Ist, was ich glaube, wirklich allein meine Sache?

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Ist, was ich glaube, wirklich allein meine Sache? Glauben, das Wissen wie Unwissen wahllos aufgespürter Beute von heute? Was für einkühner Brocken von Satz, der wie aus einer alpinen Geröllandschaft sowohl des Glaubens an den Glauben, als auch an den Unglauben ins Tal unserer Befindlichkeiten der Ahnenden wie Ahnungslosen grollend, rollend hernieder bricht. Ist womöglich schon diealleinige Frage: „Ist, was ich glaube, wirklich meine Sache? Bereits der Richtige bestimmte kleine Verrat im Großen unbestimmten Falschen Verrat an den Ursprung des Begriffs Glaube? Ich wage einmal die These: „Am Anfang war jeder Mensch, wie er da, männlich, weiblich, für eine kurze Lebensspanne war, nicht nur vom Gefühl her sondern auch vom überlieferten Lebensprinzip her, allwisssend und sei es nur für den Moment eines Augenwimperschlages und schon war, er, sie, es allwissend Öxi tot. Warum? Weil der Mensch an sich von Anbeginn für Jahrtausendewahllos Wissen wie Unwissen gleichermaßen als begehrenswert des Erjagens werte Beute von heute haufenweise nahm. Wissen an sich, war damals Menschen so gut und schlecht, so eigenschaftslos unbestimmt wie Unwissen. Die Hauptsache war es für jeden Menschen, an dem einen, wie dem anderen, auf Gedeih & Verderb, auf Leben und Tod als unveräußerliche Beute von heute in tragender Rolle ins Morgen des Jenseits seiner Tage festzuhalten. Gleich, ob der Mensch träumte, halluzinierte, wachte, dachte, stets war sein Gedankenfluss ihm wie der Schuss in die Quellen des ungetrübt unabdinglichen Wissens, auch wenn sich das hernach, wenn er meuchlings verstorben, oder nach einer gefahrvollen Jagd, Stammeskriegen gehandikapt war, als reines Unwissen entpuppte. Nicht das Wissen, Unwissen als solches zählte, sondern das Beharrungsvermögen an Wissensbrocken wie am Unwissen umweltvergiftet erblühenden Landschaften festzuhalten war eine menschliche Überlebensqualität an sich. die meist für die anderen tödlich ausging. Da kam eines Morgens in den erwachenden Geist der Menschen nach langem Schlaf, in der Gleichzeitigkeit mutierender Welttages Ereignisse, eine neue Farbe, ein Stimmen Klang, sei es, weil die Erde durch den Mond endlich ihre gleichförmige Umlaufbahn fand. Diese Farbe, dieser neue Stimmen Klang hieß ursprünglich Glaube als eine innere Haltung des "sowohl als auch" im Gegensatz zu dem fraglos unabdinglich schweigend auf zwei Beinen daherkommend wandelnd verbissenenAllwissenden im Beritt und Auftritt der unverbrüchlichen Komplizenschaft von Menschen: "Ich weiß es, ohne darüber zu sprechen. Folget mir. Wer mir nicht folgt, ist des Todes und zwar sofort!" Mehr braucht es nicht zum Überleben. Das hat noch immer gereicht!". Glaube war und ist von seinem Anlass her gedacht, gemäß meiner These, gerade nicht eine Bindung an etwas Bestimmtes, einen Inhalt, eine These, die Zugehörigkeit zu einem Messias wie Christus, einen Schöpfer wie Gott, sondern die geistige Kraft und Haltung im "sowohl als auch" als ein Fragender im eigenen wie im Leben Anderer nachbarschaftlich, tolerant, gewaltfrei kommunizierend, zu verweilen, im Alltag zu bestehen, ohne gegen sich oder andere in nahe und fern liegende Gewaltausbrüche entfliehend zu enteilen. Das Verhängnis für alle dies ursprünglichen Begriffe des Glaubens war, dass die nachwievor Allwissenden unter den Menschenstämmen den Mainstream auf den Märkten der Völker durch unverbrüchlich verschworene Komplizenschaft, Verbrüderung bestimmten und schließlich den Begriff Glaube als neu erobert weites Feld, als neue Option für global verschworeneBruderschaften der Komplizenschaft ausbeuteten den ahnungsvollen Allwissenheit