Hundts Lohn- Abstandsgebot, Versuch asymmetrischer Demobilisierung?

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Hundts Lohn- Abstandsgebot, Versuch asymmetrischer Demobilisierung?

Ist Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundts Lohn- Abstandsgebot gegenüber Leistungen aus den Hartz IV Gesetzen als Versuch asymmetrischer Demobilisierung der Arbeitnehmerschaft zu bewerten?

Abgesehen davon, dass es bereits in der alten Arbeitslosenhilfe einen Verarmungsfaktor von 3 % /anno für die Leistungsbeziher/innen gab (jährlich 3 % weniger Leistungsbezug aus der Arbeitslosenhilfe) , wie dieser Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt in BILD als Abstandsgebpot zu Arbeitslöhnen vorschwebt, hat sich Hartz IV inzwischen längst zur Schlachtschiff Armada entwickelt, flächendeckend einen Kombilohn "Mindesteinkommen statt Mindestlohn" über die Hartz IV Gesetze steuerlich finanziert als Pilotprojekt für ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) zu etablieren.

Subventioniert wird dabei nicht der Arbeitnehmer/in als Lohnaufstocker, sondern der Arbeitgeber als Empfänger von Lohnsubvention, ohne als Bittssteller, wie früher mit Businessplan, in Erscheinung zu treten.

Das Bittstellen bei Behörden, Ämtern nimmt dem Arbeitgeber heute, seit Einführung der Hartz IV Gesetze im Jahre 2004, der Arbeitnehmer/in ab, wenn dieser/e, vor Antrag auf Lohn- Aufstockung nach Hartz IV, selber mit seinem/ihrem Restvermögen vor dem Schonvermögen den Arbeitgeber subventioniert hat, sprich, wie Norbert Blüm sagt:

"Als Arbeitnehmer/in eigenes Geld zum Arbeitsplatz mitgerbracht hat".

Durch diese Wirtschaftspolitik, die den Namen als solchen nicht verdient, ist die asymmetrisch demobilisierende Lage entstanden, dass Armut in Hochpreisländern wie Deutschland als letzter Wachstumsmarkt entdeckt, nicht Vermögensbestände, Forderungseigentum (s. Begriff bei Prof. Paul Kirchhoff) der Arbeitnehmer/innen sichert, wie es das Grundgesetz vorsieht, sondern das Vermögen der Reichen steuerfinanziert über die Hartz IV Gesetze mehrt.

JP

20:17 25.01.2010
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Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick