Prof. Rudolf Hickel greift an"Zerschlagt die Banken!"

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"Zivilisiert die Finanzmärkte", eine Streitschrift
Prof. Rudolf Hickel läßt die publizistische Bombe platzen,wer platzt mit?, wer hält Schritt?

Buchbesprechung:

Kapitel:

"Die Banken bändigen, die Finanzmärkte entmachten"

(Seite 1- 27 )

Prof. Rudolf Hickel stellt in seiner Streitschrift eindeutig fest, die gegenwärtigen Finanzmärkte sind in ihren Regeln auf das Niveau von Spielcasinos heruntergebrochen und übertreffen diese Spielcasinos auch noch. u. a. bei Fragen der Haftung für Verluste von hochriskanten Einsätzen der Spieler/innen in bisher nie vorstellbarer Weise.

Heute gehen die Vertreter/innen von Globalplayers, voran von den Staats- , Pensions- , Hedgefonds zu Banken, Versicherungen in den nationalen Finanzmärkten, beauftragen diese nicht etwa, dass die ihre Mäuse renditeabwerfend melken, sondern ihre Mäuse dazu zu bringen, dass diese gehebelt, geklonte Mäuse mit Anspruch auf ein renditeschaffendes Eigenleben gebären.

Anders als auf den gegenwärtig deregulierten Finanzmärkten haften Spieler/innen in Spielcasinos allein für ihre Verluste und werden steuerlich bei ihren Spiel- Gewinnen veranlagt.

Auf den Internationalen Finanzmärkten haben es die genannten supranationalen Globalplayer über eine jahrzehntelange Lobbyarbeit verstanden, finanztechnisch im Fall von anschwellenden Verlusten Notausgänge zu bauen, zu organisieren, die ihnen selbst und gerade bei realisierten Verlustrechnungen in ihren Bilanzen über das Schattenbankwesen doppelten Gewinn verheißen.

Gewinne werden in Steueroasen bilanziert, Verluste dagegen, insbeondere in sogenannten Wohlstandsstaaten mit noch hochorganisiert funktionierenden Steuer- und Sozialsystemen, zum Zwecke der Möglichkeiten von steuerlichen Abschreibungen in Bilanzen bei Tochter- , Zweckgesellschaften, Bad Banks? verbucht.

Als dienstbare Geister sind da die nationalen Finanzdienstleister, Banken in voller Kenntnis der nationalen Steuergesetzgebung, der Abschreibungsmöglichkeiten voraus- und nacheilend zur Stelle, um "systemrelevant" eine Rolle als sichtbare Hand zu spielen, während die eigentlichen Globalplayer es als Geld- und Vermögenseigentümer vorziehen. als unsichtbare Hand ohne Haftung weiter wie wildgewordene Elefanten in regionalen Porzellanläden zu agieren.

Dabei werden die Banken mutmaßlich (der Autor) von supranationalen Globalplayern, diesen Mega Kunden genötigt, unter dem Deckmantel des vor Jahren zugelassenen Eigenhandels der Banken mit einem bestimmten Prozentsatz der Kundeneinlagen die Globalfinanzoperationen der Mega Kunden aus fernen und nahen Ländern zu betreiben.

Was im Fall von Verlusten den Gewinn hat, dass dann genau diese Banken als systemrelvant von nationalen Staaten identfiziert, die Verluste ihrer Mega Kunden legal, scheinlegal, scheißegal zu Lasten von regionalen Währungs- Solidargemeinschaften sozialisieren können.
Da diese Globalplayer mit ihren gigantischen Geldvermögen aber auch noch gegen ihre eigenen riskanten Finanzgeschäfte mit bestimmten Finanzprodukten, darunter mit Credit Defaults Sweaps (CDS), Kreditausfallversicherungspolicen in Schattenwelten der Finanzmärkte wetten, spekulieren sie auf doppelten Gewinn, weil sie keine Verluste kennen bzw, nirgendwo auf der Welt bisher für ihre Verluste haftbar gemacht werden.

