Jagdsaison und das Gerechtigkeitsgefühl

Jagdfieber Hat Die Linke von ihrem Anbeginn Probleme mit dem Begriff der Gerechtigkeit?, wenn ja?, warum ausgerechnet auch der Jurist und Klassenkanpf Publizist Karl Marx?
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Nährt die, spürbar mit dem ESM aufkommende, Jagdfiebersaison unser Gerechtigkeitsgefühl?, wenn ja, in welcher Hinsicht?, in welcher Hinsicht nicht?

Hat Die Linke als gesellschaftspolitische Strömung, aus der national und international organisierten Arbeiterschaft im 19. Jahrundert, angesichts des Heraufdämmerns der Industriellen Revolution, geboren, von Anbeginn Probleme mit dem Begriff der Gerechtigkeit?

"Sie sei keine Sache der Moral, von Rechten oder Pflichten, sondern eine des politischen Kampfes – es gibt keine Regel ohne Inhalt, kein Gesetz ohne Kontext und keine Moral ohne Interesse"

ließ sich Karl Marx eindeutig vernehmen.

Karl Marx hielt Gerechtigkeit bekanntermaßen für eine bourgeoise Augenwischerei:

"... die in der prosperierenden kommunistischen Gesellschaft sowieso gegenstandslos wäre."

Was bei Karl Marxens Analyse des Kapitalismus vernachlässigt scheint, ist, dass es sehr wohl, anders als Karl Marx mit Engelszungen nahelegt, ein archaisch geprägtes Gerechtigkeitsgefühl der Menschen mit- und untereinander gibt, nur woanders, als wir gemeinhin meinen, nämlich bei der gemeinsam, adrenalingesteuerten Jagd nach Beute und deren stammes- , personenbezogene Verteilung.

Nun ist die Menschheit ja längst seit Jahrtausenden auf der Jagd nach Beute von Heute, gegeneinander,stammesbezogen miteinander, unterwegs, die Beute hochgestapelt, an unbekannten Orten hinterlegt, vor- und zurückgehalten.

Die ausgerufen "Große Jagd" als Eroberer aller Erden Kontinente scheint längst abgeblasen.

Jetzt geht es nicht mehr um die Jagd nach Beute an sich, denn die ist verblümt vollmundig offiziös abgeblasen, sondern bei der Frage der Gerechtigkeit, um die Partizipation an einem nachwievor in der Welt zu riechenden Jagdfiebergefühl unterschiedlicher gesellschaftlicher Schichten, meist eher im Bereich des Mittelstandes mit offener Richterskala nach oben.

Wenn es angeblich keine "Große Jagd", in Gestalt von erklärten "Heiligen- Blitz- Kriegen", Kreuzzügen und sei es per kaltem Vermögensentzug gegen eigene Bürger/innen ( s. Agenda 2010/Hartz IV, Spiegel Ausgabe 41.- 74- 2012 "kalte Enteignung" ) gibt, wo kommt dann dieses in allen Unternehmens-, Kirchen- , Gewerkschafts.-, NGOs- , Partei- , Verbands,- Politiketagen, mit Geruchssinn und Händen zu greifend, hochkriechende Jagdfiebergeühl aus dunkel verrätselten Quellen in den G 8 Ländern her.

An diesem Jagdfieberf gefühl wollen die einen, überfordert eingestellt, partizipieren, die anderen spüren, unterfordert, sie ein Gefühl, dass per allerlei Arten von Stillegungsprämien, per kaltem Adrenalin Vermögensentzug, marginalisiert, ausgebootet sind?

