DER SPIEGEL "Unser Le Pen Mann in Nanterre"

Europa ist Krieg "Die Zunahme der Feindseligkeiten zwischen den Ländern. Die Deutschen werden als grausam beschimpft, die Griechen als Betrüger, die Franzosen als Faulpelze" Mdm Le Pen
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Pfeift Madame Marine Le Pen "PENG", spiegelt es im bunten Blätterwald Europas und in der Welt

"Europa ist Krieg" im NU ist DER SPIEGEL auf derselben Welle als Rohrpostbetreiber, vom Front national geladen, zur Stelle.

Hofiert DER SPIEGEL Madame Marine Le Pen?

Was bis zur Europawahl am 25 Mai 2014 war, ist nun, nach dem Wahlsieg des Front national in Frankreich mit 27 % aller Stimmen immer noch so, nur unmerklich und doch wie selbstverständlich ganz anders.

DER SPIEGEL, das Nachrichtenmagazin aus Hamburg, begibt sich mit seinem Redakteur Matthieu von Rohr zu einem Stelldichein mit Madame Marine Le Pen, der Vorsitzenden der rechtsradikalen Partei Front national in deren Parteizentrale in Nanterre/France für ein mehrseitiges SPIEGEL- Gespräch in der aktuellen Ausgabe 23- 82- 2014.

Von Berührungsängsten des Spiegel- Redakteurs noch Madame Le Pen im Interview keine Spur, als ob man sich lange kenne und einander gewogen sei.

Es ist als ob DER SPIEGEL wie im Jahre 1962 mit seinem legendären Artikel "bedingt abwehrbereit" zunächst zu seinem Nachteil, dann mit durchschlagendem Erfolg einen Politkwechsel redaktionell durchwinken will.

Damals 1962 im Wege der hier und da aufkeimenden Kritik an den Ergebnissen des NATO- Manövers "FALLEX62" war es nach dem Mauerbau in Berlin am 13. August 1961 die Abkehr DES SPIEGEL vom unverbrüchlichen Festhalten an der Einheit Deutschlands, Ablehnung der Gründung und Aufrüstung der Bundeswehr, der Westbindung der Bundesrepublik und deren NATO- Mitgliedschaft, hin zur unreflektierten Anerkennung des Bestehenden, samt konvenbtioneller Aufrüstung der Bundeswehr wg. angeblich permanenter Gefahrenlagen durch die UdSSR mit deren West- Gruppen Truppe der Roten Armee auf dem Boden in der DDR

Ist es heute 2014 die Abkehr DES SPIEGEL von eindeutig umrissenen Begriffen wie Rechtsradikalismus hin zu eingenebelt umwölkten Begriffen wie Rechtspopulismus?

Der Front national ist von nun an für DEN SPIEGEL keine rechtsradikale, sondern eine rechtspopulistische Partei, wie die Alternative für Deutschland (AfD).

Ausgetauscht werden im SPIEGEL- Gespräch mit der Vorsitzenden des Front national, sattsam heruntergedimmt, Argumente im "Ungefähren", die allerdings den unvorbereiteten Leser aus dem Munde von Marine Le Pen dann doch überraschen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch der russische Präsident Wladimir Putin ereilt gleichermaßen, in Achtung vor Anführern, die die für ihr Land einstehen, die bewundernde Wertschätzung von Madame Le Pen, weil diese, anders als der französische Präsident Hollande, als auch dessen Vorgänger Sarkozy, Überzeugungen hätten und die Interessen ihres Landes mit Erfolg und Nachdruck vertreten.

Marine Le Pen will das Eingangs- Statement des SPIEGEL- Redakteurs von Rohr nicht so stehen lassen, die EU sei ein gewaltiges Friedensprojekt, das dazu geführt habe, dass es seit 70 Jahren keine Kriege mehr gab.

Marine Le Pen:
"Nein. Europa das ist der Krieg. Der Wirtschaftskrieg. Das ist die Zunahme der Feindseligkeiten zwischen den Ländern. Die Deutschen werden als grausam beschimpft, die Griechen als Betrüger, die Franzosen als Faulpelze,,,,"

Der informierte Leser schaut betroffen, der nicht informierte Leser backt sich ein Ei darauf. Was heißt hier 70 Jahre ohne Krieg in Europa?

