Her mit dem Recht auf Kredit für Jedermann!

Alexis Tsipras Heute läuft in der ARD- Sendung "Anne Will" mit dem Titel “Die Machtprobe – Tsipras gegen das alte Europa” eine Debatte über das Menschenrecht auf Kredit!
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Jawohl?, denn Geld ist von seinem Wesen her Kredit.

Die „Zehn Gebote“ sind der Bürgschaftsschirm für die Kreditwürdigkeit aller Menschen auf Erden, jetzt und für alle Zeit, von Anbeginn und immerdar!

Denn am Anfang war da reines Vermögen aller Völker der Erde allen Menschen, allem was da kreucht und fleucht zugedacht, dass der Geld- und Finanzwirtschaft zum Lehn gegeben in der unveräußerlichen Pflicht steht, einen jeden Menschen auf Erden nicht nur zu nähren, sondern gleichermaßen Chancen auf gedeihliche Entwicklung, Ausbildung, Bildung, Wohlstand, Partizipation am öffentlichen Leben, an Kultur, Medien, Wissen zu geben

Das Wesen einer entwickelten Welt- Finanzproduktwirtschaft entfaltet seine volle Wirkung auf der Basis allgemeiner staatlicher und privater Schuldenaufnahme im Namen allgemeinen Wachstumstrebens erst in der gleichwertigen Anerkennung von Geld als Kredit, von Schulden als geldwertem Wachstum.

Die gegenwärtig global aufgefächerten staatlichen Rettungsschirme, Rettungspakete, Investitions- Konjunkturprogramme für Banken, Versicherungen, Branchen, Unternehmen als juristischer Personen, angesichts von Nachbeben, dem Hintergrundrauschen der Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2008, sind die Signale, die wir mit Staunen, Hoffen & Erbarmen

„Vergib uns unsere Schulden, wie wir vergeben unseren Schuldigern“

aus dem Orbit dieser Weltfinanzwirtschaft hören, die dem Recht juristischer Personen auf Kreditwürdigkeit als Vorraussetzung für die Teilhabe am Wirtschaftsleben Geltung verschaffen.

Sollten nicht auch natürliche Personen, Privathaushalte als juristische Personen anerkannt, den Unternehmen, Banken, Versicherungen gleichgestellt, in das Recht ihrer Kreditwürdikeit, Neuverschuldung, trotz und wg. Altschuldenlasten, gesetzt werden?

Das Gebot der Stunde ist nicht mehr nur wie im Drama "Don Carlos" von Friedrich Schillerin den Worten zu finden:

“Sir! Geben Sie Gedankenfreiheit“.

Sondern:

“Sir geben Sie durch Bürgschaftsschirme Kreditwürdikeit für Jedermann/-frau/- kind nach Bedürftigkeit, nach ökonomischer Perpektive in Bildung, Ausbildung, Gesundheit, Kultur, Sport Teilhabe, Erhalt und Weitung der persönlichen Potenziale!“.

Sollten wir das Menschenrecht um das Recht auf Kredit erweitern!?, wenn ja, weil Kredite als finanzielle Vorleistung in Not und Alltag schneller aufgenommen werden können, als das Geld real verfügbar gedruckt werden kann!

Sollten wir anerkennen, dass wir im Zeitalter bekennender Schuldiger, Schuldner wie allgemeiner Verschuldung angekommen sind?, wie es in alten Weisen kundgetan ist, als gingen wir jeden Tag auf den letzten Heller und Pfennig zum Jüngsten Gericht?

Heute läuft ab 23. 30 Uhr in der ARD die Sendung "Anne Will" mit dem Titel

“Die Machtprobe – Tsipras gegen das alte Europa”

angeblich eine Debatte über Griechenland, in Wirklichkeit aber über das Menschrecht auf Kredit" ?

Was für ein irreführend schriller Aufmacher, der n. m. E. voll daneben liegt, weil Griechenland mit seiner Bevölkerung nicht der Problembringer sondern der Symptomträger einer Verschuldungspolitik in der Eurozone ist, die bar jeder Sozial- , Steuererhebungs- . Banken- , Industriepolitikunion, voll auf die vermögensfernen zu Gunsten der vermögensnahen Schichten in allen Euroländern durchschlägt.

Nicht nur in Griechenland, mit Kroatien, Kosovo, Serbien, Montenegro nebenan, Spanien, Portugal, Italien, Zypern auch in Deutschland sind an die 10 % aller Einwohner in nahezu 3. 5 Millionen Privathaushalten überschuldet, z. T. ohne Giro- Konto, Strom,.Wasser abgschaltet, ohne Geld, Miete, Mietnebenkosten zu zahlen, Tilgungsdienste für Hypothekendarlehn u. a. Kredite leisten zu können, in Erwartung von Räumungsklagen, Zwangsversteigerungen.

Warum folgen wir in der Eurozone nicht einer aktuellen Entscheidung der Geld- und Finanzpolitik in Kroatien, in Zagrep lt. Presseberichten vom 31.1. 2015:

“Bis zum Mai können Kroaten, deren Konten seit einem Jahr wegen Schulden blockiert sind, die Streichung ihrer Verbindlichkeiten erreichen. Voraussetzung sei, dass die Schulden 35.000 Kuna (4550 Euro) nicht übersteigen und die Monatseinkünfte je Bürger nicht höher als 2500 Kuna (325 Euro) sind. Auch dürfe bis auf die Wohnung kein anderes Vermögen vorhanden sein.”

Wäre das nicht ein Anfang für eine Sozial- Union in der Eurozone, die durch das Auflegen eines euroweiten Sonderfonds aus Mitteln einer einmalig erhobenen Vermögensabgabe zum Nutzen und Frommen unserer EU- Gesamtwirtschaft und Kaufkraft finanziert werden könnte?

Eingedenk des Tacitus Satzes "...bedrohlich, bedrohlich das Volk, wenn es ohne Furcht ist"

sei daran erinnert, dass es der Zins ist, der die Menschen in Furcht versetzt, überhaupt davon abhält, einen Kredit aufzunehmen.

Was, wenn die Furcht unter den Menschen schwindet, ihr Dasein, Ihr Leben fremdfinanziert zu organisieren?

JP

https://daserste.ndr.de/annewill/

Sendung: 04.02.2014, 23.30 Uhr

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/schuldenerlass-in-kroatien-fuer-die-aermsten-der-armen-13404468.html
Schuldenerlass
Neustart für die Ärmsten in Kroatien
02.02. 2014
http://www.taz.de/!28953/
Sieben Millionen sind überschuldet
In die Schuldenfalle gedrängt
Die Zahl der überschuldeten Bundesbüger ist rückläufig. Doch sie dürfte in der bevorstehenden Rezession wieder ansteigen.
20. 01. 2009
MALALAI BINDEMANN

20:35 04.02.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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