eroberten und bis heute klerikal, auf dem Vorrang des Dogma der verschworenen Kirchen Bruderschaft Zugehörigkeit bestehend, die Deutungshoheit über den Begriff Glaube, unabdinglich besetzt halten. Bezeichnend ist dabei, dass die Inquisition der Römisch Katholischen Kirche besonders jene als Gefährder der Kirche identifizierten, die nicht an Inhalten, an Personen, Thesen, Göttern, Gelehrten, Teufeln. Hexen festhielten, sondern Zugehörigkeiten, egal zu wem, zu was,grundsätzlich verweigernd, im „sowohl als auch“ als Innerer Haltung auf alle Tage ihrer Lebenszeit zu verweilen gedachten. Jene sind für Theisten der Glaubenskongreation, vormals Inquisition, ein weit unerträglichere Graus, denn die unabdinglich beharrenden Atheisten, die ebenso unverbrüchlich bis in die politischen Parteien unserer Tage “Die Partei hat immerrecht“ das Lied von der verschworenen Zugehörigkeit singen, wie die Theisten, weil, wie es Papst Benedikt XVI im Klartext seiner jüngsten Tage und Werke „Sozial- Ecclesia“ sagt: “Die größte Gefahrenlagefür die Römisch Katholische Kirche gehe, wie für alle Kirchen der Welt, nicht vom Atheismus aus, sondern, urbi et orbi, vom, medial genährt, grassierenden Relativismus auf Erden“. Deshalb gilt in diesem Sinne für die Kirchen, eher an Unwissen, unanfechtbar ex cathedra im Auftritt ,beharrend festzuhalten, bestehend unverbrüchlich verschworene Zugehörigkeiten zu Wissen wie Unwissen klerikal besetzt zu halten, indem Glaube fraglos ungreifbar als legitimer Versuch des Griffs nach göttlicher wie gottesferner Allwissenheit durch die allen seligmachende Zugehörigkeit zur Römisch katholischen Kirche, samt des Empfang der Sakramente, kommuniziert. Hinreichend gesichertes Wissen dagegen als reinen Glauben an den Unglauben ohne Bindungskraft im Sinne einer verschworenen Gemeinschaft der Bruderschaften diffamiert. Dabei ist nach meiner These gerade die Wissenschaft, robust und freisinnig aufgestellt, noch am ehesten in der Lage, den Menschen ein Leben und Forschen im ursprünglichen Begriffs vom Glauben des "sowohl als auch" zu vermitteln. Insofern sind Inhalte des Glaubens, wie es uns heute über die Großkirchen vermittelt wird, keine öffentliche, sondern eine private Sache, die namenlose Bescheidenheit lehrt. Die geistige Haltung des ursprünglichen Glaubens eines Lebens im "sowohl als auch" halte ich für eine immanent öffentliche Sache, die Theisten, wie Atheisten u. a., sich gegenseitig gelten lassend, ein gegenseitiges Überleben lehrt, ohne sich, ähnlich dem Gleichgewicht der gegenseitigen Abschreckung in den Blocksystemen des Kalten Krieges,in unhaltbare verschworene Zugehörigkeiten von gegenseitig dekompensierenderMeinungsfesselung zu manövrieren. Nur an dieser Haltung ist der wahre Glaube ohne Ansehen von Theologien, Kirchen, Zugehörigkeit zu ermessen, nämlich als Lehre von der „soziokulturellen Mediation, Schlichtung“ im Alltag der Menschen, im Miteinander der Völker, Regionen und ihrer Gesellschaften in unserer einen Welt. "WAS ICH GLAUBE, IST MEINE SACHE " Das stimmt für den Fall, wenn jemand nicht an etwas glaubt, sich nicht unverbrüchlich verschworen zu etwas, zu jemandenzugehörig kenntlich macht, sondern eine Haltung des ursprünglichen Glaubens im "sowohl als auch" gewaltfrei kommunizierend aushält und lebt, wie es der Philosoph Emanuel Kant in Königsberg mit seiner Idee vom „Kategorischen Imperativ“ auf dem zu erforschenden Hintergrund seiner „Kritik der praktischen. Wie der einen Vernunft „ empfahl. JP
23:46 18.12.2010
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Geschrieben von

Joachim Petrick

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mabli | Community
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