Gab es auf dem Balkan 1992- 95 keinen serbisch- kroatischen Krieg, keinen Krieg in Tschetschenien 1994, 1999 keinen im Kosovo, keine Ausrufung des Krieges durch die NATO nach Nine Eleven 2001 gegen den Internationalen Terrorismus mit wechselnd ausgeweiteten Kampfzonen auf mehreren Kontinenten, 2008 in Georgien, zuletzt in der Ukraine?

Was heißt hier Europa ist der Krieg?

Wenn die Äußerrung von Fremdenfeindlichkeit schon Krieg für Madame Le Pen ist, was ist dann Krieg?


Viele Fragen offen, die nächste Frage stimmt betroffen.

Ob Madame Le Pen nach Brüssel wolle, Europa zu zerstören?

Selbstverständlich will Marine Le Pen nach Brüssel, um Europa zu terstören. Europa, die EU sei ein Verhängnis, ein antidemokratisches Monster, das die Demokratie in Europa zerstöre.

Was sie wolle, sie wolle, ganz im Sinne des großen Politker Frankreichs Charles De Gaulle, das Europa der Vaterländer wiederherstellen.

Zur Erinnerung:

Der französische Präsident Charles De Gaulle hatte 1966, der ausgeweitete Vietnam- Krieg der USA belastete im zunehmenden Aumaß den US- Staatshaushalt, die US- Außenhandelsbilanz, nicht nur die NATO gezwungen, ihr Hauptquartier in Europa aus Fontainebleau bei Paris in Frankreich nach Brüssel in Belgien zu verlegen, sondern auch die französische Goldbestände in den USA/Fort Knox nach Frankreich zurück beordert.

Wünsche der NPD, der griechischen Partei "Goldene Morgenröte", der AfD seien noch nicht an Front national herangetragen worden, meint Madame Le Pen. Im übrigen sei die AfD, anders als Front national. keine volkstümliche, sondern eine elitäre Partei mit ganz anderen Strukturen.

Eine Zusammnearbeit mit der österreichische FPÖ, der Partei des Niederländers Geert Wilders, der italienischen Lega Nord und der belgischen Vlaams Belang bestehe.

Dass die rechtspopulistisch britische Partei Ukip mit ihrem Anführer Nigel Farage nicht mit Front national zusammenarbeiten wolle und diesen sogar antisemitisch schimpfe, kümmert Madame Le Pen weniger, da Ukip bereits selber mit ebenso vielen Stimmen wie Front national eine eigene Fraktion im Europaparlament gegründet hat.

Eine Rückkehr, weg vom Euro, hin zu den nationalen Währungen in Europa wäre nur von Vorteil, der France würde abwerten, die DM aufwerten. Das würde Frankreich Luft verschaffen, meint Madame Le Pen.

Achtung Gläubiger aller Länder!,

denkt Front national nicht nur an einen französischen Schuldenschnitt, sondern daran, eigene Schulden auf Euro Basis im französischen Staatshaushalt als null und nichtig zu führen?, wenn ja, was sagen Gläubigerländer, wie England, Norwegen, China, Russland, die USA, Deutschland, Japan, Indien, Brasilien, Globalplayer weit und breit in der Welt dazu?

Die kriegstreibenden Beweggründe waren 1914 letztendlich nicht Gebietsansprüche, sondern drohende Staatsbankrotte der damaligen Großmächte in Europa, die im Wege des Ersten Weltkrieges nach 1918 unkalkulierbar prekäre Schuldner einer neuen Supermacht wurden, den USA.

Noch geht es, wenn überhaupt, mit Blick auf den Euro, den Dollar, das Sterling Pfund, den Yen u.a. Währungen, wenn nicht um Schuldenschnitte einzelner Staaten, so doch um Schulden Moratorien.

Will Front national; will die AfD 2014 Szenarien heraufbeschwören, die in Europa wirklich ähnlich kriegstreibend wie 1914 wirken, wenn einzelne Staaten aus der Eurozone zu ihren nationalen Währungen zurückkehren und sich eigenmächtig, ohne Abstimmung mit der Weltbank, dem IWF, der WTO, OECD, zu Lasten von Gläubigersttaten schudenfrei erklären?

Da passt DEM SPIEGEL in diesem exclusiv beatmeten Wendehals Klima Richtung national rechtspopulistischer Anwandlungen, gar Bestrebungen, wie die Faust aufs eigene einst "angebräunte" Auge, ein Griff in die Kammer des Schreckens, in das SPIEGEL- Archiv, um mit einer ollen Kamelle

"Unser Mann in Barcelona"

auf den Seiten 120- 129 aufzuwarten.

Es geht um einen sogenannt aufrechten Deutschen, den Geheimagenten, Paul Fidrmus (1898- 1958) der Abwehr unter Admiral Wilhelm Canaris, im Zweiten Weltkrieg, einem bis nach 1945 überzeugten Nationalsozialisten, der den D- Day, den Tag der Invasion der West- Alliierten, für den 6. Juni 1944 in der Normandie exakt in einer verschlüsselten Meldung aus Lissabon nach Berlin an die Abwehr vorausgesagt hatte.

Der GRÖFAZ Adolf Hitler hatte diese Meldung auf dem Berghof in der Hand unheilschwanger geschlussfolgert, wenn das so exakt mit Zeit und Ort bekannt ist, kann das nur ein Ablenkmanöver der Alliiierten sein. Die eigentliche Invasion wird bei Calais beginnen.

Im Mai 1953 wurde Paul Fidrmus vom SPIEGEL mit einem damals ungewöhnlich hohen Monatssälär in Höhe von 1.600 DM zum Spanienkorrspondent in Barcelona berufen.

Das durchschnittliche Arbeitnehmergehalt lag in jenen Jahren in Westdeutschland unter 300 DM/Monat.

Als Mitautor an der achtteiligen SPIEGEL- Serie

"Die Papiere des Herrn Holstein"

(SPIEGEL- 36- 43- 1957), in der es um die dunkle Seite der Geschichte des "Bismarck Reiches" ging, überwies Rudolf Augstein seinem lieben Paul Fidrmus diskret beachtliche 2.000 DM auf ein Schweizer Konto.

Gemeinsame Urlaube, von Paul Fidrmus vor Ort organisiert, mit weiteren lieben Mitarbeitern, Hans- Detlev Becker, den ehemaligen SS- Hauptsturmführern, Wolff, Horst Mahnke an der Costa Brava in Spanien hatten ihre einhegende Wirkung auf den "Jungspund", Rudolf Augstein, als "Sohn des Krieges und der Geheimdienstler der Abwehr?" offensichtlich, nochzu, wenn der dort, untergetaucht, ansässige alte SS- Haudegen, der Befreier Benito Mussolinis 1943, Skorzeny verbeischaute, nicht verfehlt.

Paul Fidrmus verstarb am 20. Oktober 1958 an Knochenkrebs.

Das Leben des Abwehr Geheimagenten Paul Fidrmus und späteren "Unser SPIEGEL- Mann in Barcelona", diente dem Roman von Graham Green

"Unser Mann in Havanna"

aus dem Jahr 1958 als Vorlage.

Paul Fidrmus mittelloser Witwe Rigmor Fidrmus ließ DER SPIEGEL bis zu deren Tod 1981 eine Rente zukommen, weil Paul.Fidrmus in schwierigen Jahren in einer Weise dem SPIEGEL gegenüber besondere Dienst erbracht habe, die nicht zu erörtern seien (S. 128).

War nicht genau das Jahr 1981 auch ein schwieriges Jahr für dubiose Mitarbeiter DES SPIEGEL "undercover" in Spanien?, nachdem der vorletzt letzte bewaffnete Versuch, die Demokratie Espania per Staatsstreich zurück in den Franco- Faschismus zu kommandieren, dank des jungen Königs Carlos, der gestern seinen Rücktritt als Skandalkönig Spaniens erklärte, gescheitert war?
JP

http://www.stern.de/politik/ausland/marine-le-pen-im-spiegel-ich-will-die-eu-zerstoeren-2114683.html
Marine Le Pen im "Spiegel" "Ich will die EU zerstören!"
1. Juni 2014, 19:55 Uhr

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/unionsbuergerschaft-beendet-nato-buendnisfall
JOACHIM PETRICK 30.05.2014 | 13:42 6
Unionsbürgerschaft beendet NATO- Bündnisfall

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/spiegel-affaere-1962-anders-erzaehlt
Joachim Petrick
10.10.2012 | 03:43 22
"Spiegel- Affäre 1962", anders erzählt

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/eu-wahl-angela-merkel-und-marine-le-pen-a-972365.html
S.P.O.N. - Im Zweifel links: Angela Nazionale

Eine Kolumne von Jakob Augstein
Donnerstag, 29.05.2014 – 15:46 Uhr

22:00 02.06.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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