M. Käßmanns Rücktritt erinnert an Rücktritt von Willy Brandt 1974

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Margot Käßmanns Rücktritt erinnert an den Rücktritt von Willy Brandt 1974

Frau Dr. Seltsam, oder, wie ich lernte meinen Rücktritt zu lieben?

Margot Käßmann, betont, wie Willy Brandt bei seinem Rücktritt vom Bundeskanzleramt 1974, im Amt nicht erpressbar sein zu wollen, um dann "erpresst" aus Amt und Würden zu scheiden.

Seltsam, selten seltsam.....

Margot Käßmanns Rücktritt von allen Kirchen- Hochämtern als EKD- Ratsvorsitzende und Landesbischöfin birgt auf seltsame Weise im Klang der Worte, im Duktus der Unmittelbarkeit der Gefühlsregungen viele Ähnlichkeiten mit dem Rücktritt von Willy Brandt aus dem Amt des Bundeskanzlers 1974 und seinem historisch verlautbart dokumentierten Wort:.

"Wer da meint, ein deutscher Bundeskanzler sei erpressbar, der irrt!"

Margot Käßmann überspielt dabei professionell unanfechtbar, wie Willy Brandt, die Unschärfe, dass sie vom Vertrauen des EKD- Rats umzingelt, wie damals Willy Brandt von den Vertraunsbekundungen seiner "Getreuen" in der SPD, der subtil psychologisierenden "Erpressung" nachgab, ihre Ämter, zum Preis des Linsengerichts einer heillosen "Fassadenpolitik" der Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, Verbände, Stiftungen und deren gemeinsamen NGO- Netzwerken aufzugeben.

Margot Käßmann betont 2010, wie Willy Brandt 1974, nicht erpressbar zu sein, Schaden von ihrem Amt und Würden fernzuhalten.

In einem Punkt unterscheidet sich Margot Käßmann von Willy Brandt eindeutig.

Margot Käßmann verstellt sich durch die ausdrückliche Betonung:

"Schaden von ihren Ämtern und Würden fernzuhalten"

den Blick, dass ihr möglicherweise, wie jedem Arbeitnehmer mit Krankheitseinsicht im Krankheitsfall der Diagnose Alkoholismus in Amt und Würden, ein Recht auf Behandlung, gar Aussicht auf Rehabilitation eingeräumt wird.

In diesem Punkt geht von Margot Käßmann als scheidende EKD- Ratsvorsitzende und Landesbischöfin für Arbeitnehmer/innen mit Krankheitseinsicht im Krankheitsfall in Amt und Würden keine Ermutigung aus.

Ward Margot Käßmann zum Verhängnis, dass sie aus Sicht der EKD und der Hannoverischen Landeskirche auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitg tanzte, z. B. nicht als formale aber informelle "Botschafterin" der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), sowie als Multiplikator und Mitglied des "Forums demografischer Wandel" (s . Albrecht Müllers Buch "Machtwahn", S. 184 „Wie Eliten zu Opfern von Manipulation und dann zu Tätern werden.“)?

Gleichwohl steht der Rücktritt von Margot Käßmann, wie damals der Rücktriit von Willy Brandt, für eine große Hoffnung des Aufbruchs zur Gradlinigkeit im Glauben, wie in unserer Politk, Wirtschaft und Gesellschaft.

Willy Brandt blieb seit 1961 über 1974 nach seinem Rücktritt als Bundeskanzler hinaus bis 1987 Parteivorsitzender der SPD, wurde Vorsitzender der Sozialistischen Internationale, unterstützte maßgeblich die sozialdemokratische Entwicklung in Spanien nach dem Tode des Diktators Franco 1975, sowie die sozialdemokratische Entwicklung in Portugal nach dem Zusammensturz des portugisischen Kolonialreiches 1976.

Margot Käßmann bleibt in ihrem seelsorgerischen Amt als Pastorin der Hannoverischen Landeskirche, frei von Verlockungen durch prekäre Dienstwagen- Privilegien in Kirchlichen Hochämtern, ganz ihrer bekundeten Mission der Gradlinigkeit im Glauben, der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verpflichtet.

Die EKD- Ratsvorsitzende und Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann scheidet, von guten Mächten in ihrem christlichen Glauben wohl geborgen, aus all ihren repräsentativen Kirchenämtern.

Dr. Margot Käßmann ist, von guten Mächten in ihrem christlichen Glauben wohl geborgen, ihrem Herzen folgend, dankbar gegenüber dem Vertrauen, das ihr, trotz Verkehrsdelikt- Sündenfall

"Saturday- Night- Fiver",

von vielen Seiten, inner- und außerhalb der Christenheit, entgegen gebracht, aus ihren repäsentativen Kirchenämtern als EKD- Ratsvorsitzende und Landesbischöfin geschieden, in ihr seelsorgerisches Pastoralamt innerhalb der Hannoverischen Landeskirche zurückgekehrt.

"Orginalton Dr. Margot Käßmann auf der gegen 16.00 Uhr anberaumten Pressekonferenz im Kirchen- Hochamt zu Hannover, im Beisein ihrer vier Töchter, was nicht selbstverständlich ist, wie Margot Käßmann aufrecht und tapfer sagte:

"Ich kann, von guten Mächten meines christlichen Glaubens wohl geborgen, niemals tiefer als in Gottes Hand fallen.

Amen!"

Das habt zum Zeichen!:

"Wer so, wie Dr. Margot Käßmann als 51jährige Frau mit allen Wassern der Kirchenämter als EKD- Ratsvorsitzende, Landesbischöfin und Sünderin in Verkehrsnahgelegenheiten unterwegs, im Nu, gewaschen ist, hat mehr als Rücktritte, hat, in evangelikaner Mission unterwegs, nur ihrem Gewissen verpflichtet, gesellschaftliche Aufbrüche im Sinn!".

Der Rücktritt von Dr. Margot Käßmann als EKD- Ratsvorsitzende, Landesbischöfin und Sünderin in Verkehrsnahgelegenheiten war nur ihr erster evangelikaner Befreiungsschlag als Freistoss gegen die Männer- Domänen innerhalb und außerhalb der Christenheit".

JP

01:24 25.02.2010
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Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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