Jakob Augstein im Disput mit Sounia Siahi

"Sharia Polizei" "Heute Übergriffe gegen Muslima hierzulande in Wuppertal, Morgen gegen Christa in Berlin, München oder Hamburg? Wehret den Anfängen im Kleinen"
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Jakob Augsteins beliebte S.P.O.N. Spiegelfechtereien ohne Unterlass mit den Mächtigen, da frage ich mich, gerät Jakob Augstein überhaupt noch unter Kanzleramtsniveau, Nine Eleven 2001 Weltsicht Perspektive, auf Betriebstemperatur?

Wenn er diese dann erreicht hat, kann es ihm schon einmal passieren, dass er, im Eifer des Spiegelgefechts, zur Axt, zum Hackebeil, statt zum Florett, geschweige denn Degen greift, und ein seit Jahren alltäglich brisantes Thema vom Grunde her zerhackt, feinsinnig gestimmt zerkleinert, als irrelevant mit sanftem Nachdruck, um einer höheren Sache Willen?, vom Tische fegt, wie ausgerechnet hier am Tag der Erinnerung eines Schreckensdatum in seiner S.P.O.N. Kolumne
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jakob-augstein-ueber-die-scharia-polizei-in-wuppertal-a-990982.html

Islamismus in Deutschland: Dümmer als die Scharia-Polizei erlaubt

Eine Kolumne von Jakob Augstein
Donnerstag, 11.09.2014 – 12:25 Uhr

Oder anders formuliert, Jakob Augstein versteht es, gelegentlich, parodistisch pointiert, grazil gewandt im Anmarsch, eloquent anmutend, launig ein Thema tot zu reiten, bevor er überhaupt das "Pferd" besteigt.

Vor lauter sportlich vorausgreifender Erregung und Hochspannung auf einen Großen Ausritt, gar rasenden Renngalopp, der dann wider Erwarten ausbleibt, bricht das eben noch gesunde Hochleistungs- Pferd, unterfordert, im auferlagten Stillgestanden tot zusammen.

Vom Erlen- zum Themenkönig?

"Wer reitet so geschwind und ach so spät durch Nacht und Wind, es ist der Jakob Augstein mit einem Themenkind.....,? "

"Immerhin hat die Kanzlerin persönlich das Wort ergriffen. Angela Merkel redet bekanntlich nicht viel. Um so bedeutsamer wenn sie ihr Schweigen bricht. "Es gibt ein Gewaltmonopol des Staates", sagte Merkel: "Niemand anders ist befugt, sich in die Rolle der Polizei hinein zu schleichen und deshalb muss hier den Anfängen gewehrt werden."

zitiert Jakob Augsten Bundeskanzlerin Angela Merkel, die alltagsfern in Wuppertal mit diesem Satz nicht ihre Richtlinienkompetenz zu betonen vermag, sondern ihre Ohnmacht, unanfechtbares Format verleihend, in Macht umzudeuten sucht.

Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Jakob Augstein, der wachsam investigative Begleiter und kritische Beobachter der Kanzlerin, dazu des öffiziös regierungsnahen Umgangs mit dem sogenannten Islamismus hierzulande, ziehen aus ihrer richtigen Wahrnehmung eines wirklichen Problems, gleichermaßen, als befänden sie sich auf paradoxe Weise uneingestanden,in einem stillen Einvernehmen, die falschen Schlüsse.

Bundeskanzlerin Merkel greift zur Posaune, um ihre Meinung hinaus zu trompeten, was den Betroffenen, vor alem Frauen vor Ort gar nicht hilft. sondern eher angst und bange werden lässt.

Jakob Augstein greift im mondwandlerischen Kontrast zur Kanzlerin zur Flüstertüte, so dass die Betroffenen vor Ort in Wuppertal ihn gar nicht mehr zur Sache vernehmen können, auch wenn sie es noch so wollten.

Geholfen ist in beiden Fällen, trotz und wg. des allzu robust hochgerüsteten Willens, keinem.

Ich selber habe vor Jahren am Bahnhof Hamburg- Barmbek aus der S- Bahn kommend, vor dem Hertie Kaufhaus, das gerade abgerissen wird, erlebt, wie ein bärtiger Muslime, mit nordafrikanisch- marokkanischem Outfit in langem weißem Gewande, gezielt sittenwächternd auf wildfremde Frauen zuging, die er für Muslima hielt und diese mit ernst eindringlichem Blick von oben herab ermahnend auf Englisch "familiär" mit "Sister" ansprach.

Damals war ich zwar kurz für einen Moment irritiert, habe mir aber ansonsten nichts dabei gedacht, weil ich wirklich annahm, es geht wohl um famliäre Angelegenheiten. Heute schon!

Es reicht nicht, wie Jakob Augstein, voll guten Willens, 150 % hochgerüstet gegen jedwede Intoleranz, Übertreibung zu bestimmtem, unbestimmten Behufe auf der Kanzleramstebene wachsam zu sein, wenn dann ein Jakob Augstein u. a. vor Ort Betroffene, vor allem Frauen, von vorhanden bedrängend schleichenden Veränderungen, Ereignissen im Alltag. perplex überrumpelt, technisch unterlaufen sind.

Es geht ja nicht wirklich um die Scharia- Polizei in Orange, sondern um die beliebige Anmaßung von Gruppen, einzelnenen Personen, die ihre Nachbarschaft als selbstbestallte Sittenwächter, durchgeknallte Alarm- und Blockwarte aller politischen, religiösen, Farben, denen der NEONAZIs in Erinnerung an die Vedunklungspflicht während der Bombardierung europäischer Städte im Zweiten Weltkrieg eingedenk, zu tyrannisieren, bis auch da Anmutungen, Anfechtungen einer "No- Go- Area" für bestimmte gesellschaftliche Gruppen. Personen entstehen?

Dieses "Sharia- Police" Happening in der Attitüde islamisch anmaßender Bedrohung durch Relegions- und Sittenwacht hierzulande, ist keine Kopfgeburt von Spinnern, sondern mutmaßlich eine von professionell geschulten Medienkennern in Europa, die der deutschen, der europäischen Medien Öffentlichkeit den Spiegel ihrer anschwellenden Neigungen zur Karnevalisierung von journalsitischen Themen, gesellschaftlichen Problemgedrängen, Konfliktgemengen vorhalten.

Was sehen die Medien in Europa, Deutschland, sie sehen sich, die journalistischen Karnevalisten und wollen vor Gelächter, Hohn und Spott, Harlekin Inszenierungen, dahinter nicht das wirklich menschliche Problem unter traumatisiert isolierten Emigranten, Flüchtlingen in Lagern, nicht die Gefahrenlagen sehen, die, angesichts wachsender Flüchtlingszahlen aus Krisen- . Kriegsgebieten in muslimischen Ländern, im Nahen Osten, dr Ukraine, Balkan, Afrika, Afghanistan, Pakistan, Syrien, Kongo, Kenia, Libyen, Ghana, Südsudan, Mali, Zentralafrika, Liberia, Jemen, nach Deutschland, Europa, von Woche zu Woche, anwachsen?

Mit der Skandaliserung gesellschaftlicher Themen hat Jakob Augstein wahrlich nichts am Hut, sehr wohl ber mit deren Karnevalisieren. siehe sein Augstein&Blome Sendeformat auf dem Phoenix- Kanal, da spielt jakob Augstein mit Nikolaus Blome in der journalistischen Karneval Champions Liga ganz vorne mit und der Freitag ist dabei!

Wie gesagt, nicht die "Scharia Polizei- Kasper" in Orange auf Wuppetaler Pfaden, im Laden sind das wirkliche Problem, sondern die, die perplex, verlegen grinsend ratlos da, in Schockstarre hier, Ereignisse der anderen Art im Nacherein bagatellsisieren, verharmlosen, wieJjakob Augstein n. m. E. in seiner besagten Kolumne, oder stumm neben solchen geschilderten Ereignissen, solchen Übergriffen gegen muslimische Schwestern stehen.

