Peer Steinbrück versus Goldman Sachs

Mahatma Gandhi „Der Schwache kann weder sich noch anderen vergeben, nur, wer sich seiner sicher, stark fühlt, vergibt sich und anderen“. Peer Steinbrück hat sich vergeben, außer..
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Peer Steinbrücks TV- Duell Triumpf gegenüber Bundeskanzlerin Angela Merkel, am Sonntag, 01. September 2013, droht von den Medien zermerkelt zu werden

Da springt der SPD- Kanzlerkandidat, Peer Steinbrück über seinen persönlich dänisch- hanseatischen Schatten, lässt einige Alt- 68er Anwandlungen, der Duftnote "Gerhard Schröder" auf staatsmonopolistischen Kapitalismus (Stamokap) Attitüden, Marke

"Agenda2010/Hartz IV- Gesetze",

andeutungsweise, blitzgescheit rumorend, den Stachel durchschlagender srgumente rührend, da, verhalten leise, hier, modifiziert, durchs öffentliche Fegefeuer in den Orkus der jüngeren Geschichte fahren, stimmt im TV- Duell mit Bundeskanzlerin Angela Merkel für einen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8. 50 €/Stunde, eine Mindestrente von 850.- €/Monat nach 30 Jahren Beitragszahlung in die Rentenkasse, fordert die Deutsche Bank öffentlich unverblümt auf, angesichts deren immanenten Staatsgarantie, die als exorbitanter Wettbewerbsvorteil an den Weltfinanzenmärkten wirkt, aus ihren Gewinnen, einen Finanzfond zu finanzieren, aus dem sich Banken in Zukunft hierzulande, bei Schieflagen, selber retten können, und wird nun, von ganz links, bis ganz rechts, ab durch die Mitte, am öffentlichen Marterpfahl zermerkelt, zermürbend, gescholten, warum er nur springt, wo er doch eigentlich fliegen soll?, wenn ja?, wohin?

Dass die Rechte Peer Steinbrück seinen TV- Duell Triumpf über Bundeskanzlerin Angela Merkel am 1. September 2013, 74 Jahre nach dem Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen, Leitartikel um Leitartikel, Kommentar um Kommentar, erst kleinreden, dann, Peer Steinbrücks unanfechtbare Argumente, marternd, in Abrede stellend, technisch unterlaufend, ganz zermerkeln will, verstehe ich ja noch, weil die Rechte der Linken und kommt diese mit Peer Steinbrück auch noch so eben irgendwie daher, nicht einmal den Hauch eines Triumpfes gönnt.

Aber, dass die Linke nun ins gleiche Horn der marternden Zermerkelung des TV- Duell Triumpfes von Peer Steinbrück über Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie die Rechte bläst, lässt nur einen Schluss zu, die Linke kann mit ihren eigenen Optionen auf Triumpf, Sieg nicht angemessen, geschweige denn begeistert leidenschaftlich, und schon gar nicht unverkrampft damit umgehen, dass andere ihre Argumentation, spät aber nicht zu spät, als die richtige anerkennen.

Es geht also auch um das

„Nicht- Vergeben- Können“

von vorherigen Fehleinschätzungen in der gesellschaftspolitischen Landschaft.

Das „Nicht- Vergeben- Können“ ist doch nichts weiter als Wasser auf die Mühlen der Strategie Angela Merkels, breite Wählerschichten durch eine asymmetrische Demobilisierung im Wege ihres Wahlkampfes als „Nichtwähler-, sprich Sofa- Partei, wie die Ägypter seit dem arabischen Frühling 2011 sagen, erfolgreich von den Wahlurnen fern zu halten.

Mahatma Gandhi soll einmal gesagt haben:

„Der Schwache kann weder sich noch anderen vergeben, nur, wer sich seiner sicher, stark fühlt, vergibt sich und anderen“.

Peer Steinbrück hat sich in vieler Hinsicht seine Fehleinschätzungen, außer einer, längst vergeben.

Diese eine Fehleinschätzung betrifft das dunkle Spiel der US- Investmentbank Goldman Sachs in dem verhangenen Kapitel des Beitritts Griechenlands zur Eurozone im Jahre 2000 und der dann auf dem Fuße folgenden Weltfinanzkrise im Jahre 2007, die mit der durch Goldman Sachs Bad Boys betriebenen Pleite Lehman Brother so unheilschwanger begann.

