Leistete Ulla Schmidt dem Diebstahl ihres Dienstwagens Vorschub?

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Leistete Ulla Schmidt dem Diebstahl ihres Dienstwagens Vorschub?

Offenbart die Ulla Schmidt "Causa"mit ihrem Missgeschick in Spanien Sicherheitslücken? Hat Ulla Schmidt mit ihrem Missgeschick in Spanien nicht nur eine Sicherheitslücke offenbart, sondern auch durch die Deaktivierung des Pile- Senders ihres Mercedes der gepanzerten S- Klasse einen Autodiebstahl begünstigt?

Durch den einstigen Fahrer des schleswig- holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel auf seinen "Abwegen" ins Warnemünder Neptun Hotel/DDR, während der Vorwende Zeit, hat die Öffentlichkeit im Wege der Ermittlung der Ursache des Todes von Uwe Barschel in Genf 1987 kollateral von der Praxis bundesdeutscher Politiker/innen erfahren, auf pikant prekären Extra- Touren, Pile- Sender ihrer hochgesichert gepanzerten Dienstfahrzeuge zu deaktivieren, um selbst für die eigenen amtlichen Regierungsstellen vorübergehend unauffindbar spurlos zu entschwinden.

Kann dieses Verhalten von Politikern/innen, angesichts amtlich verlautbarter allgemeiner Gefahren- und personenbezogener Sicherheitsrisiko- Bewertungen als grobfahrlässig eingestuft werden, weil nicht nur im Falle einer Geiselnahme Gesundheitsministerin Ulla Schmidts, sondern darüberhinaus selbst im Falle eines kriminellen Autodiebstahls jede erfolgreiche Spurenverfolgung des hochgesichert gepanzerten Regierungs- Fahrzeugs dramatisch gemindert wird?

Dass der Bund der Steuerzahler/innen sich der Mühe unterzieht, die Kosten des Transfers des Mercedes der gepanzerten S- Klasse im Fall der Gesundheitsministerin Ulla Schmidts von Berlin nach Spanien, samt Unterkunft, Verprflegung, Überstunden, Mautgebühren ihres Fahrers für zwei Termine vor Ort in Spanien auf ca. € 10.000.- hochzurechnen, verdient Anerkennung und Respekt.

Diese akkurate Kostenlegung des Bundes der Steuerzahler geht aber an der Brisanz der aufgedeckten Sicherheitslücke, dank Ulla Schmidts Missgeschick in Spanien, völlig vorbei.

Viel bedeutsamer ist eben, dass mitten im medialen Sommerloch, alle Parteien mit inbeded angeschlossenen Medien durch die parlamentarische Bank von dem ansonsten, außerhalb des Sommerlochs, unerschütterlich beschworenen Glauben an allgemeine Gefahrenlagen, an den bizarren Sicherheitsstandardwahn und –zirkus für regierende Politiker/innen in Bund und Ländern, problemlos abfallen.

Dieser bizarre Sicherheitsstandardwahn belastet immmerhin den/die Steuerzahler/in, insbesondere nach Nine Eleven, in Milliarden € Höhe.

Bemerkenswerter Weise wird bisher in den Medien kein Wort über die durch Ulla Schmidts Missgeschick in Spanien aufgedeckte Sicherheitslücke verloren, keine Verwunderung über die Tatsache zum Ausdruck gebracht, dass ein hochgesichertes Regierungsfahrzeug der Mercedes S- Klasse von der überzeugenden Präsenz- Wirkung eines Panzers auf Autobahnen, Straßen, unauffindbar nach Autodiebstahl entschwunden sein soll?

Allein an Gesundheitsministerin Ulla Schmidt ist in ihrem strikten Festhalten an der normativen Kraft des Faktischen der bundesdeutschen Dienstwagenverordnung noch ein Restglaube an die vorherig jahrelang beschworene Gefahrenlage, samt Sicherheitsdoktrin zu valuieren, wie anderswo Neurosen an Rest- Neurosen.

Wie konnte es soweit kommen, dass mitten im medialen Sommerloch, alle Parteien mit inbeded angeschlossenen Medien ihre, ansonsten für sakrosankt erklärten, Gefahrenlagen und Sicherheitsdokrinen, ohne mit der Wimper zu zucken, kampflos jubelnd preisgeben?

Wenn diese Gefahrenlagen und Sicherheitsdokrinen nicht für das Sommerloch, nicht für zwei Termine in Spanien, nicht für den Urlaub im Sommer, Herbst, Winter, Frühling, nicht für Weihnachten, Silvester, Neujahr, Ostern, Himmelfahrt noch Pfingsten gelten, gelten diese dann überhaupt noch für einen Tag im Kalender des Jahres?

Weist Gesundheitsminsterin Ulla Schmidt politisch kampferprobt unerschrocken den einzigen Weg zur Beantwortung dieser Frage?,

auch wenn Sie gar die Deaktivierung des Pile- Senders in ihrem hochgesichert gepanzerten Dienstfahrzeug der Mercedes S- Klasse fahrlässig wie pflichtvergessen anwies?

Fragen über Fragen!

Der Vorhang bleibt als Sommerloch offen.

Wir schauen betroffen, weil schon in Stunden die Antwort, wie auch immer, naht!?

JP

15:27 28.07.2009
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Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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