Her mit strategischen Liegenschaften

Horst Seehofer fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel ultimativ auf, Liegenschaften des Bundes, selbst belegte Kasernen, für die menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen freizugeben
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Flüchtlinge aus unbeheizt kalten Zelten holen tut Not!

Ein Flüchtling trägt in Hamburg vor den Rathaus ein dick angezogenes Kind. Über 100 Flüchtlinge protestieren vor dem Hamburger Rathaus gegen ihre Unterbringung in unbeheizten Zelten der Stadt

Ein Vater trägt vor den Rathaus sein Bündel von Kind, dick eingehüllt in Klamotten.

"Lasst unsere Kinder nicht erfrieren"

"Baut die Zelte ab bitte",

– erklang der vielsprachige Protest aus 100 Mündern der Flüchtlinge vor dem Rathaus. Hamburg.

Sinkenden Temperaturen in Hamburg verschärfen die Situation der Flüchtlinge in Hamburg, die in unbeheizten Zelten untergebracht sind.

Dienstag dieser Woche war der Tag, an dem etwa 100 Flüchtlinge sich von der Peripherie Hamburgs ins Zentrum zum Jungfernstieg aufmachen, in der Bannmeile auf dem Rathausmarkt gegen die unzumutnbare Art ihrer Unterbringung in unbeheizten Zelten zu protestieren.

Was für ein erschütterndes Schauspiel.

Ohne behördlichen Antrag, geschweige denn Zusage für Aufmärsche in der Hamburger Bannmeile zogen Flüchtlingen bis zum hohen Rathaustor, um auf Schildern mit Aufschriften

"Uns ist kalt" und "Lasst unsere Kinder nicht erfrieren".

ihr unwirtliches Schicksal in Hamburgs Stadtgrenzen zu beklagen

Gegenbwärtig herrschen in vielen Zelten tagsüber Temperaturen von weniger als neun, nachts sind es nur drei Grad.

Dieses unerträgliche Schicksal betrifft 3600 Flüchtlinge in Hamburg, die weiterhin in unbeheizten Zelten.untergracht sind

Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) kündigte zwar gegenüber NDR 90,3 an, die Flüchtlinge so schnell als möglich in festen Unterkünften unterbringen zu wollen.


Dem Plan nach, sollen nur winterfesten Zelte der Bundeswehr weiter genutzt werden. Wohin genau die Flüchtlinge umziehen sollen, konnte Prüfer-Storcks nicht sagen. Holzhäuser oder Container seien eine Option, wenn auch nicht die ideale Lösung.

Im und vor dem Rathaus formierte sich am Dienstag ein herbegeeilt deeskalierendes Polizeiaufgebot, die Demonstranten am Betreten des Rathaus Inneren zu hindern.

Die Bürgerschaftsfraktion DER GRÜNEN empfing, rasch anberaumt, sechs Vertreter der Flüchtlinge zu einem ersten Gespräch. Grünen Fraktionschef Anjes Tjarks und die Sprecherin für Inneres und Flüchtlingsangelegenheiten Antje Möller hätten ihnen eine "ehrliche Perspektive" vermittelt, hieß es danach auf Nachfrage.

Ein Sprecher der Innenbehörde ließ sich mit der geläufigen Sprachregelung vernehmen, es werde "mit Hochdruck" an einer Verbesserung der Bedingungen für die Flüchtlingen gearbeitet:

"Wir wissen, das große Eile geboten ist."

Nach Presseberichten sind allein die Bundeswehrzelte am Ohlstedter Platz und der Oktavio­straße (Marienthal) mit etwa 700 Plätzen beheizt und isoliert.

"An den Standorten Schnackenburgallee und Dratelnstraße sind ein Teil der Zelte nicht winterfest", sagte Christian Martens, Sprecher der Ausländerbehörde.

Die meisten Zelte an der Schnackenburgallee in Hamburg- Bahrenfeld verfügen nicht einmal über einen sonst üblichen Pressholz- Boden. Besonders dort leidet nach Angaben von Ehrenamtlichen "ein Großteil der Kinder" an Bronchitis und anderen Atemwegskrankheiten."

In Hamburg- Jenfeld sind nach Angaben Ehrenamtlicher 20 Kinder aus Flüchtlings- Zeltlagern mit Verdacht auf Lungenentzündung in umliegenden Kliniken eingewiesen worden

Die Zelte im Jenfelder Moorpark mit 800 Flüchtlingen waren Ende September, zum Herbstbeginn nicht einmal mit provisorischen Heizmitteln ausgerüstet.

Anders als in der Schnackenburgallee und Dratelnstraße fehlt es am Jenfelder Moor an Decken .

"Die Freiwilligen haben – so gut es ging – dafür gesorgt, dass die Situation nicht komplett eskaliert", berichtet ein Mitarbeiter NDR- Info

Dienstagnachmittag ließ die Stadt endlich im Jenfelder Zeltlager Belüftungsrohre verlegen. damit wenigstens einige Zelte bis zum Abend provisorisch beheizt sind.