Hat Peer Steinbrück mit Goldman Sachs noch eine Rechnung offen?

Oder anders gefragt:

Was ist los mit Peer Steinbrück, wie Jakob Augstein in seiner SPIEGEL Kolumne S.P.O.N. - Im Zweifel links: „Er kann es“ schreibt:

„Und dem Mann, der als Finanzminister an der Deregulierung des Finanzsektors mitgewirkt hat, glaubte man plötzlich, dass er gegen die Banken vorgehen will. Dem Mann, der als Redner und Autor reich geworden ist, glaubte man plö

Ja!, Peer Steinbrück wirkt jetzt in der letzten Phase des Bundestagwahlkampfes 2013 begeisternd eindeutig, wie er zuvor unterhaltsam zweideutig, auf seine Beinfreiheit insistierend, bis der Ruf nach seinem Leib- und Hausarzt anschwoll, Späße und Witzchen reißend, unterwegs war.

Was ist mit dem Mann passiert?

Womöglich gar nichts, außer dass Peer Steinbrück mit seinem Elefanten Gedächtnis kein Merkel, sondern ein Merker ist, der sich bis heute nicht verzeiht, dass seine Intelligenz als Finanzminister und Schachspieler von den Bad Boys Goldman Sachs seit dem Jahre 2000 im Falle Griechenlands im höchsten Maße, hinter die Fichte geführt, beleidigt wurde.

Ist es Peer Steinbrücks gekränkte Eitelkeit, dass ihn die Bad Boys Goldman Sachs, wenn nicht, wie Draghi, Prodi, in ihren Reihen aufgenommen, so doch wenigstens damals zeitnah eingeweiht haben, oder ist es sein dänisch- hanseatisches Delbrück Banker Sendungsbewusstsein, das ihn, den "Urenkel" des Deutsche Bank Gründers Delbrück, bei Schachspielen mit Helmut Schmidt in Hamburg- Langenhorn, unvermittelt, auf die Idee gebracht hat, seine offene Rechnung mit Goldman Sachs über den Weg einer Bundeskanzlerschaft Deutschlands zu begleichen?

US- Präsident Barack Obama mag zwar ein exzellenter Verfassungsrechtler sein, aber in Sachen der Bad Boys Goldman Sachs und deren finanztechnisch globale Machenschaften kennt sich Peer Steinbrück inzwischen bei weitem besser aus

Peer Steinbrück brennt im Fall Goldman Sachs auf eine nachhaltige Revanche mit, neu verteilt, regulierten Rollen von so genannten systemrelevanten Banken, Globalplayern und dem Staat als Ordnungsmacht am Finanzmarkt

Allein dafür braucht Peer Steinbrück seinen Bundestagswahlkampf 2013 Durchmarsch in die Kanzlerschaft bis mindestens 2017.

Deshalb sieht Peer Steinbrück nicht sich als Herausforderer von Angela Merkel, sondern Bundeskanzlerin Angela Merkel als Herausforderin gegen seine von der, durch die unheilvolle Rolle Goldman Sachs in der Weltfinanzkrise 2007 heraufbeschworenen, Geschichte bestimmten Kanzlerschaft.

Angela Merkel hat mit ihrem Wahlkampfstil asymmetrischer Demobilisierung ganzer Wählerschaften zu Gunsten der CDU/CSU ohnehin gar nicht im Sinn, Peer Steinbrück in irgendeiner Form gewachsen zu sein.

Angela Merkel sinnt als ewig braves „Kohl Mädel“ nur darauf, wie sie Peer Steinbrück in einer Großen Koalition einhegt, sei es als Kanzlerin unter ihm als Finanzminister oder sei es gar nicht.

JP

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jakob-augstein-ueber-steinbrueck-und-merkel-im-tv-duell-a-919827.html

S.P.O.N. - Im Zweifel links: Er kann es

Eine Kolumne von Jakob Augstein
Peer Steinbrück: Hat seine Sache großartig gemacht

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/rock-my-political-soul-peer-steinbrueck
Joachim Petrick
31.08.2013 | 02:56 5
"Rock my political Soul“, Peer Steinbrück!

02:34 04.09.2013
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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