Jetzt erst recht "Weg mit den Atomwaffen"

ICAN Friedensnobelpreis Auszeichnung für Kampagne atomarer Abrüstung (ICAN) ist für jene ein Schreckensgespenst, die aus atomarer Abschreckung weiter ein Geschäft machen wollen
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

ICAN "Mutter Courage öconomica"

ICAN schaut nicht nur hinter die Kulissen des Konzeptes atomarer Abschreckung, sondern drängt, die weltwirtschaftlichen Interessen offenzulegen, die in diesem Konzept verborgen weltweit unheilvoll wirksam sind, nämlich Staaten aller Länder mit einer Strategie der Spannung des "Atomaren Totrüstens" unter der schuldentreibenden Fuchtel atomarer Großprojekte zu halten, sei es für militäärische, sei es fpr zivile Nutzung der Atomenergie.

Denn weder die militärisch noch die zivile Nutzung der Atomenergie sind ohne einander mit Blick auf die Entsorgung radiaktiv strahlend atmaren Giftmülls nicht zu haben, noch von Ländern allein zu finanzieren

Dass ICAN vor zehn Jahren gegründet gestartet ist, eine weltweite Bewegung gegen Atomwaffen zu organisieren, hat einen historischen Hintergrund als Motor, die absehbare Wahl Hussein Barack Obamas zum US-Präsidenten 2008, inauguriert am 20. Januar 2009, der in seiner Prager Rede deselben Jahres zu Beginn seiner Amtszeit, charismatisch eine atomwaffenfreie Welt wenn nicht unmittelbar forderte, so doch in Aussicht stellte.

Nicht zuletzt für diese Rede bekam Obama 2009 Monate später den Friedensnobelpreis verliehen. Diese Verleihung des Friedensnobelpreise an Obama wiederum mag den Deutschen Bundestag 2010 beflügelt haben, mit überwältigender Mehrheit den Abzug von Atomwaffen der USA, der NATO von deutschem Boden in der Eifel zu beschließen.

Wenn im Verlauf der Jahre seit 2010 auch die hoffnungsschwangere Inititative des Deutschen Bundestages peu a peu eingeschlafen scheint, so ist doch etwas anderes durch die weltweite ICAN Kampagne passiert, nämlich eine Entwicklung, die im Sommer 2017 dazu geführt hat, dass von 122 von 193 Staaten in der UNO, entgegen gegenteiliger Einflüsterungen, Einschüchterungsversuche auch von seiten der deutschen Bundesregierung, ein Antrag auf Ächtung der Atomwaffen, ein Atomwaffenverbot eingereicht, verhandelt und am 24. September, am Tag der Bundestagswahl. von Atomwaffen-Habenichtländern gegen den Willen der Atommächte und deren Koalition der "Willigen" inner- und außerhalb der NATO, beschlossen wurde

Der Atomwaffenverbotsvertrag ist der erste Abrüstungsvertrag den eine deutsche Regierung seit 1949 weder verhandelt, gefördert, noch unterzeichnet hat,

Mittlerweise haben 50 Staaten diesen Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet. Wenn diesen Vertrag 50 Staaten ratifiziert haben, erlangt er verbindlich Gültigkeit. Das steht binnen der nächsten zwei Jahre zu erwarten

Mit diesem UNO-Abkommen gegen Atomwaffen werden die Atomwaffen weltweit nicht in einer Nacht und Nebelaktion verschwinden, aber das weltwirtschaftliche Signal ist eindeutig gegen die weitere Verbreitung von staatlich subventionierten Atomwaffenbau zu Lasten der Staatshaushalte, sozialen Systeme, des Gesundheits- , Bildungswesens, Schonung der Umwelt, der Kultur. gesetzt.