"Heute Übergriffe gegen Mulslima hierzulande in Wuppertal durch selbsternannte "Sharia Blockwarte in Scharen Clock Work Orange", Morgen gegen "Christa", "Ismene", "Judith" in Berlin, München, oder Hamburg? Wehret den Anfängen im Kleinen"

Das genau bedenkt Jakob Augstein n. m. E. in seiner Kolumne, trotz und wg. seines 150%- zentig unabdinglich unerschrockenen Einsatzes gegen Intoleranz, mit wachsamen Blick aufs Bundskanzleramt, nicht.

"Jakob Augsteins Operation Richtung Kanzleramt gelungen, das Thema tot geritten?"

. Was hierzulande insbesondere von Muslima seismografisch alarmiert, durch "Zunge zeigen" medial wahrgenommen wird, während nicht wenige Journalisten sich direkt über LOS in den Modus der Schlafwandler begeben, und erst dann Stellung beziehen, wenn sich die ansonsten verschwiegene Bundeskanzlerin Angela Merkel bombastisch theophrastisch prekär. an der Spree von der Leine gelassen, zur Sache äußert, sollten wir dankbar als Beispiel für Zivilcourage und Solidarität mit uns allen in der Gesellschaft verstehen, anstatt diese, von hoher Warte aus, mit dem Thema fremdelnd, klein zu reden

Denn inzwischen gibt es dankbarer Weise auf SPIEGEL- ONLINE einen anregend mutigen Disput zwischen Jakob Augstein und der deutschen Muslima Sounia Siahi in dieser Angelegenheit.

Jakob Augstein, Jahrgang 1967, Sounia Siahi, Jahrgang 1977, beide Journalisten, an Jahren nicht soweit auseinander, scheinen , was ihre journalistische Ausbildung angeht, verschiedenen Generationen anzugehören.

Jakob Augstein meidet strikt persönliche Gefühle bei seiner journalistisch, mit Elan, begeisternden Arbeit, außer er führt diese erkennbar krass karnevalistisch parodierend, ironisierend als "wichtigste" Nebensache in seine Beiträge und sein journalistisches Entertainment ein, während Sounia Siahi das Mitschwingen ihrer persönlichen Gefühle zu einem Thema als Teil der Kernaussage ihrer Reportagen, Beiträge ansteckend kommuniziert.

Dass es da zwischen beiden zu Missverständnissen kommt, ist vorprogrammiert, wenn Jakob Augstein still und unausgepsprochen, von einer höheren Warte her, Sounia Siahi in ihrem aktuell gemeinsamen Disput kollegial zu vereinnahmen sucht, indem er ihr das Bild zweier Kollegen, wie sie beide, nahelegt, die Rücken an Rücken, einander bedingungslos vertrauend, jeder in eine andere Richtung kämpft. sozusagen getrennt marschieren, um irgendwann investigativ vereint Erfolge einzufahren.

Wie soll Sounia Siahi das, so wortkarg unperönlich von Jakob Austein kommuniziert als das verstehen, wie es gemeint ist, ein Angebot zur indirekt, direkt kollegialen Zusammenarbeit.

Schade nur, dass in Jakob Augsteins Kolumne, anders als sonst, alle vorhandenen Kommentare inzwischen versteckt, im Beitrag von Sounia Siahi Kommentare nicht zugelassen sind.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/salafisten-journalistin-sounia-siahi-reagiert-auf-augstein-kolumne-a-991888.html
Muslimin über Salafisten in Deutschland: "Herr Augstein, Sie irren"
Mittwoch, 17.09.2014 – 11:30 Uhr
Scharia-"Polizei" in Wuppertal: Patrouille auf nächtlichen Straßen

Sounia Siahi,
1977 als Tochter marokkanischer Gastarbeiter in Neuss auf die Welt gekommen. Studium der Germanistik und Politikwissenschaften, diverse Praktika und Hospitanzen bei Zeitungen, Radio und Fernsehen. Seit März 2000 als freie Autorin beim ZDF, seit April 2005 zudem beim WDR.

02:00 19.09.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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