Genau das nährt den Zwiespalt von Gefühlen der Gerechtigkeit hier, der Ungerechtigkeit da, nämlich gemessen an dem Maß der Partzipation an diesem, adreanlingetriebenen Jagdfiebergefühl, das allorten, raumfüllend, voran auf öffentlichen Plätzen, unabweisbar, in unseren Riechorganen hochsteigt-

Es ist die "Große Jagd", nach dem Vermögen des Mittelstandes, außerhalb der G- 8 Staaten, in den Schwellenländern, voran Indien, China, Brasilien, Russland, Argentinien, geblasen wird, die den Mittelstand in den G 8 Staaten hierzulande, welche alte Schande, adrenalingesteuert, auf der finanzpolitischen Honigrouten Jagd nach Beute, frohlockend, in die Startlöcher hüpfen läßt.

Das Fanal zur Jagd nach Beute war für die Mittelsschicht in den G- 8 Staaten ausgerechnet die sogenannte Weltfinanzkrise im Jahre 2008, nach der Lehman Brother Pleite vom 15. September 08 , die eine mit Moneten gepflasterte "Strada Armada" von Bad Banks hinterließ, in deren stählernen Bunker Safes der monetär nicht entsorgte Giftmüll an Zertifikaten, Swaps, Derivaten, namenlos verschnürten Subpreme- Hypothekenpaketen, unsortiert gestapelt, jederzeit unkontrolliert über die Schattenweltfinanzindustrie abrufbar, einklagbar, schlummert, um in einer bestimmten regionalen Gefahren- und Krisenlage in und um die Schwellelnländer, der Türkei, in Asien, Südamerika, Nordafrika, in den Zonen des so gennanten arabischen Frühlings, im Kaukasus, am Hindukusch, Afghanistan, Pakistan, Iran, verklappt, den, zitternd, suchenden Händen des flüchtenden Vermögens des dortigen Mittelstandes. prekär kalt vermögensvernichtende Heimstatt zu bieten soll und wird.

Das Mittelstandsvermögen aus seinen, clanbezogen, angestammten Regionen zu vertreiben, könnten insbesondere durch human- miltitärische Interventionen, bzw. deren Abwesenheit in einem deregulierten Weltfinanzmarkt, ein berechenbar durchschlagender Erfolg Richtung Transfer dieses aufgeschreckten Mittelstands- Vermögens in den Dollar-, Euro-. Yen-, Schweizer Franken Raum, zielführend, gelingen-

Wenn nicht jetzt, wann dann, dank Permanenten Europäischen Sicherungs- Mechanisnmus (ESM), der, wie einst der Vatikansstaat als erste klerikale Steueroase, mit angeschlossen Schweizer Kantonen Republik, im Abendland, aus der Mitte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation erst erkoren, dann, unerwartet,entgegen den allgemeinen politischen Tänzen, Rankünen, Zänken, Ränken europäischer Kaiser- , Königs- , Fürstenhäuser mit- und untereinander, verfrüht geboren, nun mit allen diplomatischen Immunitäts- Pivilegien seines Personals, mit Luxemburg als Stand- und Gerichtsort versehen, als wäre der ESM ein Staat im Staat, wie der Vatikanstaat ein Staat im Staat Italien ist.

Und das alles bei einem ESM, der entgegen allen vermeintlichen Ränken, Rankünen, Zänken, Bestrebungen europäischwer Nationalstaaten mit- und untereinander, mit einem monetären Auktionshaus Hammer von bisher bis zu 700 Milliarden gehebelten € in Sachen des Herunterprügelns von Staatsanleihen- Zinsen im europäsiche Haus, an den globalen Finanzmärkten unterwegs, zur säkularen Supernasen- Steueroase gerät, die keiner europäischen Regierung noch Nation zur Loyalität verpflichte bleibt.

Mehr Vatikanstaat als Steueroase wie mit dem ESM war nie!
JP

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-mensch-stammt-nicht-vom-affen-ab
Andrea Roedig
11.10.2012 | 09:50 7
Der Mensch stammt nicht vom Affen ab

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/kalter-vermoegensentzug

Joachim Petrick
10.10.2012 | 19:28 3
Kalter Vermögensentzug

22:24 11.10.2012
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
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Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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