred äfft Manfred, angewidert, nach

"ÄH!ÄH! Richtiges Verbrechen....ääääh, Alter!, wat denn sonst?"

Manfred will letztendlich „Gefangen mit gehangen“ als alter Kumpan kein Spielverderber sein, stimmt nach einigem Zögern Alfreds Plan zu und katapultiert sich sogleich in Memoriam an die englischen Posträuber, anno 1963, auf die strategische Pol Position Metaebene

"Wenn schon, denn aber schon richtig!"

Bankdirektor Mönchmeier, "Nomen es Omen".

Hans Scheibner erinnert hier, unverblümt, selbstverständlich unbeabsichtigt, an die alteingesessene Hamburger Banker Dynastie Münchmeyer & Co KG.

Bankdirektor Mönchmeier soll im Wege der Geiselnahme solange unter

„Angst & Panik"

Zustände gesetzt sein, bis er ihnen ihr verzocktes Vermögen, haargenau, auf Heller und Pfennig zurückzahlt. Dann soll ihm großzügig vergeben sein

Die strategische Planung der Geiselnahme erweist sich aber. im Für und Wider der Possibilities unter dem Waldhütten Dachgebälk dermaßen kraftzehrend, dass Manfred und Alfred von Kimme und Oldesloer Korn, ermattet in ihre Kojen kriechen, während Bernie, wg. eines Knieschadens, an Krücken humpelnd, noch einmal im Wald und auf der Höhe, Sternen guckend, Nachtluft schnappen geht.

Am folgenden Tag soll die Trommel Stunde der Wahrheit ihrer Geiselnahme schlagen.

Als die drei am nächsten Tag spät aus ihren Kammer Kojen kommen, merken Manfred und Alfred erst gar nicht, dass da ein Mann, mit seinem Körper in einen Teppich gewickelt, gefesselt und geknebelt mitten in der Hütte am Zimmer- Pfosten steht.

Es ist der ehemalige Berater, nun Bankdirektor Mönchmeier.

Was die drei nicht wissen, wissen die Zuschauer!

Bankdirektor Mönchmeier wurde, während Manfred, Alfred schliefen, Bernie außer Haus war, von dem Zuhälter Ronaldo und der Hure Alicia hierher in die Waldhütte entführt.

Der Zuhälter Ronaldo, ein abgebrochen brunstig prächtiger Riese, so breit wie hoch, eine wahre Sitzgröße, den jeder gerne sitzen sieht, hat, von Münchmeier seinerzeit als kommendes Börsen Naturtalent geprahlt und zu Spekulationen befeuert, selber in die delikate Zertifikaten Scheiße gegriffen, als wäre es pures Gold, das nicht sinkt

"Pecunia non olet" .

„Geld stinkt nicht, wie der Lateiner von der Latrine, zufrieden mit den Geschäften, kommend, sagt"

Dabei stinkt es Ronaldo jetzt gewaltig gen Himmel,der ansonsten eine Seele von Mensch ist, nämlich das Geld, das nun nichts mehr wert sein soll, das aber nicht weg, das nur woanders ist und, von wegen, arbeiten geht, selber anschafft, Junge kriegt, die ihren Papa ernähren-

Alicia ist die Enkeltochter von Alfred und kennt die schwarz erbaute Wald- Hütte, mitten im Naturschutzgebiet, noch aus ihrer Kindheit.

Nach einigem Hin und Her, erst wird Bernie als das Genie von Manfred und Alfred begrüßt, der auf eigne Faust

"Ein Mann, eine Tat"

Bankdirektor Mönchmeier, in einen Teppich gewickelt als Geisel genommen, mit der Schubkarre, bei Nacht und Nebel, Elfengesang, Eulengeheul, Fledermausgeflatter, Waldschratgeknister- und -geknadder im Dickicht des Unterholz, wacker rackernd, hierher verfrachtet.