Gegenüber Regierungen, Finanzministerien, Währungshütern von Staaten, vorzugsweise mit entwickelten Finanz- , Steuer- , Sozailsystem treten die Vertreter/innen, Berater/innen dieser, keiner Nation verantwortlichen, Globalplayer, wie Hütchenspieler mit einem wundersamen "Tischlein deck Dich- Budenzaubertrick" auf:
"Wo sind die Gewinne?,
wo die Verluste?,
wo die Wetten gegen ihre Verluste?

Bisher noch nicht investigativ aufgedeckt, aber vorstellbar, dass Vertreter/innen von Globalplayern bei Regierungen von überschuldeten Staaten als Kreditgeber in der Not wie im Alltag vorstellig werden und wurden, wie im Fall der IKB?, um bei der Frage der Bewilligung von Krediten an Staaten (Kauf von Staatsanleihen) , notleidende Kommunen, Banken, Versicherungen, diesen die Übernahme von monetärem Giftmüll ( u. a. verbriefte Subpreme Hypothekenpaketen) mit scheinheilig eilig illusionären Renditeerwartungen, samt einem Public Private Partnershipping (PPP) aufzunötigen

Früher gab es nur die Kanonenbootpolitik, um die Öffnung von regionalen, nationalen Märkten zu erzwingen.
Heuete dienen nicht selten Umschudungsverhandlungen mit überschuldeten Staaten demselben Zweck, deren Gegenstand Vereinbarungen über eine Paketlösung ist. Wobei diese Pakete einmal Verträge über Neue Kreditzusagen, zum Anderen die Übernahme von monetärem Giftmüll, samt der Möglichkeiten in die Verwertung von hinterlegten Scherheiten zu gehen, beinhalten.
Das alles, ohne mit Hinweisen auf die Option einer Kanonenpolitik zu sparen.

Wie dieser Abschied der Banken, Versicherungen allein hierzlande, von den ordentlichen Gepflogenheiten des überkomenen Bankgeschwesens nicht erst mit Beginn der Weltfinanzkrise im Jahre 2008 in die reale Wirtschaft hineinwirkt, zeigt sich daran, dass Banken selbst treuen Kunden aus der Wirtschaft mit der Absenkung, gar Streichung von Kreditlinien drohen, weitere Sicherheiten einfordern, auf der Basis von externen Betriebsprüfungen zum Abbau von Personalkosten durch Leiharbeit, gar die Gründung einer betriebsnahen Leiharbeitsfirma fordernd, drängen bzw. zur Auflage für die Weiter- Bewilligung von bisherigen Kreditlinien machen.

Das alles letzendlich nur, um noch mehr reales Geld aus der Gesellschaft & Wirtschaft, u. a. über den nachwievor legalisierten Eigenhandel der Banken für den Strom virtuellen Geldes an den Zockermärkten flüssig zu machen.

Professor Rudolf Hickel beschreibt in seiner Streitschrift eingehend das Phänomen der Spaltung des Gelde, in reales und virtuelles Geld der Welt.

Die asymmetrische Spaltung des Geldes der Welt gab es schon immer.
Schlagendes Beispiel ist, neben der Installation, Implementierung von Kolonialsystemen für die Ausbeutung ganzer Kontinente und deren Ressourcen, das Führen von Heissen und Kalten Kriegen, die national unabdinglich, für unerlässlich gehalten wurden, der Beginn des Ersten Weltkriegs im Sommer des Jahres 1914.

Heute leistet das Spalten des Geldes der Welt in reales und virtuelles Geld der deregulierte Weltfinanzmarkt, ohne dass seine "systemrelevanten" Aktuere/innen auf die Option von Heissen und Kalten Kriegen in Gänze vertraglich allerorten verzichten wollen.

JP

Buchempfehlung:

Prof. Rudolf Hickel "Zerschlagt die Banken!"
"Zivilisiert die Finanzmärkte", eine Streitschrift
Econ Verlag, 2012, S. 235
Preis: 14.95 €

23:39 16.03.2012
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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