Etliche Bewohner versammelten sich, den Belüftungsrohrlegern. herzlich zugewandt, überschwemglich zu danken.

Die städtische Gesellschaft "Fördern & Wohnen" bestellte bereits Mitte September an die 290 Heizlüfter für die provisorischen Unterkünfte. "Wie bei aller anderen Ausstattung gibt es dabei inzwischen lange Lieferzeiten, die Nachfrage ist im gesamten Bundesgebiet groß", heißt es auf Nachfrage beim Hamburger Senat

Wenn der Winter hereinbricht, werden die provisorischen Heizungen in Wilhelmsburg, Jenfeld und Bahrenfeld aber nicht mehr ausreichend sein. "Die Statik (der Zelte m. A.) ) hält starken Schneefall nicht aus. Und die Isolierung ist so dünn, dass für jedes Grad zusätzliche Wärme eine enorme Heizkraft nötig ist", ist vom Herstellers Lanco mit Sitz in Hannover zu hören.

Nach Presseberichten ist das Technische Hilfswerk (THW) derzeit dabei, zu prüfen, wieweit die Zelte gegen Schneefall geschützt werden können. Eine Verkleidung der Zelt Innenseite scheidet wg Brandschutzbestimmungen aus.

Die Ausländerbehörde plant, die Zelte durch Holzpavillons zu ersetzen, Aber erst Anfang November soll mit dem Ersatz im Jenfelder Moorpark begonnen werden. "Die Planung für die Schnackenburgallee ist noch nicht abgeschlossen", sagt Christian Martens.

Verschwurbelt heißt es in den Medien "Derzeit wird angestrebt, dort Container aufzustellen, die aber nur noch in geringen Mengen auf dem Markt zu bestellen seien".

Der Hamburger Senat hat, angesichts des Mangels an verfügbaren Wohneinheiten, Pläne ad acta gelegt, neue große Containerdörfer als Erstaufnahme einzurrichten. "Die Entwicklungen sind dynamisch, wir müssen mehrgleisig mit Hallen und allen Außenflächen für Folgeunterkünfte planen", heißt es in senatsnahen Kreisen.

Dem Himmel sei Dank, Hoffnung auf kurzzeitige Entspannung naht mit der Wetterprognose für Hamburg: Zum Wochenende sollen die Temperaturen vorübergehend wieder auf bis über 13 Grad steigen.

Fazit:

Die Freie und Hansestadt Hamburg riskiert mit dieser unzureichenden Unterbringung mehr als 3600 Flüchltingen in unbeheizten Zelten deren Gesundheit. Viele leiden unter Atemwegserkranungen. 20 Kinder sind inzwischen womöglich an Lungenentzündung mit unabsehbar gesundheitlichen Folgen erkrankt.

Unnötige Kosten für die Behandlung und Nachsorge zu Lasten der Solidargemeinschaft werden mit dieser unverantwortlichen Unterbringungspraxis billigend iin Kauf genommen

Das alles geschieht nur, weil der Hamburger Senat, voran der Regierende Bürgermesiter Olaf Scholz, anders als die Bayrische Landesregierung mit ihrem Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der Elan fehlt, sich nicht traut, die schwarzrote Bundesregierung Berlin ultimativ in die Pflicht zu nehmen, endlich strategische Liegenschaften, die da sond, u. a. leerstehende, unterbelegte Kasernen, Schlösser. Gästehäuser in Bund, Ländern für die Unterbringung von Flüchtlingen freizugeben.

Gerade ist Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer ihrer Zukunfs- , Regionalkonferenzen in Sachsen dabei, ihr spätsommerliches

"Wir schaffen das"

auf ein herbstliches

"Wir schaffen das nicht allein"

herunterzubrechen, wir brauchen Europa.

Wohl wahr!"

Was wir aber vor allem in Hamburg und anderswo in Deutschland zur Stunde brauchen, ist ihre Entscheidung, Frau Bundeskanzlerin Merkel, ihre Strategie der Spannung beiseite zu legen, den Krisenmodus zu wagen, die Ausetzung der Wehrpflicht, des Zivildienstes von 2011 zu beenden, Liegenschaften, Reserven des Bundes für die menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen als Botschafter des Menchenrechts auf Leben, gemäß Genfer Flüchtlingskonvention, wie es Heribert Prantl nennt, als Gesandte des kommenden Friedens in Syrien aufzunehmen.

Ihrem Beispiel, Frau Bundeskanzlerin Merkel, könnten Kirchen aller Konfessionen, Moscheen, Synagogen, Pagoden, Gewerkschaften, Verbände, parteinnahe Stiftungen. Privatstiftungen ermuntern, Ihnen mit ihren Liegenschaften zu folgen. Danke!

JP

http://www.hn
50 Syrer machen auf Umstände aufmerksam
Calden: Flüchtlinge protestierten auf B 7 wegen Kälte
07.09.15 - 17:15

http://www.thepetitionsite.
Luftbrücke für Flüchtlinge in Not
30 UNTERSTÜTZERINNEN
VON: Joachim Petrick
ZIEL: Mitglieder des Deutschen Bundestages

01:18 15.10.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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