Bis ihnen allen drei, siedend heiß, klar wird, da sind noch andere finster dunkle Gestalten, ungeladen, mit im Bunde. Sie verstecken sich.

Die drei Rentner sehen weniger denn als sie hören nun aus ihrem Versteck, wie der Zuhälter Ronaldo sich den Banker vor die Brust knöpft.

Ronaldo macht ihm klar, dass das Bordell-Gewerbe geradezu seriös ist gegen das verbrecherische Gewerbe der Banken. Zusammen mit der Hure und mit sehr rüden Methoden, darunter mit einer Schere in der Hand in fieser Erinnerung

"Kennen Sie einen gewissen Herrn van Gogh, den mit ab` n Ohr, weil der seine Zeche für Service nicht zahlen wollte?"

bringt er Mönchmeier dazu, ihm sein Geld per Online-Banking zurück zu überweisen.

Daraufhin besteht Ronaldo als krimineller Perfektionist darauf, den Banker als Zeugen zu vernichten, beide; Lude Ronaldo und Hure Alicia , lassen ihr Geiselnahme Opfer an den Zimmerpfosten gefesselt in der Hütte zurück und heben im Wald gemeinsam auf einem angerichteten Komposthaufen eine Grube für eine einigermaßen ordentliche Bestattung der Leiche des Bankers Mönchmeier aus.

Die drei Rentner haben diese Szene aus ihrem Versteck mit höllisch wachem Sinn "Fiasko Faktor 10" registriert, kommen nun hervor, wollen Münchmeier befreien und ihm das Leben retten.

Das aber nur, wenn er ihnen ebenfalls ihr Geld zurücküberweist.

Sie wollen zu dritt den Zuhälter und die Hure überwältigen, wenn die vom Grubegraben zurückkommen

"Wenn einer einem anderen eine Grube gräbt, ,so fällt er selber hinein".

Der Zuhälter versucht, angesichts der zahlenmäßigen Übermacht der Rentner plus entfesselten Banker, in den Wald zu entkommen.

Alfred und Bernie, keine Spur irgendwelcher Altersgebrechen, noch Zipperlein, hinter Ronaldo her.

Alicia wird von Manfred als geschicktem Fischer, wie damals der Seeräuber Störtebeker, anno 1401 vor Helgoland auf der Hamburger Simon von Utrecht Senats Schlachtkogge, der Bunten Kuh, mit einem übergestülpten dicken Tau- Netz gefangen.

Manfred erkennt plötzlich in ihr – weil sie sich die Perücke vom Haupte reißt– die Frau, in die er sich verliebt hat.

Manfred war einer ihrer beständigsten Freier. Alicia spielt ihm jetzt vor, dass sie in Wirklichkeit, undercover, von der Steuerfahndung sei und auf Ronaldo angesetzt wurde.

Der blöde Ronaldo habe, von PIN & TAN keinen Schimmer, von Tuten & Blasen keine Ahnung, gar nicht gemerkt, dass sie das rückerstattete Geld von Mönchmeier nicht auf dessen, sondern auf das Konto von Mannie „Mein Muckel“ überwiesen habe.

Der liebestolle Manfred "Achtung!, der Greis ist heiß" (Udo Lindenberg lässt grüßen) entschwindet mit Alicia gen Mallorca.

"Up and away".

Alfred und Bernie haben den Zuhälter im Wald eingefangen und bringen ihn in die Hütte. Er soll Münchmeier wieder zum Online-Banking zwingen.

Mönchmeier aber, seiner Fesseln befreit, macht nun seinerseits den drei Männern, Ronaldo, Alfred, Bernie klar, dass sie einfach im Leben auf der falschen Seite stehen, als wollte er sagen, auf ihrer Stirn stehe, wie das Kainz Mal in dicken Lettern geschrieben "Opfer" .