Was bis heute fehlt die Ächtung der Atomwaffen, den Willen zum Atomwaffenverbot mit einem Paukenschlag zu unterstreichen, ist die juristische und historische Aufarbeitung des Kriegsverbrechens nach Art eines versuchten Völkermordes in Japan durch die USA, indem die US-Air Force am 6. bzw. am 9. August 1945 auf die japanischen Städte Hiroshima bzw. Nagasaki jeweils unter dem Kommando des Oberbefehlshabers der US- Streitkärfte US-Präsident Harry Truman eine Atombombe abwarf mit Hunderttausenden zivilen Opfern durch sofortigen Tod und jahrzehntelanges Siechtum als Spätfolgen radioaktiver Verstrahlung.

Die Atommächte sind seit 1956/1968, der Unterzeichnung des Atomsperrvertrages durch viele Atomwaffen Habnichtländer, darunter Deutschland, immer wieder vergeblich auf den Vollzug des Atomsperrvertrages verwiesen worden, ihrer Bringschuld, die Verbreitung von Atomwaffen nicht nur zu verhindern, sondern selber eine atomwaffenfreie Welt durch kontrollierte Abrüstung anzustreben, nicht nachgekommen.

Ganz im Gegenteil inzwischen sind aus Fünf Atommächten Neun Atommächte geworden, USA, Russland, China, England, Frankreich, Indien, Israel, Pakistan, Nordkorea.

Bis heute haben sich alle US-Regierungen trotz Unterzeichnung verweigert - nur US-Präsident Jimmy Carter hatte 1977 vergeblich einen Versuch gestartet -, den Atomwaffensperrvertrag vom US-Kongress ratifizieren zu lassen.

Wenn jetzt selbst die japanische Regierung Hebel in Gang setzt, trotz und wg. der Erfahrung der Atombombenabwürfe 1945 durch die USA auf die japansichen Städte Hiroshima, Nagasaki, der offenen radioaktiv strahlenden Wunde in Fukushima nach dem dreifachen GAU des dortigen Atomkomplexes,am 12. März 2011 darauf drängt, gegen massiven Widerstand in der japanischen Bevölkerung , die japanische Vefassung dahingehend zu verändern, dass japanische Streitkräfte in Allianzen der Willigen außerhalb Japans intervenieren und Atonwaffen angeschaft werden können, ist Alarmstufe Drei angesagt, dieses globale Verhängnis über die UNO durch die Internationale Politk aller Länder zu verhindern

Das ist nicht einen Asbach Uralt wert, sondern der Beginn einer neuen globalen Friedens- und Entrüstungsbewegung für das Atomwaffenverbot, atomare und konventionelle Abrüstung,,

"Schwerter zu Pflugschlaren"

im Namen der Entwciklung "Frieden den Hütten, Dörfern, Städten" Gedeih der Weltwirtschaft in allen Regionen der Welt, wie damals 1979 bis 1984 gegen den NATO-Doppelbeschluss, in Mitteleuropa auf deutschem Boden in Ost und West Pershing II Raketen, Cruisse Missiles bzw. SS 20-/SS-22 Mittelstreckenraketen zu stationieren.
JP


https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/copy_of_nur-mut
Nur Mut!
Nobelpreis Die Auszeichnung für die Kampagne zur atomaren Abrüstung (ICAN) ist eine schallende Ohrfeige für zynische Realpolitiker, die Kernwaffen für unverzichtbar halten
Jan van Aken
07.10.2017

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/martin-schulz-fordert-us-atomwaffenabzug

Martin Schulz fordert US-Atomwaffenabzug

Bundestagswahlkampf2017 hat mit SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz Forderung in Trier die US-Atomwaffen von deutschem Boden abzuziehen, endlich sein wählermobilisierendes Thema gefunden
Joachim Petrick | Community 8

23. 8. 2017

14:53 08.10.2017
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

Der Artikel hat Ihnen bis hierhin gefallen?

Dann lesen Sie noch mehr Beiträge und testen Sie die nächsten drei Ausgaben des Freitag kostenlos:

Abobreaker Startseite 3NOP plus Verl. ZU Baumwolltasche

Kommentare 16

Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community