"Lampedusa", eine deutsche Seelenpein

Papierlose Flucht Hans Springsteins Initiative, Flüchtlingen aus Lampedusa in Berlin ein winterfestes Dach über dem Kopf zu organisieren, zeigt erste Wirkung bei der Caritas Berlin
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Hans Springsteins "Erfolg", ein Anfang! Danke!

"HANS!, DER KAMPF GEHR WEITER!"

Hans Springsteins Initiative, Flüchtlingen aus Lampedusa in Berlin mit Hilfe der Caritas ein winterfestes Quartier und Dach über dem Kopf zu organisieren, zeigt erste Wirkung bei der Caritas Berlin

https://www.freitag.de/autoren/hans-springstein/antwort-der-caritas-auf-brief-an-verbaende

HANS SPRINGSTEIN 17.10.2013 | 17:44 4

Antwort der Caritas auf Brief an Verbände

Flüchtlinge Thomas Gleißner, Pressesprecher Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V., hat am 16. Oktober geantwortet

Antwort der Caritas auf Brief an Verbände

Auszug der vollständigen Antwort auf den Brief von Hans Springstein:

Sehr geehrter Herr Springstein,

"............ Außerdem beteiligen wir uns auch in diesem Jahr wieder an der Kältehilfe und stellen Notübernachtungsplätze für Wohnungslose zur Verfügung. Hier finden alle Menschen ohne Wohnung Unterkunft und Versorgung. Zudem bieten seit ca. einem Jahr dem Land Berlin ein leerstehendes ehemaliges Caritas-Altenheim als Flüchtlingsheim an. Hier sollen Flüchtlingsfamilien untergebracht werden"

Das klingt engagiert, geht aber an der Situation vieler Papierloser in Deutschland, in der EU vorbei, wie den hungerstreikenden Lampedusa Flüchltingen in Berlin vor dem Brandenburger Tor und den u. a. in der St. Pauli Kirche am Pinnasberg Hamburg- Altona seit sechs Monaten vorläufig untergekommenen 80 von zur Zeit 300 im Hamburger Raum namenlos "untergetauchten" Lampedusa Flüchtlingen aus allen Teilen Afrikas,

Die dortigen Flüchtlimge haben Angst das Kirchengelände zu verlassen, weil ihnen gefühlt und wirklich vorläufige Verhaftungen durch die Hamburger Polizei mit der Zwangsmaßgabe sofortiger Abschiebung nach italien droht, wo ihnen ein elendes Fristen ihres Daseins auf der Straße sicher ist, weil ihnen in Deutschland, Italien, in der der EU nicht einmal der Status als Flüchtlng sicher ist.

Nur, Unterstützer betreute, Ausfahrten mit Bussen ermöglichen diesen Flüchtlingen Abwechslung in ihrem tristen Alltag erzwungener Untätigkeit, des monatelang bisher vergeblichen Wartens auf flüchtlingsspolitisch humane Entscheidungen mit Perspektiven für jeden Einzelnen, der Angst, der Nöte, wie jetzt am Samstag ein Ausflug auf vier Rädern zur Großdemonstration in Rostock gegen die gegenwärtige Asyl- und Flüchlingspolitik Deutschlands, des Bundes, der Länder, der EU im Gedenken an die entsetzliche Ereignisse in Rostock- Langenhagen vor über zwanzig Jahren

Zwischenzeitlich fühlen sich Lampedusa Flüchltimgen beim "Sraßenfussball" auf dem Kirchengelände nach eigener Auskunft mir und meiner Frau gegenüber von Polizisten vor dem Kirchgelände durch Zurufe so bedroht, dass sie ihr Fussballspiel sofort eingeschüchtert und entmutigt einstellen.
Montags 18.00 Uhr ist in der St. Pauli Kirche immer "Großes Palaver" mit den Brüdern aus Afrika und Unterstützern am Hamburger Pinnasberg.

Wer da will, kann Ideen, Hilfsangebote in alltäglichen und besonderen Angelegenheiten zur Sprache und Organisation bringen.

Aktuell gesucht wird eine belastbare Waschmaschine vor Ort in der St. Pauli Kirche, die die Lampedusa Flüchltinge selber dringend brauchen und selber täglich nutzen wollen

Es reicht also nicht, wenn die Caritas sich als einer der Globalplayer in Fragen der Menschlichkeit, in Fragen humaner Angelegenheiten imstande zeigt, mit dem Berliner oder Hamburger Senat monatelang vergeblich zu verhandeln, sondern, neben konkreten zeitnahen Taten, gehört das Thema "Papierlose" in Deutschland, in der EU, in der UNO ganz oben und zwar sofort auf die Agenda.

DIE GRÜNEN haben Vertretern der hungerstreikenden Lampedusa Flüchltinge in Berlin auf ihrem Parteitag die Mikrophone auf dem Podium geöffnet und sich solidarisch mit ihnen verpflichtet, das Thema "Asyl- und Flüchtlingspolitik in der EU" im Europawahlkampf 2014 ganz nach vorne zu kommunizieren.

Nur solange können Papierlose, können die Lampedusaflüchtlinge in der EU, in Deutschland, Berlin, Hamburg und andernorts nicht warten.
JP

siehe:

https://www.freitag.de/autoren/hans-springstein/brief-an-berliner-verbaende

HANS SPRINGSTEIN 08.10.2013 | 14:40 16

Brief an Berliner Verbände

02:35 21.10.2013
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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