Opfer brauchen Coach, wie andere Drugs

Mit einem leidenschaftlichen Vortrag über die wundersame Geldvermehrung, als ginge es um die endgültige Befreiung der Welt vom Geld, als seien die verzockten 40.000.- € von Alfred, die 30.000.- € von Bernie Peanuts, mittels Derivaten – zum Beispiel zur Spekulation per Termingeschäft auf einen steigenden Weizenpreis – gelingt es ihm, alle drei zu überreden, noch einmal Optionsscheine für Leerkäufe zu unterzeichnen.

Alle drei sind wie trunken

"siegesgewiss klappert das Gebiss"

von den großen Aussichten und glauben nun auch, dass sie in der Oberliga der Sieger Typen mitspielen.

Nur Ronaldo hatte zwischenzeitlich Bedenken, wie er ohnehin auf überraschend deftig aparte Art zu Zwischentöne neigt, wenn er z. B. Alicia fast nachdenklich fluchend fragend tobend anbrüllt

"Haben die Nutten jetzt auch schon Burn-out?".

Um nicht völlig auszurasten, lässt Ronaldo sich von seiner Dirne sicherheitshalber neben der Geisel am Pfosten festbinden.

So macht sich Ronaldo folglich auch seine Gedanken zu Grundnahrungsmittel Spekulationen.

"Was!, ich soll "Geiz ist geil" mit der Spekulation auf Weizenpreise, mit Geld, das ich gar nicht habe, fremdfinanziert, daran verdienen, dass arme Afrikaner Hungers krepieren?"

Mönchmeier weiß, monetär heiß, sofort mit Rat zur Stelle. der Weisheit Stuss letzter Schuss zu präsentieren:

"Ach was!, Herr Ronaldo, wenn Sie erst einmal die vielen Geldgewinne mit dem Geld, das nie Ihr eigen war, bei der Weizenpreis Spekulation einkassiert haben, spenden Sie einfach, so viel, wie Sie wollen, generös Weizen nach Afrika. Das machen wir in der Oberliga alle"

Schon ist Ronaldo stehenden Fußes, ob solcher Art Blendwerk Worte, monetär genullt, überzeugt und eingelullt

Da kommt bei Blitz und Donner, Regenguss und Sommerhagel, dass die Balken der Waldhütte, ächzend, krachen, eine alte Gevatterin, den Rheingold Mythen entstiegen, vom Himmel herab, mit hochstehend faustischen Gedankengut auf der Zunge, wahrscheinlich eine Zeugin Jehovas, herein und verkündet den Weltuntergang.

Sie wird schallend ausgelacht und übergriffig respektlos „per Du“ gefragt!

"Wer bist Du?".

Sie antwortet:

"Das Ende"

Der Weltuntergang hat begonnen.

Der Crash ist da. Die Deutsche Bank ist pleite, war einmal, andere Banken brennen lichterloh, die Menschen rennen als brenzlig geladenes Panikorchester, stimmlich grell bestückt, auf der Andrea Doria, heller Wahn in grauenhaftem Anzug, durch Gassen, Straßen, Pfade hinaus ins weite Feld, über Stock und Stein, Wald und Wiesen, bis in die Gespenstertäler von Undeloh in der Lüneburger Heide.

Damit es nun aber nicht alles, was so prekär begonnen, allzu traurig garstig endet, bietet für die einen das alte Weib, für den Banker Mönchmeier die Hohe Frau, an, sie könne noch für ein richtig rührendes Happy End Sorge tragen

Manfred und Alicia kommen zurück. Alicia weiß jetzt, dass Alfred ihr Großvater ist. Sie will ein neues, ein anständiges Leben mit Manfred führen und ihrer Oma eine ihrer beiden Nieren spenden.

So kommt am Ende heraus, Hans Scheibner ist als Autor, Stückeschreiber und Liedermacher mit dem Hamburger Kammerspiele Ensemble ein ganz famoses Haus, auch wenn er uns mit dem Ende seines Kriminal Blues Schwanks suggeriert:

"Niere gespendet, egal, was die Operation wirklich kostet, alles klar auf der Andrea Doria, Seemann Ahoi!".

Zu erwähnen bleibt, dass dieser Schwank

"Die Geiselnahme"

von Hans Scheibner, im Format eines Musicals, durchzogen von überaus gelungen orchestrierten Songs im Stil der Zeit "Blues & Rock Rhythm" Klang, dass selbst die Geisel Bankdirektor Mönchmeier, eingewickelt in einen Teppich, sich verrenkend, auf offener Szene mit dem rockenden Gartenzwergchor und Live- Rockband hottend den Blues rockt, dass es eine Gaudi reiner Güte unter der Rotlicht Laterne der Hamburger Kammerspiele ist.

Der Intendanz der Hamburger Kammerspeile kann ich nur gratulieren, dass sie den Mut zu diesem zeitgenössischen

"Wagnistheater"

der Lästerlyriker Duftnote, Marke Hans Scheibner. aufgebracht hat.

ich saß mit meiner Frau bei der "Geiselnahme" Premiere, wir hatten "Two Tickest" gewonnen, fast neben Hans Scheibner, der bis zur Pause m 2. Rang "inkognito" unter des Theaters heisser Decke breit in seinem Sessel hockte.
Wir grüßten zu ihm murmelnd herüber
"Wir tun mal. als ob wir Sie nicht kennten", hans Scheibner grüßte angegspannt lächelnd zurück.

Da hat er wohl die Witterung der Theaterluft zu seinem Lästermusical mitten in des Volkes Hefe geschnuppert und innerlich im Lampenfieber gebibbert und gebubbert?

Hans Scheibner kann ja auch vertbal, tonal, atonal als Ente quietschen, kann Kalauer, kann Klamauk, kann Kasperletheater, Spetakel, Sensationenn, Mutationen, Schaustellerei und plötzlich mittenmang zieht er blank die Klassik- Drama Karte mit Sturm & Drang.

Das alles weiß ich ja.
Da war mir bang, da hatte ich anfangs einige Befürchtungen für die geheiligten Hallen der Hamburger Kammerspile Ida Ehres..

Aber hier hangelt Hans Scheibner sich in seinem Lästermusical Theaterstück "Die Geiselnahme" verbal diszipliniert voller Alltagspointen im Alter, der Jugend, Luden, Huren, finster dunklem Bankgewerbe elegant charmant hier, ruppig robust "Klare Kante" da, gekonnt, gewagt akrobatisch, entlang.
Der donnernd anschwellend anhaltende Schluss- Applaus hat es ihm und dem Hamburger Kammerspiele Ensemble gedankt.

Peggy Patnass war übrigens auch zugegen, von der großen Zahl anderer Prominenz will ich gar nicht reden.

Es ist, als ob Hans Scheibner als Quereinsteiger, sinnend, trachtend, "Theater" ganz neu erfindet!

Danke Hans Scheibner und Hamburger Kammerspiel Ensemble

Meine Empfehlung: HINGEHEN!

JP

"Die Geiselnahme" 4.7.–21.7., Do/Fr/Sa, 20 Uhr, So 19 Uhr, Kammerspiele, Hartungstr. 9–11, Karten: T. 4133440;

http://www.hamburger-kammerspiele.de/programm/aktuell.html

Regie:

Hanns Christian Müller.

Schauspieler:

Bernie (Klaus Peek)

Manfred (Detlef Heydorn)

Alfred (Olaf Kreutzenbeck),

Banker Mönchmeier (Dietmar Horcicka)

Hure Alicia (Alexandra Kamp)

Zuhälter, Lude, neudeutsch:

Agent für Sexualarbeiterinnen, Ronaldo (Tim Grobe)

LIve- Rockband

http://www.abendblatt.de/kultur-live/article117627076/Kammerspiele-Die-Rache-des-kleinen-Mannes.html

02.07.13, 08:33

Premiere

Kammerspiele: Die Rache des kleinen Mannes

04:27 03.07.2013
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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